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Posts

Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Silvester!

WEIHNACHTEN!

Geschafft! Puh! Durchschnaufen. Die Saison ist vorbei. Mit einem exotischen weil internationalen Weihnachtsbuffet versammelte sich die H2O-Gemeinschaft gestern zum letzten Mal offiziell in diesem Jahr.


Inoffiziell haben wir uns sogar nochmal heute Vormittag getroffen, um daheim bei Berglunds mit einigen Gästen eine kleine schwedische Weihnachtsfika einzunehmen oder um den Weihnachtsbaum zu tanzen...


Wir sind sehr zufrieden und sehen auf einen interessanten Herbst zurück. Gleichzeitig sehen wir erwartungvoll auf einige Dinge, die 2013 zur Entfaltungen kommen werden. Doch jetzt ist erstmal Weihnachten. Für mich heißt das dieses Jahr, fast zwei Wochen Winterschlaf zu halten. Keine Termine. Handy aus. Computer auch, meistens jedenfalls. Nur schlafen, essen, spielen. Spazieren gehen. Lesen. Und meine Kamera. Ich freue mich wie ein Schneekönig. Apropos Schnee: Es schneit draußen. 2012 wird eine weiße Weihnacht werden. Wenn es von mir in den nächsten Tagen überhaupt etwas zu hören gibt, dann…

Was ist seliger als nehmen?

Wie kommentierte Jesus doch gleich das sprichwörtliche "Scherflein der Witwe"? Er sagte, dass alle anderen nur aus ihrem Überfluss heraus gegeben hätten, die Witwe hingegen habe alles gegeben, was sie zum Leben habe. (Noch nie davon gehört?! Ab zum Bücherregal, Bibel finden, im letzten Drittel dieses Wälzers gibt's einen Teil namens "Markus", Kapitel 12 suchen und Verse 41-44 lesen!) In der Weihnachtszeit wird traditionsgemäß immer viel gegeben; das Spendenaufkommen ist viel höher als sonst. Und das ist sehr gut so, obwohl die meisten ja doch nur einen Teil ihres Überflusses geben. Wer gibt schon freiwillig etwas Lebenswichtiges her? Doch Jesus meint, der Wert einer Gabe erhebt sich erst dann ins Quadrat, wenn's nicht nur ein Abstrich vom Luxus ist; und er potenziert sich nochmals um ein Vielfaches, wenn die Gabe nicht griesgrämig, sondern mit einem Herz der Liebe gegeben wird.

So denken wir bei H2O auch. Deshalb wollen wir als Minikirche nicht mit dem Geb…

Personnummer!

Ganze drei Monate hat das schwedische "Skatteverk" (Finanzamt) gebraucht, um sich zehn Ziffern für Julianas Personennummer auszudenken. Viele von Euch haben viel dafür gebetet, dass der Herr den schwedischen Beamten doch die richtigen Zahlenvisionen geben möge. Die behördliche Kreativität im Zahlenausdenken wurde allerdings erst dann massiv gesteigert, als zu befürchten stand, dass dem Staat einige Kronen Steuer verloren gehen könnten - denn ohne Personennummer ist das Einzahlen von Steuern ebenfalls eine schiere Unmöglichkeit.


Das ist also der heute ausgestellte "Personbevis" - der Beweis, dass Juliana existiert und das staatlich verbürgte Recht zum Steuerzahlen hat. Damit gehen freilich noch andere Annehmlichkeiten einher wie zum Beispiel eine Krankenversicherung. So eine Personennummer kriegt noch längst nicht jeder zu Weihnachten geschenkt, oder?!

Danke für's Mitbeten!

H2O überlebt 12-12-12 12:12!

Der Angstschweiß fror trotz Salzgehalt bei -15°C zu weihnachtlichen Eisperlen auf der Stirn. Was sollen wir um 12:12Uhr tun? Duck and cover?! Kniend beten? 60 endlose Sekunden in lähmender Unwissenheit. Was wird passieren? Dann endlich die erleichternde Gewissheit: Kein Weltuntergang! Kein Meteorit! Das H2O-Team überlebt die kritische Minute um 12:12 ohne Kratzer und Verletzungen.  Hier der Beweis:


Der einzige Nachteil: Jesus ist auch nicht wiedergekommen...

Handla för Andra!

Na also! Das ging doch ganz vernünftig! Zum zweiten Mal hatten wir heute einen "handla för andra"-Tag, wieder von Juliana organisiert, und heute in gleich vier Göteborger Lebensmittelläden gleichzeitig, teilweise sogar sehr großen. "Handla för andra" ist ein schönes Wortspiel, was sich im Deutschen leider nicht so wohlklingend wiedergeben lässt: Für andere einkaufen, das klingt irgendwie anstrengend. Nun, was ist "Hanlda för anda" also? Das haben wir allen Freiwilligen heute morgen auch erstmal bei einem netten Frühstück erklärt.



Alle Freiwilligen werden erstmal in ein TjänaStan-T-Shirt gesteckt, damit sie auch erkannt werden.



Dann geht es gruppenweise zu den einzelnen Geschäften, die natürlich wissen, dass wir heute dort aufkreuzen und was wir dort machen werden. Die Geschäfte sind in der Regel sehr offen und positiv, nicht zuletzt verdienen sie ja auch daran. Doch nicht nur das: Nicht selten legt ein Geschäft eine beachtliche Spendensumme für diesen gut…

Abschluss der Bergpredigt

Ein ganzes Jahr sind wir während unserer Sonntagstreffen "Impressions" durch die Bergspredigt gegangen, das Manifest des Reiches Gottes, der Fokuspunkt eines Objektives, an welchem die ganze sichtbare Wirklichkeit auf den Kopf gestellt wird, weil man einen Blick in Gottes Wirklichkeit erhaschen darf.

Die Bergpredigt, welche all unsere menschlichen "Normalitäten" in Frage stellt; wo nicht Stars und Sternchen selig gepriesen werden sondern die, denen es dreckig geht; wo gefordert wird auch denen liebevolle Weihnachtsgeschenke zu machen, die uns an den Kragen wollen; wo gesagt wird, man möge einem Dieb doch bitte beim Raustragen helfen.

Die Bergpredigt, welche uns die unerhörte Großzügigkeit Gottes vormalt, weil Er genau all das ist und tut.

Die Bergpredigt, welche uns den menschlichen Egoismus schonlungslos vor Augen führt und uns unweigerlich spüren lässt, dass eben dieser gottverdammte Egoismus uns die Bergpredigt als gefühlte Unmöglichkeit erscheinen lässt.

Am v…

Gebetsanliegen Dezember

DANKE für's Mitbeten!!!


"Das ist Jüngerschaft"

Seht mal, was ich auf der Seite meines neuen Facebook-Freundes Reinhold Krebs gefunden habe: Diesen kleinen Videoclip, vor einem guten Jahr schon auf der englischen Seite meines Blogs gepostet, gibt es seit einem Monat auch auf deutsch!

Und? Was sagt Ihr zu "Was wäre, wenn...?"?


Danke sagen!

Thanksgiving - ein etwas anderes Erntedank. In Schweden geht wohl niemand mehr zum Erntedank in die Kirche, warum auch, im Supermarkt biegen sich schließlich die Regale, und darauf haben wir ja auch ein Recht. Ich bin selbst in einer Überflussgesellschaft groß geworden; die Erzählungen aus der damaligen DDR, wo man angeblich für Lebensmittel Schlange stehen musste und es noch nicht mal Bananen gab, waren weit jenseits meiner kindlichen Vorstellungskraft. Man wurde groß mit der Einstellung, dass es völlig normal sei, wählen und umtauschen zu können. Natürlich darf man sich natürlich jederzeit beschweren, wenn irgendwas mal nicht den hohen Erwartungen entsprach. Schließlich haben wir ein Recht darauf, schön, gesund und reich zu sein, auf 30 Tage Urlaub mit perfektem Service, auf millionenteure Krankenversorgung, die nichts kosten darf, dass der Partner allen Erwartungen entspricht - kurz gesagt, es steht uns doch wohl mindestens zu, dass uns (wie es letzte Woche in Mainz jemand so tre…

Novavox

Von "Helfen, wo andere wegschauen" (Slogan der Gefährdetenhilfe Wegzeichen) zum missionalen Appell von der Bühne, von der Tischgemeinschaft mit vormals Kriminellen zum Aufruf, sich anderen zu öffnen und sich zu ihnen senden zu lassen. Für mich war es so gesehen eine äußerst interessante Reise von Enzklösterle nach Mainz, von der missionalen Praxis zur missionalen Theorie. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass es auch in Deutschland immer mehr Menschen gibt, die die Zeichen der Zeit erkennen und auf der Suche nach Inspiration sind, wie Gemeinde in Zukunft aussehen kann. Denn auch in Deutschland wird die Kirche bis auf kleinen Rest aussterben.
Für mich persönlich war das Treffen in der Gonsenheimer EnChristo-Gemeinde aber auch eine Art interkulturelle Erfahrung: Mit großem Interesse beobachtete ich nämlich, wie Inhalte, die wir bei H2O seit Jahren vor allem mit Nichtdeutschen diskutieren, bearbeiten und umzusetzen versuchen, nun von deutschen Landsleuten auf deutschem Boden …

Gefährdetenhilfe Wegzeichen

In meiner neuen Rolle als Mentor für die zwei CA-Projekte in Deutschland wurde kurzfristig ich zur Novavox-Konferenz nach Mainz geschickt, um den Kontakt auch persönlich pflegen zu können. Kurzfristige Flugreisen sind aber immer teuer, die günstigste Alternative war Interrail. So kann man unbegrenzt viele Kilometer reisen, deshalb hab ich die Chance genutzt, nach vielen Jahren endlich wieder einmal bei meinem geistlichen Vater, Bruder, Onkel und Freund Wolfgang Isenburg vorbeizuschauen. Wolfgang leitet die Gefährdetenhilfe Wegzeichen, ein Verein zur Reintegration von Männern am Rande der Gesellschaft. Wolfgang und seine Familie nehmen Männer in ihre Familiengemeinschaft mit auf und leben mit ihnen. Im Laufe der Jahre helfen sie ihnen, im Leben wieder Fuß zu fassen, meistens kein leichter Weg. Ich bewundere diese Arbeit sehr, die Hingabe und Jesusliebe, die dort spürbar wird. Das Wort "missional", welches ja sooo viele Diskussionen hervorruft, gibt es dort nicht im Wortschat…

Missional total fatal?!

Neulich wurde zu unserem H2O-Video ein Kommentar hinterlassen. Der User schrieb folgendes:


Leider wird es im Zusammenhang mit der "missionalen Gemeinde", bei dem frommen Wunsch bleiben wird, die Bibel nicht zu verwässern. Anpassung und ein Durchdringen der gottlosen Welt, wie Ihr es fördern wollt, wird dazu führen, diejenigen Stellen der Bibel, die für den sogenannten "modernen Menschen" eine Herausforderung darstellen, noch intenisver zu verschweigen, als es heute schon Normalität ist! Was Robert Schuller, Bill Hybels und Rick Warren begonnen haben, wird sich in der "emrging church" und in der "missionalen Gemeinde" noch beschleunigen: der Abfall vom biblischen Christentum und das weichkochen der Gläubigen für die Ankunft des Antichristen! Die Antwort auf unsere Probleme ist nicht ein auf die sündige Welt Zugehen (Kompromisse schließen), sondern den ganzen Ratschluss Gottes, seinen offenbarten Willen der heiligen Schrift wieder ohne Abstriche in…

Falsche Propheten

For English, click here)


Ist es nicht interessant, das Jesus unmittelbar nach dem breiten und dem schmalen Weg von falschen Propheten anfängt? Die, vor denen man sich vorsehen müsse?! Als ob ausgerechnet sie es wären, die die Menschheit vom Wandern auf schmalen Pfaden abhalten würden! Als wir neulich bei unseren "Impressions" (unsere zweiwöchentlichen, gottesdienstähnlichen Treffen) darüber diskutierten, wurde gesagt, dass ein Prophet ja für sich in Anspruch nimmt, Gottesbotschaften bekannt zu machen oder im Namen Gottes zu reden. Und dann kamen sie nur so hervorgesprudelt, die Geschichten: von schwedischen Pfarren in vergangenen Zeiten, die ihre Macht ausnutzten. Einer berichtete von seiner Erziehung in von (nichtschwedischen) katholischen Nonnen, deren Verhalten er heute als mental massiv gestört bezeichnen würde. Und ich erinnerte mich sofort an all die Geschichten von meinen Freunden in Bayern, die mir von schallenden Ohrfeigen und ähnlichen Freundlichkeiten in der Kirc…

...und nur wenige werden ihn finden.

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"Schmal ist der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige sind's, die ihn finden!" (Matthäus 7, 14) Man könnte viel zur Deutung dieser Aussage Jesu sagen. Zum Beispiel, wie es seine Jünger und Zuhörer damals auf dem Berge gehört haben. Fest steht, dass es im nachchristlichen Europa immer weniger sein werden, die den schmalen Weg des Lebens finden. Grund Nummer eins dafür: Desinteresse. "Kirche? Bin ich schon mal gewesen, brauch' ich nicht." "Jesus? Jaja, ich weiß schon, danke auch!" "Auferstehung? Ach, das war doch diese Religion von gestern. Heute sind andere Themen dran."

In Schweden kommen auf jeden Neuen, der den schmalen Weg findet, sehr, sehr viel mehr, die den schmalen Weg wieder verlassen plus all die alten treuen Gläubigen, die die irdische Gemeinde durch ihren Übergang in die Ewigkeit verlassen. Jede Woche wird im bevölkerungsreichsten Land Skandinaviens eine Gemeinde für immer geschlossen. Unsere Part…

Eilmeldung: Wir brauchen DEINEN Klick!

(For English click here!)

Inmitten all der jüngst geäußerten schweren Gedanken hier eine erfreuliche Eilmeldung, die DEINER kleinen aber wirksamen Hilfe bedarf:

In allerletzter Minute erfuhren wir von einem Förderpreis einer Firma, der an eine Idee für "nachhaltige, soziale Projekte" vergeben wird. Als (fast) letztes Projekt bewarben wir uns als "TjänaStan" (Dien der Stadt) kurz vor Toresschluss. Den Empfänger des 20.000 kr-Preises wählt eine Jury aus. Die schlechte Nachricht: Die Jury orientiert sich u.a. an der Beliebtheit der Projekte in den sozialen Medien. Die gute Nachricht: TjänaStan landete trotz später Anmeldung schon auf Platz 13 aller Bewerbungen! Doch wir brauchen noch mehr Klicks.

Bitte hilf mit! Klick auf http://stipendium.weleda.se/ansokningar/tjana-stan und dort auf "gefällt mir"!

H2O dankt ganz herzlich!

Selig sind die Trauernden

Trauer ist die Verarbeitung schmerzhafter Tatsachen, denen man sich gezwungenermaßen stellen muss. Meist trauert man widerwillig. Doch Jesus macht diese unerhörte Aussage, dass ausgerechnet die Trauernden glücklich zu preisen seien. Vielleicht deswegen, weil ein Trauernder den Gefühlen Gottes am allernächsten steht. Tagtäglich wird Er verlassen, geschlagen, verschmäht. Der irdische Körper Gottes, die Gemeinde, wird täglich verfolgt, gefoltert, getötet. In den Ländern, wo man nichts von Christenverfolgung mitkriegt, will man eigentlich auch gar nicht wissen, wie sehr der Körper des eigenen Herrn immer noch vergewaltigt wird. Wo seinerzeit Jesus höchstpersönlich Prügel dafür eingesteckte, dass er die Gnade nach Israel trug, so müssen wir heutzutage die noch fehlenden Schläge dafür einstecken, dass wir die Gnade in den Rest der Welt tragen sollen. Und jeder einzelne Kinnhaken, den auch nur einer der geringsten Brüder oder Schwestern einstecken muss, trifft Jesus höchstpersönlich mitten …

Gebetsanliegen im November

"Wisse, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden..."

Das obige Zitat stammt aus dem 2. Timotheusbrief und ist die Überschrift einer Abhandlung, die ich vor einigen Jahren einmal zum Thema "Irrlehre" und "Endzeit" verfasst hatte. Als ich 2 Tim 3 im Spätsommer wieder einmal las, kam mir manches ausgesprochen bekannt vor, was Paulus hier so beschreibt. Deshalb kramte ich dieses Dokument wieder hervor. Wer in neuen Zeiten neue Gemeinden starten will, muss sich schließlich besonders aufmerksam mit der Schrift beschäftigen. Und wer sich für Themen wie "Irrlehre" oder "Endzeit" interessiert, kann es nun auch hier lesen.

Tossing the CA-ber

...und fast hätte ich es vergessen: Zur ausgewogenen Jüngerschaft gehört auch immer ein ausgewogenes Maß an Spaß! Das muss man CA nicht zweimal sagen, und deshalb gab's beim diesjährigen Connect in Schottland Mini-Highlandgames. Und zu denen gehört bekanntlich auch die Disziplin "Tossing the Caber" - zu deutsch: Baumstammwerfen. Der "Caber", der schottische Baumstamm wirft sich nicht so gut innen - deshalb wurde das Spiel in CA-typischer Manier angepasst; aus Caber kurzerhand der "CA-ber" - eine Zigarre. Viel Spaß!





Schweigen ist Gold

Was 2009 mit einer spontanen Einladung begann ist nun schon fast ein regelmäßiger Rhythmus geworden: Zum vierten Mal nahm ich zusammen mit 14 weiteren Göteborger Männern an der von meinem Freund Gunnar organisierten Schweigefreizeit im klösterlichen Schloss "Bjärka-Säby" in der Nähe Linköpings teil. In den gut 60 Stunden des Schweigens nehmen wir fünf Mal täglich an den sogenannten Stundengebeten teil und bekommen zwei tägliche "Unterweisungen" des koptischen geprägten Pfingstlermönches Peter Halldorf (ein Unikat, siehe Foto), dieses Jahr über den Propheten Jeremia. Die restliche Zeit ist für das eigene Bibelstudium, Gebet, zum Lesen oder Spazierengehen gedacht. Kein Handy, kein Internet, kein Telefon. In der Regel braucht es mindestens 24 Stunden, bis die ständige innere Rush-Hour einigermaßen abgeklungen ist. Wie hochtourig unserer innerer Motor ständig läuft, merkt man erst, wenn alle diese externen Stressfaktoren abgeschaltet werden und man sich abgelegen in de…

Liebe deine Stadt!

Außer Jesus zu lieben und seinen Nächsten zu lieben gilt es auch, "der Stadt Bestes" zu suchen, sich als Gemeinschaft von Jesusnachfolgern bewusst in die Brennpunkte der eigenen Umgebung einzubringen. Das Evangelium ist unglaublich viel mehr als nur meine eigene "Ich-und-Jesus-Story", die heutzutage zur Genüge in unseren Gottesdiensten gepflegt wird. "Ich und Jesus" - oder vielleicht sollten wir zumindest "Jesus und ich" sagen - ist natürlich auch wichtig, aber es geht längst nicht nur um mich, mein Heil, mein Wohl, meinen Platz im Himmel, usw. Der tiefste Kern des Evangeliums ist im Grunde eine Kampfansage an die Herrscher dieser Welt: Jesus ist der Herrscher und ihr nicht. Völlig egal, wer amerikanischer Präsident wird, denn eins steht jetzt schon fest: Er wird nie der Herrscher sein, der er gerne wäre. Kein Kanzler, auch kein weiblicher, keine EU und kein ESM kann irgendetwas retten. Die Urbotschaft der guten Nachricht lautet: "Jesus is…

Liebe deinen Nächsten...

Ein Riesenaspekt der Jüngerschaft ist Nächstenliebe. Und wo könnte man die besser über als in Gemeinschaft - insbesondere in der Gemeinde? In Tischgruppen diskutierten wir täglich und arbeiteten Übungen und praktische Vorschläge aus. Ein kleines Beispiel unter vielen, vielen anderen war es, heutzutage in unseren Gemeinden aktiv Übungsraum zu schaffen, um mehr Zeit mit echten Menschen zu verbringen, nicht nur via Facebook & Co. In der Praxis könnten das bewusst eingeplante Spiel- und Spaßzeiten sein, welche - so unfromm das für manche vielleicht auch klingen mag - im Zeitalter von Dauerstress, Druck, Burn-outs und Depressionen eine echte geistliche Übung werden können.

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"...ich merke, dass ich mich mit vielen besser versteh', 
seit ich sie jetzt gar nicht mehr persönlich seh'!" 
(aus Wise Guys, Facebook)

Präsent sein

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Jüngerschaft ist unsere eigene persönliche Beziehung zu Jesus. Wie will man andere in der Jüngerschaft anleiten, wenn die eigene Seele eine Wüste ist? Karen und ich haben dazu einen Morgen über die Wichtigkeit gesprochen, Gottes Gegenwart immer wieder aktiv zu suchen. Es ist nicht in unseren frommen Aufgaben oder unseren christlichen Taten, dass wir verändert  oder zu besseren Menschen werden. Allein die Gegenwart Gottes verwandelt uns, denn nur hier können wir Gottes Glanz widerspiegeln. Ein klitzekleines bisschen von diesem Glanz nehmen wir in unseren Alltag mit, und dort wird der Gottesglanz in unseren Herzen zu der ein oder anderen Handlung führen. Wenn wir persönlich jesusähnlich werden wollen, dann gibt es nur einen einzigen Platz, wo das geschehen kann: In Seiner Gegenwart.

"Seid stark im Herrn!"

Kernstück des diesjährigen Connects war der Epheserbrief. Täglich gab es mindestens eine Lesung eines ganzen Kapitels, um den ganzen Zusammenhang besser erfassen zu können. Das Zentrum dieses phantastischen Briefes ist das neue Leben, welches Christus möglich macht. Dieses neue Leben macht Einheit zwischen unterschiedlichen Herkunftskulturen und vielen verschiedenen Persönlichkeiten und Begabungen möglich. Das neue Leben macht in allen Familien- und Arbeitslagen gegenseitige Unterordnung möglich - eine Unmöglichkeit im alten Leben, wo jeder sich selbst am wichtigsten nimmt. Und es zeigt Liebe - vor allem Liebe zu Christus.

Im Grunde ist es ja wie schon im uralten Buche Prediger geschrieben: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Jede Generation, die als Jesusnachfolger leben will, muss mit dem gleichen Egoismus kämpfen, der gleichen menschlichen Natur, der gleichen geistlichen Schwerkraft, die uns ständig von Christus wegziehen will. Die Unterschiede liegen nur darin, die zeitgemäßen…

"Jüngerschaft ist...

... der Prozess so zu werden wie Jesus wenn Er Du wäre." Mit diesem etwas provokativen Aufreißer begann gestern "Connect", CAs jährliches Mitarbeitertreffen. Als Thema haben wir uns einen allzeit aktuellen Dauerbrenner ausgesucht, nämlich "Jüngerschaft" oder "Nachfolge" (engl. discipleship). Was ist das, und was bedeutet es für unsere missionalen Projekte? Wie äußert sich Jüngerschaft im 21. Jahrhundert? Spannende und absolut superentscheidende Fragen.

Leider (zum Glück?) gibt es hier im Gartmore House, ein Stück nördlich von Glasgow, kein Internet. Deshalb kann ich Euch leider nicht so auf dem Laufenden halten, wie ich eigentlich dachte. Meine Posts werden wohl erst nächste Woche zusammenfassend kommen. Bis dann...
(geschrieben am 12.Okt)

Postchristlich

Das 21. Jahrhundert mit all seinen Neuerungen und Entwicklungen ist an sich eigentlich gar nicht das große Problem - das große Problem ist, dass das europäische 21. Jahrhundert postchristlich ist. Das heißt, es gab mal eine christliche Zeit, und diese Zeit hat viele Menschen geimpft. Man hat gerade so viel bzw. wenig Christentum injiziert bekommen, dass man sich nicht anstecken konnte, und dennoch genug Antikörper für die Immunisierung entwickelt hat. Das, was man weiß - bzw. meint zu wissen - kommt eher aus zweifelhaften Quellen wie z.B. Dantes göttlicher Komödie als aus erster Hand. Der "Zeitgeist"-Film, der überall im Netz angeschaut werden kann, ist ein typisches Beispiel dafür. Obwohl dieser Film mit einer gewissen Überheblichkeit den Glauben an Jesus lächerlich zu machen versucht, zeigt er andererseits, wie leichtgläubig die dümmsten und haarsträubendsten Theorien als ernsthafte Gegenargumente vorgebracht werden. Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln, wenn man Mens…

Die Zeit der Ernte

Allgemeines Kopfnicken. Zustimmende, grunzende Laute. Als sich laute "Amen!"- und "Halleluja!"-Rufe in das Geräuschniveau mischen verfliegt jeder Zweifel: In den Kirchenbänken rund um mich her muss sich eine gewisse Anzahl Charismatiker befinden mit Wurzeln in den 90-er Jahren. Ich meine es daran erkennen zu können, dass die Ursache der begeisterten Hallelujarufe in der Aussage des betagten, englischsprachigen Redners lag, der soeben prophezeite, dass die Zeit der großen Ernte, der geistlichen Neuerweckung Europas, unmittelbar bevorstehe. Bei mir wecken solche Aussagen keine lauten "Amen!"-Stürme, sondern eher leise, gemischte Gefühle. Einerseits würde ich mich sehr freuen über eine neue Erweckung - schließlich habe ich den starken Wunsch "Dein Reich komme!" zu meinem Beruf gemacht und setze alles daran, dass es Wirklichkeit wird. Andererseits gibt es diese Prophezeiungen schon seit Jahrzehnten, dass die Zeit der Ernte unmittelbar bevor stehe. …

Urban Expressions Sweden

Urban Expressions ist ein von Stuart Murray in Großbritannien gegründetes Netzwerk von Gemeinden und Gemeindegründungen, die wie wir bei H2O neue Wege wagen wollen. Murray hat einige sehr wertvolle Bücher zum Thema Gemeindegründung verfasst. Sein Buch "Post-Christendom" las ich 2005 und hat mir extrem geholfen, all die Änderungen zu verstehen, die unseren Alltag verändern und auf die auch Gemeinden massiv beeinflussen. In den kommenden Jahrzehnten wird das erst so richtig sichtbar werden. Deshalb sind wir ganz besonders froh, dass Urban Expressions nun nach Schweden kommt.

Und das Schöne ist, dass hier nichts von England nach Schweden exportiert sind, sondern dass eine Handvoll schwedischer Christen, teilweise schon betagt und weise, die große Notwendigkeit neuer Gemeinden mit Sicht für die heutige Welt sehen und aktiv wurden. Durch persönliche Kontakte mit Murray wurde zunächst sein Buch "The Naked Anabaptist" ("Der nackte Täufer") unter dem Titel "…

Das Jesuslabor

Neue Herausforderungen erfordern neues Denken, neues Denken erfordert neues Handeln, neues Handeln stellt uns wiederum vor neue Herausforderungen. Christen scheint das Denken "outside the box" eher schwer zu fallen, glaubt man doch fest an die Unveränderlichkeit Gottes und seines Wortes, der Bibel. Kirchen und Gemeinden scheinen göttliche Beständigkeit leicht mit der Dauerhaftigkeit eigener Traditionen und liebgewordener Gewohnheiten zu verwechseln. Doch das 21. Jahrhundert fordert von uns, manche Gewohnheiten über Bord zu werfen, die sehr gut zu vergangenen Zeiten passten und es verlangt neue Gewohntheiten zu entwickeln, die perfekt in postmoderne Zeiten passen - und nicht weniger biblisch sind. Wir arbeiten mit H2O an genau der Frage: Wie sieht echte Jüngerschaft und Jesusnachfolge im 21. Jahrundert aus?



Möchtest Du auf irgendeine Art mitmachen? Meld Dich!


Aktuelles Gebetsanliegen

Dieses Filmchen haben wir am Freitag gedreht mit einem lieben Gruß an unsere sendende Gemeinde, die FeG Ingolstadt. Diese von Craig Ott gegründete Gemeinde ist von Anfang an eine sehr evangelistisch engagierte Gemeinde gewesen, immer um den Bau des Himmelreiches in ihrer Umgebung bemüht mit einer ungewöhnlichen Bereitschaft, dafür auch außergewöhnliche Wege zu gehen. Dafür hat sie erwartungsgemäß auch einige empfindliche Schläge und Tritte des Feindes einstecken müssen, doch niemand hat sie kleinkriegen können. Mit unermüdlichem Eifer geht man weiter, und ein Teil dieses Eifers besteht darin, H2O möglich zu machen. Unsere Gemeinde in IN wird in Zunkunft jeden Monat ein aktuelles Gebetsanliegen per Kurzvideo bekommen - einige davon werde ich hier veröffentlichen, andere bleiben privat. Doch der allererste Film, der gestern schon im Gottesdienst gezeigt wurde, enthält ein Anliegen, für das nicht nur Ingolstädter beten können, sondern ALLE!

Merci!


Wir müssen unaufhörlich navigieren...

Wie können wir in dieser Welt einen "Trailer" des Reiches Gottes schneiden, eine Vorschau dessen produzieren, was noch kommt? Wie kann Gottes Liebe hier und jetzt gezeigt und gelebt werden mit allem, was schon jetzt drin ist?

Die gute Nachtricht ist: Es geht! Die schlechte: Es gibt keine Patentrezepte. Genau das macht missionale Gemeindearbeit aus: Gottes Liebe ohne Schema X beweisen. Das versuchen auch die beiden Autoren Alan Roxburgh und Scott Boren mit dem folgenden Abschnitt zu sagen, den ich ganz gut fand:

Als wir [die Autoren] in der gleichen Gemeinde in Vancouver arbeiteten, kam ein Paar neu in die Gemeinde, die erst kürzlich aus Südafrika eingewandert waren. Ihre Reise war unglaublich. Sie hatten den ganzen Ozean auf einem sechs Meter langen Segelboot bis nach Amerika überquert, wo sie in einem Hafen North Carolinas an Land gingen. Als sie Südafrika verließen, wussten sie zwar genau, wohin sie wollten, aber der Kurs der Reise war alles andere als vorausschaubar. Wer s…

Und er liebt sie doch...

Und Gott liebt sie doch, diese Welt, gefallen, verdorben und verdreht, wie sie seit dem Sündenfall ist. Schade, dass wir nie sehen konnten, wie die Schöpfung ursprünglich einmal ausgesehen hat, vor diesem sagenumwobenen Sündenfall. Es bleibt unseren kühnsten Phantasien überlassen, sich vorzustellen, wie Äcker und Gärten so ganz ohne Unkraut sein würden, wie Arbeit ohne Schweiß und Stress wäre, welch weibliche Anatomie schmerzfreies Kinderkriegen möglich machte, zu welchen Taten ein T-Rex vor dem Fall in der Lage gewesen wäre und was seine Lieblingsspeise war bevor er dieses Monstergebiss hatte.

Für uns ist der tödliche Ausgang jeden Lebens Normalzustand.
Für Gott nicht.

Er weiß, dass der Mensch das Leben im Vorraum der Hölle selbst gewählt hat. Gott liebt die dort vor sich hin leidenden Menschen und hat alles getan, um zu retten, was zu retten ist, bevor ein korrupter, verbrauchter und ausgebeuteter Planet am letzten Ende der ewigen Müllverbrennung zugeführt wird. Wir brauchen Gott n…

Brüll! Bell! Knurr! Kein Glaube ohne Kirchensteuer! Winsel! Jaul!

Der heute Artikel der Süddeutschen Zeitung passt ja wohl perfekt zu meinen jüngst geäußerten Gedanken (obwohl es diese Nachricht heute sicher nicht nur in der Süddeutschen gibt). Er besagt schwarz auf weiß, dass allein die katholische Kirche seit 1990 weit mehr als zweimillionen Mitglieder verloren hat - und der Trend hält an. Und er besagt ebenso schwarz auf weiß, dass sie sich außerdem in hartnäckiger Unwilligkeit übt, daraus etwas lernen zu wollen. Wie ein schwer verletzter, aber nicht tödlich getroffener Bär schlägt sie patzig um sich, brüllt, versucht Eindruck zu machen, sich wieder Respekt zu verschaffen. Doch die einst so gefährlichen Zähne der Inquisition sind längst verfault. Wenn die Kirche könnte, würde sie sich kaum schämen, auch heute noch damit zuzubeißen um ihre irdische Macht gnadenlos zu verteidigen. Doch die Jäger wissen um die steckenden Pfeile ihrem Leib, haben gesehen, wie sie obendrein in ausgelegte Fallen trampelte, beobachten, wie sie ihre nicht heilen wollend…

Das nachchristliche Mosaik

Zugegeben, die letzten drei Posts sind wirklich nicht mehr als winzige Mosaiksteinchen, obendrein mit einer subjektiven Interpretation. Andererseits: Es sind eben auch nur drei Steinchen. Die Masse macht's. Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich immer und immer und immer wieder erlebt, dass in einer immer größer werdenden Masse der Bevölkerung das persönliche Interesse am Christentum gegen Null geht. Ausnahmen mögen eher kirchlich geprägte Landstriche sein, doch selbst die können den Trend nicht überschminken. Ein Blick auf die europäischen Kirchenstatisktiken der vergangenen Jahrzehnte genügt.

Ist der Trend aufzuhalten? Ehrlich gesagt glaube ich: wohl kaum. Er ist bestenfalls zu bremsen. Aber er lässt sich nicht durch hippe Gemeinden mit bühnenreifen Gottesdiensten und coolen Programmen bremsen. Wenn er sich bremsen lässt, dann nur durch Gemeinden, die bereit sind, den schmalen Weg zu gehen. Die mutig wie ihr Haupt sind. Die Jesus folgen, auch wenn es kostet. Solche Gemeinden b…