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Posts

Es werden Posts vom März, 2013 angezeigt.

Hoffnung, Leben, Auferstehung.

"Nur wenige finden Lebensfreude in Jesus oder im Gedanken an den Himmel. Eigentlich empfinden die meisten gar keine Freude, wenn "Himmel" hören." So Randy Alcorn auf den ersten Seiten seines Buchs "Heaven" (Der Himmel - was und dort wirklich erwartet).

John Eldredge legt noch einen drauf: "Fast jeder Christ, mit dem ich gesprochen habe, denkt beim Himmel an endlose Gottesdienste ... Wir haben uns zu sehr ans Bild vom ewigen Gesang auf den Wolken gewöhnt. Ein Kirchenlied nach dem nächsten, für immer und ewig. Amen. Und unser Herz wird schwer. Für immer und ewig? Das soll alles sein?! Das ist die gute Nachricht des Evangeliums?!"*

Der heutige Tag lehrt uns etwas besseres: Ostern ist konkret, der Herr ist auferstanden! Mit allen zehn Fingern und Zehen, einem Kopf mit Haaren und wahrscheinlich sogar einem Bart, einem Körper mit allem, was dazugehört! Er ist wirklich auferstanden! Die Auferstehung ist echt! Ostern ist der Beweis des neuen Lebens, da…

Karfreitag: Party für die Depressiven

Nicht, weil am heutigen Feiertag die Enttäuschung, die Frustration, der Zerbruch, die Schwärze und die Hoffnungslosigkeit seinen ultimativen Höhepunkt findet. Sondern weil heute alle diese destruktiven Mächte tödlich getroffen wurden. Der Depressive muss nicht mehr über den eigenen Selbstmord nachdenken. Das, was sich so arglistig und feuchtkalt zersetzend in unsere Herzen frisst, wurde heute jemand anderem injiziert. Einem Unschuldigen, einem Lebensspender und Heiler, der daraufhin gewissermaßen den Selbstmord auf sich nahm, indem er sich freiwillig den Schindern, den vermeintlichen Herrschern und Tyrannen aussetzte - wehr- und waffenlos. Durch diesen unbegreiflichen und unschuldigen Tod - und nur dadurch - wurde das Böse der Welt unheilbar verwundet. Für alle Depressiven gibt es heute einen Grund zum Feiern. Denn jedes erlebte Tief, jede Schwermut, die uns treffen mag, jede Verzweiflung oder Freudlosigkeit, die uns umgarnen und verhexen will, gehören seit Karfreitag nur noch zum le…

Dreißig

Dreißig Jahre. Vor dieser Zeit fasste ich den Beschluss, Jesus nachzufolgen. Was für eine Reise ist es seitdem gewesen! Damals, dort in der Küche der evangelischen Kirche zu Strombach, konnte ich unmöglich wissen, wohin das alles führen wird. Als knapp sechzehnjähriger Schlosserlehrling aus einer nicht gerade frommen Arbeiterfamilie hatte ich jedoch eine Ahnung, dass dieser Entschluss weitreichende Folgen haben würde. Er hatte es. Ich habe aufgehört zu fragen, wie mein Leben wohl ohne diesen Schritt verlaufen wäre.

Zwei Dinge frage ich mich allerdings immer noch. Ich frage mich, was das Ziel der Reise ist. Natürlich werde ich ganz am Ende zu Jesus gehen. Und ich habe auch klare eigene Lebensziele. Im Laufe der drei Jahrzehnte sah es aber stets so aus, dass Jesus ein eigenes Ziel verfolgt - Er offenbart allerdings immer nur den nächsten Schritt. Jedesmal, wenn ich glaubte, angekommen zu sein, stellte sich heraus, dass alles nur Training für die nächste Phase war. Worauf trainiert Er …

Ein farbenfroher Tag!

YES!!! Hier kommen einige Bilder vom letzten Samstag:











Kulturtag

Angered pflege ich "Stadtteil der Zukunft" zu nennen. Wie Angered heute schon ist, werden in wenigen Jahrzehnten alle Städte Europas aussehen: International, multikulturell, kaum Kirchen mit Einfluss, viele Spannungen und viele Fragezeichen. Ich bin der Meinung, dass wir es uns als Gemeinden nicht leisten sollten, mit unserer eigenen Gemeindekultur meist einige Jahrzehnte hinterherzuhinken. Wir müssten vielmehr vorausdenken und Kulturgestalter sein, die Prägung der Zukunft nicht ausschließlich den anderen überlassen, die weder Schöpfer noch Erlöser noch König der Könige kennen - geschweige denn nachfolgen. Und ja, natürlich müssen wir uns dabei auf dem Grund der Bibel bewegen - gerade deswegen müssten wir mehr vorausschauen, um die Verbindung des Uralten und des Kommenden gut vorzubereiten.

Nach viel, viel "try and error", Versuch und Irrtum mit H2O, hat Gott uns nun endlich die Tür zur Zusammenarbeit mit offiziellen Stellen vor Ort geöffnet. Heute ist unsere Feu…

Am Samstag ist der große Tag

Samstag wird sehr wichtig für H2O. Durch merkwürdige Zufälle und fast schon amüsante Missverständnisse (die ich zu anderer Zeit mal erzählen werde) kamen wir in Kontakt mit dem lokalen Kulturzentrum der Stadt, genannt der Blaue Platz. Wir hatten schon vor Jahren immer wieder versucht, dort hineinzukommen, waren aber völlig ignoriert worden. Diesen Samstag wird es dort einen Kulturtag geben, einen Tag der offenen Tür mit vier Stunden Programm. Wir von H2O werden für zwei Dinge verantwortlich sein: Das Kinderprogramm und die filmische und fotografische Dokumentation. Maria hat die Leitung für das Kinderprogramm übernommen und ungefähr 12 Leute aus der H2O-Gemeinschaft zur Mitarbeit rekrutiert. Der "Blaue Platz" ist recht offen uns gegenüber: Unsere Mitarbeit ist eine Art Probelauf, um uns kennenzulernen, zu sehen, wer wir sind, wie wir arbeiten und ob man sich auf uns verlassen kann. Wenn's gut läuft, stehen uns mehr Türen offen. Was wir daher dringend brauchen - mehr als …

"Das Himmelreich ist ansteckend!"

Die letzte Woche war echt stressig für mich. Nicht, weil grad alles zusammenkommt und viel zu tun ist. Eine 70-Stunden-Woche kann ich schon mal ganz gut ab. Es stresst mich aber, wenn ich das Gefühl habe, mit fusselig geredetem Mund auf Granit herumkauen zu müssen. Dann krieg ich dieses typisch säuerlich-beißende Stressgefühl in der Magengrube mit Unruheattacken, welche mich nachts nicht einschlafen lassen - obwohl ich Kraft für den Rest der Woche bräuchte.

Es stresst mich, liebe, nette Geschwister im Herrn immer wieder predigen zu hören, dass das Himmelreich ansteckend sei. Wer nur nahe genug an den Himmel (sprich: Kirche, Gemeinde, Christen, "das Wort", Jesus selbst) herankomme, der werde "kontaminiert" und früher oder später selbst ein Christ werden. Mein Stresslevel potenziert sich, wenn die lieben, netten Geschwister Fachkräfte sind und neue Gemeindegründer für das angeblich am meisten säkularisierte Land der Welt ausbilden.

Meine Einwände gegen die Theorie, …

Viel Glück, Herr Papst.

Ich wünsche dem neuen Papst alles Gute und viel Erfolg für seine neuen Aufgaben. Ob es ihm gelingen wird oder nicht, diese Frage ist - zumindest hier - ungefähr genauso alltagsrelevant wie die Frage ob Pluto nun ein echter Planet des Sonnensystems ist oder nicht. Was der Papst im Vatikan treibt, ist genausoweit weg wie Pluto, vielleicht sogar ein bisschen weiter. Hand auf's Herz - was wäre an diesem Donnerstag für Dich und mich anders gelaufen, wenn nicht Franziskus, sondern ein neuer Benedictus oder Pius gewählt worden wäre? Oder wie beeinflusst der Papst unsere Alltagsagenda heute in einem Jahr, am Freitag, den 14 März 2014?

Der neue Papst hat es immerhin selbst in Göteborg bis auf die Titelseite der Tageszeitung gebracht. Das heißt schon was. Sonst wird Kirche von der Majorität dieser Stadt nur als historisches Gebäude bzw. als Randerscheinung gesehen. Zur 400-Jahr-Feier der Stadt gibt es eine große Planungsplattform, wie Göteborg 2021 aussehen soll. Alle waren namentlich einge…

Na, also.

Seit Samstagabend hat Schweden nach dem jährlichen sechs-Wochen-Marathon auch sein Lied für Malmö. Vielleicht sogar kein schlechtes. Der größte Vorteil an diesem Liederfest ist für mich, dass man hier einen Anlass hat, Freunde einzuladen, die man sonst selten sieht. Die Musik ist ansonsten solch ein simples Mainstream-Gedudel, dass ich mich ernsthaft versucht fühle, auch mal einen Liedvorschlag zu komponieren und einzureichen. Ich glaube, auf diesem musikalischen Niveau durchaus mithalten zu können und schließlich bin ich es ja nicht, der dazu in Unterhose auf der Bühne tanzen muss (dann hätte ich wohl eher keine Schnitte). Ja, und wenn mein Lied dann auch noch den Grand-Prix gewonnen hat, wäre ich das Problem mit dem schwachen Eurokurs auch endlich los. Wie sagte Jakobus doch gleich? Wenn Gott will, werden wir leben und dieses tun. Also dann.

Im Märzen auf Dauer kein bisschen entspannt...

Viel los im März. Teilweise, weil ich es selbst schuld bin und schlecht geplant habe, teilweise, weil's so is wie's is. Zum Beispiel gab's im Herbst kaum was für mich zu tun bei ALT und das ist ja wunderbar, wenn man etwas Geld verdient, ohne dafür arbeiten zu müssen, doch so kam ich 30 Stunden ins Minus. Das sind siebeneinhalb Wochen Arbeitszeit bei einer 10%-Anstellung. Jetzt darf ich aufholen. Heute war z.B. Tag der offenen Tür. Viele neue mögliche Studenten treffen. Immer spannend und interessant.


Bin jetzt auf dem Heimweg. Heute kommt noch Besuch und heute Abend ist dann das jährliche Finale des schwedischen Melodiefestivals - wie immer gefeiert bei H2O. Mal sehen, wer heute so auftaucht. Die Auswahl der Lieder ist beschämend schlecht. Wenn ich nicht Teil des H2O-Teams wäre, würde ich mir diese Peinlichkeiten nicht antun wollen. So, mein Bus ist da und ich reise weiter...

Yes, no, shit.

Kommunikation ist ziemlich wichtig. Aber auch irgendwie schwierig. Schon in der eigenen Muttersprache geht's so leicht so voll daneben - insbesondere dann, wenn Kommunikation zwischen X und Y-Chromosomen stattfindet. Haben wir alle schon erlebt. Was macht man erst, wenn keine gemeinsame Muttersprache zur Verfügung steht? Schon mal versucht, einem Chinesen oder Afghanen einfache Wörter wie "Hafen" oder komplexere Begriffe wie "Gemeinde" zu erklären? Und das, wenn die einzige, gemeinsame sprachliche Grundlage höchstens 10% des Vokabulars einer Sprache ist? Einer Sprache, die auch für mich Fremdsprache bleibt? Da werden die Grenzen zwischen Unterhaltung und Schauspielerei sehr schnell sehr fließend. Willkommen in meiner Welt.

Juliana hat gestern Abend aber den Vogel abgeschossen. Sie war bei Sagåsen, der hiesigen Einwanderungsbehörde mit einer Art Auffanglager für Neuankömmlinge und Verwahrung für solche, die bald abgeschoben werden sollen. Dort hat sie sich mit …

"Nichts ist unmöglich."

Solange er noch aktuell ist, möchte ich auf den gegenwärtigen Gemeindebrief der FeG Ingolstadt hinweisen. Hier findet sich ein Bericht über H2O und einige interessante Entwicklungen, die gerade stattfinden und die ich nicht - oder zumindest noch nicht - von irgendwelchen Suchmaschinen im Netz gefunden haben möchte. Wer interessiert ist kann auf die Homepage der Gemeinde gehen und unter "Gemeindebrief" findet sich alles weitere.


Wann hörten wir auf, innovativ zu sein?

Schon ganz am Anfang versprach Gott Israel, dass alle Völker über Israel staunen werden, wenn sie Gott treu nachfolgen werden (Dt 4,6). Mit anderen Worten: Wer Gott wirklich folgt, gibt seiner Umwelt etwas zu sehen, was es sonst nirgendwo gibt. Noch nicht mal auf Pro7.

Die ersten Christen fanden durch ihren neuen Lebensstil und ihre gute Laune viel Wohlwollen unter dem Volk, welches zu großer Neugierde und somit ständig neuen Gläubigen führte (Apg 2,47).

Durch die ganze Geschichte waren es vor allem Christen, die bahnbrechende Entwicklungen in Gang setzten und damit den Wohlstand schufen, der uns heute so selbstverständlich ist (vgl. meinen Post vom 04. Dez 2012).

Wann haben wir eigentlich damit aufgehört? Warum ist Kirche heute als der Club der ewig Gestrigen bekannt? Warum löst die bloße Existenz einer Gemeinde kein Staunen mehr in der Nachbarschaft aus? Es ist ja wunderbar, dass auch wir Christen uns nun in großen Veranstaltungshallen treffen oder uns der Satellitentechnik bedie…