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"Seid stark im Herrn!"

Kernstück des diesjährigen Connects war der Epheserbrief. Täglich gab es mindestens eine Lesung eines ganzen Kapitels, um den ganzen Zusammenhang besser erfassen zu können. Das Zentrum dieses phantastischen Briefes ist das neue Leben, welches Christus möglich macht. Dieses neue Leben macht Einheit zwischen unterschiedlichen Herkunftskulturen und vielen verschiedenen Persönlichkeiten und Begabungen möglich. Das neue Leben macht in allen Familien- und Arbeitslagen gegenseitige Unterordnung möglich - eine Unmöglichkeit im alten Leben, wo jeder sich selbst am wichtigsten nimmt. Und es zeigt Liebe - vor allem Liebe zu Christus.

Im Grunde ist es ja wie schon im uralten Buche Prediger geschrieben: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Jede Generation, die als Jesusnachfolger leben will, muss mit dem gleichen Egoismus kämpfen, der gleichen menschlichen Natur, der gleichen geistlichen Schwerkraft, die uns ständig von Christus wegziehen will. Die Unterschiede liegen nur darin, die zeitgemäßen Lebensbereiche zu identifizieren, die heutzutage ganz besonders herausfordernd und destruktiv sind. Wir müssen ständig an der Aufgabe arbeiten: Wie können wir hier und jetzt und in dieser Kultur als Neue Kreaturen leben wohltuende und lebensspendende Gegengewichte bilden, die Gott widerspiegeln?  

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Wer will noch 'ne Reformation?

Es ist wieder soweit. Heute wird sie schon 501 Jahre alt, die Reformation. DIE Reformation. Vielleicht sollte ich heute, an diesem geschichtsträchtigen Tag, auf diesem geschichtsträchtigen Blog, der sich schließlich neue Reformation nennt, zu deutsch new reformation, ein paar neue Gedanken dazu niederschreiben?! Nicht die alten Kamellen, wie toll Luther war, wie mutig, wie wichtig. Das haben wir oft genug gehört. Was neues eben.

Doch der einzig neue Gedanke, der mir heute zum Thema Reformation kommt, also Re-Formation, ist auch nicht new. Es ist derselbe, wie vor einem Jahr:

Wer die Reformation heute am Lautesten feiert, wäre vor 500 Jahren ihr erbitterter Gegner gewesen. 
Yo. Reformation ist nämlich kein Zuckerschlecken. Reformation stellt in Frage, und zwar uns, kratzt am Ego, spiegelt uns die Blässe wider, die Speckringe, verunsichert. Sagt: "Hier sollte mal was re-formiert werden!" Reformation sägt an selbstgezimmerten Thronen, bringt unsere Sicherheit so schön ins Schau…

Können wir es schaffen...?!

"Wer bin ich, dass ich das machen sollte?"Mose (2Mose 3,11)

"Wie sollte ich das schaffen? Ich bin der schwächste von allen!" Gideon (Richter 6,15)


"Ich könnte sterben!"Der Faule (Sprüche 22,13)


"Ich tauge nicht. Ich bin zu ..."Jeremia (Jeremia 1,6)
"Hör auf mit dem Gejammer und tu, was dir gesagt wird." Gott (Jeremia 1,7)



"Marcus, es ist nicht immer so einfach, wie du dir das vorstellst." Bekomme ich manchmal zu hören.

Nun, ich habe nie gesagt, dass es so einfach ist, geschweige denn, dass es immer so einfach ist. Im Gegenteil. Ich betone eher, wie schwierig es ist. Am Schwersten von allem ist die Selbstüberwindung, der innere Schweinehund, der Wille zur Veränderung. Alles andere als einfach ist das.

Neulich sagte mir jemand, weißt du, Marcus, unsere Organisation ist durch so viele Veränderungen gegangen, man müsse sich jetzt erstmal erholen,bis auf weiteres wolle man sich nicht weiter verändern. Es war eine Organisation, d…

Die Gabe der Veränderung

Wir hatten es knapp geschafft. Hechelnd, aber glücklich warteten wir in der Schlange zur Eingangstür des Flughafenbusses, der uns eine gute Stunde lang zum Ziel unserer 14-stündigen Reise fahren sollte. Das Gepäck war verladen, und wir freuten uns, bald anzukommen. Doch diesem Wunsch kamen wir nur sehr nahe. Der Bruchteil eines Millimeters trennte uns von seiner Erfüllung. Genau gesagt, die Dicke eines 50-Euro-Scheins. Wer kein Bargeld hat, darf nicht mit. Bitte aussteigen.


Natürlich war es nervig, noch eine weitere Stunde an einem Flughafen herumzuhängen, nachdem man erst neun Stunden auf einem anderen herumgehangen hatte, weil wir uns die preisexorbitanten Tickets eines Direktflugs verweigert hatten. Natürlich fragte ich mich, warum ich eigentlich nie Bargeld in der Tasche habe, und warum das von allen Airports der Welt, die ich so sehe, nur in der Hauptstadt Bayerns zum Problem wird. Natürlich fragte ich mich auch, ob es an meinem Ziel Ingolstadt denn wirklich gar keine internation…