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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

Dieser irreale Augenblick...

... wo du nicht weißt, ob das jetzt echt ist, ob du verwirrt bist oder nicht.

Ich war auf der Heimreise vom internationalen M4-Treffen für Gemeindegründer, zu dem ich die Ehre hatte, nach Tallinn eingeladen worden zu sein und dort u.a. Dietrich Schindler zu treffen. Am Stockholmer Flughafen Arlanda begann jedoch das Chaos, weil ein Unfall auf der Zugstrecke passiert war und nun alle Reisenden mit Bus und Taxi in die Stadt mussten. Ein chaotischer Ameisenhaufen aus ewig langen Menschenschlangen, fluchend, verzweifelt, geduldig, alle darauf wartend, endlich mitgenommen zu werden. In allerletzer Minute erreichte ich schließlich den allerletzten Zug nach Göteborg, sonst hätte ich wohl eine Nacht als Obdachloser auf dem Bahnhof verbringen müssen. Erschöpft legte ich mein Gepäck erstmal ins Gepäcknetz, ließ ich mich auf meinen Gangplatz fallen und dachte: "Wenn ich gleich meinen Sitznachbar wieder reinlassen muss, stelle ich meinen Rucksack zwischen die Beine, hol das Buch raus und les…

Misserfolg höchstwahrscheinlich

"Erfolg ist die Fähigkeit, von Misserfolg zu Misserfolg zu gehen, ohne die Begeisterung zu verlieren" soll Winston Churchill angeblich gesagt haben. Das passt voll zum heute in der SZ veröffentlichten Interview mit Technikhistoriker Bauer. "80-90% aller Innovationsversuche scheitern" sagt der Stuttarter Professor und fügt hinzu, dass es ohne solche vermeintlichen Misserfolge überhaupt gar keine Innovation gäbe. Eine kluge Einsicht und gleichzeitig eine Ermutigung zum fröhlichen Experimentieren und Ausprobieren. Gemeinden sollten sich das meiner Meinung auch mal hinter die Ohren schreiben. Misserfolg ist der Weg zum Erfolg, und scheitern ist keine Schande. Wer viel macht, macht auch viel falsch - wer aber nichts macht, macht alles falsch.

Der Glaube aus der Predigt

Vor etwa 20 Jahren erfand die Süddeutsche Zeitung ihr wöchentliches Jugendmagazin "jetzt". Der Verlag wollte vor allem junge Leser an das Lesen längerer Texte gewöhnen. Man nahm sich also seiner potentiellen Kunden der Zukunft an, an denen man feststellte, dass langes Lesen für sie nicht mehr selbstverstänflich ist. Diese Beobachtung ist nur eines der Millionen Veränderungsmosaiksteinchen unserer Zeit.

Kirchen und Gemeinden sollten das auch mal bedenken. Immerhin sind jetzt schon wieder 20 Jahre nach dem "jetzt"-Start ins Land geflossen. Doch die Veränderungen gehen weiter, fordern "Friss oder stirb!" und machen gnadenlos vor nichts und niemand halt. Nicht nur die Zeitungsbranche schlittert mittlerweile in eine ernste Krise.

Wenn man von der Bibel und Gemeindebriefen mal absieht, kommunizieren Kirchen heute weniger durch gedruckte Medien. Unser Hauptmedium ist die orale Verkündigung, schließlich sagt Paulus, dass Glaube aus der Predigt komme. Unsere Got…

Berlintermin

Es war sicher nicht meine erste Handlung aber ganz sicher doch die erste etwas größere Aktion in meiner neuer Rolle als CA-Europadirektor: Ein Besuch der deutschen Hauptstadt. Auf dem Programm standen neben vielen Gesprächen mit unserem dortigen CA-Team auch ein Treffen mit dem deutschen Netzwerker Harald Sommerfeld, ein Besuch des Berlinprojekts und ein Treffen mit deren Leitern.
Was Berlin angeht wünsche mir zwei Dinge besonders. Dass unser CA-Projekt in der Hauptstadt die Vision CAs wiederspiegelt, Menschen zu erreichen, die in niemals in eine normale Gemeinde gehen würden - und davon gibt es in Deutschland sehr, sehr viele. Und zweitens, dass Gemeinden mit ähnlichen Visionen und Hoffnngen sich gegenseitig kennen und befruchten. Kirche ist immer Gemeinschaft, keiner hat alles aber alle haben etwas. Müde, aber glücklich und inspiriert kam ich heute wieder zurück.





Zukunft gestalten

Eine Sache, welche sich auch in meiner neuen Rolle nicht ändern wird, ist die Leitung der nun 15-köpfigen Studentengruppe in Göteborg, welche sich im dritten und vierten Jahr an der schwedenweiten Akademie für Leitung und Theologie (ALT) zu Leitern und Pastoren ausbilden lassen. Während diese Leute in den jeweiligen Kursen akademisch ausgebildet werden, ist es meine Aufgabe, sie auf das eigene Leben als Leiter, Pastor, Missionar oder Seelsorger vorzubereiten. Eine große Aufgabe, die mir sehr wichtig ist, denn hier wird mehr als auf jeder großen Konferenz die Zukunft ganz konkret gestaltet.