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Es werden Posts vom August, 2014 angezeigt.

Eben war's doch noch da...

Ein sicheres Zeichen für das definitive Ende des Sommers in Göteborg ist, wenn man das große H2O-Partyzelt (für die geplante Grillfeier morgen Nachmittag) durchs Fenster im Garten stehen sieht und es beim nächsten Schluck aus der Kaffeetasse plötzlich entrückt ist. Der erste, leicht unlogische Gedanke meines Hirns war: Warum liegen denn da plötzlich Lampen und Möbel auf dem Gras? Unmittelbare Nachforschungen ergaben: Weil's Zelt verbogen und zerfetzt beim Nachbarn in der Hecke hängt. Leinen hat's zerrissen, Gestänge verbogen, Ösen zerfetzt, Erdnägel aus dem Boden gezogen. So geschehen gestern Vormittag unmittelbar vor unserem Teamtreffen. Glücklicherweise war's ein bei uns zu Haus geplantes Teamtreffen, so dass alle gleich fleißig beim Einsammeln und Aufräumen anpacken konnten.



Bye bye, Juliana!

Zwei Jahre leitete sie H2Os TjänaStan, hat entwickelt, Projekte organisiert und durchgeführt, war in all unseren H2O-Veranstaltungen und Teamtreffen dabei und hat genau beobachtet, wie wir ticken und arbeiten: Juliana. Nun sind die zwei Jahre um und Juliana wird wieder zurück nach Deutschland ziehen, wo sie bald sogar heiratet. Gestern war es leider an der Zeit, Lebwohl zu sagen.

Als Geschenk bekommt Juliana von H2O passenderweise eine schwedische...

... Eva Solo Wasserkaraffe. Denn schließlich ist unsere TjänaStan-Leiterin in 24 Monaten so sehr mit H2O aufgefüllt worden, dass sie es woanders hintragen muss, zu den Durstigen eben. Und wie sie selber mal sagte, wird sie es in normalen 08-15 Gemeinden fortan wohl schwer haben, allein schon wegen unserer einzigartigen H2O-Grundwertekombination Beziehungen, Spiritualität, Erneuerung, Kreativität und Spaß. Gemeinden mit solchen Werten findet man sich nicht wie Sand am Meer. Deshalb wird Juliana zur ersten, offiziellen H2O Missionarin. Sie…

Denn alles, was ihr in meinem Namen bittet...

Gebet ist im Bau des Gottesreiches so wichtig wie Kondition im Fußball. Ein keuchender Fußballer, der kaum die Treppe hochschafft, wird nie Weltmeister. In Gemeinden sind wir aber nicht selten solch keuchende, konditionslose Spieler und haben uns perfekt dran gewöhnt. Es ist aber auch komisch: Eigentlich wissen wir alle, wie wichtig Gebet ist - trotzdem gibt's immer 'n Grund, warum wir's dann doch nicht tun. Gebet ist Antrieb und Nachbrenner gleichzeitig allen unseres Wirkens. Gebet ist eine geistliche Übung.

Dachten wir uns bei H2O und planten deshalb für heute einen ganzen Gebets(sonn)tag ein. Ab Frühstück in Berglunds Küche, mit Croissants, Geschichten, gefalteten Händen...
 ... geplanten sowie spontanen Textlesungen. Wir sammeln Anliegen und...
 ... nehmen sie mit auf...
 ... einen den gemeinsamen Gebetsmarsch durch Angered...
... zum regnerischen Aussichtsbplatz in Rannebergen, von wo man fast ganz Angered sehen kann und der sich deshalb hervorragend als Gebetsplatz e…

Gesichter des Islam

Viele meiner Freunde und Bekannten sind Muslime und ich verstehe mich prächtig mit ihnen. Manchmal ist es sogar einfacher und viel intressanter, sich mit ihnen über Gott und Glauben zu unterhalten als mit Namenschristen, die zwar glauben, sie seien Christen, aber in Sachen Religion keine Ahnung von gar nichts haben. Manchmal gehe ich in eine Moschee, setze mich in die letzte Reihe, beobachte das Treiben und freue mich auf die ganzen intressanten Gespräche, die ich später haben werde.



Und dennoch - westliche Namenschristen machen es sich viel zu leicht damit, alle Religionen als "gleich" und "friedlich" zu bezeichnen. Wer das behauptet, offenbart sofort, in sehr tiefer Unwissenheit zu stecken. Natürlich sind nicht alle Muslime gefährlich. Doch ein riesengroßer Unterschied zwischen Christentum und Islam ist, dass Terror, Verfolgung und Tötung von Andersgläubigen zu 100% koranischen Lehren entspricht und damit offizieller Bestandteil dieser Religion ist.

Ich möchte he…

Christenverfolgung und Säkularismus

Ich bin überrascht, wie viele deutsch- und englischsprachige Zeitungen und Magazine offen über die Christenverfolgung im Irak berichten. Das ist sehr gut. Vor knapp zwei Jahren erst hatte Kanzlerin Merkel ganz ordentlich Kritik abbekommen, weil sie es gewagt hatte, Christen als die am meisten verfolgte Religion zu bezeichnen. Scheinbar gehen Merkels Kritikern jetzt gerade die Argumente aus. "Die Welt" berichtete jüngst sogar über Christenverfolgung in Deutschland, welche vor allem in den Asylheimen stattfindet, wo verfolgte und geflohene Christen plötzlich wieder gezwungen werden, mit massiv drangsalierenden Moslems unter einem Dach leben zu müssen und dabei ernsthaft bedroht oder zumindest als "Dreck" oder "unrein" bezeichnet werden, welche es verdienten, von Allah getötet zu werden. Arme Flüchtlinge. Von der Verfolgung im Heimatland geflohen und dann neuer Verfolgung im Asylantenheim ausgesetzt.

Anders ist das hier im säkularen Schweden, wo man sich de…

H2O startet nach Sommerpause

Sommerpausen sind ganz normal in schwedischen Gemeinden. Warum Gottesdienste anbieten, wenn keiner kommt, Pastor inklusive? Aber jetzt trudeln so langsam alle wieder ein. Gestern war unser erstes Treffen. Kleine Besatzung, aber eine innige Gemeinschaft. Ein intressantes Gefühl war es für mich, weil ich im Laufe der kommenden Woche die Leitung H2Os abgeben werde. Ihr dürft gerne für einen glatten Übergang beten, der noch gar nicht so im Einzelnen geplant ist. Morgen im Teamtreffen werden wir erstmals ganz konkret darüber reden.

Theologisch UND kreativ

Eine einzigartige Eigenschaft Christian Associates' ist die Kombination von evangelikaler Theologie und innovativen Ansätzen. Das findet man nicht oft. Manchmal zeigt sich unsere Kreativität in kleinen, aber beindruckenden Dingen. Zum Beispiel neulich auf Connect. Dort entstand während unserer zweimal täglichen Lobpreiszeiten ein Gemälde zum Thema "Die Kraft des UND". Wer nicht gleich wusste, worauf dieses Kunstwerk hinauslief, sollte am Ende schwer beeindruckt werden.



















(Fotos: Barbara Macnish, David L. Fisher, Rogier Bos.)

Die Kraft des "UND"

"The Power of AND" - die Kraft des UND - war Thema des diesjährigen Connects. Mit Ausgangspunkt in der Apostelgeschichte ging es darum, dass Mission alles andere als einfältig und höchst komplex ist. Mission kommt von Gott und ist wie Gott. Wer glaubt, Gott sei simpel und einfach zu erklären, kennt ihn nicht. Sechs Vorträge von vier verschiedenen Rednern halfen dem europäischen CA-Volk, ihren Auftrag besser zu verstehen.

* * *
Andrew:
Groß genug & Klein genug: Die Geschichten der Apostelgeschichte & die Mission der Gemeinde
Jesus & ich: Die Beziehung am Herz der Mission
Schon jetzt & noch nicht: Schon heute Gemeinschaften aus Gottes Zukunft bauen

 * * * Amy:
Menschen & Plätze verwandeln: Die Leinwände des Evangeliums
Jon:
Sammeln & zerstreuen: Das Ein- und Ausatmen der missionalen Gemeinde
Marcus:
Insider & Outsider: Die Aufgabe, facettenreiche Gesellschaften zu erreichen





Danke, FeG Ingolstadt!

Leider gibt's kein Bild von diesem bewegenden Augenblick, als die ganze Gemeinde im Gottesdienst um unsere Familie herumstand und uns mit sprühender Freude und erhobenen Händen ein Segenslied zusang um uns in die neue Aufgabe zu entsenden. Ein wirklich außergewöhnlicher Abschluss des Gottesdienstes, der uns alle sehr bewegt und ermutigt hat.

Die FeG Ingolstadt und insbesondere die Gemeindeleitung war bereits seit Mai in den Prozess einbezogen mit der Bitte, uns bei der Wahrnehmung zu helfen, ob es sich bei dieser neuen Aufgabe wirklich um eine Berufung Gottes handeln könnte. Erst nachdem ich grünes Licht sowohl von der Gemeindeleitung als auch dem H2O-Team plus einigen persönlichen Freunden bekommen hatte, reichte ich meine Bewerbung ein. Deshalb durfte die Gemeinde die frischgebackene Neuigkeit auch im Gottesdienst am 27. Juli als erstes erfahren, als wir dort zu Gast waren.

Nochmals DANKE für die Mithilfe!

Ein neues Kapitel

Es war keine Absicht, dass hier fünf Wochen lang nix gepostet wurde. Das ist einfach so passiert. Trotzdem kann man es symblisch deuten. Nicht als Pause, sondern als Umbruch. Juli 2014 war Übergang vom Einen zum Anderen. Wer den Gebetsclip im Mai gesehen hat, war ja schon vorbereitet. Nun ist es offziell: Auf der vergangenen CA Jahreskonferenz "Connect" wurde bekanntgegeben, dass ich die Rolle des neuen Christian Associates Westeuropadirektors übernehmen werde.
Heißt das, dass H2O nun passé ist? Nein, tut es nicht. Wir werden weiterhin in Göteborg bleiben und diesen Dienst von hier aus tun. Ein Grund ist, dass wir weiter bei H2O bleiben können, wenn auch nicht in leitender Rolle. Außerdem möchten wir das lange und mühsam aufgebaute Kontaktnetzt nicht einfach so wieder verlassen. Und nicht zuletzt halten wir es für destruktiv, unsere Familie in dieser Phase zu entwurzeln. Bald mehr dazu, was das sonst noch alles so bedeutet...