Direkt zum Hauptbereich

Schwere Zeiten für EFK?



Wie gestern bekannt wurde hat der sogenannte "Missionsdirektor" unserer schwedischen Partnerorganisation EFK (bei der FeG würde man diese Position wohl Präses nennen) gestern seinen Job mit sofortiger Wirkung gekündigt. Offiziell hieß es, dass einige im Vorstand der Denomination mit seiner Leitung nicht zufrieden waren und kein ausreichendes Vertrauen mehr vorhanden sei. Er selbst äußerte sich öffentlich ähnlich, dass er so nicht weitermachen könne, wenn er sich selbst treu bleiben will. Das sind für schwedische Verhältnisse ungewöhnlich deutliche Worte. Die Sache wiegt in meinen Augen besonders schwer, da der neue Leite erst 2014 neu berufen wurde. Ein schneller Wechsel der Leitung in größeren Organisationen ist immer gefährlich.

Über die Ursachen kann ich nur spekulieren. Ob ich mit meinen Spekulationen richtig liege, wird die Zukunft zeigen (ich hoffe aber, im Unrecht zu sein).

Was auch immer passiert sein mag, eins steht fest: Derartige Eskapaden schwächen die Gemeinde und damit den Leib Jesu. Es ist wie ein gebrochener Knochen. Therapie und Heilung kann Jahre dauern.

Ich möchte dies als Erinnerung nutzen, für Eure Leiter zu beten. Egal, welchem frommen Verein ihr angehört. Leiter sind starken Winden ausgesetzt, der Feind schläft nie. Nimm Dir eine Minute und spreche ein Gebet für Deine Leitung. Und wenn der Geist dich so leitet, dann gerne auch für die EFK.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Lehre der Leere (16): Viel Feind, wenig Ehr

Dass viele unserer Hoffnungen und Vorstellungen, mit denen wir 2006 ausgezogen waren, nicht erfüllt werden würden, wurde schon lange vor der Veröffentlichung des obigen Videos klar. Wir hatten geträumt. Geträumt von vielen interessanten und kreativen Ideen, einem wirklich missionalen Lebenswandel und einer daraus erwachsenden neuen, interessanten, kreativen und missionalen Gemeinde, die hoffentlich ein Katalysator für viele weitere kreative Neugründungen im neuen 21. Jahrundert sein wird. Unsere Aussendung war gewaltig und feierlich, voller Musik, Freude und Party. Nach so vielen Dingen und all den kleinen Wundern, die Gott vor aller Augen getan hatte, um all das überhaupt möglich zu machen, waren die Erwartungen hoch: Gott zog schließlich mit uns, das war allen klar. Manche sprachen von zu erwartenden Erweckungen in ganz Skandinavien.

Im Gastland angekommen, öffnete Gott noch mehr unerwartete Türen, hieß uns durch hiesige Gemeinde- und Missionsleiter herzlichst willkommen, knüpfte w…

Was weder Nachricht noch Notiz wert ist

Europäer sehen's schwitzend
Auf dem weichen Sofa sitzend
Haben keine Lust zu teilen

So dichtete ich am ersten Januar in meinem Rap zur Jahreslosung. Auf den Tag zwei Monate später wünschte ich, es wäre wirklich alles nur erdichtet gewesen. In Anbetracht der Lage und des eigenmächtigen Vorpreschens einiger europäischer Länder ("8 ganze Flüchtlinge pro Tag in die Stadt lassen beweist genug, welch gutherzige Katholiken wir sind!") wurden die Sofaschweißflecken sogar prophetisch. Und wer weiß, wohin das noch führen wird.

Während viele Europäer damit beschäftigt sind, den Braten auf dem Tisch zu schützen, spielen sich woanders Geschichten ab, die sich in keinen Zeitungen oder Nachrichtenforen finden: Der innere Kampf vieler Menschen mit Glaubensfragen. Doch solche Angelegenheiten werden in westlichen Medien als uninteressant und nichtig betrachtet. Entsprechend hört man nichts darüber. Doch IS & Co. treiben Muslime mit extrem viel Energie direkt in die offenen Arme des Chri…

10 Dinge, die's vor 10 Jahren noch nicht gab (und warum das so wichtig für Gemeinden ist)

Herzlich willkommen im Jahre 2017! 

Ich hoffe, Ihr seid gesund herübergekommen und habt allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu sehen.

Als wir vor 10 Jahren das erste Mal Silvester in Schweden feierten, hatten wir gerade erst damit angefangen, Ansätze und Ideen für die Gemeinde der Zukunft zu entwickeln. Aus einem kleinen, bayerischen Dorf kommend kam es uns damals grad so vor, als seien wir selber direkt in die Zukunft gezogen.

Doch heute möchte ich Euch 10 Dinge vorstellen, die es vor zehn Jahren noch gar nicht gab - bzw. von denen zu Silvester 2006 noch keine Rede war. Wenn Ihr die Liste seht, werdet Ihr manchmal denken: ”Echt jetzt?! Das gab’s da noch nicht?!” In der Tat, es ist schwer zu glauben. So sehr haben wir uns heute an so manches gewöhnt.

Legen wir los:

Nummer 1: YouTube

Streng genommen wurde YouTube schon 2005 gegründet, aber vor 2007 hat’s in unserem Teil der Welt kaum jemand beachtet. Heute ist eine Welt ohne das Videoportal undenkbar: Rezepte, Trailer, Urlaubsfi…