Direkt zum Hauptbereich

Alles neu! (Ostermontag)

Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen.
(Offb 21,1)

Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: "Hier wird Gott mitten unter der Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei."
(Offb 21,3-4)

Der auf dem Thron saß, sagte: "Siehe, alles werde ich neu schaffen!"
(Offb 21,5)



Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten.


Was für eine Aussicht, Herr! Was für eine Hoffnung! Wenn die alte, gefallene, vom Himmel getrennte Schöpfung noch solch ein Potential hat wie wir es kennen, wenn die alte Schöpfung noch so viel Schönheit, Pracht und Faszination bereit hält, wie mag es erst in Deiner neuen Schöpfung werden? Wie mag es sein, wenn Himmel und Erde wieder vereinigt sind, wie es von Anbeginn gedacht war? Du, Herr, hast mit Deiner Auferstehung erstmalig gezeigt, was zu erwarten ist: Himmel und Erde wiedervereinigt; was getrennt war, wurde wieder zusammengefügt, ein neuer, verwandelter, anderer und doch eindeutig identifizierbarer Körper; als Auferstandener bist Du nun gleichermaßen im Himmel wie auf der Erde zu Hause und bewegst Dich frei zwischen den beiden. Du wirst ALLES genauso neu machen! Wir freuen uns darauf! Wir wollen uns nicht länger mit schwammigen Worten über ein Leben nach dem Tod zufrieden geben! Wir freuen uns stattdessen auf das Leben nach dem Leben nach dem Tod, wir freuen uns auf die Auferstehung!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Missional kontra attraktional?

"Kannst Du mir noch die Adresse schicken, wohin ich morgen kommen soll?" schrieb ich diese Woche dem neuen Studenten. Zu Beginn jedes Semesters muss ich alle meine 12 Studenten in ihren Praktikumsgemeinden besuchen und ihren Mentor treffen. Per Sms kam folgende Antwort: "Weiß nicht genau. Hausnummer 1, glaub ich. Park einfach neben der Kirche." Es ist nicht immer leicht, all die Gemeinden zu finden, manche haben noch nicht mal eigene Lokale. Meine Abenteuerlust gab sich aber zufrieden und ich begab mich auf eine Tagestour, um mehrere Studenten samt ihren Mentoren im Göteborger Umland zu besuchen. Als nach vielen Kilometern und Gesprächen vor mir die Stadt auftauchte, in der ich Hausnummer 1 suchen sollte, bot sich mir folgendes Bild: Dieser Parkplatz sollte ganz ohne GPS zu finden sein, dachte ich bei mir und war zugegebendermaßen etwas überrascht. In Kirchen dieser Größe verkehre ich eher selten. Ein glücklicher Student und ein ebenso glückicher Mentor hieße...

Lust. Auf Hermeneutik.

Heiliger Höhepunkt: Berninis "Verzückung der heiligen Theresa" in der Santa Maria della Vittoria-Kirche in Rom. Impuls Nummer zwei: Hermeneutische Hausaufgaben (hier geht's zurück zum Impuls Nummer eins) Alle modernen und postmodernen Phänomene, die nicht explizit in Bibel erwähnt sind, erfordern gründliche und genaue hermeneutische Arbeit. Hermeneutik bedeutet, die zeitlosen Prinzipien zu identifizieren, welche uns dann im Grunde in jedem Kontext durch alle Situationen, jeden Fall leiten können. Ein einfaches Beispiel zur Erklärung wäre, dass die Bibel nirgendwo Bier erwähnt. Nun könnte man die Bibel entweder so auslegen, dass man gar kein Bier trinken soll - schließlich ist es nirgendwo erlaubt, oder man darf so viel saufen, wie man reingeschüttet kriegt - schließlich ist es ja nicht verboten. Die Bibel spricht hingegen über Wein. Wie sie über Wein spricht, kann uns ein zeitloses Prinzip offenbaren: Wein wird in beiden Testamenten immer wieder genossen, all...

Ich liebe den Herrn

Ich liebe meinen Herrn. Ich liebe ihn wirklich. Er hat mein Leben auf eine Weise geführt und gestaltet, wie ich es zu Beginn meiner Reise mit ihm nicht zu träumen gewagt hätte. Deshalb stört es mich dieses Jahr auch mehr als sonst, wenn " Joy to the world, the Lord has come " aus allen Kaufhauslautsprechern tönt. Wenn er vermarktet wird und Kassen klingeln lassen soll. Wenn das Unbegreifliche der Menschwerdung vor den Konsumkarren gespannt wird. Vielleicht will deshalb dieses Jahr auch keine typische Weihnachtsstimmung in mir aufkommen. Weil mir so viel an Weihnachten verdreht vorkommt in einer Welt, die Jesus aggressiv verleugnet außer zur Weihnachtszeit, wo er gut genug ist zur Steigerung des Umsatzes. Und nur dazu. Gefühlsduselige Weihnacht zum Doping des Kunden. Wir Christen sind nicht völlig unschuldig daran. Wir haben die Gefühlsduslei erfunden, wenn auch aus gutem Grund. Doch vieles haben wir unnötig verduselt. Zum Beispiel durch unser romantisches Krippenbild. Ein B...