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Die Lehre der Leere (18): Die Tränen

Bei dieser Einsicht musste ich irgendeinen Laut von mir gegeben haben, denn plötzlich sahen mich alle erwartungsvoll an, als ob ich etwas sagen wolle, und vielleicht wollte ich ja auch etwas sagen doch ich konnte es nicht. Meine Stimme versagte, die schon feuchten Augen begannen zu tränen, ich sah ein, dass Gott mir ganz, ganz nahe war und stets gewesen war. Der Schatz, die Leere, das Fallen, mein Fragen und Hinterfragen, wenn Theresa also recht hatte, wenn auch nur ansatzweise, dann geschah all das, weil ich ein neues, unbekanntes Gebäude betreten hatte, ein Gebäude, das sich erschreckend von allem anderen unterschied. Nur wenige wollten vom Abgrund durch die Schwärze fallen, es zieht einen viel lieber zurück ins gemütliche Wohlbekannte. Doch mir hatte Gott unmissverständlich erläutert, ich solle es wagen, die Leere willkommen zu heißen, wenn sie sich mir in den Weg stellt. Denn nur so erfährt man, was auf der anderen Seite ist.

Niemand knipste das Licht in mir an. Doch nun wusste ich, dass Gott da ist. 

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Guten Tag! Ich freue mich, heute hier bei Euch sein zu dürfen. Falls ihr uns noch nicht kennt, ich heiße Kelli Crull, und meine wunderbare Frau April ist auch hier. Ursprünglich komme ich aus Sioux Center, und ob ihr’s glaubt oder nicht, aber eure Gemeinde hat uns die letzten 15 Jahre als Missionare unterstützt. Ich kann’s kaum glauben, dass ich schon soo alt sein soll - aber das ist eine andere Geschichte.

Zu allererst möchte ich eine großes Dankeschön aussprechen, für Eure Unterstützung und Treue über so viele Jahre. Ohne Euch könnten wir nicht tun, was wir tun, also nochmals: Danke!

Wie schon erwähnt, leben wir in Spanien. Wer von Euch ist schon mal in Spanien gewesen? - Vielleicht wisst …