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Nachchristliche Dogmatik

Heutige Menschen haben die alten Doktrine satt. Man will sich nicht mehr vorschreiben lassen, wie man was richtig zu glauben hat. Doch bei genauem Hinsehen lebt die nachchristliche Gesellschaft ihre eigenen Dogmen. Sie mögen nicht systematisch beschrieben und gelehrt werden, doch sie sind da, sie sind stark und und sie sind alles andere als tolerant. Hier sind einige:

  • Der Mensch ist im Kern gut. Es gibt keine Erbsünde. 

  • Der Sinn des Lebens besteht darin, Glück, Befriedigung, einen unabhängigen und freien Lebensstil zu finden sowie sich selbst zu verwirklichen. 

  • Gäbe es keine konservativen Kräfte, würde die Welt durch Fortschritt zu einem immer bessereren Platz werden. 

  • Persönliche Freiheit und Selbstbestimmung ist wichtiger als Unterordnung. 

  • Es gibt keine absolute Wahrheit. Jeder mus seine Wahrheit selbst finden. 
 
  • Traditionelle Gruppen wie Religionen spielen bestenfalls kleinere Rollen am Rande der Gesellschaft als eine Art Dienstleister oder Krankenhaus. Aus dem gesellschaftlichen Zentrum müssen sie entfernt werden, um Fortschritt und Toleranz nicht zu behindern. Im Bedarfsfall wird von ihnen aber absolute Professionalität und Zuverslässigkeit erwartet. 

  • Niemand erwartet, dass diese Dogmen logisch sind. Man muss ihnen nur zustimmen.


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Problemzonen

Als ich neulich mit dem Wagen in unser Wohngebiet abbog, platzte es aus mir heraus: "Ausgerechnet hier ist der Platz auf der ganzen Welt, den Gott persönlich für uns ausgesucht hat, und es gibt nicht den geringsten Zweifel daran." Meine Frau lächelte und nickte, denn es ist offensichtlich. Und schön. Ein zu Hause zu haben, dass Gott persönlich gewählt hat, ist irgendwie ein ganz besonderes Privileg. Wir fühlen uns wirklich daheim und geborgen.

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