Direkt zum Hauptbereich

Despression I


Dass Depression und Ausgebranntsein in Schweden sehr üblich ist, wussten wir schon seit wir hier leben. So üblich, dass man nur zu einem Arzt gehen muss und sofort irgendeine Antidepressiva ohne große weitere Untersuchungen verschrieben bekommt. In den letzten Tagen wurde ich ganz neu daran erinnert. Drei kurze Episoden über Depression in Schweden.

Ich frage eine Frau, was sie beruflich mache. Sie nennt mir ihren Beruf und sagt gleich dazu, dass aber lange nicht gearbeitet habe, sie war krank geschrieben. Ganze zweieinhalb Jahre war sie krankgeschrieben. Zweieinhalb Jahre. Sie habe keine Menschen ertragen können. Nun gehe es wieder aufwärts. Ursache für die Langzeitkrankschreibung: Depression.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Problemzonen

Als ich neulich mit dem Wagen in unser Wohngebiet abbog, platzte es aus mir heraus: "Ausgerechnet hier ist der Platz auf der ganzen Welt, den Gott persönlich für uns ausgesucht hat, und es gibt nicht den geringsten Zweifel daran." Meine Frau lächelte und nickte, denn es ist offensichtlich. Und schön. Ein zu Hause zu haben, dass Gott persönlich gewählt hat, ist irgendwie ein ganz besonderes Privileg. Wir fühlen uns wirklich daheim und geborgen.

Schaut man sich aber den jüngsten Polizeibericht an, der 2017 veröffentlicht wurde, könnte es einem anders werden. In den vergangenen Wochen habe ich vielen Leitern präsentiert, wie die Polizei die Problemzonen der heutigen Gesellschaft definiert. Die drei untersten Kategorien nennen sich Risikozonen, gefährdete Gebiete und besonders gefährdete Gebiete. Die besonders gefährdeten Gebiete definiert der Bericht als Wohngebiete mit allgemeiner Neigung, den Rechtsstaat abzulehnen, systematischen Drohungen oder offener Gewalt gegenüber Zeug…

Gebetsclip November