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Flüchtlinge vertreiben H2O



Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an das "Thanksgiving"-Video, das wir vor zwei Jahren gemacht hatten. Ausgerechnet das amerikanische Thanksgiving hatte sich bei H2O zu einem unerwartet populären Hit entwickelt. Am Sonntag, den 22. November 2015 werden wir zwar wieder Thanksgiving feiern. Aber es wird wohl ein Dankopfer mit bitterem Nachgeschmack werden: Der 22. November 2015 wird das letzte Mal sein,wo  H2O sich wie gewohnt im H2O-Foyer bei Reningsborg trifft. Unmittelbar nach unserer Thanksgiving-Feier muss geräumt werden: Der Umbau des Gebäudes zum Wohnheim für Flüchtlinge beginnt. Das wurde uns vor zwei Tagen so bekannt gegeben.

So sehr wir jeden einzelnen Hilfseinsatz für Flüchtlinge begrüßen und vielleicht sogar selber gerne Teil dieser Hilfsaktion geworden wären, so sehr irritiert es uns, dass der 2015 neu angestellte Direktor Reningsborgs offenbar bewusst gewählt hat, H2O die schon vor Monaten beauftragten und fertiggestellten Umbaupläne zu verschweigen und uns stattdessen in allerletzter Sekunde vor vollendete Tatsachen zu stellen. Den Grund dafür kennen wir nicht. Ich persönlich vermute aber, dass er in typisch schwedischer Konfliktscheu nicht den Mut hatte, uns in die Augen zu sehen.

Abgesehen davon, dass mich persönlich diese Art nach so vielen Jahren guter Zusammenarbeit ganz ehrlich enttäuscht, stellt uns die neue Situation rein zeitlich vor große Herausforderungen. Wohin in aller Schnelle mit der ganzen Ausstattung, Tische, Stühle, alles, was sich in acht Jahren angesammelt hat, inklusive einem Büro mit drei Arbeitplätzen? Und wichtiger noch, wie wird sich H2O in Zukunft versammeln? Werden wir nun doch ein Hausgemeindenetzwerk werden? Brauchen wir neue Lokalitäten? Wenn ja, welche? Und wo finden? Bis Ende Januar dürfen wir als Notlösung den kleinen Nebenraum als Lager- und Versammlungslokal benutzen, doch für die Zeit danach brauchen wir neue Lösungen.

Dies muss nicht unbedingt schlecht werden. Oft genug haben aufgezwungene Veränderungen zu erstaunlichen Erneuerungen geführt. Denken wir nur an die erste Verfolgung in der Apostelgeschichte! Ohne sie hätten die Apostel sich wohl nie auf den Weg aus Jerusalem nach Samaria bis zu den Enden der Welt gemacht. Dennoch: Dazu brauchen wir Gottes Hilfe. Und zwar dringend. "Jesus, übernehmen Sie!" Würdet Ihr mit uns beten?

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