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Geschafft!

 TjänaStan im Frühjahr 2011 ist vorbei. Eine Woche voller Programm und Eindrücke. Menschen und Begegnungen. Spaß, Arbeit, Unterhaltungen. Dinge, die super liefen und andere, die gar nicht liefen. Bilder liegen mir noch nicht vor. Mein persönlicher, absoluter Höhepunkt war der vergangene Samstagabend. Wir haben das Endspiel der Champions League strategisch geschickt in unsere TjänaStan Woche eingebaut und einfach Freunde eingeladen. Es wurde zu einem echten Event. Mit Leuten, die ich noch nie gesehen hatte und anderen, die zum ersten Mal bei H2O auftauchten. Hatte einige echt gute Unterhaltungen. Fußball war eigentlich nebensächlich. Hab von TjänaStan und dem ganzen Warum und Wieso erzählt. Allein dieser Abend war den ganzen Aufwand wert. Heute, am Mittwoch, bin ich total müde und leergefahren. Aber morgen ist frei. Bis Montag, denn da ist schwedischer Nationalfeiertag. Ich freue mich riesig auf ein paar ruhige Tage ohne alles. Nur mein Garten und ich, und ab und zu ein kaltes Bier. Hoffentlich nach deutschem Reinheitsgebot gebraut.

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Zero Commitment

Vor knapp zwei Wochen habe ich meinen Sohn verheiratet. Welch ein Erlebnis. Noch heute bin ich voll auf Endorphin: Sonne, Fest und Stolz auf Sohn und Schwiegertochter. Die zwei sind wunderbar, kommen aus stabilen Familien, die ihren Vorbildern in den kommenden 65 Jahren nacheifern wollen. Allen, die uns weder auf Instagram noch Twitter oder Facebook folgen, werde ich irgendwann ein paar Bildchen auf new-reformation-privat einstellen.

Doch im Rausch der Glückshormone schmecke ich auch einen Wermutstropfen. Der hat nichts damit zu tun, dass nun auch das zweite Kind Vater und Mutter verlassen hat. Die Tatsache, dieses Ziel erreicht zu haben, macht mich nur noch stolzer. Der Wermutstropfen kommt nicht aus der Familie, sondern aus der Gesellschaft, in der wir leben.

Nie habe ich nämlich so viele verstörte Blicke und Kommentare erhalten. ”Was?! Die heiraten?! Ja, wie alt sind die denn?! Was, 21?! SO JUNG?!?!” Und dann dieser Blick, das künstliche Grinsen, als würde bald unser Haus von ein…

Fertig.

Wenn über Wochen nichts oder nur wenig auf meinem Blog zu lesen ist, dann ist das kein gutes Zeichen. Denn Blogartikel schreibe ich in erster Linie für mich selbst, weniger für die Öffentlichkeit. Ich schreibe als Übung zum Ordnen meiner unfertigen Gedanken. Der Blog ist mein Canvas. Wenn hier also nicht gekleckst wird, dann gab's auch keine unfertigen Gedanken. So einfach ist das. Dann gab es nur fertige Gedanken. Das ist schlecht. Denn fertige Gedanken sind nicht nur schon da und geboren, sie sind schon lange da. Alt sind sie. Alte Bekannte.

Fertige Gedanken sind längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Sie sind erwachsen, kennen den Ernst des Lebens. Haben Erfahrung und Falten, aber nichts Spielerisches mehr. Fertige Gedanken erwartet man von einer Kanzel. Von einem fertigen Prediger.

Unfertige Gedanken sind hingegen wie Kinder. Sie sind laut und springen herum. Sie haben Zeit, viel Zeit. Und sie brauchen Zeit. Zeit zum Spielen. Zum Ausprobieren. Zeit zum Entdecken. Und z…