Diese Woche war großer Studienauftakt von SALT. Alle Lehrer und Studenten kamen in ein echt schwedisches, falunrotes und weißgefenstertes Freizeitheim direkt am See. Ein für mich in mehrfacher Hinsicht unbekanntes Gefühl - einerseits brannte die Sonne von strahlendblauem Himmel und spiegelte sich im See - ich musste mich immer wieder erinnern dass ich zum Arbeiten und nicht zur Erholung hierhergekommen war. Eine solche Idylle findet man in Göteborg in der Regel nicht. Andererseits war ich plötzlich kein Student mehr in einer solchen Gruppe - sondern Lehrer. Das macht durchaus einen spürbaren Unterschied wie man behandelt wird. Toll war es, die ganzen Studenten kennenzulernen und deren Geschichten zu hören. Es kommt mir wie ein Privileg vor, solche Menschen ein kleines bisschen auf ihrem Lebensweg bgleiten zu dürfen. Ich freue mich auf die kommenden Wochen - auch wenn wir uns gar nicht sooo oft sehen werden.
Zum ersten Teil der Serie geht's hier. Brückenpfeiler Nr. 2: Gegründet im gesellschaftlichen Leben Wohl jeder hat schon mal Leute getroffen, die in der Tat sehr tief in der Bibel verwurzelt sind, deren Füße aber leider nicht mehr auf dem Teppich blieben. Sie sind weder von dieser Welt noch in dieser Welt. Wie Außerirdische sprechen sie eine unverständliche Sprache und ihr Verhalten ist ebenso weltfremd. Solche Menschen können phantastische Denker sein und uns helfen, tiefer in die vielen versteckten Geheimnisse der Heiligen Schrift vorzudringen. Als Gemeindegründer sind sie jedoch nur begrenzt von Nutzen. Sie sind wie Pond d'Avignon , jene berühmte mittelalterliche Brücke im Süden Frankreichs, die es nur bis zur Mitte des Flusses geschafft hat. Sur le pond d'Avignon ist's romantisch schön - doch die Brücke ist nutzlos. Wir denken zum Beispiel an den Klerus in kunstvollen Gewändern oder in höheren Sphären schwebende Theologen, deren Sprache Kanaans uns rästel...
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