Direkt zum Hauptbereich

Probetag

Gestern hatte ich einen Probetag bei der Fa. Breis. Ein bisschen mulmig war mir schon zuzmute - wie wird alles laufen? Reicht mein Schwedisch, um einem ganzen Arbeitstag in echtem Alltagsschwedisch - was sich durchaus vom deutlichen und langsamen Sprachkursschwedisch der Lehrer unterscheidet - standhalten? Werde ich alles schnell genug begreifen, was man mir erklären wird? Werde ich mich geschickt oder ungeschickt anstellen? Morgens war ich also zur Stelle, auf Hisingen, in einem Gewerbegebiet. Mit einer Fika wurde ich erwartet. Bei unserem Vorstellungsgespräch letzte Woche bat man mich, doch mal etwas zusammenzuschreiben, was ich sonst hier tue. Also habe ich am Wochenende eine ganze Seite getippt, die unser Projekt und unseren Ansatz hier beschreibt. Im Laufe der Fika kamen wir immer wieder auch darauf zu sprechen, und immer wieder nahm er dies immer wieder in die Hand und las darin.

Anschliessend erklärte man mir alle Apparaturen ausfuehrlich, und schliesslich fuhr der Chef selber mit mir raus in die Uniklinik, um gemeinsam zwei defekte Geräte zu reparieren. Alles in allem lief alles zehnmal besser, als ich es mir je gedacht hätte. Wir konnten die Fehler zwar nicht beheben, aber wir haben genau herausgefunden, woran es liegt und konnten Teile bestellen. Die ganze Arbeit ist mir erstaunlich leicht gefallen - und das war eine spuerbare Gebetserhörung fuer mich. Vom ersten November bis zum zwanzigsten Dezember wird das Sprachpraktikum laufen. Jetzt freue ich mich drauf. Ich sehe es als Geschenk Gottes an. Es wird bestimmt eine gute Zeit.

* * *

Yesterday I had my "proofing day" at the company. I am going to do my language internship with them which is part of the course. I felt a bit uneasy in the morning: How will it go? Will my Swedish be sufficient to stand up to a real-life working day with real life Swedes and real life Swedish??? After all, there is a huge difference between school Swedish and every day Swedish. Will I be skillfull or clumsy, will I understand everything they try to explain to me? In the morning I appeared at their company and they expected me with a fika (Swedish coffee break). We talked about the papers I was supposed to email to them, they asked for instance for a description about my "church work" here. So we talked about church planting, and for several times he took the paper again and read through it. They explained their devices to me, and after that one of the leaders took me with him to the university hospital in order to fix two broken devices. Everything went really great. We could fix the problem, but locate the reason clearly.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel  Eines der tiefgründigsten und eindeutigsten Gebote Gottes findet sich im fünften Buch Mose: Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore. (5Mos 6,4-9) Diese Worte wurden vor tausenden von Jahren gegeben, doch ihre Botschaft ist immer noch sonnenklar: Tu, was du kannst, um nie von Gottes Geboten abgelenkt zu werden. Simpel, oder? Bei uns im Westen finden ...

Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend H2O ist nach wie vor eine sehr kleine Gemeinde. Eine Brücke zu bauen, die sich über einen so großen Abgrund erstreckt, ist ohne Hilfe unmöglich. Sich sowohl in der Bibel als auch in der heutigen Kultur zu verankern, wird uns spannen wie eine Streckbank. Wir brauchen eine Stütze in der Mitte, etwas, wo man Gewicht ablegen kann. Für uns ist diese Stütze die Gemeinde generell, der Leib Christi, die weltweite Kirche, wie auch immer man es benennen mag. Wir sehen uns verbunden mit unseren Glaubensgeschwistern der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Tatsache, dass die Kirche nie perfekt war, sondern im Gegenteil stets mit Flecken und Fehlern behaftet war und ist, macht es für uns eigentlich nur noch interessanter. Denn wir erleben uns selbst auch nicht als perfekt und damit passen wir doch ganz gut zusammen. Außerdem können wir von allen Fehlern der Vergangenheit am meisten ler...

Forge Europa

Dunkel war's und kalt die Nacht: Forge möchte ganz normale Christen ausbilden, wie man im geistlichen Winter Europas kleine Feuer anzündet. Wer sich intensiver mit "missional" beschäftigt hat, ist nicht an Namen wie Alan Hirsch oder Michael Frost vorbeigekommen. Sie gehörten zu den ersten, die die missionale Gemeinde nachvollziehbar beschrieben haben. Aus ihren Erfahrungen in Australien gründeten sie Forge als Trainingsbasis für mehr missionale Leiter und Pastoren. Forge hat sich darauf vor allem in den USA durchgesetzt, und dort wurde 2014 eine offizielle Partnerschaft zwischen Forge und CA geschmiedet. Vor allem weil Forge eben nur Training anbietet, CA aber die Theorie in die Praxis umsetzt. Nun ist Forge auch nach Europa gekommen. Gemeinsam mit meinem schottischen Kollegen Alan, Forges Europadirektor, und vielen anderen Herlfern haben wir das erste Forge Training in Europa angefangen. Welche Stadt eignet sich besser dafür als Brüssel? In vier Schulungswochene...