Direkt zum Hauptbereich

Welche Blamage!

Nachdem wir im März in unserem Hause das schwedische Melodifestival ausgerichtet hatten, wurden wir unsererseits am letzten Samstag zu einer „Grand Prix“ Party eingeladen. Die wenigen Deutschen auf dieser ziemlich internationalen Feier mussten sich aber ziemlich schämen ob des deutschen Beitrages mit peinlich schrägem Gesang einiger unreifen Schulmädchen, die wahrscheinlich im Heimatlande von Bach und den Scorpions von jedem Schulchor ausgeschlossen worden sind. Wir bekamen während des deutschen Beitrages sogar SMS geschickt, Wortlaut „They are horribly out of tune!“ Was soll’s, die Franzosen haben sich auch geschämt. Und die Schweden mussten sich Bemerkungen über das unmögliche Make-Up anhören. Und das Perellis Kleid 2 cm zu lang war, sonst hätte sie so viele Punkte wie die Ukraine bekommen. Lustig war’s. Und ob man’s glaubt oder nicht, selbst auf einer solchen Feier ergaben sich einige richtig gute Gespräche darüber, was es heiβt, Jesus nachzufolgen. Kombiniere: Pastoren, macht mehr Song Contests mit peinlichen Beiträgen!

* * *

Last March we did the Swedish Melodifestival in our home, and now we got invited to a “European song contest” party. There were also a few Germans gathered – and it was very embarrassing for them watching the awkward German contribution of some immature school girls who probably got excluded from any school choir in the land of Bach and the Scorpions. We even got some text messages as they were singing, remarking “they are horribly out of tune!”. Anyway. The French were ashamed too for their song. And the Swedes got a lot of teasing remarks because of Perellis weird Make up and her dress, which was one inch too long – otherwise she would have got as many points as the Ucraine. It was funny. And believe it or not, even at a party like this there were some deep conversations about the meaning of following Christ. I combine: Pastors, do more song contests with embarrassing contributions!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeinde - ein Verein oder eine Firma?

Bald ist wieder GLS-Zeit in Schweden. GLS heißt Global Leadership Summit und ist nichts anderes als Willow-Creeks jährliche Leiterkonferenz. In Schweden wird GLS in den Großstädten angeboten als eine halb Live, halb aufgezeichnete Veranstaltung. Unser Partner Saron ist Treffpunkt für alle Gemeindeleiter im Göteborger Raum. Natürlich werde auch ich wieder da sein, nicht zuletzt, um andere Gemeinden zu treffen und um getroffen zu werden. Nun habe ich selbst meine Leiterausbildung in den USA absolviert und weiß, dass die Amis hier sehr viel Gutes zu sagen haben. Ich weiß auch, dass die Deutschen in Sachen Menschenführung und Leitung deutlich mehr Nachholbedarf haben als die Schweden. Und so begeistert ich von vielen Dingen auch immer noch sein mag, ein paar Fragen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf: Muss Gemeinde wie eine Firma geführt und strukturiert werden? Muss Gemeinde wie ein Verein geführt und strukturiert werden? Und wenn die Antwort auf beide Fragen auch Nein lauten kann, wie mu...

Bewirken. Entfachen. Hervorrufen. Evozieren.

Serie: Missional Action Plan, Phase zwei  Das sind einige Synomyme für die zweite Phase unseres sogenannten Missional Action Plans, genannt Auslösen (initiate) . Was ist denn das? Nun, niemand glaubt heute noch, dass der Pfarrer den Menschen wirklich zu sagen hat, wie man was zu tun oder zu lassen hat. Eigentlich möchte sich heute überhaupt niemand noch was sagen lassen, solange man nicht ausdrücklich gefragt hat. Entsprechend ist auch niemand mehr scharf auf Predigten. Predigt, das klingt wie Standpauke. Epistel. Ermahnung. Wie Schelte und Zurechtweisung. Niemand* will sich also noch bepredigen lassen. Man geht entweder auf Konfrontation oder stellt die Ohren auf Durchzug. Das, was jahrhundertelang das Zentrum der kirchlichen Kommunikation war, die Predigt, stirbt aus. Stirbt aus? Ganz und gar? Keine Predigten mehr in Zukunft? Nein, so ist es auch wieder nicht. Römer 10,17 sagt ganz klar, dass der Glaube aus der Predigt kommt, und damit wird die Predigt immer eine entsche...

Sola Gratia

Schschschau mal, ist das hoch zum Drüberspringen... Impuls Nummer drei: Gottes Maßstäbe gelten lassen (Hier geht's zum Anfang dieser lustvollen Serie) Ich möchte uns an eine alte, biblische Weisheit erinnern, von der wir heute nicht mehr so viel hören: Gottes Standards für den Menschen sind extrem hoch. Dieses Prinzip finden wir durchgehend in der ganzen Bibel, im Alten wie im Neuen Testament. Man lese nur einmal das Gesetz der Thora oder, wem das zu alttestamentlich erscheint, der darf sich gerne der Bergpredigt hingeben und ihrem Standard folgen. Viel Erfolg dabei. Zweitens sollten wir uns daran erinnern, dass Gottes Standards nicht verhandelbar sind. Gott hängt die Messlatte auf, wo ER sie haben will und dann hängt sie da. Punkt. Daran gibt es nichts zu rütteln. Keinen Millimeter weicht Gott davon ab. Das gefällt uns Menschen nicht. Wir möchten gerne glänzen, als gut und richtig dastehen. Doch der Hauptzweck dieser hohen Messlatte ist es ja gerade, unsere menschlich...