Direkt zum Hauptbereich

Fliegend zu den Holländern

Crossroads Den Haag ist die erste und bislang einzige CA-gegründete Gemeinde, die einen katholischen Kirchbau übernommen hat.
Eines meiner Ziele für CA in Europa ist, noch mehr Zusammengehörigkeitsgefühl und Teamgeist zwischen unseren Gemeinden Europas zu schaffen. Das gilt allen Gemeinden und missionalen Initiativen der CA-Familie, insbesondere aber für die älteren, mittlerweile selbstständigen und recht etablierten Crossroadsgemeinden, die noch der "prä-missionalen Epoche" angehören. Und diese haben sich in der ganzen missionalen Diskussion manchmal ausgeschlossen gefühlt. Das soll und darf nicht sein, finde ich. Schließlich gehören wir alle demselben Herrn.

Bei Gemeinden ist es wie im echten Leben mit echten Menschen - das meiste geht nur über Beziehungen. Und die können gut oder schlecht laufen. Gute Beziehungen sind meistens solche, die von Liebe und gegenseitigem Interesse gekennzeichnet sind. Und als ich hörte, dass bei einer unserer älteren in Holland gegründeten Gemeinden ein Pastor auf längere Zeit wegen Krankheit ausfiel, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dieser Gemeinde zu helfen und unter die Arme zu greifen und es war Wunsch der Gemeinde, vor allem bei den Predigten auszuhelfen.

Durch geschicktes Planen können wir fast ein Drittel der Sonntage im Herbst abdecken. Letztes Wochenende war ich an der Reihe. Es fühlt sich zwar ein bisschen merkwürdig an, zum Predigen nach Holland zu fliegen, doch ich denke, als "CA-Bishop", wie manche mich spitzbübisch nennen, muss auch das manchmal sein. Außerdem hatte ich viel Gelegenheit, mit der Gemeindeleitung zu sprechen und Zeit zu verbringen. Nichts geht über persönliche Begegnungen. Ich freue mich darüber, dass hier ein neuer und sehr guter Dialog entsteht.

Foto zwischen Predigt und Segen: Wer hätte gedacht, dass ich je in einer "katholischen Kirche" predigen würde?!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeinde - ein Verein oder eine Firma?

Bald ist wieder GLS-Zeit in Schweden. GLS heißt Global Leadership Summit und ist nichts anderes als Willow-Creeks jährliche Leiterkonferenz. In Schweden wird GLS in den Großstädten angeboten als eine halb Live, halb aufgezeichnete Veranstaltung. Unser Partner Saron ist Treffpunkt für alle Gemeindeleiter im Göteborger Raum. Natürlich werde auch ich wieder da sein, nicht zuletzt, um andere Gemeinden zu treffen und um getroffen zu werden. Nun habe ich selbst meine Leiterausbildung in den USA absolviert und weiß, dass die Amis hier sehr viel Gutes zu sagen haben. Ich weiß auch, dass die Deutschen in Sachen Menschenführung und Leitung deutlich mehr Nachholbedarf haben als die Schweden. Und so begeistert ich von vielen Dingen auch immer noch sein mag, ein paar Fragen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf: Muss Gemeinde wie eine Firma geführt und strukturiert werden? Muss Gemeinde wie ein Verein geführt und strukturiert werden? Und wenn die Antwort auf beide Fragen auch Nein lauten kann, wie mu...

Bewirken. Entfachen. Hervorrufen. Evozieren.

Serie: Missional Action Plan, Phase zwei  Das sind einige Synomyme für die zweite Phase unseres sogenannten Missional Action Plans, genannt Auslösen (initiate) . Was ist denn das? Nun, niemand glaubt heute noch, dass der Pfarrer den Menschen wirklich zu sagen hat, wie man was zu tun oder zu lassen hat. Eigentlich möchte sich heute überhaupt niemand noch was sagen lassen, solange man nicht ausdrücklich gefragt hat. Entsprechend ist auch niemand mehr scharf auf Predigten. Predigt, das klingt wie Standpauke. Epistel. Ermahnung. Wie Schelte und Zurechtweisung. Niemand* will sich also noch bepredigen lassen. Man geht entweder auf Konfrontation oder stellt die Ohren auf Durchzug. Das, was jahrhundertelang das Zentrum der kirchlichen Kommunikation war, die Predigt, stirbt aus. Stirbt aus? Ganz und gar? Keine Predigten mehr in Zukunft? Nein, so ist es auch wieder nicht. Römer 10,17 sagt ganz klar, dass der Glaube aus der Predigt kommt, und damit wird die Predigt immer eine entsche...

Eine neue "Engelskala"?

Ich selbst kam gerade erst ins zweite Schuljahr, als die beiden Herren James Engel und Wilbert Norton ein Buch mit dem Titel " What's gone wrong with the harvest? " (Was ist mit der Ernte schiefgelaufen?) herausgaben. Nein, das Buch handelte nicht von Traktoren, Mähdreschern und Güllefässern, sondern um die Ernte der geistlichen Früchte, die Jesus von Kirche und Gemeinden erwartet. Und hier läuft ja bekanntlich so manches schief. Zur Veranschaulichung entwickelte Herr Engel, einer der Autoren, eine Skala. Auf dieser Skala konnte man leicht erkennen, wo man sich auf seiner geistlichen Reise gerade befindet. Als " Engelskala " - was nur etwas mit dem Namen des Erfinders und nichts mit Engeln zu tun hat - gelangte sie zu weltweiter Bekanntheit. Für alle, die noch nie eine Engelskala gesehen haben - so ungefähr sieht eine deutsche Version aus (von mir farblich etwas aufgepeppt): (zum Vergrößern auf's Bild klicken) Man liest die Skala im Prinzip von unten ...