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...fertig, LOS!

Dienstage sind immer gelb, Überschriften immer blau. Von zwanzig nach dreißig geht's die Treppe runter, von dreißig bis Hundert einen Hügel rauf. E-Gitarrenklänge sind wie Eiszapfen, Flötentöne fliegende Untertassen. Ich denke in Farben und Formen und kann nicht anders. Entspechend wurde diese Woche auch das Zimmer tapeziert, in dem sich das Leitungsteam von Dienstag bis Freitag traf: Farben, Formen, Post-it-Zettel. Nix, keine Idee, kein Gedanke darf verloren gehen.

Casper, das freundliche Gespenst? Paintballschneemann? Die Diskussion über meine "Kunst" wurde zum meistkommentierten Facebook-Post in der CA-Geschichte...

Natürlich ging auch diese Reise nicht ohne Probleme. Diesmal fielen gleich zwei Flugzeuge aus, was mich erst mit enormer Verspätung ankommen ließ. (Derzeit liegt mein Durchschnitt bei einem defekten Flugzeug pro Reise für CA.) Vor dem Teamtreffen besuchte ich eines unserer Projekte in der Nähe, und auf der Rückfahrt wurde ich auf der Autobahn von zwei LKWs auf eine Spur gezwängt, die da vorne plötzlich aufhörte. Während ich nach einer Lösung suchte, den Crash zu vermeiden, ging zufällig gleichzeitig mein GPS stinkend in Rauch auf. Alle diese wahrscheinlich geistlichen Sabotageakte lassen mich zum Glück recht gelassen und machen mich sogar eher dankbar, dass ich tun darf, was ich tue.

Das Teamtreffen war es wert. Eine sehr gute Zusammenarbeit, viele gute Ideen und wir gehen mit Spannung und Vorfreude ins Jahr 2015. Ich danke Euch für alle Gebete, von denen einige mich vielleicht sogar vor einem Krankenhausaufenthalt wegen Unfalls bewahrt haben. 

Auf dem Weg: Eine tolle Truppe, das neue Team für Westeuropa. Zwei weitere Personen fehlen leider, weil sie an diesem Termin nicht teilnehmen konnten.

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Eine neue "Engelskala"?

Ich selbst kam gerade erst ins zweite Schuljahr, als die beiden Herren James Engel und Wilbert Norton ein Buch mit dem Titel " What's gone wrong with the harvest? " (Was ist mit der Ernte schiefgelaufen?) herausgaben. Nein, das Buch handelte nicht von Traktoren, Mähdreschern und Güllefässern, sondern um die Ernte der geistlichen Früchte, die Jesus von Kirche und Gemeinden erwartet. Und hier läuft ja bekanntlich so manches schief. Zur Veranschaulichung entwickelte Herr Engel, einer der Autoren, eine Skala. Auf dieser Skala konnte man leicht erkennen, wo man sich auf seiner geistlichen Reise gerade befindet. Als " Engelskala " - was nur etwas mit dem Namen des Erfinders und nichts mit Engeln zu tun hat - gelangte sie zu weltweiter Bekanntheit. Für alle, die noch nie eine Engelskala gesehen haben - so ungefähr sieht eine deutsche Version aus (von mir farblich etwas aufgepeppt): (zum Vergrößern auf's Bild klicken) Man liest die Skala im Prinzip von unten

Abschluss der Bergpredigt

Ein ganzes Jahr sind wir während unserer Sonntagstreffen "Impressions" durch die Bergspredigt gegangen, das Manifest des Reiches Gottes, der Fokuspunkt eines Objektives, an welchem die ganze sichtbare Wirklichkeit auf den Kopf gestellt wird, weil man einen Blick in Gottes Wirklichkeit erhaschen darf. Die Bergpredigt, welche all unsere menschlichen "Normalitäten" in Frage stellt; wo nicht Stars und Sternchen selig gepriesen werden sondern die, denen es dreckig geht; wo gefordert wird auch denen liebevolle Weihnachtsgeschenke zu machen, die uns an den Kragen wollen; wo gesagt wird, man möge einem Dieb doch bitte beim Raustragen helfen. Die Bergpredigt, welche uns die unerhörte Großzügigkeit Gottes vormalt, weil Er genau all das ist und tut. Die Bergpredigt, welche uns den menschlichen Egoismus schonlungslos vor Augen führt und uns unweigerlich spüren lässt, dass eben dieser gottverdammte Egoismus uns die Bergpredigt als gefühlte Unmöglichkeit erscheinen lässt.

Kein Funken Kritik

Diese Woche wurde dann der Fernsehbeitrag ausgestrahlt, in dem Seelsorgegespräche von Pfarrern und Pastoren heimlich aufgenommen wurden. Ein Journalist hatte sich als Seelsorgesuchender ausgegeben und um Hilfe für seine homosexuelle Neigung gebeten. (Ich hatte hier darüber geschrieben.) Die Sendung wurde nun hochgelobt und es gab nicht den geringsten Funken Kritik an den angewandten Methoden. Das Medienmagazin Pro berichtet von ähnlichen Fällen in Deutschland, wo Journalisten sich an kompetente Seelsorger wenden und um "Heilung" von ihrer Neigung bitten doch hinterher völlig entrüstet und aufgebracht darüber berichten, dass sie tatsächlich Hilfe bekommen haben. (Ich weiß allerdings nicht, ob hier auch heimliche Aufnahmen gemacht wurden.) Ich halte das heimliche Aufnehmenbewusst vertraulicher Gesprächssituationen wirklich für unfair und journalistisch unbegründet. Doch was will man machen? Die Welt will hören, was sie hören will, das war schon immer so. All die guten Hilf