Nach buchstäblich stürmischer Reise bin ich seit Freitag in Ingolstadt. Bis zum 22. werde ich am Weißwurstäquator verweilen. Gleichzeitig schön und ungewohnt ist es, Deutschland zu erleben. Vertraut und fremd, zum Beispiel nach vielen Jahren mal wieder mit der S-Bahn vom Flughafen Franz-Josef-Strauß zum Münchener Hbf zu fahren, um dort in eine Regionalbahn umzusteigen. Die alltäglichsten Dinge werden plötzlich zu Erlebnissen. Interessant zu erleben, dass man nun wieder jeden Gesprächsfetzen versteht, der auf den Nachbarsitzen gequasselt wird, selbst dann, wenn man gar nicht mehr zuhören sondern nur noch aus dem Fenster sehen will. Viel Gemotze hab ich da gehört wegen den vielen Verspätungen. Naja, ich war auch einige Stunden zu spät dran, hab aber nur da gesessen und einfach nur genüsslich beobachtet. Da stellt sich die Frage: Bin ich eigentlich noch Deutschland?
Bald ist wieder GLS-Zeit in Schweden. GLS heißt Global Leadership Summit und ist nichts anderes als Willow-Creeks jährliche Leiterkonferenz. In Schweden wird GLS in den Großstädten angeboten als eine halb Live, halb aufgezeichnete Veranstaltung. Unser Partner Saron ist Treffpunkt für alle Gemeindeleiter im Göteborger Raum. Natürlich werde auch ich wieder da sein, nicht zuletzt, um andere Gemeinden zu treffen und um getroffen zu werden. Nun habe ich selbst meine Leiterausbildung in den USA absolviert und weiß, dass die Amis hier sehr viel Gutes zu sagen haben. Ich weiß auch, dass die Deutschen in Sachen Menschenführung und Leitung deutlich mehr Nachholbedarf haben als die Schweden. Und so begeistert ich von vielen Dingen auch immer noch sein mag, ein paar Fragen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf: Muss Gemeinde wie eine Firma geführt und strukturiert werden? Muss Gemeinde wie ein Verein geführt und strukturiert werden? Und wenn die Antwort auf beide Fragen auch Nein lauten kann, wie mu...
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