Direkt zum Hauptbereich

Banktermin

Heute fand also ein 90-minütiges Gespräch bei Swedbank statt. Unser Gesprächspartner war freundlich und hilfsbereit und wir konnten – oh Wunder – die meiste Zeit sogar schwedisch sprechen. Und so ist der Stand der Dinge:
Am Freitag stellte sich schon heraus, dass der sog. „berechnete Marktwert“ des Hauses nur rd. 75% der Preisvorstellung unseres Vermieters entspricht. Dies ist zwar nur eine theoretische Gröβe und der tatsächliche Kaufpreis kann in beide Richtungen davon abweichen, aber er stellt eine gewisse Vorgabe dar.
Die Banken hier haben ein Problem damit, dass wir keinen schwedischen Arbeitgeber haben, unsere Situation passt in keins der Berechnungssysteme der Banken hier. Immerhin war die Swedbank bereit, unsere Gegebenheiten zu akzeptieren und so lange herumzutricksen, bis ein realistisches Ergebnis vorlag. Das „realistische Ergebnis“ war dennoch ernüchternd: Die Bank kann uns nur ca. 80% des berechneten Marktwertes gewähren.
Nun stellen sich einige Fragen: Wird unser Vermieter sich überhaupt auf einen sehr viel niedrigeren Preis einlassen? Wenn nein, würde er versuchen, das Haus über einen Makler zu verkaufen (und wahrscheinlich auch nicht mehr bekommen), aber wir müssten dann wohl raus. Wenn ja, was wäre mit den fehlenden 20%? Was gibt es an Optionen? Wir haben noch nicht alles abgeklopft.
Als persönliches Gebetsanliegen dürfen wir ganz ehrlich an Euch weitergeben: Betet, dass wir als Familie in diesem Haus bleiben können, wenn es Gottes Wille ist. Wir sehen es nach allem, was wir bisher hier kennen, als optimale Lösung für unseren Dienst und unsere Familie an. Danke!

* * *

We had a long conversation with Swedbank today. They were friendly and willing to help. We learned about the “calculated marked value” which is just 75% of the amount of money our landlord demands. The “calculated marked value” is a theoretical amount which can differ from the final selling price, but it sets an orientation mark.
The banks have problems to fit us into their system, because we have no Swedish employer. But they were willing to tinker with our figures so that we get a reasonable calculation. But: They can only grant an amount about 80% of the “calculated marked value”. There are a number of questions coming up with that: Will our landlord be willing to accept a price which is so much lower than he expects? If not, he’ll try to sell it with a real estate agency (and probably won’t get more for it!); and we had to leave. If yes, what about the missing 20%? What are reasonable options? We are about to figure out.
In the meantime, we have one personal prayer request: Please pray that we can stay in that house. After everything we know and we have seen here do we think that’s an optimal solution for both our ministry and our family. Thanks for your prayers!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeindegründungskurs

Übermorgen (Mittwoch) werde ich nachmittags zum zweiten Mal eine dreistündige Vorlesung zum Thema Gemeindegründung halten. Studenten aus ganz Schweden werden online zugeschaltet sein. Für mich persönlich ist dies eine wirklich große und wichtige Sache. Während der ersten Vorlesung ging es um die Theologie der Gemeindegründung. Am Mittwoch wird es um die Praxis gehen. Wir werden zu weiten Teilen über den von CA entwickelten "Missional Actions Plan" reden (MAP). CA unterstützt dieses Projekt mit einem eigens für diesen Kurs professionell produziertem Video. Euch würde ich herzlich bitten, für diesen Kurs, die Stundenten, Mittwochnachmittag und vor allem die langfristige Frucht des Kurses zu beten. Danke!

Der Lohn der Sünde

Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

„The Sound of Music“

Nun haben wir es also angeboten und selbst eingenommen, unser erstes Antiherbstdepressivum, in Form eines lustigen Filmnachmittages in unserer Gillestuga mit gemeinsamen Essen. Schön war’s! Und wir sahen ein höchst interessantes Werk: „The Sound of Music“, ein amerikanisches Musical als Heimatfilm aus dem Jahre 1965, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Salzburg spielt. Alle Schweden kennen es so gut, dass es hier darauf Parodien und Anspielungen in der Werbung gibt. Unser Holländer in Team sagte, in Holland wachse man mit diesem Film auf, er konnte alle Dialoge mitsprechen. Und unsere Amerikaner konnten sämtliche Lieder des Musicals auswendig mitsingen. Nur Karen und ich blamierten uns mit unserer Bildungslücke. Wir haben bis jetzt aber auch noch keinen anderen Deutschen gesprochen, der den Film je gesehen hat ( Gibt’s einen? Bitte sofort unten einen Kommentar hinterlassen!!! ) Man sagte uns, in Amerika gehe man davon aus, dass in Österreich jeder in das (englische) Lied „Edelwei...