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Des Glaubens Abtritt von der Bühne

Quelle: Bundeskanzlerin.de Wohlstand ist etwas sehr Feines und Kostbares. Gott selbst verspricht seinem Volk ein Land, in dem Milch und Honig fließt, ein Land der reichen Ernten und des Friedens. Das Gelobte Land ist eine Vorschau des Himmels. Doch Gott warnt auch davor, den ultimativen Geber jedes Wohlstandes nicht zu vergessen. Undankbarkeit und Überheblichkeit führen langfristig zu Schwäche und Rissen, im schlimmsten Fall zu Dekadenz. Es ist aber nie der Wohlstand selbst, der zur Ursache des Abstiegs wird, sondern unsere Wahl, wie wir damit umgehen. Unsere Geschichte der Säkularisierung begann mit der Reformation, die zum 30-jährigen Krieg führte, der die Aufklärung auslöste, welche in ihrer Verlängerung heute ihre vollen Früchte trägt: Ein Leben in Wohlstand ist auch ohne Gott möglich. Das wird heute ernsthaft geglaubt, während man sich auf den Errungenschaften seiner Ahnen ausruht. Es ist also nichts Neues, dass der christliche Glaube von der europäischen Bühne abtritt ...

Die Lehre der Leere (17): Die Landung

Theresa von Avila auf einem Gemälde von Rubens. Foto: David Monniaux - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=129907 Die Landung kam unerwartet. Nach wochenlangem Fall durch's Dunkel kann man nur unerwartet landen. Der Aufprall war weder hart noch sanft, aber deutlich und direkt in Gottes Hand. Es geschah im Workshop Gelebte Spiritualität , eine winzige Gruppe, in der ich nur saß, weil meine Frau teilnahm. Niemand konnte sich verstecken. Zu Anfang bat die Workshopleiterin jeden Teilnehmer zu sagen, wie viel oder wenig man über Theresa von Avila wisse. Als mir das Wort erteilt wurde, antwortete ich ganz ehrlich. Schließlich wusste ich nicht mehr über sie, als dass der Künstler Bernini die junge Theresa in einer Statue abgebildet hatte, die heute in einer Kirche nahe des Hauptbahnhofs in Rom steht. Theresa sah aus, als genieße sie gerade einen wahrhaft himmlischen Orgasmus. Was sie mir nie unsympathisch machte. Worauf ich einen Ellebogen...

Feuchte Gnade

September. Die erste frische Nacht. Auf der morgendlichen Hunderunde entdecke ich Tau, der fröhlich in der Sonne schimmert. Der Herbst muss wohl im Anmarsch sein. Doch wie der Regenbogen ist auch Morgentau eine Erinnerung für uns: Er erinnert an den Himmel. Er kommt über Nacht und ist einfach da. Wir müssen nichts dafür tun. Aber wie oft denken wir, wir könnten den Tau des Himmels durch gutes Verhalten, frommes Erscheinen, Gottesdienstgänge, lange Gebete, sozialen Einsatz, den Zehnten geben, keine falschen Webseiten aufrufen und so weiter produzieren? Wie oft denken wir, wenn ich dieses tue und jenes lasse, dann wird mir Gott gefällig sein? Und umgekehrt: Wenn ich dieses lasse und jenes tue, dann wird er böse, droht mit dem Zeigefinger oder schickt mich in die trockene Wüste. Derweil liegt der Tau auf jedem einzelnen Blatt und Grashalm. Als wollte er sagen: "Was für ein perverses Gottesbild habt ihr da gezüchtet." Und für alle, die ganz besonders schwer von Begriff sin...

Unterdessen bei H2O...

H2O-Teamtag am vergangenen Sonntag. (Foto: Johannes Andersson) Auch bei H2O entwickeln sich die Dinge weiter. Vorgestern hatten wir einen ganzen Teamtag, um die kommende Saison zu besprechen. Wir konzentrieren uns immer noch stark auf's "Verzweigen", einer der sechs dynamischen Elemente des Missional Action Plans. H2O hat sich schon einmal geteilt, indem wir 2014 Familie Molgaard ausgesandt haben um Logos weiterzuentwickel, einem missionalen Projekt im Zentrum Göteborgs. Logos trifft sich regelmäßig in Pubs und Cafés, doch am vergangenen Samstag weihte Logos eigene Räumlichkeiten ein, wo man in Zukunft tiefgehendere Gespräche oder Kurse anbieten kann. Im kommenden Herbst wird H2O sich zum zweiten Mal teilen: Zwei Familien werden jede zweite Woche ein Treffen in Rannebergen, einem Stadtteil Angereds veranstalten. Für so eine kleine Gruppe wie H2O ist Teilung zwar immer ein schmerzhafter Prozess, aber wie bei einer Massage ist es ein guter Schmerz. Und zurückblickend...