Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Jeremia" werden angezeigt.

Kann man in diese Welt noch Kinder setzen?

Vor wenigen Tagen wurde der folgende, kurze Vortrag veröffentlicht und ich sah ihn mir zusammen mit meiner Tochter an: Meine Tochter, eine junge Frau im Studentenalter und in einer festen Beziehung, schmiedet wie alle jungen Menschen gerade ihre eigene Zukunft und kann die im Vortrag erwähnten Fragen und Ängste ihrer Generation nur allzugut verstehen. Hinterher fragte sie mich: "Papa, kannst du die Frage, ob man in diese Welt überhaupt noch Kinder setzen sollte, überhaupt verstehen? Hast du damals ähnliche Gedanken gehabt?" Was antwortet man auf eine solche Frage? Am Besten die Wahrheit. Nein, ich wollte keine Kinder. Dass ich mich im Umgang mit Kindern für ungeschickt hielt und Nachwuchs außerdem oft als teuer, laut und lästig ansah, war da eher Nebensache. Der Hauptgrund war in der Tat auch damals schon die Umwelt. Saurer Regen, Chemie in Flüssen, Terrorismus, Kalter Krieg. Das waren einige Nachrichten meiner jungen Tage. Meine Familie besaß Wald und genau d...

Missional, theologisch, kreativ

Missional, theologisch, kreativ - diese drei Schlagwörter haben wir im EAT ( Communitas' European Advancement Team ) herausgearbeitet, um den Weg für nachhaltige Gemeinden der Zukunft zu bereiten. Auch auf unserem gestrigen, ersten Treffen im neuen Jahr haben wir weiter darüber gesprochen. Heute möchte ich Euch gerne einen Artikel vorstellen, den ich für sehr gut und inspirierend halte. Und das, obwohl er noch nicht mal von einem Christen verfasst wurde. Er handelt von "kreativen Minderheiten", ein sehr treffender Begriff für die Gemeinde der Zukunft, und wurde vom ehemaligen britischen Großrabbi Jonathan Sacks vor drei Jahren veröffentlicht. Ich wünschte, ich hätte die Zeit, ihn für Euch übersetzen zu können, doch leider geht das nicht. Wenn Ihr des Englischen mächtig seit, möchte ich Euch diesen Artikel mit einer guten und großen Tasse Tee wärmstens ans Herz legen. Ihr findet ihn hier: https://www.firstthings.com/article/2014/01/on-creative-minorities Segen...

Trotz allem: Es gibt Hoffnung! (Gründonnerstag)

Am Gründonnerstag bereiten wir uns auf die Osterereignisse vor. Jeremia 31, 31-34 hilft uns, indem er uns erinnert: Bei aller Ungerechtigkeit und allem Leid - es gibt trotzdem Hoffnung! Da schaut her! Seht sie kommen! Die Zeiten, in denen ich einen brandneuen Bund mit Israel und Juda abmachen werde. Nein, das wird keine Neuauflage des alten Bundes werden, den ich mit Euren Ahnen abgeschlossen hatte, damals, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten führte. Sie haben diesen Bund gebrochen - obwohl ich meinen Teil vollständig erfüllt habe, und ich bin schließlich der Herr. Ihr hört WORT GOTTES! Und das ist der neue Bund, den ich mit Israel machen werde wenn die Zeit reif ist. Ich werde mein gutes Gesetz in sie hineinschreiben - mitten in ihr Herz! - und werde wieder ihr Gott sein. Und sie werden wieder mein Volk sein. Es wird nicht mehr nötig sein, Religionsschulen zu betreiben, in denen man sich gegenseitig unterrichtet: So oder so ist Gott! Nein, stellt euch vor, sie w...

Undankbare, arrogante Welt (Karmittwoch)

(Jes 5,1-7. Eine Strophe, auf die Jesus oft Bezug nahm als er die arrogante Verbohrtheit seiner Zeit anklagte.) Ich werde meinem lieben Freund ein Lied singen, ein Liebeslied über seinen Weinberg. Mein geliebter Freund, er hatte einen Weinberg. Ein großartiger Weinberg in allerbester Lage. Er grub ihn um. Er zog das Unkraut. Er pflanzte seine edelsten Reben. Er baute sogar einen Turm und eine Weinpresse. Er wartete geduldig auf die Frucht, auf prächtige Trauben und edlen Wein. Doch zu seinem Entsetzen bekam er laute faule Trauben. Hört mir zu, was ich euch sage, ihr, die ihr in Jerusalem lebt. Was glaubt ihr wohl, was geht hier ab? Was ist es zwischen mir und meinem Weinberg? Fällt euch etwas ein, irgendetwas, das ich hätte tun können, das ich hätte mehr tun können das ich nicht schon getan habe? Bester Boden, viel Sonne, nichts, das hätte besser sein können - warum bringt er trotzdem nichts als faule, bittere Trauben? Aber gut, nun werde ich euch sag...

Das schwarze Herz korrupter Menschen (Kardienstag)

Jeder der Anwesenden - Priester, Propheten, normale Leute - hörten deutlich Jeremias mutigen Worte, die er im Eingang des Gotteshauses predigte. Als er fertig war, kam er gerade noch dazu allen zu versichern, dass Gott persönlich ihm diese Worte anbefohlen hatte, und dann ging der Tumult los. "TOD!!" schrien alle miteinander, sowohl Priester, Propheten als auch das gewöhnliche Volk, und:  "Dafür wirst du sterben!!!" Man griff Jeremia von allen Seiten, zerrte ihn, brüllte ihn an: "Wie kannst du es wagen, zu predigen!" "Wie kannst du es wagen, dann auch noch SO zu predigen und die bodenlose Unverschämtheit zu besitzen, dann auch noch Gottes Namen zu nennen?!" "Was fällt dir Schurken ein, zu behaupten, dieser Tempel werde ein Trümmerfeld wie Silo werden?" "Mit welcher Dreistigkeit wagst du zu behaupten, diese Stadt soll mit all ihren Seelen ebenso ausgelöscht werden wie Silo?" Mit einer Art Lynchjustiz versuchten sie, Jer...