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Posts mit dem Label "Missional Action Plan" werden angezeigt.

Unterdessen bei H2O...

H2O-Teamtag am vergangenen Sonntag. (Foto: Johannes Andersson) Auch bei H2O entwickeln sich die Dinge weiter. Vorgestern hatten wir einen ganzen Teamtag, um die kommende Saison zu besprechen. Wir konzentrieren uns immer noch stark auf's "Verzweigen", einer der sechs dynamischen Elemente des Missional Action Plans. H2O hat sich schon einmal geteilt, indem wir 2014 Familie Molgaard ausgesandt haben um Logos weiterzuentwickel, einem missionalen Projekt im Zentrum Göteborgs. Logos trifft sich regelmäßig in Pubs und Cafés, doch am vergangenen Samstag weihte Logos eigene Räumlichkeiten ein, wo man in Zukunft tiefgehendere Gespräche oder Kurse anbieten kann. Im kommenden Herbst wird H2O sich zum zweiten Mal teilen: Zwei Familien werden jede zweite Woche ein Treffen in Rannebergen, einem Stadtteil Angereds veranstalten. Für so eine kleine Gruppe wie H2O ist Teilung zwar immer ein schmerzhafter Prozess, aber wie bei einer Massage ist es ein guter Schmerz. Und zurückblickend...

Katze aus dem Sack?

Immer wieder mal kommen Gruppen von Studenten zu H2O auf "studiebesök". So auch letzte Woche. Meist Bibelschüler oder Theologiestudenten, die sich für Gemeindegründung oder die Zukunft der Kirche interessieren. Die allermeisten, so ist mein Gefühl, kommen aus frommen Hintergrund und kennen keine andere Gemeindeform als die gewohnte. Deshalb lege ich grundsätzlich besonders viel Zeit und Wert darauf, unseren wichtigsten Teil der Arbeit bei H2O zu erklären; das, was wir im Missional Action Plan als embed bezeichnen: sich einbinden in den lokalen Kontext. Embedding ist ein großes, großes Manko bei vielen, vielen Gemeinden. Für die meisten Christen ist das zwar theoretisch relativ klar und logisch, rein praktisch gibt es aber nur ziemlich wenig Christen, die echte Freunde unter ihren nichtkirchlichen Kontakten haben. Christen haben die Eigenart, sich in einer christlichen Blase abzukapseln. Ich erzähle daher Geschichten, wie es sein und aussehen kann, wenn Christen wagen...

Jüngerschaft

zum Vergrößern klicken Hier kommen wir also zur nächsten Folie unserer kleinen Presentation, die ich vor einigen Wochen in der Gemeindeleitung unserer Partnergemeinde Saron gehalten habe. Und wie letztens schon angekündigt, wenn um Gemeinde geht, dann geht es in Zukunft vor allem anderen um Jüngerschaft. Nicht um Programme, nicht um coole Shows, sondern um Nachfolge. Und wie sieht die in unserem Jahrhundert aus? Sie ist genauso schwer und herausfordernd wie sie es zu allen Zeiten war, nur eben anders. Anders dahingehend, dass die Menschen anders ticken, andere Gewohnheiten und Schwierigkeiten haben. Gesunde Jüngerschaft ist im Grunde Kontextualisierung pur. Evangelium im kulturellen Hochkonzentrat. Das wollen wir irgendwie hinkriegen. Unser H2O-Labor beginnt jetzt bald, die frommen Erlenmeyerkolben vorzubereiten, einen Vorrat an heiligen Reagenzgläsern anzulegen und die geistlichen Bunsenbrenner zu zünden. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Eure Gebete als Katalysatoren wirkten.

"Gehet hin!" Gehet hin?!

Gehet hin. So lautet der sogennante Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums. Beim guten alten Luther steht es so: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." In diesem Satz sind vier Imperative, und in der Regel wird das "Geht!" sehr betont. "Wir müssen gehen! Rausgehen!", heißt es. Und das ist ja auch gut so. Komisch ist nur, dass das gehen im Griechischen Original gar nicht so betont wird. Das wird da eher als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Der Imperativ im Griechischen lautet: Macht Jünger! Das ist die Essenz des Satzes. Macht Jünger, während ihr geht und tauft und lehrt und so weiter. Macht Jünger! Macht Jünger! Ich oute mich hier mal und sage etwas, was vielleicht nicht alle Leser von mir erwartet hätten. Aber ehrlich gesagt halte ich heutzutage von Straßenevangelisation, wo Leute dazu gebracht...

"Gemeinde"

Serie: Missional Action Plan, Phase vier  Dieses Bild war eines der ersten Bilder, die bei meiner Google-Bildersuche zum Begriff "church" angezeigt wurde. Ja. Genau. Ein antikes Gebäude mit einer Architektur, die heute wohl niemand mehr bauen würde. So etwas ähnliches ist wohl auch bei den allermeisten Menschen das erste, was ihnen zum Theme Kirche einfällt. Beim Missional Action Plan kommt "church", Kirche erst in Phase vier. Und das ist etwas ganz entscheidendes. Bei sehr vielen Gemeindegründungen kommt Kirche spätestens in Phase zwei. Fragt man Gemeindegründer, was sie im Wiederholungsfalle anders machen würden, sagen durch die Bank (fast) alle: Wir würden länger warten mit dem öffentlichen Auftreten als Gemeinde. Das hat so viele Resourcen geschluckt, dass nur noch wenig für das Eigentliche übrig war. Bingo. "Das Eigentliche" sollte erstmal so lange eingeübt werden, bis man gar nicht mehr anders kann. Und dann kann man auch als Gemeinde öffent...

sich versammeln

Serie: Missional Action Plan, Phase drei Sich versammeln, auf neudeutsch " gather ", ist die nächste, die dritte Phase einer CA-Gemeindegründung. Mann, was haben wir hier geochst! Immer und immer wieder mussten wir das als höchste Priorität setzen, Menschen zusammenzubringen. Es hat unsere ganze Kreativität gebraucht. Der Gedanke des Missional Actionplanes ist es eigentlich, die Leute zu finden und zu versammeln, bei denen man etwas "ausgelöst" hat (Phase 2), nämlich Interesse und Neugierde. Mit denen sollte man dann weitergehen auf der geistlichen Reise, zum Beispiel in einer Kleingruppe oder einem Alphakurs. Das ist auch gut amerikanisch gedacht. Dort ist es nämlich überhaupt kein Problem, Leute zu irgendeinem Stelldichein kommen zu lassen. " Gather " ist jenseits des Atlantiks überhaupt gar kein Problem. Bei der neuen Version des Missional Actionplanes gibt es " gather " schon gar nicht mehr, man es gleich mit " practice "=einü...

Bewirken. Entfachen. Hervorrufen. Evozieren.

Serie: Missional Action Plan, Phase zwei  Das sind einige Synomyme für die zweite Phase unseres sogenannten Missional Action Plans, genannt Auslösen (initiate) . Was ist denn das? Nun, niemand glaubt heute noch, dass der Pfarrer den Menschen wirklich zu sagen hat, wie man was zu tun oder zu lassen hat. Eigentlich möchte sich heute überhaupt niemand noch was sagen lassen, solange man nicht ausdrücklich gefragt hat. Entsprechend ist auch niemand mehr scharf auf Predigten. Predigt, das klingt wie Standpauke. Epistel. Ermahnung. Wie Schelte und Zurechtweisung. Niemand* will sich also noch bepredigen lassen. Man geht entweder auf Konfrontation oder stellt die Ohren auf Durchzug. Das, was jahrhundertelang das Zentrum der kirchlichen Kommunikation war, die Predigt, stirbt aus. Stirbt aus? Ganz und gar? Keine Predigten mehr in Zukunft? Nein, so ist es auch wieder nicht. Römer 10,17 sagt ganz klar, dass der Glaube aus der Predigt kommt, und damit wird die Predigt immer eine entsche...

Pläne, Ziele und Verhältnisse...

Serie: Missional Action Plan, Phase eins zum Vergrößern klicken Das Planen ist ja immer so eine Sache . Aber ganz ohne Plan geht es eben auch nicht. Ein Lehrer auf einem Fahrsicherheitsträning drückte das mal so aus: Man fährt immer dahin, wo man hinschaut. Wer ganz fasziniert auf das sich nähernde Stauende starrt, wird mit anhaltender Faszination draufbrettern, dass die Fetzen fliegen. Wer mit seinen Augen die Lücken findet, kommt vorbei. So ist das mit allem. Wer mit seinem Leben ein Ziel hat, wird ihm immer irgendwie näherkommen. Wer keine Ziele hat, dümpelt nur und fragt sich, was das alles eigentlich soll. Und so ist es auch in der Gemeindegründung. Wer weiß, wo er hinwill, wird diesem Ziel auch irgendwie näher kommen. Für uns ist dieses Ziel eine selbstlaufende Bewegung aus neuen Jesusnachfolgern, die von Angered ausgehend Verantwortungen für den Bau des Himmelreiches vor Ort, im ganzen Land und der Welt übernimmt. Das soll H2O einmal werden. Ein Multiplikator für Gemei...

Fokus Gemeindegründung

Bei CA gibt es ein Werkzeug, welches den Projekten helfen soll, fokussiert, konzentriert und zielgerichtet zu bleiben. Dieses Werkzeug nennt sich "Missional Action Plan" oder kurz MAP. Kernstück des MAP sind sechs Schritte oder Phasen, die dem Team oder der Kerngruppe helfen sollen, sich in ihrer Stadt und Umgebung zu orientieren und Zeugnis für Jesus zu sein. Den MAP werde ich zu anderer Gelegenheit etwas näher erkären, heute geht es mir erstmal nur um Phase Nummer vier, genannt "Church" oder Gemeinde. Es mag etwas sonderbar erscheinen, mit dem vierten Schritt zu beginnen, doch das ist genau die Phase, in die  H2O gerade jetzt hineinkommt und die für uns nun aktuell ist. Das wird vor allem an der "neuen" Engelskala deutlich. Nein, hier handelt es sich nicht NICHT um eine verstecktes YING/YANG-Symbol, wie manche meinten, das ist in diesem Entwurf einfach nur zufällig so geworden um anzudeuten, dass die wenigsten sich wie mit dem Linear gezogen in Richt...