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Posts mit dem Label "Jugendarbeit" werden angezeigt.

Je suis... - ja, was eigentlich?!

Wie viele andere wahrscheinlich auch, hörte ich völlig überrascht vergangenen Samstag vor dem Frühstück von den Ereignissen in Frankreich. Ich war gerade auf dem europäischen Serve-the-City-Forum in Portugal. Samstagnachmittag rief ich unsere Mitarbeiterin in Südfrankreich an. Unser dortiges Projekt arbeitet vor allem mit jugendlichen Einwanderern. Ich wollte fragen, wie nach den Anschlägen die Stimmung ist. Gedämpft, war die Antwort. Aber es wundere niemanden. Der Westen habe schließlich den Glauben aufgegeben und durch nichts besseres als einem spirituellen Vakuum ersetzt. Viele Franzosen seien zwar sehr stolz darauf, aller Religion ledig zu sein, wie die Charlie Hedbo-Zeichnung klarmacht ( siehe gestrigen Blogeintrag ). Das führe aber nur dazu, dass vor allem junge Leute ein recht sinnloses Leben führen. Sex, Wein und Käse ist eben doch nicht alles im Leben. Wer dieses Vakuum geschickt auszunutzen verstehe, dem stehe Tür und Tor offen. Viele junge Einwandererteenager haben nur w...

Was Christen gegen Terror tun können

Antigebet: Bloß nicht noch mehr Religion, meint der Charlie Hedbo Zeichner Joann Sfar. Selig sind die Frieden stiften, ermahnt die Bergpredigt. Wenn's drauf ankommt, ist's leichter gesagt, als getan. Terrornachrichten lassen uns ins Nachdenken kommen, wie Frieden stiften ganz praktisch aussehen kann. Hier sind sieben Vorschläge. Erstens: Ruhe bewahren  Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Wir gehören zu einer Generation, die für europäische Verhältnisse außergewöhnlich wenig Krieg und ungewöhnlich viel Frieden erlebt hat; so mancher junge Erwachsene hat noch nie im Leben eine Ohrfeige erhalten. Da können Gewaltakte wie die jüngsten in Paris leicht Hysterie, Angst oder Depression auslösen. Als Jesusnachfolger wissen wir zweierlei: Gott hat erstens immer alles unter Kontrolle und zweitens ist Christen kein leidfreies Leben versprochen. Wenn die Geschosseinschläge immer näher kommen dürfen wir in diesem Wissen konsequent Ruhe finden. Zweitens: informiert bleiben - ab...

Chaoskirche

Vorstandssitzung einer Chaoskirche zum Thema: Wie mach'n mer's mit'n Kindern??! Ich war mal Teil einer Gemeinde, in der keine Synkopen gestattet waren, weil sie "gegen die Regeln der Musik" und damit "gegen die Regeln Gottes verstoßen". Synkope = Sünde. Piano = heilig. Schlagzeug = vom Teufel. Die haben das ernsthaft geglaubt. Nach dem Glauben der Leiter dieser Gemeinde musste alles streng geregelt und geordnet sein, sonst missfällt man Gott. Nach vier Monaten bin ich dort wieder ausgetreten. Dies mag ein Extremfall sein, aber in der Regel weisen viele Kirchen und Gemeinden in eine ähnliche Richtung, auch wenn man freilich nicht so weit wie meine obigen Freunde gehen würde. So mancher glaubt immer noch, dass in Kirchen nur geflüstert und nicht gelacht werden darf. Im Gottesdienst oder der Messe tanzende oder singende Priester und Pfarrer bekommen auf YouTube viele Klicks - einfach nur, weil es so total unerwartet ist. Deswegen ist Kirche oft to...

Angered pulsiert!

Und so sieht das fertige Resultat aus:

Angered animiert

Nach so viel Depression nun mal zur Abwechslung was positives: Wir machen kleine Trickfilme!!! Ein junger professioneller Trickfilmanimateur fand unsere TjänaStan-Webseite und dachte sich: Da würde ich gerne auch mitmachen. Bei unserem nächsten TjänaStan Ereignis im Mai werden wir also nun auch einen Trickfilmworkshop für junge Leute anbieten können. Das Ganze kann sich langfristig vielleicht sogar zu einem richtig großem Projekt entwickeln, bei dem junge Menschen in Angered miteinander was sinnvolles machen und damit vielleicht sogar den Ruf dieses Stadtteils verbessern können. Angefangen haben wir jedenfalls erstmal mit einer kleinen Testanimation in unserem H2O-Center um zu sehen, wie das alles so gehen kann. Fast drei Stunden lang haben wir mit viel Spaß unter professioneller Aufsicht geknetet!

Faith Factory

Die "Faith Factory" wird 2011 ein weiterer und neuer Ansatz in unserem H2O-Center sein, um Menschen zu dienen und gleichzeitig Reich Gottes zu bauen. Entstanden ist es aus der Frage: Was in aller Welt kann man bloß tun, um Menschen zusammenzubringen? Wenn, wie unsere bisherige Erfahrung zeigt, viele Erwachsene zu vorsichtig oder scheu sind, andere zu treffen, dann sollte man doch lieber mit solchen was machen, denen diese Scheu naturgemäß fremd ist: Den Kindern. Die Faith Factory gehört den Kindern. Eigentlich ist die Faith Factory eine Erfindung unseres Freundes Douglas , und es war eine Fügung Gottes, dass Douglas sein Büro 2010 direkt neben dem H2O-Büro mietete. Ich habe sehr viel ihm ausgetauscht, über alternative Gemeindeansätze nachgedacht, verschiedene Literatur diskutiert, wir beteten, das Team kennt ihn, er kam regelmäßig zu unseren Impressions usw. Und so kam der Gedanke auf: Warum nicht was neues mit und für Kinder wagen? Die Faith Factory ist eigentlich nichts a...