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Posts mit dem Label "neue Schöpfung" werden angezeigt.

Christen für den Umweltschutz?

Christen der (heute) nicht mehr ganz so jungen Generation ist sicher noch gut in Erinnerung, dass Umweltschutz eher was für "die Alternativen" war, die keine "Ewigkeitshoffnung" haben und sich deshalb für das Diesseits einsetzen. Wir Christen aber erwarten das Jenseits, und obendrein glauben wir, dass eines Tages unser vergaster Himmel zusammengerollt (Offb 6,14) und die verseuchten Elemente der Erde vor Hitze zerschmelzen (2Petr 3,12), kurz: sowieso vergehen werden. Warum also Umweltschutz, wenn sowieso alles in Gottes galaktischem Recyklinghochofen landen wird und wir auf einen viel besseren Himmel warten? Mit Gedanken wie diesen im Kopf hatte ich mir 1987 einen alten, gebrauchten Range Rover, V8 mit zwei ausgelassen feiernden Vergasern gekauft, die sich frohgelaunt und gegenseitig zuprostend 28 Liter Sprit auf 100 Kilometern ex-und-hopp schamlos reingezogen haben. Das sind fast drei Eimer leergesoffen alle 100 Kilometer... Aber der Sound war cool! Heutzu...

Jahreslosung 2016: Trost, bitte!

Willkommen im Jahre 2016 a.D.! Jesaja ist ein faszinierendes Buch der Bibel. Nicht nur, dass es 66 Kapitel hat - genausoviele wie die ganze Bibel Bücher enthält. Jesaja hat außerdem zwei Teile, die auch Nichttheologen deutlich unterscheiden können. Der erste Teil hat genausoviele Kapitel, wie das Alte Testament Bücher, und der zweite so viele wie das Neue Testament. Die Jahreslosung 2016 stammt aus dem letzten Kapitel Jesajas, wo viel von der Neuen Schöpfung die Rede ist. Doch auch die 65 vorlaufenden Kapitel handeln viel von Trost und Hoffnung.  Wie treffend, nach 2015 von Trost zu reden. Zum dritten Mal habe meine Gedanken musikalisch zusammengereimt. Zum ersten Teil des Liedes inspirierte mich ein Gedicht, was mir ein ALT-Student gab. Im Frühjahr machte er ein Auslandssemester in Ägypten und bekam alle Reaktionen auf den "Racheakt" direkt mit. Der Student brachte mir das Gedicht " Two Rows " (zwei Reihen) mit, welches kurz nach der Tat von der ägyptischen Bib...

Im Protest aufrecht stehen

Vor wenigen Tagen tweetete der bekannte deutsche Theologe Jürgen Moltmann: Mir gefällt diese Erinnerung im Angesicht einer sich bekriegenden und gegenseitig niederbrennenden Welt. Ich wusste nicht, dass Moltmanns Zitat zwei Tage später eine ganz besondere Bedeutung sollte. In Kronogården, einem Stadtteil Trollhättans, eben der Teil, in dem unsere CA-Kollegen wohnen, richtete ein 21-jähriger Schwede in einer Schule ein Blutbad an und stach mit seinem Schwert mehrere Menschen in der Schule nieder. Zwei junge Menschen starben, mehere liegen lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus. Alle Opfer sind Ausländer, die Schule ist eine der ausländerreichsten in Trollhättan. Der Täter wurde von der Polizei niedergeschossen und erlag später den Schussverletzungen. Die Nachrichten und die Bilder schmerzen; die Tatsache, dass unsere Freunde einige auf der Schule persönlich kennen, macht es nur noch schlimmer. "Die ganz Welt ist ein Scheißhaus", kann ich nur immer wied...

Blutigere Welt

Justice and peace And liberty We can fulfill The legacy We write the song Welcome a new Enlightenment We write the story ... True to the ones Who lit the light We write the story We have a torch To reignite We write the song.  Das sind einige Zeilen aus dem Lied "We Write the Story", welches im Rahmenprogramm der Show des European Song Contest in Malmö 2014 vortragen wurde. Eine Glaubenshymne der Songschreiber Björn Ulvaeus und Benny Andersson, stellvertretend für so viele säkulare Menschen: Wir glauben an eine neue Aufklärung, denn die Welt wird nur besser durch die Vernunft des Menschen, das Licht der Aufklärung führt uns in Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit. Es ist, wie gesagt, ein gesungenes Bekenntnis, ein Glaube, eine Religion. Es ist weit davon entfernt, eine Beschreibung von Fakten zu sein, was die Humanisten sonst so gerne für sich in Anspruch nehmen. Fakten hat diese Woche hingegen SIPRI zu bieten, das " Stockholm I...

Der Herr ist auferstanden! Der Tod besiegt!

Alles neu! (Ostermontag)

Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen. (Offb 21,1) Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: "Hier wird Gott mitten unter der Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei." (Offb 21,3-4) Der auf dem Thron saß, sagte: "Siehe, alles werde ich neu schaffen!" (Offb 21,5) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Was für eine Aussicht, Herr! Was für eine Hoffnung! Wenn die alte, gefallene, vom Himmel getrennte Schöpfung noch solch ein Potential hat wie wir es kennen, wenn die alte Schöpfung noch so viel Schönheit, Pracht und Faszination bereit hält, wie mag es erst in Deiner ...

Der Herr ist auferstanden! (Ostersonntag 2011)

Er ist wahrhaftig auferstanden! Ganz früh am Sonntagmorgen gingen die Frauen mit den Salben, die sie zubereitet hatten, zum Grab. Der Stein, mit dem man es verschlossen hatte, war zur Seite gerollt. Zögernd betraten sie die Grabhöhle. Sie war leer. Verwirrt überlegten sie, was sie jetzt tun sollte. Da traten zwei Männer in glänzend weißend Kleidern zu ihnen. Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen. "Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?" wurden sie von den Männern gefragt. "Er ist nicht hier, er ist auferstanden!" (Luk 24,1-6) Tatsächlich aber ist Christus als erster der Entschlafenen von den Toten auferstanden. (1Kor 15,20) Wir wissen: Gott, der Jesus vom Tod auferweckt hat, wird auch uns auferwecken.  (2Kor 4,14) Glücklich sind alle, die an der ersten Auferstehung teilhaben. (Offb 20,4) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Herr, Du bist tatsächlich auferstanden! Wer hätte jemals...

Nur nicht aufgeben! (Karsamstag)

Ihr führt mein Volk in die Irre, wenn ihr ruft: "Wir werden glücklich und in Frieden leben!" Doch es gibt keinen Frieden! Mein Volk hat eine dünne Schutzwand aus losen Steinen aufgeschichtet, und ihr habt sie mit weißer Farbe übertüncht, als sei sie eine feste Mauer. Ihr Schönfärber! (Hes 13,10-11) Spöttisch werden sie Euch fragen: "Wo ist denn nun euer Christus? Hat er nicht versprochen, dass er wiederkommt? Schon unsere Väter haben vergeblich gewartet. Sie sind längst gestorben, und alles ist so geblieben, wie es von Anfang an war!" (2Petr 3,4) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Herr, nun bist Du fort. Die Jünger, die Dir damals gefolgt sind, haben Dich gestern sterben sehen. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein. Alle Hoffnung war dahin. Die Wunder, das Übernatürliche, die weisen Worte - weg. Alles aus. Der Tod, das Leid, das Militär, die verlogenen Führer, das korrupte System schien voll und ganz gesiegt z...

Das verheißene Land, wo Milch und Honig fließt (Dienstag der Karwoche)

Weil der Pharao nicht auf mich hört, strafe ich die Ägypter mit starker Hand und vollstrecke mein Urteil an ihnen. Dann werde ich mein Volk wie ein siegreiches Heer aus dem Lande herausführen. (2Mos 7,4) Siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. An den alten Himmel und die alte Erde wird niemand mehr denken, sie werden vergessen sein. (Jes 65,17) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Herr, nicht selten ist das Leben eine Zwickmühle. Wohin man sich auch wendet, es wird schwierig werden. Vor uns das unüberwindbare Rote Meer in Form des sicheren Todes. Hinter uns die sklaventreibenden Ägypter in Form von Krankheiten, korrupten Systemen, Mächten, die nach unseren Kindern greifen, Gewalt, Lieblosigkeit, Egoismus. Das bisschen Platz zwischen Ägyptern und Meer ist eng und beklemmend, und wenn der Strand selbst auch noch so schön sein mag. Alles, was ich habe, sind Deine Versprechungen. Du wirst uns wie ein ...

Die heilige Woche

Wir schreiten in die heilige Woche. Leider spielt Ostern in der heutigen Kultur (auch in der kirchlichen) kaum eine Rolle. Hand auf's Herz, Leser, sei ehrlich mit Dir selbst. Ostern ist Ferien, Ausflüge, langes Wochenende, Frühlingswetter, Eier, Süßigkeiten. Bestenfalls ein etwas besonderer Gottesdienst. In extremen Ausnahmefällen vielleicht sogar noch ein besonderes Osterfrühstück. Im Vergleich mit dem Bimbamborium um Weihnachten herum steht Ostern beschämt kümmerlich in der Ecke. Weihnachten ist natürlich auch wichtig, denn ohne Weihnachten kein Ostern. Jesus musste natürlich geboren werden. Aber wenn ich so darüber nachdenke... Mose wurde schließlich auch geboren. Mohammed ebenfalls. Und Elvis. Die Geburt ist ist irgendwie schon wichtig. Der Tod irgendwie auch - ganz besonders im Falle Jesu. Aber auch der Tod ist an sich nichts außergewöhnliches, im Gegenteil, der Tod ist außergewöhnlich gewöhnlich. Warun machen wir Christen eigentlich nix aus Ostern? Warum lassen wir das nu...

"Lass dich nicht vom Bösen überwinden,

sondern überwinde das Böse mit Gutem." (Röm 12:21) Seit vielen, vielen Jahren gibt es eine "Jahreslosung". Röm 12:21 steht also nun als eine Art Motto über dem Jahr 2011: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Normalerweise will man ja nichts mit "dem Bösen" zu tun haben, "das Böse" klingt nach "Nebel des Grauens" oder "Terrorismus". Nichts für uns. Wir sind keine Zombies und keine Attentäter. Wir quälen noch nicht einmal Millionen Menschen mit unseren schiefen Stimmern bei Idol oder DSDS. Wir sind also gut. Und wenn das Böse kommen sollte, uns zu überwinden, schalten wir einfach den Fernseher ab. Es gibt da nur so ein Problem. Wir wissen nämlich gar nicht, wie eine "böslose" - oder sagen wir der Einfachheit halber doch besser eine "gute" Welt überhaupt aussieht. Wir alle nämlich, ausnahmslos alle, vom verdorbensten Sauhund bis zum heiligsten Gutmenschen wurd...