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Posts mit dem Label "nachchristliche Kultur" werden angezeigt.

Die Gemeinde der Zukunft (11) wird eine prophetische Stimme entwickeln müssen

Liebe und Prophetie sind die Hauptzwecke der Geistesgaben. Jede Gabe soll die Liebe Gottes vermitteln, spürbar und erlebbar werden lassen. Gleichzeitig vermitteln sie eine Realität, die dem Mensch von Hause aus verborgen ist. In Zeiten, wo sich der Mensch als Individuum ins Zentrum stellt und daran langsam aber sicher in Einsamkeit vertrocknet, kann Liebe wie ein Regen in der Wüste sein. Doch wer Gott nicht kennt, weiß auch nicht um die vielen Dimensionen, die Liebe noch alles haben kann: Selbstlosigkeit, Opferbreitschaft, eben alles, was in 1 Korinther 13 aufgelistet wird. Der Gemeinde der Zukunft wird die wichtige Aufgabe zukommen, prophetisch zu lieben, das neue Herz zu leben, auf die Neue Schöpfung hinzuweisen. Dazu gehört auch der Mut, die Scheinheiligkeit des nachchristlichen Säkularismus zu enthüllen, das zerfressenne Innere unter den schön designten Oberflächen zu zeigen. Wie Krebsbilder auf Tabakverpackungen werden wir sagen müssen: Seht her, dazu kann es führen, wenn d...

Die hässliche Seite der Schönheit

Viele Deutsche mögen Schweden, nicht zuletzt schwedisches Design. Neulich machte ich mit einigen Deutschen eine Stadtführung durch Göteborg, und die Kommentare waren eindeutig: "Wie schön!" "So sauber und aufgeräumt!" "Der Weihnachtsschmuck ist gar nicht so kitschig!" "Die Schweden wissen, was schön ist!" Richtig, die Schweden verstehen es. Ich möchte euch eine kurze Geschichte von Yngryd erzählen. Sie ist eine typische Schwedin, groß, blond, schlank. Wie alle Schweden machte sie Abitur, und wie viele andere legte sie hinterher ein Gapyear ein, eine Zeit im Ausland, um die Welt kennenzulernen und das Leben zu genießen. Die Welt war so spannend, dass aus dem Gapyear zwei Gapjahrzehnte wurde. Als sie wieder zurückkam, war es Zeit für eine Berufsausbildung, fand sie. Hier trafen wir Yngryd zum ersten Mal. Sie war interessiert an H2O. In vielen Unternehmungen und tiefen Gesprächen lernten wir sie recht gut kennen. Yngryd fühlte sich leer und su...

Die Leere war eine Lehre

Angeredsbron  "Bitte lass mich auch die andere Seite sehen!" war mein wiederholtes Gebet beim Anblick der vielen Häuserfassaden während der ausgiebigen Gebetsmärsche im ersten Jahr unseres außergewöhnlichen Dienstes. Es dauerte seine Zeit, doch Gott antwortete. Die Türen, die mir in den Jahren danach in die unterschiedlichsten Wohnstätten geöffnet wurden, führten mich in vielen Fällen in eine Welt der Verzweiflung. Alkohol- oder Drogenmissbrauch, völlige Einsamkeit, zerbrechende Beziehungen, Oberflächlichkeit, Krankheit, Angst. Mal mehr, mal weniger. Mal überdeutlich, mal subtiler.  Manche von denen, die ich dort antraf, waren in religiösen Familien groß geworden und haben sich aus diversen Gründen wieder vom Glauben abgewandt. Oder sie kämpften mit ihrer religiösen Vergangenheit. Viele, sehr viele andere hatten aber so etwas wie Glauben, der das Leben prägt, nie erlebt.  Meine Augen sahen eine Menge Menschen, meine Ohren hörten unzählige Geschichten, mein...