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Posts mit dem Label "They like Jesus but not the church" werden angezeigt.

Ein paar Ergänzungen vom Hirsch

Das waren also die Jesusbilder, die ich immer wieder außerhalb der Kirchen antreffe. Was mich auf die Idee brachte, auch darüber nachzudenken, welche Jesusbilder  innerhalb der Kirchen zu finden sind. Trifft man dort vielleicht ähnlich anzusehende Jesusdarstellungen? Über diese Frage hat auch der messianische Jude Alan Hirsch oft nachgedacht, und der Einfachheit halber nehme ich ähnliche Kategorien, wie Hirsch sie in seinen Vorträgen oder in seinem Buch "Re-Jesus" verwendet. Die restlichen Formulierungen stammen jedoch von mir selbst. Der Frau-mit-Bart-Jesus Eines der beliebtesten Jesusbilder in Gemeinden ist wahrscheinlich der feminine Jesus, soft, lieblich, mütterlich. Allein sein Bart erinnert daran, dass wir es doch mit einem Mann zu tun haben. Der Frau-mit-Bart-Jesus führt wahrscheinlich dazu, dass man Jesus außerhalb Gemeindehäusern und Kirchenmauern nicht für einen kräftig-maskulinen Zimmermann, sondern eher einen "Schmalhans-Dünnbrettbohrer" hält. Der ...

Jesus? Gibbetnich! Ausrufezeichen!

Die wahrscheinlich letzte Teilmenger derer, die weder auf Jesus noch auf Kirche scharf sind, ist nach meiner subjektiven Erfahrung die kleinste: Ein Gruppe erstaunlich jesuskundiger, aber relativ aggressiver Atheisten. Hier weiß man ganz schön viel über das Leben Jesu, vor allem aber weiß man, warum das alles purer Blödsinn ist, Manipulation, Opium für das Volk. Die Bibel ist ein Märchenbuch, gefüllt mit lauter Fabeln. Wie kann man nur so dumm sein und solchen Lügen immer noch auf den Leim gehen? Ist es denn nicht offensichtlich, dass alles nur ein Machtspiel von Kirche und Staat war? "Halt du sie dumm", sagte der König zum Papst, "ich halt sie arm!" Alles abgekartet! Da ist doch klar, dass man so ein Druckmittel wie die Bibel erfinden musste, mit Drohungen wie die Hölle und einem Helden wie Jesus! Wir leben im 21. Jahrhundert, Mann!!! Wie kannst Du sowas denn noch ernsthaft glauben? Geschweige denn auch noch verbreiten ?! Ich denke, es erübrigt sich zu erwähnen, ...

Jesus, göttlicher Pontifex Maximus

Diese Teilmenge fühlt sich genau wie die Jesunator-"Gläubigen" sehr stark distanziert von Jesus - die einen wegen seiner Superpower, die anderen wegen seiner Heiligkeit. Man kennt Jesus nur mit dieser weihevollen Korona ums Haupt, glorreich die Leiden der Welt tragend, in sakraler Erhabenheit von religiösen Gemälden oder Ikonen auf uns herabblickend. Weil aber niemand anders in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder in der Familie einen ebensolchen Heiligenschein ständig mit sich herumträgt, bleibt, was Jesus angeht, nur eine einzige Schlussfolgerung: Jesus ist vollkommen weltfremd. Das wird in religösen Zirkeln aber gar nicht unbedingt als negativ empfunden, einige empfinden dies sogar als erstrebenswert. Allerdings ist es uns Sterblichen absolut unmöglich, diesen Level an Heiligkeit jemals zu erlangen. Es wäre viel leichter, morgen vom Papst heilig gesprochen zu werden, was ja auch nicht jeden Tag vorkommt. Und weil Jesus so würdevoll unnahbar wirkt, hat man zumindest in d...

Der Jesunator

Für andere wiederum scheint Jesus das krasse Gegenteil zum Dünnbrettbohrer zu sein. Ihnen dünkt Jesus als magischer Gigant. Anhänger dieser Teilmenge outen sich oft durch die Frage: "Bin ich Jesus?" - was soviel heißt wie "Bin ich Chuck Norris?!" und meist als rhetorische Antwort auf Fragen wie "Kannst du das bis morgen fertig haben?" oder "Weißt du, wann der Chef wiederkommt?" verwendet wird. In ihren Augen kann Jesus nämlich alles bis morgen fertig haben und weiß auch immer exakt, wann was mit wem passiert. Damit unterscheidet sich Jesus in unerträglichem Maße vom eigenen Alltagserleben, wo man manchmal überhaupt gar nichts fertigbringt, geschweige denn bis morgen, und auch sonst keinen Plan hat. Schön für Jesus, mag man denken. Insgeheim aber erweckt es den Anschein, dass "Jesus" und "Chuck Norris" tatsächlich austauschbare Begriffe sein können. Beide hält man für eine Art Schauspieler und all diese Heldengeschichten für ...

Jesus Dünnbrettbohrer

Für die nächste Teilmenge derer, die weder von Jesus noch Kirche angetan sind, ist "Jesus" ein Synonym für "Weichei". Jesus, dieser außerordentlich nette Erdengast, dieses Vorbild für die Menschheit, immer taktvoll, immer artig, stets korrekt. Und natürlich erwartet er von seinen willigen Jüngern, dass auch sie jederzeit ebenso entgegenkommend, galant, höflich und sittsam sind. Jesus, ein Löwe? Wenn, dann bestenfalls ein zahnloser. Eher ein zahmer Gentleman. Jesus, ein ungefährlicher, hodenloser Kastrat, ein weißbleicher Ministrant mit der typischen Frisur mit Mittelscheitel, der nur gedämpft spricht und Konfrontation aus dem Wege geht.* Am Ende wird er vor lauter Nettigkeit und Unterwürfigkeit totgenagelt. Jesus, der sandalentragende Versager. Wer will einem solchen Jesus nachfolgen? Ich auch nicht. ____ * vgl. John Eldrege, Der ungezähmte Mann , 51.  

Jesus, Pluto, Imhotep

Die Geschichten, nach denen Jesus völlig unbekannt ist oder für einen neuen Fernsehstar oder ein neues Torwunder gehalten wird, haben sich in meiner Erfahrung noch nicht bestätigt. Jesus zu kennen, gehört einfach zur Allgemeinbildung. Je älter und höher gebildet ein Mensch, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, von Jesus gehört zu haben. Moslems kennen ihn unter dem Namen Isa. Allerdings ist die Grenze des Wissens oft schnell erreicht. Viele wissen nur, dass Jesus eng mit dem Christentum verknüpft ist, grad so wie Pluto ein Gott der Antike war und Imhotep etwas mit Ägypten zu tun hatte. Aber wer war Pluto jetzt noch mal genau? War's ein Gott der Römer? Oder der Griechen? Wer das nicht beantworten kann, hat eine Vorstellung davon, wie viel oder wenig man über Jesus weiß. Jesus, der antike Mythos. So könnte wohl die erste Teilmenge derer bezeichnet werden, die Jesus nicht mögen. Sie " mögen " ihn nur nicht, weil sie ihn einfach nicht besser kennen, nicht, weil sie ...

"Man mag zwar Jesus, doch keine Kirche" - kleine Ergänzung

Es ist vielleicht hilfreich für Euch, wenn Ihr auch einen klitzekleinen Eindruck von dem bekommt, wer Dan Kimball ist, was er denkt und wie er es vermittelt. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Schulungsvideos, veröffentlicht von Zondervan, dem Herausgeber des ganzen Materials. Es ist natürlich nicht auf Deutsch, was guter Anlass sein kann, sein Schulenglisch mal wieder hervorzukramen... Die Frage an Euch bleibt: Stimmt Ihr zu, dass Jesus allgemein geachtet ist, nur die Kirche nicht???

"Man mag zwar Jesus, doch keine Kirche." Echt jetzt?

Vor einigen Jahren machte ein Buch namens "They like Jesus but not the church" die Runde. Autor ist ein beeindruckend frisierter blonder Mann namens Dan Kimball. Er beschreibt, dass viele Menschen Jesus zwar irgendwie ok finden, aber extreme Probleme mit Kirche haben. Für mich als Leiter eines "Kirchenlabors" gehört so etwas natürlich irgendwie zur Pflichtlektüre. Wir kauften sogar das ganze Schulungsset mit Buch, Leiter- und Teilnehmerhandbuch und DVD. Ich glaube, vor ungefähr zwei Jahren haben wir es in unserem Teamhauskreis komplett durchgearbeitet. Und ich muss sagen, Dan Kimball hat beeindruckend gute Arbeit geleistet und zeigt offen aber liebevoll beliebte Schwächen in frommen Kreisen. Vor allem zeigt er aber, was wir lernen können uns müssen, und wie wir nicht trotz unserer Fehler sondern gerade wegen und durch unsere Fehler besser werden können. Hut ab. Nach all meinen eigenen Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren frage ich mich aber, ob es wirkl...