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Posts mit dem Label "Leitung" werden angezeigt.

Leitung verstopft?

Tja, nachdem eure Traumdeutungsfähigkeiten ganz deutlich doch eher unterentwickelt zu sein scheinen - die Anzahl der eingegangenen Deutungsversuche meines Traumes kann ich jedenfalls an den Fingern eines Ohres abzählen - wende ich mich nun wieder ernsthaften Dingen zu (obwohl, wer sagt eigentich, dass prophetische Traumdeutung nichts Seriöses ist?! Joseph oder Daniel waren da extrem seriös!*). Wenden wir uns also stattdessen z.B. dem ebenfalls sehr ernsten und völlig unterschätzten Problem unterschiedlicher Leitungskulturen zu. Im Augustclip hatte ich ja ganz mysteriös angedeutet, dass meine Rolle als Europadirektor für den Rest des Jahres mal ganz anders aussieht. Auf die Frage "Warum?" gibt es viele Antworten. Hier ist eine. Uns ist selten bewusst, wie unterschiedlich Führungsstile in anderen Ländern aussehen. Man sieht's ja auch nicht von außen. Selbst, wenn man Teil einer anderen Arbeitskultur ist, geht man immer automatisch davon aus, dass alles so ähnlich sei...

Pastor mit weit verstreuter Gemeinde

Ich fühle mich eher wie ein Cowboy als ein Hirte. Aber beide haben ja ähnliche Aufgaben. Im Moment komme ich mir eher wie ein Pastor als wie ein Missionsleiter vor. Meine Gemeinde ist auf ganz Europa verteilt, sie dienen in verschiedenen Städten, und jeder hat an seiner Front zu kämpfen. Durch die vielen Wechsel in der Communitasleitung in den vergangenen Jahren fühlt sich der ein oder andere etwas vernachlässigt, verunsichert oder gar verwaist. In Absprache mit meinem Leiungsteam, der "Gemeindeleitung" wenn man so will, haben wir uns geeinigt, dass alle Projekte "Hausbesuche" benötigen. Wenn man weit verstreut lebt, geht nichts über persönliche Begegnungen. Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass mir die persönliche Begegnung, die Zeit von Mensch zu Mensch einmal so wichtig werden würde. Es geht darum, zu hören und lernen, Beziehung und Vertrauen zu bauen und vor allem die gemeinsame Vision zu bauen und zu vermitteln. Heute geht es zu diesem Zweck für drei Tage...

Schwere Zeiten für EFK?

Wie gestern bekannt wurde hat der sogenannte "Missionsdirektor" unserer schwedischen Partnerorganisation EFK (bei der FeG würde man diese Position wohl Präses nennen) gestern seinen Job mit sofortiger Wirkung gekündigt. Offiziell hieß es, dass einige im Vorstand der Denomination mit seiner Leitung nicht zufrieden waren und kein ausreichendes Vertrauen mehr vorhanden sei. Er selbst äußerte sich öffentlich ähnlich, dass er so nicht weitermachen könne, wenn er sich selbst treu bleiben will. Das sind für schwedische Verhältnisse ungewöhnlich deutliche Worte. Die Sache wiegt in meinen Augen besonders schwer, da der neue Leite erst 2014 neu berufen wurde. Ein schneller Wechsel der Leitung in größeren Organisationen ist immer gefährlich. Über die Ursachen kann ich nur spekulieren. Ob ich mit meinen Spekulationen richtig liege, wird die Zukunft zeigen (ich hoffe aber, im Unrecht zu sein). Was auch immer passiert sein mag, eins steht fest: Derartige Eskapaden schwächen die Gem...

Multikulti-Leadership

Dudley erläutert den Segelkurs Unser Summit hat begonnen, wie immer bis zum Rand mit Begegnungen, Programm und Menschen gefüllt. Den Tag vor dem offiziellen Start haben wir die Herausforderung der Entscheidungsfindung in multikulturellen Zusammenhang diskutiert. Was mir dabei wieder einmal bestätigt wurde: Es ist alles andere als einfach. Geduld, Weisheit und Gottes Geist ist nötiger denn je.

Angenommene Vermutungen

"Wat is en Dampfmaschin?" fragte Lehrer Bömmel "Da stelle mer uns ma janz dumm..." Manchmal isset jar nich so verkehrt, sich janz dumm zu stelle und so zu tun, als wüsste man gar nichts. Denn wer nichts weiß, muss alles lernen. Wer glaubt zu wissen, passt nicht auf. Der Schlaue fragt, wie meinst du das? Der Dumme glaubt, er weiß es schon. In jeder Beziehung gibt es Dialoge, die perfekt aneinander vorbeireden. Jeder glaubt zu wissen, was der andere meint, und damit verfehlt jeder sein Ziel. Im schlimmsten Fall erreicht man sogar genau das Gegenteil von der eigentlichen Absicht. Nach zehn Jahren internationalem Dienst weiß ich sehr gut, wovon ich rede. Im interkulturellen Umgang vervielfacht sich das Potential zum gelungenen Missverständnis. In fast jedem einzelnen Fall war die Annahme, man wisse ja schon, was der andere meine, der fatale Auslöser zu lustigen und weniger lustigen Verstrickungen. Ganz besonders jetzt spüre ich das, jetzt, wo ich seit zwei J...

Gebetsclip im Juli

Sehen und gesehen werden

Das Schönste an meinem Job ist Gemeinschaft zu bauen und Zugehörigkeit zu vermitteln. Das Schwierigste ist, dass die Menschen über ganz Europa verteilt leben. Gemeinschaft baut sich nie von selber auf. Für den Anfang braucht's meist nicht viel mehr als eine gemeinsame Tasse Kaffee oder ein Glas Bier. Doch es erfordert nicht weniger als persönliche Präsenz. Skype & Co sind enorme Hilfen, doch sie ersetzen keine persönliche Begegnung. Man mag noch so gute Kopfhörer haben - nichts geht über ein Lifekonzert. Am Wochenende war ich wieder in Den Haag. In erster Linie zum Predigen in einer unserer großen Gemeinden. Doch es geht um viel mehr. Es geht ums Sehen und Gesehen werden, den Grundbaustein des erfolgreichen Netzwerkens. Erst durch die persönliche Begegnung mit Gemeinde, Pastor und Leitung, durch das Hören der echten Stimme mit allen Oberwellen, baut sich persönliches Vertrauen und damit Beziehung auf. Obendrein bieten solche Kurzeinsätze immer einmalige Gelegenheiten zum...

Spaß am Leiten

"Nur, wer selbst brennt, kann in anderen Feuer entfachen", soll Augustinus gesagt haben. Recht hatte er. Der Mensch liebt es, inspiriert und geführt zu werden. Deswegen folgen alle Menschen gerne einem guten Leithammel. Wir Deutschen bekommen zwar gemischte Gefühle, wenn wir einem Führer folgen sollen. Die ersten Vorschläge zu "Leiter" im Synonymwörterbuch sind "Alte", "Boss", "Chef" und Hauptfigur. Das zeigt auch, dass wir in Leitern eher dominante Positionen sehen als inspirierende Mitmenschen. Bei CA wird Leitung und Leiterschaft groß geschrieben. Alle Jahre wieder treffen sich alle unsere Leiter plus einige Gäste zum sogenannten " Leadership Summit ", zu deutsch (gemäß Google) Leadership Summit. In diesem Jahr geht es um die fünf Praktiken des weltweiten Dauerbestsellers " The Leadership Challenge " (Herausforderung Leiterschaft). Die beiden Autoren des Buches haben in jahrerlanger, internationaler Forschungsar...

Neue Leiter

Ich bin dankbar, ein bisschen baff und fühle mich sehr geehrt. Immer wieder muss ich staunen, wie der Herr meine Wege geführt hat. Völlig anders, als ich es selbst gemacht hätte - doch immer voller intressanter Überraschungen. Hätte ich mein Leben selber in der Hand gehabt und hätte ich stets mein allerbestes gegeben um grundsätzlich das meiste herauszuholen und alles so zu gestalten, wie ich es hätte haben wollen - man hätte wohl auf meinen Grabstein schreiben können: "Hier ruht Marcus. Er bemühte sich stets." Stattdessen habe ich Jesus die Zügel überlassen. Dann braucht man sich nicht mehr bemühen - man muss nur folgen. Gewiss, das Folgen ist nicht immer leicht. Denn es geht durch Wüsten und Gebirge. Doch man erlebt Erstaunliches. Nicht nur dass es immer mehr als genug zu Essen, zu Trinken und zum Leben gibt. Immer wieder gibt es wunderbare Überraschungen. Wie z.B. 2009, als ich diese unvehoffte SMS bekam, ich möchte doch bitte mal dringend diese Nummer anrufen. Dort soll...

Leader Summit - mal ganz anders

CA ist nicht nur eine relativ kleine Organisation, sondern obendrein großflächig auf dem Globus verteilt. Deshalb steht bei uns Skype & Co auf der Tagesordnung - gemeinsam mit allen anderen Online-Hilfsmitteln zum Kontakte halten. CA ist nämlich ein extrem beziehungsorientierter Haufen. Unser ungeschriebenes Gesetz lautet etwa: Nur wer sich miteinander versteht, kann auch gut miteinander arbeiten. Wir haben gelernt (und können es nur jedem warm ans Herz legen): Bei allen sozialen Medien kann eine persönliche Begegnung durch NICHTS ersetzt werden. Deshalb investieren wir bewusst in regelmäßige, persönliche Treffen, auf denen miteinander gelebt, geplant, gelacht, gearbeitet, gebetet und gefeiert wird. Dadurch entsteht ein Pakt, der uns trotz Diaspora unschlagbar macht. Glauben wir.   Volle Kraft voraus: Gute Leiter haben den Kopf in den Wolken und die Füße auf dem Boden. Normalerweise hatte CA jedes Frühjahr ein sogenanntes "Leadership Summit" - ein Treffen sämtliche...

H2Os Grundwerte: Keine wässrige Sache

In einem längeren Prozess haben wir H2Os Grundwerte festgestellt und formuliert. Jawohl, festgestellt, nicht aufgestellt. Wir hielten es nämlich für sinnlos, irgendwelche tollen Punkte zu beschreiben, die alle super, biblisch und richtig klingen und wir uns alle so sehr wünschen würden. Derartige Grundwerte haben die Tendenz, in dunklen Schubladen zu verschwinden, um dort als wohlgemeinte Theorie vergessen zu werden. Um H2Os Grundwerte zu formulieren, haben uns zwei Leitsätze geführt. Erstens: Wenn wir auf unsere H2O-Zeit seit 2006 zurückblicken, was war durchgehend immer wichtig und hatte in allen Phasen stets hohe Priorität bei unseren Entscheidungen? Zweitens: Man darf niemals mehr Grundwerte haben als Finger an einer Hand. Nur dann kann jeder normalsterbliche H2Oler sie sich dauerthaft verinnerlichen; nur so bleiben es echte Werte. Was waren also die maximal fünf allerwichtigsten Werte für uns? Wir wünschen uns drei Dinge von unseren Grundwerten. Erstens, wie schon erwähnt, das...