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Posts

Posts mit dem Label "Gebet" werden angezeigt.

Septemberclip

Augustclip

Betet für G7!

Hochgeheimes Treffen zwischen Roosevelt und Churchill and Bord der HMS Prince of Wales (Quelle: commons.wikimedia.org) Diesen Monat wurde der Westen , wie wir ihn kennen, 78 Jahre alt, genau gesagt so um den 12. August herum. Denn 1941 trafen sich an jenen Tagen zwei intelligente Männer, echte Leiter, um mutig gegen die enormen Herausforderungen ihrer Zeit anzugehen. Winston Churchill und Theodor Roosevelt verhandelten und verabschiedeten die Atlantic Charta , ein transatlantisches Bündnis zwischen Großbritannien und den USA, um der Welt nach der Zerstörung des Nazi-Terrors neue Prinzipien der Zusammenarbeit zu geben. Ihr Treffen war von Hoffnung gekennzeichnet, und wohl deshalb schlossen sich immer mehr Länder den daraus hervorgegangenen Prinzipien an. Die Charta trug sogar zur Gründung der NATO bei und formte somit das, was wir heute "die westliche Welt" nennen. Keine acht Jahrzehnte später aber sind ausgerechnet die aktuellen Führer der beiden Gründernationen keine ...

Maiclip

Auch wenn's schon Juni ist, bleibt das Anliegen länger aktuell. Wegen des Interviews ist der Clip etwas länger.

Aprilclip

Märzclip

Kontext ist King

Bevor hier bald ein Post über den "Preis des Optimismus" erscheint, halte ich es für angebracht, einige Bemerkungen zum vergangenen Gebetsclip zu machen. Es gibt nämlich eine gewisse Unkenntnis darüber, was (Winter-) Depression ist bzw. nicht ist und ich möchte gern vermeiden, dass der kommende Beitrag unter falschen Annahmen gedeutet wird. Depression ist in Schweden besonders im Winter weit verbreitet, deshalb mach ich's kurz und beschränke mich nur auf das, was mich betrifft. Zunächst: Es handelt sich in meinem Fall um zeitlich begrenzte Episoden einer Gemütskrankheit (affektive Störung) mit leichtem bis mittelschwerem Grad. Obwohl es physiologische Gründe hat, d.h. Störungen im Hormonhaushalt aufgrund der hiesigen Lichtverhältnisse, spielen seelische und geistliche Einflüsse auch eine Rolle. Der unbalancierte Hormonhaushalt kann in meinem Fall nicht einfach ausgeglichen werden (z.B. das fehlende Hormon durch Pillen ersetzen), hingegen wäre es leicht, sich Psycho...

Erster Gebetsclip 2019

Clip Oktober 2018

Gebt Europa eine Seele!

Heute darf ich Euch stolz-demütig meinen eigenen CommuniTED-Talk unserer vergangenen Sommerkonferenz vorstellen. Macht bitte alle mit am Ende!

Gebetsclip im August

Gebetsclip im April

Gebetsclip im März

Vielleicht geht's jetzt ja um die Wurst. Und das, obwohl ich schon länger Vegetarier bin...

Die Lehre der Leere (19): Der Psalm

Eines Morgens wachte ich viel zu früh auf und spürte das Verlangen, sofort mein Bibelapp zu öffnen und den Vers des Tages zu lesen. Es war ein Vers aus Psalm 143. Mir war, als sagte mir jemand, ich solle den ganzen Psalm lesen. Ein Psalmlied. Von David. Hör mein Gebet Jahwe, achte auf mein Flehen! Erhöre mich, denn du bist treu und gerecht! Geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir kann kein Lebendiger bestehen! Der Feind verfolgt meine Seele, tritt mein Leben mit Füßen und stößt mich in eine Dunkelheit wie bei den Toten im Grab. Mein Geist ist erstarrt, ich bin vor Angst wie gelähmt. Ich denke an die vergangene Zeit, grüble nach über dein Tun und überlege, was du gewirkt hast. Betend breite ich meine Hände zu dir aus, meine Seele lechzt nach dir wie ein ausgetrocknetes Land. Jahwe, erhöre mich bald! Denn mein Geist zehrt sich auf.  Verbirg dein Gesicht nicht vor mir! Sonst gleiche ich bald denen im Grab. Der Morgen bringe mir Worte deiner Güte, de...

Die Lehre der Leere (10): Große Fragen

Gefühllos im Nebel treiben, nicht wissen ob, wann, wie man aufprallt, war ungemütlich. Hoffentlich war Gott wirklich da. Warum war es überhaupt zu jener Leere gekommen, der ich mich nun stellte? Das war die große Frage der Stunde. Ich nahm mir Zeit, in die Leere zu horchen. Hörte die vergessene Stimme eines Zeltevangelisten. Vor vielen Jahren predigte er im Süden Bayerns: "Die Antworten auf die großen Fragen des Lebens sind ganz einfach!" . Er wollte den Hörern Jesus nahebringen, die ultimative Antwort auf jede Frage. War das Leben wirklich so simpel? In freikirchlichen Kreisen wohl schon. Freikirchler, zumindest meine Generation, hatten eine Tendenz zu einfachen Schablonen. Blieb man unter sich, war das kein Problem. Ging man aber "in die Welt", außerhalb frommer Kreise, wurde immer schnell die Spannung deutlich. Vielleicht taten sich Christen deswegen immer so schwer mit Mission. Freikirchliche Mission war meine Sendung geworden. Ein Jahrzehnt hatte i...

Die Lehre der Leere (9): Der Entschluss

Das Bauchgefühl war mittlerweise länger als eine ganze Woche weg. So auch meine Motivation: In den Keller gegangen. Vielleicht zum Bier holen, aber vermutlich trank sie es alle selbst, lag besoffen in der Ecke, denn sie wollte nicht wieder hochkommen. Ebenso meine Lebensfreude. Sie musste auf einen längeren, lustigen Urlaub verreist sein, ohne auch nur daran zu denken, mich mitzunehmen. Als guter Christ versuchte ich natürlich, es mit der Fassung eines reifen Mannes zu nehmen, mir von alledem auf keinen Fall etwas anmerken zu lassen. Natürlich. Das erwartet man von einem Mann in meiner Position. Eine Sache war allerdings neu. Jener Satz wollte nicht mehr von mir ablassen, seit ich ihn gelesen hatte: Wage die Konfrontation mit der Leere. Leere. Leere. Das Gegenteil von Fülle. Es traf den Nagel einfach auf den Kopf. Leere klingt schon so hohl und langweilig mit seinen drei Es. Etwas, dass es um jeden Preis zu vermeiden gilt. Läuft nicht die ganze Welt der Leere davon? Sä...

Die Lehre der Leere (8): Der Shutdown

Knapp drei Wochen nachdem ich das Geschenk des Chefs erhalten hatte, stand der gelbrote Karton immer noch ungeöffnet auf der Küchenbank, während ich nebenan den letzten Blogpost vor der Sommerpause schrieb und mich auf gute zwei Wochen Nichtstun, Schlafen, Lesen, Filme sehen freute. Die Pause war überfällig und nötig. Nach wenigen Tagen Ausspannen würden - wie auch sonst immer - neue Ideen wieder keimen, die kreativen Säfte zurückkehren. Doch nicht in diesem Juli. Ohne, dass ich je den Befehl dazu gegeben hätte, ging mein Körper auf Abschaltautomatik. Jeden Tag schien irgendein neues System herunterzufahren. Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren, weil sie seit Kindertagen zuverlässig funktionierten. Manches schätzt man erst, nachdem es weg, aus, vorbei ist. Wie zum Beispiel mein Bauchgefühl. Es war weg. Abgeschaltet, weggelaufen, verstorben, wie sollte ich denn wissen, wo es jetzt war?! Ich wusste nur, dass plötzlich nicht mehr da war, was mich fünf Jahrz...

Die Lehre der Leere (5): Der Schatz

War es Zufall oder war es Führung, dass sich die rund achtzig Seiten Papier auf Seite zehn öffneten und ich ausgerechnet dort zu lesen begann: Wage Widerspruch zu bejahen.  Wage unter Spannung zu leben. Wage die Konfrontation mit der Leere. Wage auf Granit zu beißen. Verharre in Sturköpfigkeit. Gib nicht auf.  Ich spürte es in meinem Geist. Ich spürte es in meinem Körper. Mit jenen Worten schien jemand auf die berüchtigte Fernbedienung des Films "Click" gedrückt zu haben, so fühlte es sich an. Die Zeit um mich herum schien plötzlich still zu stehen. Absolut still. In mir ging sie wohl gefühlt weiter, obwohl auch ich erstarrt, wie leblos da gesessen haben muss. Was war es nur, das mein Inneres gefrieren ließ, als wäre meine Haut mit einem Mal nicht mehr als eine ausgestopfte Hülle, ausgestopft nicht mit Watte (oder was auch immer Tierpräparatoren für ihre Kunst verwenden), sondern mit altem, kaltem, pappigem Schnee? Alter Schnee?! War der Schnee schon immer da...

Die Lehre der Leere (4): Die Katholikin

Natürlich hatte ich nicht die Geringste Ahnung, was von dem Büchlein ausgehen sollte, das ich gerade in meinen Händen hielt. Für mich war es bis jetzt nicht mehr als ein kleines, gebundenes, ziemlich blödes Layout. Nichts, was ich je freiwillig in die Hand genommen hätte. Obendrein pries es sich selbst als "Klassiker" an und ich fragte mich, warum Eigenlob eigentlich nur bei Menschen stinkt. Marketing ist doch auch nichts anderes als eine legitimierte Rechtfertigung, die eigenen Fürze als Wohlgeruch anpreisen zu dürfen. Jedenfalls hatte ich weder vom "Klassiker" Schritte auf dem Weg , dem Titel des Buches, noch der Autorin Gunnel Vallquist je etwas gehört. Ich kannte nur den Namen des Verlages. Und das war auch der einzige Grund, warum ich die Buchdeckel überhaupt öffnete. Als ich in den ersten Zeilen des Vorwortes las, dass jene Gunnel eine aufrichtige Katholikin gewesen war, hätte ich mit Nathanael augenrollend stöhnen können "was kann denn aus der kathol...

Die Lehre der Leere (3): Die Entdeckung

Diese Art "Er-sucht-und-findet-mich-Schatz" hat sowieso etwas ganz besonders Listiges und Gerissenes an sich. Einerseits wollen sie gefunden werden, andererseits tarnen sie sich besonders gut, tragen die Intelligenz der Delphine, die Tarnung der Chamäleone und die Formbarkeit der Amöben in sich und scheuen sich nicht, von allem reichlich Gebrauch zu machen. Und zuweilen nehmen sie die Form hässlicher Kaffepötte an, nur um sich dahinter verstecken zu können. Dort warten sie. Schätze, das wissen wir alle, sind sehr geduldig. Das unterscheidet sie von uns Menschen. Meiner wartete also geduldig auf der Küchenbank. Wochenlang. Rotgelb schweigend und ungeöffnet. Bis ich mir überlegte, dass ich nun mal überlegen müsste, was mit diesem komischen Karton anzustellen sei. Denn benutzen wollte ich die hässliche Tasse eh' nicht, doch einfach so wegwerfen wollte ich sie auch nicht. Immerhin war sie das Geschenk meines Chefs und damit symbolisierte sie aufrichtige Anerkennung für ...