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Mal ehrlich: Soll man Bettlern Geld geben?

Bettler mit Botschaft: Scene aus "Bruce Almighty" Ich sah die Dame schon die ganze Zeit auf dem Busbahnhof herumschlawenzeln. Übergewichtig und im schmutzigen, aber farbenfrohen, südosteuropäischen Traditionsgewand. In der Hand jener typische Pappbecher mit ein paar Münzen drin. Mehrmals ignorierte sie mich, doch mein Bus ließ zu lange auf sich warten. Irgendwann stand sie direkt vor mir und schaute mich mit treuen Hundeaugen an. Ich wich nicht aus und blickte lächelnd zurück. Doch mein schönes Lächeln war ihr nicht genug. Sie wollte mehr von mir. Verführerisch tanzte der Becher vor meinem Gesicht. Tja, was soll man da machen? Ich lächelte noch etwas breiter und sagte freundlich: Nej, tack. Grad so, als hätte ich ein Stück Sahnetorte abgelehnt. Offenbar verstand sie aber kein Schwedisch. Aus dem anmutigen Becherbauchtanz wurde ein Becherkasatschok, mit Münzen im militärischen Gleichschritt rasselnd. Hinter dem Becher verfinsterten sich zudem die Hundeaugen. Mir war, als ...

Er ist weg.

Heute wollte ich Euch eigentlich Nicki vorstellen. Ich treffe ihn mindestens einmal die Woche. Wir begrüßen uns, tauschen aus. Meist kaufe ich ihm etwas ein oder gebe ihm etwas Geld. Nicki hat mir geholfen, Leben und Alltag eines Bettlers besser zu verstehen. So wusste ich, dass er Familie, Eltern, Frau und Kinder weit weg in seinem Heimatland hat. Ich habe gesehen, wie er sich auf dem kalten Boden erkältete und trotzdem weiterarbeitete, um seine Familie versorgen zu können. Er erzählte mir, wie es ist, hier zum Arzt gehen zu müssen. Und ich wusste, dass er Ende Februar zurück in sein Heimatland muss, um seiner Familie zu helfen. Er hofft aber sehr, wieder nach Schweden zurückzukommen, und dann wünscht er sich einen richtigen Job. Immer wieder haben wir ihm auch warme Getränke, eine Toilette, einen Platz zum Aufwärmen angeboten. Nun war ich eine Zeit nicht hier. Als ich heute wiederkam, hatte ich ihm ein kleines Geschenk mitgebracht. Doch er war nicht da. Wie ich hörte, war seine Mut...

Wir danken herzlichst!

Wir danken allen von ganzem Herzen, die uns und H2O im Jahre 2011 durch Spenden unterstützt haben! Durch diese Gaben ist das " Kirchenlabor H2O - Gemeinde im 21. Jahrhundert " überhaupt erst möglich. Wir wünschen allen Gebern, dass Ihr im Gegenzug Gottes Großzügigkeit ebenfalls erleben werdet.  * * * * * In diesem Zusammenhang möchte ich gleich eine Frage beantworten, die ab und zu offen oder versteckt gestelllt wird, nämlich " Wie finanziert sich H2O überhaupt? " Sowohl unser monatliches Einkommen als auch alle Dienstkosten für H2O werden zum kleineren Teil durch berufliche Teilzeitbeschäftigung gedeckt, in christlichen Kreisen oft mit dem etwas irreführenden Begriff "Zeltmachertätigkeit*" bezeichnet. Der größere Teil deckt sich durch Spenden von Gemeinden und Privatpersonen. Es ist unsere Philosophie, niemanden um Geld zu bitten. Wir betteln weder noch erwarten wir insgeheim etwas. Jede Gabe ist völlig freiwillig. Was ich allerdings tue, ist regel...