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Posts mit dem Label "Trauer" werden angezeigt.

...und wieder Blut auf der Straße

Während ich noch unwissend über Putins Anti-Terrorgesetze schrieb, erreichte mich die Nachricht, dass der Terror auch schon wieder zugeschlagen hat. Es ist schlimm, wenn Unfälle passieren und Menschen verletzt oder gar getötet werden. Doch es ist so viel schlimmer, wenn dieses Leid absichtlich an Zivilpersonen, an unbewaffneten Männern, Frauen und sogar Kindern verübt wird. Muss man sich so den dritten Weltkrieg vorstellen? Ohne Regeln, ohne Konventionen? Gewiss, auch diese werden oft gebrochen - aber steuern wir ernsthaft auf das totale Gemetzel zu? Mir tut es so unendlich leid, dass wieder das Blut derer vergossen wurde, die nichts, gar nichts für die hirnlose Logik der Täter können. Sinnlose Opfer sinnloser Gewalt. Israel lebt schon lange mit solchen Zuständen. Die Presse hat zwar immer so getan, dass Israel ja auch selbst schuld daran sei, warum müsse man seine Umwelt auch ständig provozieren. Wenn man aber plötzlich selbst Opfer wird, greift diese Logik nicht mehr richtig: Ah...

Jahreslosung 2016: Trost, bitte!

Willkommen im Jahre 2016 a.D.! Jesaja ist ein faszinierendes Buch der Bibel. Nicht nur, dass es 66 Kapitel hat - genausoviele wie die ganze Bibel Bücher enthält. Jesaja hat außerdem zwei Teile, die auch Nichttheologen deutlich unterscheiden können. Der erste Teil hat genausoviele Kapitel, wie das Alte Testament Bücher, und der zweite so viele wie das Neue Testament. Die Jahreslosung 2016 stammt aus dem letzten Kapitel Jesajas, wo viel von der Neuen Schöpfung die Rede ist. Doch auch die 65 vorlaufenden Kapitel handeln viel von Trost und Hoffnung.  Wie treffend, nach 2015 von Trost zu reden. Zum dritten Mal habe meine Gedanken musikalisch zusammengereimt. Zum ersten Teil des Liedes inspirierte mich ein Gedicht, was mir ein ALT-Student gab. Im Frühjahr machte er ein Auslandssemester in Ägypten und bekam alle Reaktionen auf den "Racheakt" direkt mit. Der Student brachte mir das Gedicht " Two Rows " (zwei Reihen) mit, welches kurz nach der Tat von der ägyptischen Bib...

Trauer in Trollhättan

Er war erst 21. Laut Polizei folgte er einem gut bekannten Muster. Still und unauffällig, manchmal vielleicht etwas zu still und etwas merkwürdig, aber sonst ruhig und nett. Doch innerlich gärt ein Hass auf irgendetwas. Manchmal gibt es Signale darauf, dass tief drinnen etwas nicht stimmt, doch diese Signale sind selten so deutlich, dass sie wirklich ernst genommen werden. Manchmal gibt es keine solchen Signale. Dann ist es zumindest für die Polizei unmöglich, etwas im Voraus zu erahnen. An die 5000 Menschen nahmen an der traurigen Manifestation gegen Gewalt und Fremdenhass teil. Auch H2O. Letzte Woche vor den Herbstferien. Für den Schweden war es dann so weit. In den Tagen vor dem Schlag zieht er sich einschlägige Naziseitenseiten an, hört rechtsextreme Musik im Netz, achtet genau auf die Texte, klickt "like". Am Donnerstagmorgen zieht er einen Nazihelm, eine Maske und einen Darth-Vader-Mantel an. In der Schule angekommen, glauben die Schüler zuerst, dies sei ein Hall...

Dem Tod ins Auge sehen

Ein Krankenhausseelsorger mit über 40 Jahren Erfahrung zeigte uns die verschiedenen Räume des Göteborger Leichenhauses - hier der Platz, wo rituelle Waschungen für Angehörige möglich sind. Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden . Das betete ausgerechnet Mose, der den Tod Zeit seines Lebens täglich vor Augen gehabt haben muss. Was sollen wir da sagen? Wir haben heutzutage das Leid und die Endlichkeit dieses Lebens vollends aus dem Alltag verbannt. Ein buntes, lustiges Leben genießen ist ja auch schöner als Schmerz und Übel. Nur wenn Freund Hein dann plötzlich doch anklopft, steht vielen das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Christen machen nicht unbedingt eine Ausnahme. Gerade in Kreisen, wo Heilung stark betont wird, verkümmert der hilfreiche Umgang mit Leid und Trauer. "Ich empfehle euch, aktiv in Trauersituationen hineinzusprechen" empfahl der Chef der Göteborger Krankenhausseelsorge einer kleinen Gruppe Studenten, für die ich ein...