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Was ist Säkularisierung?

In Prag werde ich Ende des Monats über "Jesus-Aperitivs in säkularen Zeiten" sprechen. Doch was ist Säkularisierung eigentlich? Die Antwort auf diese Frage entscheidet, wie wir damit umgehen. Für viele religiöse Menschen ist "Säkularisierung" nur ein Synonym für "Frust". Doch Frust ist selten hilfreich, um positive und bereichernde Kontraste zu bilden. Deshalb möchte ich der Säkularisierung auf die Schliche kommen. Es gibt mehere Bereiche, in denen Säkularisierung untersuchbar oder "messbar" ist. Einen möchte ich heute vorstellen: Die gesetzliche Säkularisierung. Foto © Marcus Fritsch Dies ist ein komplexer und äußerst umfangreicher Bereich, der nahezu ein komplettes Jura- und Geschichtsstudium erfordert. Jedes Land müsste für sich untersucht werden, was die Sache noch viel größer macht. Der Einfachheit halber begrenze ich mich also auf nur ein Land - jenes, in dem ich lebe. Schweden ist außerdem herausragend, weil gewisse Dinge etwas ex...

Harte Bandagen

"Wie?! Etwa nur fettarme Milch?!" entrüstete sich gestern die etwa 60 Jahre alte Frau, die ein Arbeitstrainingsprogramm für sozial schwache Frauen durchläuft. Als sie gar nicht mehr aufhören konnte, sich zu empören und aufzuregen, brachte Karen sie zur Ruhe, indem sie ihr das deutsche Sprichwort "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" erklärte. Denn immerhin hatte eine große Molkerei eine ganze Palette Milch geschenkt, von der sich jeder so viel mitnehmen durfte, wie man tragen konnte. Kostenlose Milch. Aber eben "nur" fettarme. Dieser kleine Vorfall zeigt einen Trend: Je mehr wir bekommen, desto unzufriedener sind wir. "Jammern auf hohem Niveau", sagt man im Deutschen, aber Jammern ist und bleibt auf jedem Level Lamentieren und Klagen, letztlich Undankbarkeit. Das unzufriedene Geplärre derer, die ihren ganzen Lebensunterhalt auf Staatskosten bestreiten, ist auf die Dauer anstrengend und man fragt sich, ob es uns allen nicht do...

Sexualität: Zehn Schlussfolgerungen

© Sakkmesterke | Dreamstime.com Vor den Schlussfolgerungen bitte die ganze Serie lesen: Hier geht's zum Anfang.  Zum Abschluss nenne ich zehn Schlussfolgerungen, die immer wieder beim Nachdenken auftauchen. Abgesehen von der ersten Schlussfolgerung ist der Rest ungeordnet und ohne Rangordnung. Erstens: Gnade hat Vorfahrt Noch einmal: Es geht um Gottes Standards und Gottes Gnade. Die Betonung muss auf der Gnade liegen, denn so macht Gott es auch mit uns. Doch ist Gnade ohne Urteil keine Gnade, sondern wertloses Geschwafel. Das Urteil lautet: Wir sind alle Sünder. Das gilt auch bei sexualethischen Fragen. Zu glauben, manche seien in Gottes Augen "moralischer" als andere, ist eine fromme, selbstgefällige Seifenblase. Jeder braucht Gnade. Gott erwartet, dass wir allen Andersdenkenden und -lebenden mit derselben Herzenzhaltung begegnen, wie Er uns. Zweitens: Die Ehe ist mehr als nur ein Versprechen Sollte es so sein, wie ich vorschlug, dass nämlich Ehe, wie w...