Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Gnade" werden angezeigt.

Späte Bargedanken

Nein, ich hatte " Chips " gemeint, nicht " Fritten ". Was soll ich aber erwarten, wenn die Bedienung im Hotel nur ihre Muttersprache beherrscht. Da ich Hunger habe und hundemüde, nein, ausgelaugt bin, mache ich halt keinen Auftsand und mampfe meine mayolosen Fritten mit den Fingern, denn eine Gabel gehört ebensowenig zum Lieferumfang wie Ketchup. Das hat man halt davon, wenn man aus Budgetgründen keine Fünf-Sterne-Hotels bucht, andererseits aber einen Rückzugsort braucht, an dem Herz und Hirn Erholung finden. Nach all den endlosen, anstrengenden Gesprächen und Verhandlungen. So ist das eben bei Introvertierten. Meine Arbeit, die manchmal extrem extrovertiert ist, hat mich, glaub ich, in den letzten Jahren noch viel introvertierter gemacht. In vielen Lebenslagen kommen Introvertierte billiger weg als Extrovertierte. Erholung zum Beispiel. Eine kleine, menschenleere und stromlose Insel reicht uns völlig aus. Teurer sind hingegen Tage mit Friedensverhandlungen. Da k...

Die Lehre der Leere (14): Rechtgläubigkeit

Sola scriptura, sola fide, sola gratia - so brachte Dr. Luther es uns vor nunmehr 500 Jahren bei: allein die Schrift, allein durch Glaube, allein durch Gnade. Die Lehren Luthers sind ein unübersehbarer Berg in der Landschaft der Theologie und Geschichte. Gewiss, zu manchen Zeiten hat man sich in manchen Teilen Europas alternative Berge gebaut, zum Beispiel zur französischen Revolution, weshalb Inspektor Javert, ein wahrer Vertreter der französischen Regierung des frühen 19. Jahrhunderts, nur wenig von sola gratia versteht: Honest work, just reward that's the way to please the Lord - ehrliche Arbeit, ehrlicher Lohn, nur so gefällt man dem Herrn. Doch wieviel verstanden wir Gnadenexperten wirklich von der Gnade? Wie oft betrachteten wir den Reformationsberg nur aus der Ferne während wir selbst auf ganz anderen Hügeln wanderten? Solche Fragen musste ich mir immer wieder stellen. Und landete im schmerzhaften Gefühl, dass so mancher Christ Javert ähnlicher ist als unserem...

Wie groß die Gnade Gottes ist

Vorgestern zitterten wir mit Freunden, deren Haus mitten im Kurs des Hurrikans Irma lag. Dank CNN's Livestream habe ich zum ersten Mal den Durchzug eines Hurrikans "miterlebt", die Böen, die Duschen, das windstille und wolkenfreie Auge, das Chaos auf der anderen Seite des Auges, wenn der Wind plötzlich in die andere Richtung geht und alles, was vorher nach links gedrückt, nun nach rechts geknickt wird und oft genug damit endgültig bricht. Bis zu diesem Augenblick weiß ich noch nichts über Schäden und Verluste, die meine Freunde zu beklagen haben. Doch wenn man sich überlegt, dass ein Hurrikan nur über dem Meer bei einer Wassertemperatur von mindestens 26,5°C entstehen kann und wenn man darüber nachdenkt, dass die Ozeane dank menschlich verursachter Umweltverschmutzung in den vergangenen 100 Jahren um 0,7°C wärmer geworden sind, wenn man obendrein noch in Erwägung zieht dass in Asien tausende von Menschen durch den dieses Jahr außergewöhnlich urgewaltigen Monsun ums L...

Christen für den Umweltschutz?

Christen der (heute) nicht mehr ganz so jungen Generation ist sicher noch gut in Erinnerung, dass Umweltschutz eher was für "die Alternativen" war, die keine "Ewigkeitshoffnung" haben und sich deshalb für das Diesseits einsetzen. Wir Christen aber erwarten das Jenseits, und obendrein glauben wir, dass eines Tages unser vergaster Himmel zusammengerollt (Offb 6,14) und die verseuchten Elemente der Erde vor Hitze zerschmelzen (2Petr 3,12), kurz: sowieso vergehen werden. Warum also Umweltschutz, wenn sowieso alles in Gottes galaktischem Recyklinghochofen landen wird und wir auf einen viel besseren Himmel warten? Mit Gedanken wie diesen im Kopf hatte ich mir 1987 einen alten, gebrauchten Range Rover, V8 mit zwei ausgelassen feiernden Vergasern gekauft, die sich frohgelaunt und gegenseitig zuprostend 28 Liter Sprit auf 100 Kilometern ex-und-hopp schamlos reingezogen haben. Das sind fast drei Eimer leergesoffen alle 100 Kilometer... Aber der Sound war cool! Heutzu...

... und Er liebt sie doch!

Nicht selten habe ich über die Zustände im alten Rom - nicht zuletzt in den "biblischen" Gemeinden - den Kopf geschüttelt. 1Kor 1,11 ja noch ein auffallend harmloses Beispiel. Naja, dachte ich, damals wussten sie es wohl nicht besser. Aber wir, ja wir, heute, 2000 Jahre später, wir wissen es natürlich. Wir sind aufgeklärt, erfahren, erwachsen. Nicht wahr? Ach, was sind wir aufgeklärt! Ja, Pustekuchen auch. Ich höre immer und immer wieder Geschichten,  die mir die Gesichtszüge entgleisen lassen. Manchmal muss ich nachfragen: Habe ich da gerade richtig gehört?! Was hat der Pastor gemacht?! Was hat die Gemeindeleitung gesagt?!?! Schließlich höre ich ja nur wenig auf meiner Muttersprache. Und mein Gehör war auch noch nie das beste. Doch so oft ich auch nachfrage, die Geschichten werden selten besser. Meistens tut's beim zweiten Mal nur noch mehr weh. Hach! Doch dann denke ich an die Zustände im alten Rom. Und zwar in den "biblischen" Gemeinden. Die Besserwiss...

Er ist weg.

Heute wollte ich Euch eigentlich Nicki vorstellen. Ich treffe ihn mindestens einmal die Woche. Wir begrüßen uns, tauschen aus. Meist kaufe ich ihm etwas ein oder gebe ihm etwas Geld. Nicki hat mir geholfen, Leben und Alltag eines Bettlers besser zu verstehen. So wusste ich, dass er Familie, Eltern, Frau und Kinder weit weg in seinem Heimatland hat. Ich habe gesehen, wie er sich auf dem kalten Boden erkältete und trotzdem weiterarbeitete, um seine Familie versorgen zu können. Er erzählte mir, wie es ist, hier zum Arzt gehen zu müssen. Und ich wusste, dass er Ende Februar zurück in sein Heimatland muss, um seiner Familie zu helfen. Er hofft aber sehr, wieder nach Schweden zurückzukommen, und dann wünscht er sich einen richtigen Job. Immer wieder haben wir ihm auch warme Getränke, eine Toilette, einen Platz zum Aufwärmen angeboten. Nun war ich eine Zeit nicht hier. Als ich heute wiederkam, hatte ich ihm ein kleines Geschenk mitgebracht. Doch er war nicht da. Wie ich hörte, war seine Mut...

Feuchte Gnade

September. Die erste frische Nacht. Auf der morgendlichen Hunderunde entdecke ich Tau, der fröhlich in der Sonne schimmert. Der Herbst muss wohl im Anmarsch sein. Doch wie der Regenbogen ist auch Morgentau eine Erinnerung für uns: Er erinnert an den Himmel. Er kommt über Nacht und ist einfach da. Wir müssen nichts dafür tun. Aber wie oft denken wir, wir könnten den Tau des Himmels durch gutes Verhalten, frommes Erscheinen, Gottesdienstgänge, lange Gebete, sozialen Einsatz, den Zehnten geben, keine falschen Webseiten aufrufen und so weiter produzieren? Wie oft denken wir, wenn ich dieses tue und jenes lasse, dann wird mir Gott gefällig sein? Und umgekehrt: Wenn ich dieses lasse und jenes tue, dann wird er böse, droht mit dem Zeigefinger oder schickt mich in die trockene Wüste. Derweil liegt der Tau auf jedem einzelnen Blatt und Grashalm. Als wollte er sagen: "Was für ein perverses Gottesbild habt ihr da gezüchtet." Und für alle, die ganz besonders schwer von Begriff sin...

Vom Sinn und Unsinn der Gnade

"Ihr müsst nachsichtig mit mir sein, denn an diese Regelung werde ich mich nicht halten." Das waren so ziemlich die ersten Worte, die Denis zu mir sagte. Und weil ich ihn wohl perplex ein Moment zu lange sprachlos ansah, legte er gleich nach: "Aber ihr habt ja "Gnade"als wichtigen Grundwert in Eurer Organisation. Davon habe ich schon viel gehört. Ihr seid echt cool drauf. Das wird also kein Problem für Euch sein." "Die meisten Menschen haben Probleme, sich an Regeln zu gewöhnen, die man noch nicht kennt." erwiderte ich. Ich wusste nämlich nicht recht, wie ich Denis' Aussage zu deuten hatte. War es ein Zeichen von Arroganz? Egoismus? Falschen Erwartungen? Oder war es einfach nur primitiv? Ich fragte mich außerdem, warum Denis mir nicht erzählte, aus welchem Grund diese Regel ein Problem für ihn sein würde. Er setze einfach voraus, dass solche Dinge nicht für ihn gelten. Um dies herauszufinden, würde ich betonen müssen, dass jene Regel n...

Makellos

Ein wunderbares Musikvideo, das mir diese Woche von einem Student empfohlen wurde, nachdem ich über kreative Kommunikation der Gnade unterrichtet hatte. Wer den Text nicht versteht, versteht die Bilder.

Psalm 123

1 Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel wohnst.  Das tun wir hoffentlich immer wieder, denn die Augen sind das Fenster zur Seele. Unser Innerstes wird mit dem gefüllt, worauf wir sehen. Auch wenn das Sehen auf den Herrn für viele Christen nur noch im Gottesdienst geschieht, immerhin ist es regelmäßig. 2 Wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, so sehen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, bis er uns gnädig werde. In Gemeindevokabular sprechen wir zwar oft von "Herr", aber es scheint, niemand versteht heute noch annähernd, was "Herr" bedeutet. Wann haben wir schon mal in so totaler Abhängigkeit gelebt, wie diese Knechte und Mägde? Ausgeliefert, wartend, hoffend, genau beobachtend, und da ist nichts, gar nichts, was wir selber tun könnten. Wir sind machtlos, der Herr entscheidet ganz allein, ob, wann, und wieviel er austeilt. Nein, das kennen wir nicht mehr - wir können heute ...

Güte, Gunst, Barmherzigkeit

Impuls Nummer fünf: Die Amnestie des Höchsten (Zum besseren Verständnis ist es gut, die Serien vorne anzufangen. Dazu bitte hier klicken.) Viel besungen, bedacht, beachtet: Drei Eigenschaften Gottes, die nicht wegzudenken sind aus christlicher Theologie: Güte, Gunst, Barmherzigkeit. Sie alle haben ihre Wurzeln in einem noch viel größeren Element des Wesens Gottes: Seine Gnade. Gnade ist Thema Nummer eins der ganzen heiligen Schrift. Leider verkümmert sie viel zu sehr in unseren Gemeinden. Selbst in Freikirchen kann Gnade zu einem trockenen theologischen Konzept verdorren, welches es nur rechtgläubig abzunicken gilt. Deswegen ist es immer wieder nötig, sich zu fragen, wo und wann die offiziell geglaubte Gnade denn auch ihre Auswirkung im wahren Leben zeigt. Wo beweisen wir Gunst? Wie leben wir Güte? Wem sind wir barmherzig? Wir haben festgestellt, dass Gottes Maßstäbe extrem hoch hängen und obendrein unverhandelbar sind. Gnade hingegen ist verhandelbar. Das Maß der Gnade än...

Sola Gratia

Schschschau mal, ist das hoch zum Drüberspringen... Impuls Nummer drei: Gottes Maßstäbe gelten lassen (Hier geht's zum Anfang dieser lustvollen Serie) Ich möchte uns an eine alte, biblische Weisheit erinnern, von der wir heute nicht mehr so viel hören: Gottes Standards für den Menschen sind extrem hoch. Dieses Prinzip finden wir durchgehend in der ganzen Bibel, im Alten wie im Neuen Testament. Man lese nur einmal das Gesetz der Thora oder, wem das zu alttestamentlich erscheint, der darf sich gerne der Bergpredigt hingeben und ihrem Standard folgen. Viel Erfolg dabei. Zweitens sollten wir uns daran erinnern, dass Gottes Standards nicht verhandelbar sind. Gott hängt die Messlatte auf, wo ER sie haben will und dann hängt sie da. Punkt. Daran gibt es nichts zu rütteln. Keinen Millimeter weicht Gott davon ab. Das gefällt uns Menschen nicht. Wir möchten gerne glänzen, als gut und richtig dastehen. Doch der Hauptzweck dieser hohen Messlatte ist es ja gerade, unsere menschlich...

Ungerecht.

Wenn ich wie vorgestern über Leid schreibe, dann denke ich über Ostern besonders an die unschuldig hingerichteten christlichen Studenten in Kenia. Die kursierenden Fotos der herumliegenden Leichen möchte ich euch ersparen. Doch wo bleiben die Proteste? Die Massensammlungen gegen Gewalt? Die prominenten Polikerstimmen? Der Unterschied liegt vermutlich darin, dass im Januar in Paris zwar deutlich weniger erschossen wurden, doch dort handelte es sich um Europäer. Wichtiger noch, es waren nicht irgendwelche, es waren Medienleute. Noch wichtiger, es waren Propheten des Säkularismus, die stolz darauf waren, null Respekt vor Religionen zu haben. Es waren Menschen, die wagten zu zeichnen und zu sagen, was alle Europäer irgendwo doch sowieso denken, nicht wahr? Wenn solche Menschen unschuldig erschossen werden, dann weckt das starke Gefühle. Kenia? Das waren doch bloß Afrikaner. Und vor allem, es waren bloß Christen. Es lässt ein politisches korrektes Kopfschütteln machen, doch wenn es übe...

Gunst und Gnade

Während unserer Besuche in Colorado hörte ich Dudley bei der Vorstellung von CA immer wieder sagen, dass wir eine Reihe Mitarbeiter haben, die andere Organisationen erst gar nicht nehmen würden. Oder sogar rausgeschmissen haben. Ich fand es interessant, dass er es immer wieder so betonte (vielleicht muss man das bei Christen), doch es stimmt. Viele CA'ler haben nur bei uns eine zweite Chance bekommen. Und nur wegen dieser zweiten Chance sind sie zu erstklassigen Mitarbeitern geworden. Hier wird nicht dem heiligen Generalschristbaum der fommen Leistungen nachgeeifert. Hier darf man sein. Es beweist, dass wir unseren Grundwert " grace-oriented " mit vollem Herzen ausleben. Diese Woche hat mich ein Gespräch darauf aufmerksam gemacht, wie sehr mich dieser CA-Grundwert geprägt hat. Ein Pastor sprach mich auf einen jungen Christen an, den ich seit ein paar Jahren begleite. Ich mag diesen jungen Menschen, und mittlerweile mag ich sogar das, was ich anfangs etwas nervig fand...

Jesus is Charis

Ich konnte mir nicht helfen - jedesmal, wenn ich den populären Slogan aufgrund der pariser Ereignisse sah, las ich etwas ganz anderes. Kurzentschlossen hab' ich das Plakat also umdesigned - auch wenn ich kein Grafikdesigner bin. Trotzdem - so gefällt's mir besser. Gleichzeitig kann ich auf meine Weise mein Beileid und meinen Kummer ausdrücken. Doch ich sage auch die Botschaft, die es nun am meisten braucht: Jesus ist Gnade. Jesus ist Versöhnung. Doch Er kehrt nichts unter den Teppich. Man hört Ihn niemals "Ist nicht so schlimm." oder "Kann jedem passieren." sagen. Jesus nimmt Sünde ernst, auch die allerkleinste und erst recht, wenn Menschen ihr Leben lassen mussten. Doch Er schießt nicht zurück. Im Gegensatz zu anderen, bekannten Religionsgründern zieht Er nicht in den Krieg. Stattdessen gibt es bei Ihm einen Neuanfang. Jede einzelne Sünde wird zwar aufgerechnet, doch nur, um sie dann zu vergeben. Das ist erstaunlich, und es gibt Trost. Verständnis. ...

Jesus im Totenreich (Karsamstag)

Jona 2,3-10 In Not, in großer Not, betete ich zu dir, mein Gott. Du hast geantwortet. Aus dem Schlund des Grabes schrie ich: Hilf mir!!! Du hast gehört. Du hast mich in die Tiefen der unendlichen See gestürzt, in ein nasses Grab. Wellen, schwere Brecher, schäumten und tobten über mir. Ich dachte, nun ist es aus, vorbei, alle Hoffnung ist vergebens. Nie wieder willst du mich sehen, nie wieder werde ich dir unter die Augen kommen dürfen, nie wieder werde ich einen Gottesdienst erleben dürfen! Der Tod ging mir an die Kehle. Tiefer und tiefer sank ich, jedes Licht verschwand, eine gewaltige Tresortür fiel hinter mir ins Schloss. Totale Dunkelheit. Totale Einsamkeit. Totale Angst Es war aus. Und vorbei. Für immer. Weiter als so kann kein Mensch kommen. Doch dann, oh Gott! Oh Gott!!! Du kamst und zogst mich zurück!!! Plötzlich ging es in die andere Richtung! Oh Gott! Oh Gott! Ich war völlig am Ende, verzweifelt, fertig, einsam und allein doch meine Gebete sind trotzdem b...

Wie kann aus Fluch ein Segen werden? (Karfreitag)

Worte, von Gott gesprochen, sind immer endgültig. Die Verurteilung des Bösen, der Sünde, Arroganz und Korruption, von denen Anfang dieser Woche die Rede war, kann weder aufgehoben noch angefochten werden. Wie kann dann trotzdem aus Gottes Verdammung ein Segen für uns entstehen? Der alttestamentliche Prophet Sacharia hilft uns, das zu verstehen: Sach 12,10-13,1. Und dann, dann werde Ich Mich wieder Meinem Volk zuwenden, den Einwohnern Jerusalems. Ich werde einen Geist der Gnade und des Gebets über sie gießen. Dann werden sie sehen können, fähig, Mich endlich als den zu erkennen, der Ich bin: Der Schwerverwundete, von ihnen selbst so zugerichtet. Sie werden die Löcher sehen, die sie in Meinen Körper bohrten! Und sie werden weinen - oh, wie sie wimmern und schluchzen werden. Sie werden trauern wie Eltern, deren erstes Kind vom Tode genommen wurde. Die Klage in Jerusalem wird enorm sein. Jedes Geschlecht, jeder Stamm wird ganz besonders trauern, und die Frauen werden auch ganz beso...

Trotz allem: Es gibt Hoffnung! (Gründonnerstag)

Am Gründonnerstag bereiten wir uns auf die Osterereignisse vor. Jeremia 31, 31-34 hilft uns, indem er uns erinnert: Bei aller Ungerechtigkeit und allem Leid - es gibt trotzdem Hoffnung! Da schaut her! Seht sie kommen! Die Zeiten, in denen ich einen brandneuen Bund mit Israel und Juda abmachen werde. Nein, das wird keine Neuauflage des alten Bundes werden, den ich mit Euren Ahnen abgeschlossen hatte, damals, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten führte. Sie haben diesen Bund gebrochen - obwohl ich meinen Teil vollständig erfüllt habe, und ich bin schließlich der Herr. Ihr hört WORT GOTTES! Und das ist der neue Bund, den ich mit Israel machen werde wenn die Zeit reif ist. Ich werde mein gutes Gesetz in sie hineinschreiben - mitten in ihr Herz! - und werde wieder ihr Gott sein. Und sie werden wieder mein Volk sein. Es wird nicht mehr nötig sein, Religionsschulen zu betreiben, in denen man sich gegenseitig unterrichtet: So oder so ist Gott! Nein, stellt euch vor, sie w...