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Posts mit dem Label "Alltag" werden angezeigt.

Der Alltag - eine pausenlose Predigt

10 Dinge, die's vor 10 Jahren noch nicht gab (und warum das so wichtig für Gemeinden ist)

Herzlich willkommen im Jahre 2017!  Ich hoffe, Ihr seid gesund herübergekommen und habt allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu sehen. Als wir vor 10 Jahren das erste Mal Silvester in Schweden feierten, hatten wir gerade erst damit angefangen, Ansätze und Ideen für die Gemeinde der Zukunft zu entwickeln. Aus einem kleinen, bayerischen Dorf kommend kam es uns damals grad so vor, als seien wir selber direkt in die Zukunft gezogen. Doch heute möchte ich Euch 10 Dinge vorstellen, die es vor zehn Jahren noch gar nicht gab - bzw. von denen zu Silvester 2006 noch keine Rede war. Wenn Ihr die Liste seht, werdet Ihr manchmal denken: ”Echt jetzt?! Das gab’s da noch nicht?!” In der Tat, es ist schwer zu glauben. So sehr haben wir uns heute an so manches gewöhnt. Legen wir los: Nummer 1: YouTube Streng genommen wurde YouTube schon 2005 gegründet, aber vor 2007 hat’s in unserem Teil der Welt kaum jemand beachtet. Heute ist eine Welt ohne das Videoportal undenkbar: Rezepte, T...

Theologie für jeden Tag

Unter "Alltagstheologie" versteht man offenbar vor allem den Alltag der Theologen wie Pfarrer oder Pastoren. Nur selten wird eine Autopanne, die entlaufene Katze, Entzündung, Büroformulare oder eine WM mit "Theologie" in Verbindung gebracht. Genau hier liegt ein Problem. Theologie ist weltfremd geworden. Vergangenen Sonntag machten wir ein Experiment. In Gruppen aufgeteilt, sollte jede H2O-Gruppe ein jeweils gerade aktuelles Alltagsereignis oder Problem identifizieren. Hatte man sich auf eine Sache geeinigt, ging es daran, den eigentlichen Kern der Sache zu finden: Wo liegt die Wurzel des Übels oder des Ereignis? War das gefunden, stellte sich die Frage, ob es in der Schrift (d.h. Bibel) vielleicht irgendwo das gleiche Problem oder ähnliche Vorkommnisse gibt. Welche? Wo finden sie sich? Gibt es vielleicht andere Texte, Psalmen oder Geschichten, die einem passenderweise in den Sinn kommen? Welche? Danach ging es darum herauszufinden, ob in der Kirchengeschic...

Alltagstheologen

So sehr man die Kirche auch kritisieren kann, sie hat der westlichen Gesellschaft unbezahlbare Dienste erwiesen. Nehmen wir allein unser Ausbildungssystem. Heute als selbstverständlich hingenommen und als "mein Recht" erwartet, so waren es einst vor allem Christen, die sich für die Einrichtung qualifizierter Ausbildungen eingesetzt haben. Oder nehmen wir den Dorfpfarrer. Er spielte auch deswegen eine besondere Rolle in der Dorfgemeinschaft, weil er als hochgebildeter und doch volksnaher Mitbürger den Menschen jeden Sonntag das Leben verständlich machte - jenen, denen Ausbildung versagt war. Was einst ein Segen war, ist für heutige Gemeinden ein Problem. Heute, wo jeder mindestens mal einen Hauptschulaubschluss hat und allein dieser unendlich besser ist als gar keine Bildung; heute, wo unser Hirn Dinge bearbeitet, die selbst unsere gebildeten Vorväter noch für pure Zauberei gehalten hätten, heute also, im 21. Jahrhundert, überlassen Christen die Theologie nach wie vor dem...

Und schließlich: Die Schlussfolgerung folgert Schluss.

Das war ein kleiner Einblick in eine beliebige Woche. Die nächste sieht ganz anders aus, und die Woche vorher war wiederum ganz anders. Wenn man wirklich wissen will, wofür man als Gemeindegründer, Pastor usw. seine Zeit so einsetzt, muss man über längere Zeit eine Art persönlichen Stundenbericht führen und dann den Durchschnitt für die einzelnen Kategorien herausfinden. Ich empfehle meinem Team, vor allem aber meinen Studenten einen solchen Bericht zu ihrem eigenen Vorteil zu führen. Ohne eine solche Übersicht kann es leicht frustrierend werden, sich zu investieren ohne konkrete Resultate zu sehen und zu wissen, was man eigentlich gemacht hat. Es ist noch besser, sich sogar im Vorfeld zu überlegen, in was man wieviel Zeit investieren möchte. Das hilft, konzentriert zu bleiben und sich nicht zu verzetteln. Mein grundsätzlicher Wochenplan für dieses Frühjahr sieht so aus: Einen solchen Plan präsentiere ich meinem Team und bitte gleichzeitig um deren Zeitplanung. Auf diese Weise hä...

Die Kreissäge sägt Kreis. Ein Gemeindegründer...? Der typisch untypische Samstag.

Heute bin ich dran, bei Reningsborg ein "Medvandrare" zu sein. Reningsborg ist einer der größten Second-Hand "Läden" in Schweden, wenn nicht der größte. Verkauf ist nur Samstag vormittags. Medvandrare zu sein, heißt, während des Verkaufs im Café der zwei riesigen Verkaufshallen mit über 2000m2 Verkaufsfläche anwesend zu sein, und vor allem mit Leuten ins Gespräch zu kommen oder ganz einfach zu helfen, wo es nötig ist. Wir merken, dass diese Woche Gehaltsauszahlung war, die Menschenschlange vor der Eingangstür beginnt schon über eine Stunde vor Öffnung zu wachsen und erreicht heute eine Länge von rund 100 Metern. Der Laden wird rappelvoll. Viele kommen zu uns und wollen einfach nur eine Auskunft. Manchmal soll man eine Sackkarre organisieren oder beim Tragen helfen. Oder man braucht Besen und Schaufel, weil irgendjemand einen Teller fallen lässt. Heute ist ein typischer Tag. Typisch ist auch, dass ich wieder eine Ansage über die Lautsprecheranlage mache, bitte nur...

Der Lückenbüßer büßt Lücken. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Freitag.

Der Tag beginnt, wie fast jeder, mit einer Andacht noch vor dem Aufstehen. Heute ist Gal 2,19 dran: Ich bin mit Christus gekreuzigt! Na, passt doch wunderbar zum Thema letzten Sonntag. Möglichst keinen Tag das Bett verlassen, bevor die Wahrheit Gottes nicht das Herz erreicht hat. Heute verdient der Freitag ausnahmsweise mal seinen Namen. Ich habe frei! Mit Auschlafen ist zwar nix, weil die Kinder ja losmüssen, aber danach... Ich brauche eine ganz bestimmte Schraube mit Zollgewinde und passender Mutter und dazu muss ich ausnahmsweise das Auto benutzen (sonst machen wir hier alles mit den Öffentlichen), doch das Gesuchte finde ich nicht. Auf dem Weg löst sich der Auspuff - nach sechs Jahren gibt er den Geist auf, Mist. Schließlich muss ich doch tatsächlich noch mit dem Bus in die Stadt fahren zu einem kleinen Eisenwarenhandel - und die haben tatsächlich meine Schraube. Als ich wieder heimkomme ist es zwei Uhr - na, so hatte ich mir den Vormittag eigentlich nicht vorgestellt. Nachmitt...

Ein Brückenpfeiler pfeilt Brücken. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Donnerstag

Es saut und pinkelt da draußen, furchtbares Sauwetter. Die Jungs sind bester Laune beim Frühstück, weil Bayern gestern gegen Barcelona gewonnen hat. Heute ist Kommunikationstag - bloggen und einen neuen Gebetsbrief schreiben. Gebet und regelmäßige Kommunikation mit Unterstützern, Betern und Freunden gehören zu den größten Herausforderungen der Missionare. Ein guter Gebetsbrief kann locker ein bis zwei volle Arbeitstage in Anspruch nehmen, bis er draußen ist, selbst im E-Mail-Zeitalter. Es gibt einige Gebetsanliegen, über die ich unsere Beter informieren möchte, deshalb ist das heute dran. Später am Nachmittag geht es zur Schule. Nils nimmt dieses Jahr an einem Schüleraustausch mit Spanien teil, und heute ist ein Informationsabend für die Eltern. Abends ist unser vor wenigen Wochen neu begonnenes Gebetstreffen bei Familie Berglund in Rannebergen angesetzt. Eineinhalb Stunden treffen sich H2O-Leute um miteinande für die Stadt, für H2O und für uns selbst zu beten. Eine wunderbare Sa...

Der Dauerbrenner brennt dauer. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Mittwoch.

Heute morgen nehme ich den Bus schon um 7.01 nach Angered Centrum. Von dort spaziere ich zum H2O-Center. Reningsborg richtet ein Frühstück für Mitglieder des "Unternehmervereins Angered" aus. Nachdem dies in den H2O-Lokalitäten stattfindet (die ja Reningsborg gehören), war ich also auch eingeladen. Und so kamen sie alle - die Nachbarn von BASF, dem Arbeitsamt, Sicherheitsdiensten und viele mehr. Ein typischer Fall von "Organizational Networking" - dabeisein ist alles, sehen und gesehen werden, Visitenkarten nehmen und austeilen, hören und hören (und dann erst reden). Da sind doch alle Menschen gleich, erst Vitamin B macht den Unterschied. Für ein Pionierprojekt wie H2O ist Netzwerkaufbau entscheidend. In den ersten Jahren habe ich viel daran gearbeitet, ein Netzwerk unter den bestehenden Kirchen und Gemeinden aufzubauen. Nun ist das "weltliche" Netzwerk dran, schließlich wollen wir ja in der Welt Reich Gottes bauen. Nach einem guten Frühstück ist ein...

Die Stichprobe probt stich. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Dienstag.

Dienstag, der Pastorenmontag. Heute ist Personaltreffen angesagt. Alle CA-Mitarbeiter treffen sich von 9 bis max. 11. Heute ist auch Don (der von gestern Abend) zu Gast. Jedes Treffen beginnt mit einer kurzen Andacht und einer Gebetsgemeinschaft (das heißt, dass nicht nur einer betet, sondern jeder ein freies Gebet sprechen kann). In unserem Büro haben wir ein Whiteboard an der Wand hängen mit einem Wochenplan. Jeder schreibt für jeden Tag einen Post-it-Zettel mit den Dingen, die er oder sie für diesen Tag geplant hat. Bevor man seine Zettel für den jeweiligen Tag auf's Whiteboard heftet, nimmt man die Zettel der vergangenen Woche herunter und berichtet allen, wie's gelaufen ist - was hat geklappt oder nicht geklappt, was lief wie geplant, was nicht, was können wir feiern, wo ist Hilfe nötig. Auf diese Weise werden alle im Team auf dem neuesten Stand gehalten und jeder weiß, was gerade so los ist. Diese Woche gibt es noch ein paar organisatorsiche Fragen. Wir stellen d...

Der Zitronenfalter faltet Zitronen. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Montag

Montag. Der "Pastorensonntag". Eigentlich hätten wir heute frei. Eigentlich. Heute aber nicht. Wir haben ein wichtiges Treffen mit Teammitgliedern, das sich nicht anders legen ließ. Für uns als Teamleiter ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit auch, sich um das Team zu kümmern. Hier haben wir in den letzten Jahren extrem viel lernen können, denn unser deutsches Erbe in Sachen Menschenführung wies unglaubliche Lücken auf. Wir sind sehr, sehr froh, bei CA sein zu dürfen, wo wir was das angeht von lauter Vorbildern umgeben sind, von denen wir lernen können, die sich auch um uns kümmern und uns immer wieder Mut machen oder die richtigen Fragen stellen. Den ganzen Vormittag sprechen wir. Es ist ein entscheidendes und gutes Gepräch, welches wir mit einer guten Gebetszeit abschließen. Danach müssen Karen und ich noch eine Zeit miteinander reden. Anschließend kommt ein wichtiger Gast. Der Leiter von "Entwicklung Angered" kommt, um sich die Büroräume unseres Partners ...

Der Feinschmecker schmeckt fein. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Sonntag.

Leider kein Ausschlafen heute. Muss "Impressions", unseren Gottesdienst, noch vorbereiten. Hab die ganze Woche schon drüber nachgedacht, bin aber nicht dazu gekommen, alles irgendwie zu ordnen und eine Powerpoint zu machen. Hab leider auch vergessen, auf Facebook dazu einzuladen, aber das hat mein Kollege Douglas zum Glück gemacht. Muss nur noch meine Kontakte hinzufügen. Bisschen spät am Sonntag, aber immerhin. Nach dem Familienfrühstück diskutieren wir als Familie den Bibeltext, um den es heute geht: Mt 5, 27-30. Wahrscheinlich der schwerste Text in der ganzen Bergpredigt. Abgehackte Hände, ausgerissene Augen. Ich hab keine Ahnung, wer heute kommt. Wie soll man das unserem Publikum klarmachen? Ole bringt mich auf die zündende Idee. Er sagt, ohne Hand und ohne Augen kann er ja wohl immer noch sündigen. Dann müsse er sich immer wieder und immer weiter so sehr in Scheiben schneiden, bis er irgendwann dann tot ist. Dann könne er auch nicht mehr sündigen. LOGISCH! Das ist ...

Die Klarsichthülle hüllt Klarsicht. Und der Gemeindegründer?

"Ich kenn' sonst keinen, der so einen komischen Beruf hat wie du, und ich hab auch noch nie davon gehört!" Diese ehrliche Erkenntis begegnet mir immer wieder und sie wird mal mehr, mal weniger freundlich ausgedrückt. Klar, alle haben eine Vorstellung davon, womit Feuerwehrmänner, Ärzte, Müllmänner oder Verkäufer ihre Arbeitszeit verbringen. Doch dann gibt es Berufe, da ist es schnell vorbei mit den klaren Vorstellungen. Was treibt ein Blaupliester denn so alles? Oder eine Ökotrophologin? Und ein Gemeindegründer? "Wie sieht eine typische Woche für dich aus?" Antwort: Eine typische Woche ist typisch untypisch. Es gibt so gut wie keine Routine. Jede Woche ist einzigartig. Wie eine Woche sich gestaltet, hängt von einigen Grundsatzfragen ab: Wie sehen unsere lang- mittel- und kurzfristigen Ziele aus? Was müssen wir heute praktisch tun und welche Gelegenheiten bieten sich diese Woche, um unseren Zielen näher zu kommen? Wie leitet Gott in allem und welche Kurskorrekt...

Im Schweiße unseres Angesichts (Montag der Karwoche)

Weil du mein Verbot missachtet hast, soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren. Du bist auf ihn angewiesen, um etwas zu essen zu haben, aber er wird immer wieder mit Dornen und Disteln übersät sein. Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen. (1Mos 3, 17-19) Die Aufseher gaben des Erlass des Pharaos bekannt: "Ihr erhaltet ab sofort kein Stroh mehr. Zieht selbst los und seht zu, wo ihr es herbekommt! Aber lasst euch ja nicht einfallen, heute Abend weniger Ziegel abzuliefern! Faul seid ihr und arbeitsscheu! Nur deshalb wollt ihr wegziehen und dem Herrn darbringen! Und jetzt geht wieder an die Arbeit! Es bleibt, wie es ist: Ihr bekommt kein Stroh mehr und müsst trotzdem so viele Lehmziegel abliefern wie früher!" (2Mos 5,10-11.17-18) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Herr, im tiefsten Inneren sehne ich mich nach einer harmonischen Welt, einer...

Glauben und Handeln

Da waren sie wieder mal, unsere "Impressions", unser zweiwöchentliche Alphakurs-ähnliche unplugged Gottesdienst ohne Kirche, Priester und Mikrofone aber dafür mit viel Mampf, Plausch und Danone. Im zweiten Teil, der immer mit Abendmahl abschließt, hielt ich gestern eine etwas provokative Andacht und forderte meine Hörer hinterher dazu auf, mir gerne zu widersprechen, wenn sie das anders sähen. Ausgehend von Jakobus 2, 17-18 habe ich eine ganz einfache Lebensweisheit entwickelt: Wir glauben nur das, was wir auch leben . Oder: Wir glauben nicht zwangsläufig das, was wir sagen. Wir bleiben zum Beispiel an der roten Ampel stehen, weil wir fest glauben , dass das in jedem Fall sicherer ist. Wir putzen uns regelmäßig die Zähne, weil wir glauben , dass das auf die Dauer schmerzfreier und billiger ist. Einfache Glaubensüberzeugungen haben tagtägliche, praktische Auswirkungen. Diese Überzeugungen sitzen sehr, sehr tief. So tief, dass wir gar nicht groß darüber reden müssen. Wir mach...

Monday, Monday…

Neulich sagte mir jemand: „Wann wird dieser ewige Montag namens Januar endlich enden?!“ Da ist was dran. Jemand anderes sagte zu uns: „In dieser Jahreszeit kann ich zehn Stunden schlafen und fühle mich trotzdem den ganzen Tag müde.“ Darin kann ich mich auch wiederfinden. Es passiert mir nur im Januar, dass ich im Bus einnicke und fast die Haltestelle verpasse, oder dass ich mich abends um neun mit einem Buch hinsetze und noch vor dem ersten Umblättern fest eingeschlafen bin. Diese Woche zum Beispiel weckte mich meine Frau abends nach einer ganzen Stunde mit meinem Buch auf dem Bauch stehend. Ich war so verwirrt, dass ich meinte, das Buch auf meinem Bauch sei eine Bibel (war es nicht), meine Hände seien hinter dem Buch so gefaltet weil ich aufgebahrt sei (war ich nicht) und ich sei rechtzeitig vor dem Einsargen gerade noch wieder wachgeworden (so war es auch nicht). Das durch diesen Weckvorgang ausgelöste leicht konfuse Gefühl hinderte mich dann eine weitere Stunde daran, meine gewünsch...

Missionseifer

Wir betrachten H2O ja als eine Art Pilotprojekt und Versuchskaninchen, um herauszufinden, wie Gemeinde auch im postchristlichen 21. Jahrhundert noch lebendig bleiben kann. Da gibt es viel Versuch und Irrtum und wir selber lernen dabei jede Menge, aber wenn andere Gemeinden und Projekte vielleicht auch davon profitieren können, wäre das genau in unserem Sinne. Das ist einer der Existenzgründe dieses Blogs. Hier kommt nun eine weitere Beobachtung, die zumindest ich immer und immer wieder mache. Es ist eine Angelegenheit, deren man sich im Zusammenleben mit zeitgenössischen "Nichtkirchengängern" (oder wie auch immer sie heißen wollen) wahrscheinlich besser bewusst ist, um Fettnäpfchen zu vermeiden. Es geht nämlich um die früheren Erfahrungen solcher Menschen mit Kirchen oder missionseifrigen Christen. Je mehr Menschen ich kennenlerne und je besser ich sie kennenlerne, desto mehr zeigt sich, dass diese früheren Erfahrungen ein verstecktes, subtiles aber echt schwerwiegendes Hin...