Da waren sie wieder mal, unsere "Impressions", unser zweiwöchentliche Alphakurs-ähnliche unplugged Gottesdienst ohne Kirche, Priester und Mikrofone aber dafür mit viel Mampf, Plausch und Danone. Im zweiten Teil, der immer mit Abendmahl abschließt, hielt ich gestern eine etwas provokative Andacht und forderte meine Hörer hinterher dazu auf, mir gerne zu widersprechen, wenn sie das anders sähen. Ausgehend von Jakobus 2, 17-18 habe ich eine ganz einfache Lebensweisheit entwickelt: Wir glauben nur das, was wir auch leben . Oder: Wir glauben nicht zwangsläufig das, was wir sagen. Wir bleiben zum Beispiel an der roten Ampel stehen, weil wir fest glauben , dass das in jedem Fall sicherer ist. Wir putzen uns regelmäßig die Zähne, weil wir glauben , dass das auf die Dauer schmerzfreier und billiger ist. Einfache Glaubensüberzeugungen haben tagtägliche, praktische Auswirkungen. Diese Überzeugungen sitzen sehr, sehr tief. So tief, dass wir gar nicht groß darüber reden müssen. Wir mach...