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Posts mit dem Label "Ostern" werden angezeigt.

Aprilschmerz

Gefrorener, ungrüner Frühling Eisiger Ostwind pfeift um die Ohren. Trotz blauen Himmels will so recht keine Farbe aufkommen, sind alle Böden und Seen immer noch gefroren, der Schnee schmilzt nicht, er verdunstet nur in der trockenen Luft. Ostern 2018 erinnert an Narnia. Der kalte Atem des " Beast from the East " hält alles in Winterstarre. Auferstehung? Davon ist nur wenig zu spüren. Trockenes Gras und kahle Bäume erinnern an wärmere Zeiten längst vergangener Tage. Eine Landschaft voller Symbole für den geistlichen Zustand unserer Zeit: Von geistlicher Erweckung ist ebenso wenig zu spüren. Eisige Winde ziehen über das Terrain und finden jede Ritze, durch die sie ins Innere dringen können. Wahrscheinlich hat Phil Zuckerman deswegen eine kahle Schneelandschaft als Coverfoto für sein Buch " Society without God " gewählt. Der Soziologe hat massenweise Dänen und Schweden über Religion interviewt. Dazu zog der Autor extra nach Skandinavien und war die ersten M...

Er ist wirklich auferstanden!

In Zeiten wie diesen kann das Leben beschwerlich wirken. Terror, Flugzeugentführungen, Unglücke oder Flüchtlingsdramen, und all das gepaart mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn wie Stress in der Arbeit, der Ehe, der Familie, mit Krankheiten, you name it. Da kann es schon mal sein, dass der Seele mehr Kraft entwrungen wird als nachgetröpfelt kommt. Ich weiß genau, wovon ich rede. Und ich weiß, welche Strategien es gibt, um sich selbst das Gefühl zu geben, nicht völlig vor die Hunde zu gehen. Augen zu und durch, lautet eine. Das Herz zum Flummi werden lassen, an dem alles abprallt und nichts hängen bleiben darf, ganz besonders keine Gefühle. Kopf in den Sand stecken ist auch sehr beliebt. So tun, als wäre alles bestens und die Scheuklappen immer schön so ausrichten, dass man nur den eigenen Blumentopf sieht. Alkohol und Drogen stehen ebenfalls hoch im Kurs. Berauscht vergessen können und ein bisschen Glück spüren. Manche werden aggressiv. Weil Angriff als die beste Verteidigu...

Der Herr ist auferstanden! Der Tod besiegt!

Jesus im Totenreich (Karsamstag)

Jona 2,3-10 In Not, in großer Not, betete ich zu dir, mein Gott. Du hast geantwortet. Aus dem Schlund des Grabes schrie ich: Hilf mir!!! Du hast gehört. Du hast mich in die Tiefen der unendlichen See gestürzt, in ein nasses Grab. Wellen, schwere Brecher, schäumten und tobten über mir. Ich dachte, nun ist es aus, vorbei, alle Hoffnung ist vergebens. Nie wieder willst du mich sehen, nie wieder werde ich dir unter die Augen kommen dürfen, nie wieder werde ich einen Gottesdienst erleben dürfen! Der Tod ging mir an die Kehle. Tiefer und tiefer sank ich, jedes Licht verschwand, eine gewaltige Tresortür fiel hinter mir ins Schloss. Totale Dunkelheit. Totale Einsamkeit. Totale Angst Es war aus. Und vorbei. Für immer. Weiter als so kann kein Mensch kommen. Doch dann, oh Gott! Oh Gott!!! Du kamst und zogst mich zurück!!! Plötzlich ging es in die andere Richtung! Oh Gott! Oh Gott! Ich war völlig am Ende, verzweifelt, fertig, einsam und allein doch meine Gebete sind trotzdem b...

Wie kann aus Fluch ein Segen werden? (Karfreitag)

Worte, von Gott gesprochen, sind immer endgültig. Die Verurteilung des Bösen, der Sünde, Arroganz und Korruption, von denen Anfang dieser Woche die Rede war, kann weder aufgehoben noch angefochten werden. Wie kann dann trotzdem aus Gottes Verdammung ein Segen für uns entstehen? Der alttestamentliche Prophet Sacharia hilft uns, das zu verstehen: Sach 12,10-13,1. Und dann, dann werde Ich Mich wieder Meinem Volk zuwenden, den Einwohnern Jerusalems. Ich werde einen Geist der Gnade und des Gebets über sie gießen. Dann werden sie sehen können, fähig, Mich endlich als den zu erkennen, der Ich bin: Der Schwerverwundete, von ihnen selbst so zugerichtet. Sie werden die Löcher sehen, die sie in Meinen Körper bohrten! Und sie werden weinen - oh, wie sie wimmern und schluchzen werden. Sie werden trauern wie Eltern, deren erstes Kind vom Tode genommen wurde. Die Klage in Jerusalem wird enorm sein. Jedes Geschlecht, jeder Stamm wird ganz besonders trauern, und die Frauen werden auch ganz beso...

Trotz allem: Es gibt Hoffnung! (Gründonnerstag)

Am Gründonnerstag bereiten wir uns auf die Osterereignisse vor. Jeremia 31, 31-34 hilft uns, indem er uns erinnert: Bei aller Ungerechtigkeit und allem Leid - es gibt trotzdem Hoffnung! Da schaut her! Seht sie kommen! Die Zeiten, in denen ich einen brandneuen Bund mit Israel und Juda abmachen werde. Nein, das wird keine Neuauflage des alten Bundes werden, den ich mit Euren Ahnen abgeschlossen hatte, damals, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten führte. Sie haben diesen Bund gebrochen - obwohl ich meinen Teil vollständig erfüllt habe, und ich bin schließlich der Herr. Ihr hört WORT GOTTES! Und das ist der neue Bund, den ich mit Israel machen werde wenn die Zeit reif ist. Ich werde mein gutes Gesetz in sie hineinschreiben - mitten in ihr Herz! - und werde wieder ihr Gott sein. Und sie werden wieder mein Volk sein. Es wird nicht mehr nötig sein, Religionsschulen zu betreiben, in denen man sich gegenseitig unterrichtet: So oder so ist Gott! Nein, stellt euch vor, sie w...

Undankbare, arrogante Welt (Karmittwoch)

(Jes 5,1-7. Eine Strophe, auf die Jesus oft Bezug nahm als er die arrogante Verbohrtheit seiner Zeit anklagte.) Ich werde meinem lieben Freund ein Lied singen, ein Liebeslied über seinen Weinberg. Mein geliebter Freund, er hatte einen Weinberg. Ein großartiger Weinberg in allerbester Lage. Er grub ihn um. Er zog das Unkraut. Er pflanzte seine edelsten Reben. Er baute sogar einen Turm und eine Weinpresse. Er wartete geduldig auf die Frucht, auf prächtige Trauben und edlen Wein. Doch zu seinem Entsetzen bekam er laute faule Trauben. Hört mir zu, was ich euch sage, ihr, die ihr in Jerusalem lebt. Was glaubt ihr wohl, was geht hier ab? Was ist es zwischen mir und meinem Weinberg? Fällt euch etwas ein, irgendetwas, das ich hätte tun können, das ich hätte mehr tun können das ich nicht schon getan habe? Bester Boden, viel Sonne, nichts, das hätte besser sein können - warum bringt er trotzdem nichts als faule, bittere Trauben? Aber gut, nun werde ich euch sag...

Das schwarze Herz korrupter Menschen (Kardienstag)

Jeder der Anwesenden - Priester, Propheten, normale Leute - hörten deutlich Jeremias mutigen Worte, die er im Eingang des Gotteshauses predigte. Als er fertig war, kam er gerade noch dazu allen zu versichern, dass Gott persönlich ihm diese Worte anbefohlen hatte, und dann ging der Tumult los. "TOD!!" schrien alle miteinander, sowohl Priester, Propheten als auch das gewöhnliche Volk, und:  "Dafür wirst du sterben!!!" Man griff Jeremia von allen Seiten, zerrte ihn, brüllte ihn an: "Wie kannst du es wagen, zu predigen!" "Wie kannst du es wagen, dann auch noch SO zu predigen und die bodenlose Unverschämtheit zu besitzen, dann auch noch Gottes Namen zu nennen?!" "Was fällt dir Schurken ein, zu behaupten, dieser Tempel werde ein Trümmerfeld wie Silo werden?" "Mit welcher Dreistigkeit wagst du zu behaupten, diese Stadt soll mit all ihren Seelen ebenso ausgelöscht werden wie Silo?" Mit einer Art Lynchjustiz versuchten sie, Jer...

Zur Hölle mit Heuchelei und Korruption! (Karmontag)

Auftrag Gottes an Jeremia: Stell dich ins Tor des Tempels und predige Folgendes: Hört zu, Leute Judas, alle, die durch dieses Tor gegangen sind, um hier anzubeten. Euer Gott hat euch was zu sagen. Haltet euch rein - und zwar mit eurem Leben und den Dingen, die ihr tut, auf dass Ich hier wirklich ein zu Hause finde. Glaubt auch nicht eine Sekunde lang den ganzen Lügen, die hier erzählt werden von wegen "Das ist Gottes Tempel! Das ist Gottes Tempel!" . Völliger Blödsinn! Nur, wenn ihr euch nicht nur sauber, sonder rein haltet in eurem Alltag, mit all den Dingen, die ihr tut; nur, wenn ihr in eurem Leben totalen Frühjahrsputz macht, euren Nächsten liebt, keine Schwächeren auszubeutet, euch um Witwen und Waisen kümmert, keine Unschuldigen auszunutzt und endlich Schluss macht, Eure eigenen Seelen zu demolieren indem Euch alles mögliche andere wichtiger wird als Gott - dann und NUR dann werde Ich wieder bei euch einziehen. Nur dann wird dieses Land, dass Ich euren Vorfa...

Die "Große Woche"

So wird die Karwoche traditionell in Schweden genannt. Vergangenes Jahr versuchte ich mit meiner Serie über die Karwoche zum ersten Mal zu zeigen, welche Bedeutung die Ereignisse dieser Woche nicht nur theologisch haben, sondern in Zukunft auch in unserer Gemeindepraxis wieder neu bekommen müssen. Auferstehung, der neue Vertrag Gottes mit uns und der Beginn einer nagelneuen Schöpfung - das sind Schlagworte, die wir einer postmodernen Welt mit größtmöglicher Kreativität predigen, predigen und nochmal predigen müssen, bis uns der Mund fusselig wird oder wir tot umfallen. Auch dieses Jahr möchte ich durch die Karwoche gehen. Diesmal ganz simpel mit wiedererzählten Bibeltexten, die zu jedem Tag passen. ==> zum Karmontag. (Als Grundlage für die Nacherzählungen wurden Luther 1984, Svenska Folkbibeln und The Message benutzt.)

Alles neu! (Ostermontag)

Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen. (Offb 21,1) Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: "Hier wird Gott mitten unter der Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei." (Offb 21,3-4) Der auf dem Thron saß, sagte: "Siehe, alles werde ich neu schaffen!" (Offb 21,5) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Was für eine Aussicht, Herr! Was für eine Hoffnung! Wenn die alte, gefallene, vom Himmel getrennte Schöpfung noch solch ein Potential hat wie wir es kennen, wenn die alte Schöpfung noch so viel Schönheit, Pracht und Faszination bereit hält, wie mag es erst in Deiner ...

Der Herr ist auferstanden! (Ostersonntag 2011)

Er ist wahrhaftig auferstanden! Ganz früh am Sonntagmorgen gingen die Frauen mit den Salben, die sie zubereitet hatten, zum Grab. Der Stein, mit dem man es verschlossen hatte, war zur Seite gerollt. Zögernd betraten sie die Grabhöhle. Sie war leer. Verwirrt überlegten sie, was sie jetzt tun sollte. Da traten zwei Männer in glänzend weißend Kleidern zu ihnen. Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen. "Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?" wurden sie von den Männern gefragt. "Er ist nicht hier, er ist auferstanden!" (Luk 24,1-6) Tatsächlich aber ist Christus als erster der Entschlafenen von den Toten auferstanden. (1Kor 15,20) Wir wissen: Gott, der Jesus vom Tod auferweckt hat, wird auch uns auferwecken.  (2Kor 4,14) Glücklich sind alle, die an der ersten Auferstehung teilhaben. (Offb 20,4) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Herr, Du bist tatsächlich auferstanden! Wer hätte jemals...

Gnade und Hochverrat (Gründonnerstag)

Am Abend dieses Tages saß Jesus mit den zwölf Jüngern beim Essen. Während sie aßen, sagte er: "Einer von Euch wird mich verraten!" Erschrocken fragte jeder: "Meinst Du etwa mich?" Jesus antwortete: "Der mit mir das Brot in die Schüssel eingetaucht hat, der ist es. Der Menschensohn muss zwar sterben, aber seinem Verräter wird es schlimm ergehen. Es wäre besser für ihn, er wäre nie geboren worden." Judas fragte wie die anderen auch: "Meister, du meinst doch nicht etwa, dass ich es bin?" Da antwortete Jesus ihm: "Doch, du bist es!" (Mt 26,17-25) Während der Mahlzeit nahm Jesus ein Stück Brot, sprach das Dankgebet, teilte das Brot und gab es den Jüngern mit den Worten: "Nehmt und esst, das ist mein Leib!" Anschließend nahm er einen Becher mit Wein, dankte dafür und reichte ihn seinen Jüngern: "Trinkt alle daraus! Das ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird zur Vergebung E...

Der glorreiche Einzug des Christus (Palmsonntag)

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem käme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen. (Joh 12,12f) Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen. (1Thess 4,17) Lies die Texte mehrere Male und bitte den Heiligen Geist, Dich zu leiten. Jesus, ich danke Dir für Dein Kommen. Ich freue mich auf Dein Wiederkommen. Das erste Mal kamst Du auf einem Esel, dem einfachsten und ärmsten aller Reittiere. Das nächste Mal wirst Du in größerer Macht und Pracht einziehen, als die ganze Welt zu bieten hat. Das erste Mal kamst Du, um die Grundlage für die Befreiung der Welt zu schaffen, das zweite Mal wirst Du Dein Eigentum endgültig von aller Sklaverei, Korruption, Missbrauch, Krieg, Krankheit, Katastrophen, Tod befreien und alles nochmal ganz neu machen. Und wie beim ersten Mal werden auch beim zweiten Mal Deine Dich liebenden Jünger, ...

Die heilige Woche

Wir schreiten in die heilige Woche. Leider spielt Ostern in der heutigen Kultur (auch in der kirchlichen) kaum eine Rolle. Hand auf's Herz, Leser, sei ehrlich mit Dir selbst. Ostern ist Ferien, Ausflüge, langes Wochenende, Frühlingswetter, Eier, Süßigkeiten. Bestenfalls ein etwas besonderer Gottesdienst. In extremen Ausnahmefällen vielleicht sogar noch ein besonderes Osterfrühstück. Im Vergleich mit dem Bimbamborium um Weihnachten herum steht Ostern beschämt kümmerlich in der Ecke. Weihnachten ist natürlich auch wichtig, denn ohne Weihnachten kein Ostern. Jesus musste natürlich geboren werden. Aber wenn ich so darüber nachdenke... Mose wurde schließlich auch geboren. Mohammed ebenfalls. Und Elvis. Die Geburt ist ist irgendwie schon wichtig. Der Tod irgendwie auch - ganz besonders im Falle Jesu. Aber auch der Tod ist an sich nichts außergewöhnliches, im Gegenteil, der Tod ist außergewöhnlich gewöhnlich. Warun machen wir Christen eigentlich nix aus Ostern? Warum lassen wir das nu...