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Posts mit dem Label "Erneuerung" werden angezeigt.

Schlechterwisser II.: Wir sind dran!

So oder ähnlich sahen wohl die ersten Noten aus (Quelle: Wikipedia) Auf dem Pfade der Veränderung führt mein Hirte mich manchmal aus dem dunklen, pieksigen Unterholz auf sonnige, freie Felsvorsprünge. Aussichtsplätze, von denen ich zurückblicken darf in die Täler des Wandels, durch die meine frommen Vorväter und -mütter gestrauchelt sind. Dort sehe ich Mönche, die Schulen und Universitäten gründeten. (Ob sie wussten, dass daraus einmal unsere heutigen Bildungssysteme erwachsen würden?) Sehe namenlose Nonnen und Diakonissen an der Seite Kranker und Sterbender. (Ob jenen Dienerinnen der Nächstenliebe bewusst war, dass sie den Samen unserer heutigen Gesundheits- und Sozialsysteme legten?) Ich sehe Anbeter, die Punkte und Striche erfanden, um ihrem Gott besser singen zu können. (Ob ihnen klar war, dass ihre Noten Jahrhunderte später auf dem ganzen Globus geschrieben und gelesen werden?) Während ich verzückt versuche, noch mehr Vorbilder zu entdecken, knackt es aus dem Bus...

Was die AfD über die Zukunft der Gemeinde verrät

Remember, remember, the 9th of November - vor eineinhalb Jahren veränderte Jan Böhmermann das berühmte englische Gedicht zur Schwarzpulververschwörung für seinen Song " Be deutsch " - das Lied sollte wohl eine gutgemeinte Warnung aus Deutschland an die Wähler in den USA sein, denn im Lied heißt es auch: We have once been stupid, too.  Wir sind auch mal dumm gewesen. Wir haben auch mal den falschen gewählt. Seit wir aber 2017 zum ersten Mal seit 1945 wieder (Neo)nazis in eine deutsche Regierung einladen, lässt sich über die Aussage streiten, wir seien nur dumm gewesen und hätten seither dazugelernt. Natürlich haben längst nicht alle für die AfD gestimmt. Doch bei einer so hohen Wahlbeteiligung sind die absoluten Zahlen trotzdem irgendwie erschreckend. Aber es reicht nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Diese Strategie ist zwar urmenschlich, hat sich aber seit dem dritten Kapitel der Bibel noch nie ausgezahlt. Denn wie ich schon in meinem Blogpost " Let...

New-reformation ist nicht Last Reformation

Googelt man ”new reformation” bekommt man viele Links, die zur dänischen Bewegung Last Reformation führen. Ich wollte nur mal so erwähnt haben, dass weder ich persönlich noch Communitas als Organisation etwas mit dieser Bewegung zu tun haben. Ich habe nichts Konkretes  gegen sie zu sagen, aber auch nichts Gutes. Das, was ich meist über persönliche Kontakte oder Anhänger von der Last Reformation mitbekomme, klingt in meinen Ohren etwas merkwürdig, manchmal sogar sektiererisch. Außerdem finde ich, dass keiner weiß, wann die ”letzte Reformation” stattfindet. Das können wir ebensowenig wissen wie das Datum der Wiederkunft des Herrn. Neue Reformationen werden hingegen ständig gebraucht. Im Grunde ist jeder Tag eine Reformation des eigenen Lebens. Und die Neuformung unseres Lebens sollten wir dem Herrn des Neuen Lebens vollständig überlassen. Ebenso wie den Tag, an dem Er dies zum letzten Mal tun wird, weil Er Lust hat, uns zu sich zu rufen.

Beten nicht vergessen!

Die erste Serie zur Gemeinde der Zukunft habe ich weniger geschrieben, um Neugier zu befriedigen. Aus diesem Grund hat Gott noch nie prophetisch gesprochen. Es geht viel mehr um Vorbereitung und Umkehr. Und dies geschieht vor allem im Gebet, in der Beziehung mit dem Herrn.  Deswegen möchte ich uns alle zum Gebet ermahnen und darum bitten, besonders für die Gemeinden der Zukunft zu beten, für alle ihre Möglichkeiten und Herausforderungen.

Der Urdenker der Gemeinde der Zukunft

Wer sich professionell mit einem bestimmten Thema befasst, kommt nicht umhin, sich auch mit der Geschichte jener Thematik auseinanderzusetzen. Wie hat alles angefangen? Wie wurde es entwickelt? Wenn wir uns also intensiv mit allen gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzen und ihren Auswirkungen auf Jüngerschaft und zukünftige Gemeinde und Mission, dann sollte eine Person erwähnt werden, die als "Urtyp" aller Vordenker für zukünftige Gemeinden angesehen werden kann. Es handelt sich um den Italiener Joachim von Floris. Joachim war ein stark eschatologischer Denker, baute seine Theologie von der Zukunft ausgehend auf, setze sich für geistliche Erneuerung ein und hat Klöster wie Orden mit seinem Denken nachhaltig beeinflusst. Wie alle, die in der Kirche außergewöhnlich oder anders als die großen Massen waren, wurde auch Joachim zu seiner Zeit im 12. Jahrhundert von der Kirche schräg beäugt, aber nie als Häretiker verurteilt. Bis heute wird so manche Erneuerungsbeweg...

"Nicht wachsende Gemeinden sind doch gar keine Gemeinden!"

Der junge Mann war empört. Ich hatte einen einführenden Vortrag über die missionale Gemeinde gehalten. Das geht immer am einfachsten, wenn man die Kirchengeschichte Europas auszoomt und als Ganzes betrachtet, von der Urgemeinde bis heute. Man erkennt gut, wo wir sind und warum. Anhand der Ballistik einiger Trends kann man sogar voraussagen, wo wir in ein paar Jahren landen werden - inklusive Möglichkeiten und Schwierigkeiten. Der junge Mann meinte, dass das Missionale doch nur zur Verwässerung der Gemeinde führt. Dies sei eindeutig zu sehen. So weit, so gut. Diesen Einwand kann ich voll und ganz gelten lassen, denn wo Gemeinden nur darauf aus sind, cooler, hipper oder trendier zu werden, da mag man zwar wachsende Gemeinden vorfinden, aber auch einen wachsenden Showfaktor, und damit die Gefahr zur Oberflächlichkeit. Ich selber stehe den stylischen Hochglanzgemeinden eher skeptisch gegenüber, selbst wenn längst nicht alles schlecht klingt, was ich von diesen Gemeinden mitkriege. Doch H...

Ungerecht.

Wenn ich wie vorgestern über Leid schreibe, dann denke ich über Ostern besonders an die unschuldig hingerichteten christlichen Studenten in Kenia. Die kursierenden Fotos der herumliegenden Leichen möchte ich euch ersparen. Doch wo bleiben die Proteste? Die Massensammlungen gegen Gewalt? Die prominenten Polikerstimmen? Der Unterschied liegt vermutlich darin, dass im Januar in Paris zwar deutlich weniger erschossen wurden, doch dort handelte es sich um Europäer. Wichtiger noch, es waren nicht irgendwelche, es waren Medienleute. Noch wichtiger, es waren Propheten des Säkularismus, die stolz darauf waren, null Respekt vor Religionen zu haben. Es waren Menschen, die wagten zu zeichnen und zu sagen, was alle Europäer irgendwo doch sowieso denken, nicht wahr? Wenn solche Menschen unschuldig erschossen werden, dann weckt das starke Gefühle. Kenia? Das waren doch bloß Afrikaner. Und vor allem, es waren bloß Christen. Es lässt ein politisches korrektes Kopfschütteln machen, doch wenn es übe...

Jesus is Charis

Ich konnte mir nicht helfen - jedesmal, wenn ich den populären Slogan aufgrund der pariser Ereignisse sah, las ich etwas ganz anderes. Kurzentschlossen hab' ich das Plakat also umdesigned - auch wenn ich kein Grafikdesigner bin. Trotzdem - so gefällt's mir besser. Gleichzeitig kann ich auf meine Weise mein Beileid und meinen Kummer ausdrücken. Doch ich sage auch die Botschaft, die es nun am meisten braucht: Jesus ist Gnade. Jesus ist Versöhnung. Doch Er kehrt nichts unter den Teppich. Man hört Ihn niemals "Ist nicht so schlimm." oder "Kann jedem passieren." sagen. Jesus nimmt Sünde ernst, auch die allerkleinste und erst recht, wenn Menschen ihr Leben lassen mussten. Doch Er schießt nicht zurück. Im Gegensatz zu anderen, bekannten Religionsgründern zieht Er nicht in den Krieg. Stattdessen gibt es bei Ihm einen Neuanfang. Jede einzelne Sünde wird zwar aufgerechnet, doch nur, um sie dann zu vergeben. Das ist erstaunlich, und es gibt Trost. Verständnis. ...

H2O-Wert Nr.3: Erneuerung

Wenn man fünf Grundwerte hat, dann liegt Wert Nummer drei genau in der Mitte. Der dritte unserer Grundwerte ist eigenlich das Zentrum, das worum sich alles dreht; der Grund, warum wir den ganzen Aufwand überhaupt betreiben. "Erneuerung" kling jetzt nicht gerade vom Hocker hauend, doch was wir mit Erneuerung meinen ist Auferstehung . Die Auferstehung macht Jesus zu etwas einzigartigem, was niemand sonst bieten kann. Wegen seiner Auferstehung ist er es wert, gehört und nachgefolgt zu werden. Die Auferstehung ist der Beginn der neuen Schöpfung, die eines Tages das ganze Universum verändern und vom Fluch des Sündesfalls befreien wird. Und nicht zuletzt macht die Auferstehung es erst möglich, dass wir innerlich schon hier und jetzt Erneuerung und heilende Veränderung erfahren dürfen: Vergebung und Gnade, Neuanfang und Wiedergeburt, Leben in der Kraft des Trösters, welcher erst nach der Himmelfahrt kommen konnte. Hoffnung, Licht, neues Leben plus all die schon genannten Begriffe...