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Posts mit dem Label "Islam" werden angezeigt.

Was weder Nachricht noch Notiz wert ist

Europäer sehen's schwitzend Auf dem weichen Sofa sitzend Haben keine Lust zu teilen So dichtete ich am ersten Januar in meinem Rap zur Jahreslosung . Auf den Tag zwei Monate später wünschte ich, es wäre wirklich alles nur erdichtet gewesen. In Anbetracht der Lage und des eigenmächtigen Vorpreschens einiger europäischer Länder ("8 ganze Flüchtlinge pro Tag in die Stadt lassen beweist genug, welch gutherzige Katholiken wir sind!") wurden die Sofaschweißflecken sogar prophetisch. Und wer weiß, wohin das noch führen wird. Während viele Europäer damit beschäftigt sind, den Braten auf dem Tisch zu schützen, spielen sich woanders Geschichten ab, die sich in keinen Zeitungen oder Nachrichtenforen finden: Der innere Kampf vieler Menschen mit Glaubensfragen. Doch solche Angelegenheiten werden in westlichen Medien als uninteressant und nichtig betrachtet. Entsprechend hört man nichts darüber. Doch IS & Co. treiben Muslime mit extrem viel Energie direkt in die offenen Arme ...

Der Preis des Atheismus

N.T. Wright ist einer meiner Favorittheologen: Biblisch, tief, verständlich, zeitgemäß. Schon vor acht Jahren (fast auf den Tag genau) gab er ein Interview, das heute nicht aktueller sein könnte. Ich halte seine Aussagen für so lesenswert, dass ich die Mitschrift für Euch übersetzt habe. Von N.T. Wright, in einem Interview mit The Gospel Coalition am 19. November 2007 Mir scheint der Versuch, Glauben und öffentliches Leben trennen zu wollen nur als Methode zum Zeit gewinnen und Gras wachsen lassen - so verständlich das auch sein mag. Doch Zeit " gewinnen" ist eine Lotterie - und der geforderte Einsatz kann schlimm und hoch sein. Ein Beispiel: Die Türkei begegnet islamischen Fundamentalisten mit der Aussage: ”Nein, wir wollen eine säkulare Republik werden.” Und ehrlich gesagt, wenn ich zu wählen hätte zwischen einem Leben unter der Scharia oder einer säkularen Republik würde ich das Letztere vorziehen, vielen Dank auch. Aber es war exakt dieselbe Entscheidung, d...

Je suis... - ja, was eigentlich?!

Wie viele andere wahrscheinlich auch, hörte ich völlig überrascht vergangenen Samstag vor dem Frühstück von den Ereignissen in Frankreich. Ich war gerade auf dem europäischen Serve-the-City-Forum in Portugal. Samstagnachmittag rief ich unsere Mitarbeiterin in Südfrankreich an. Unser dortiges Projekt arbeitet vor allem mit jugendlichen Einwanderern. Ich wollte fragen, wie nach den Anschlägen die Stimmung ist. Gedämpft, war die Antwort. Aber es wundere niemanden. Der Westen habe schließlich den Glauben aufgegeben und durch nichts besseres als einem spirituellen Vakuum ersetzt. Viele Franzosen seien zwar sehr stolz darauf, aller Religion ledig zu sein, wie die Charlie Hedbo-Zeichnung klarmacht ( siehe gestrigen Blogeintrag ). Das führe aber nur dazu, dass vor allem junge Leute ein recht sinnloses Leben führen. Sex, Wein und Käse ist eben doch nicht alles im Leben. Wer dieses Vakuum geschickt auszunutzen verstehe, dem stehe Tür und Tor offen. Viele junge Einwandererteenager haben nur w...

Pfeil in der Kirche

Vielleicht sollten wir ja in Zukunft gleich ganze Gemeindehäuser verstecken. Denn wer weiß schon, wer sie alle sehen könnte? Eine Stockholmer Bischöfin hat den Vorschlag gemacht, "bei Bedarf" die christlichen Symbole in der Kirche zu verstecken und durch einen Pfeil nach Mekka zu ersetzen. Das solle ein "Service" für die anderen Religionen sein. Ich halte das natürlich für einen phantastischen Vorschlag! Auf diese Weise bekommt man nämlich jede Menge Buddhisten, Hinduisten und Atheisten in die Kirche, weil die ja nicht wissen, wo Mekka ist und schon lange auf einen solchen Service gewartet haben. Der Bedarf ist also in jedem Fall gegeben. Mir war es auch neu, dass es in Schweden Lotterien geben muss, wo man einen theologischen Abschluss ganz ohne Kenntnis von theologischen Zusammenhängen, Weltreligionen oder Kirchengeschichte gewinnen kann. Und man mit diesem Gewinn sogar noch echte Karriere machen kann. Ich werde mir gleich ein Los besorgen. Vielleicht kan...

Am Bahnsteig gestrandet

Foto: © Gabriella Gothberg | Dreamstime.com Noch eine gute halbe Stunde bis mein Zug geht.  Ich begebe mich auf den menschenleeren Bahnsteig mit Blick auf einen glitzernden See. Meine Augen sehen sich nach einer Bank in der Sonne um, wo ich nach mehreren Tagen pausenloser Begegnungen in Ruhe mein Buch lesen möchte. Doch mein Blick erspäht die Konturen eines Hühnen mit Hut, der neben der Bank meiner Wahl aus dem Schatten tritt. Wie im Film kommt ein Schwarzafrikaner langsam aber zielstrebig auf mich zu.  Ich spüre sofort, dass hier irgendwas nicht stimmt. Er bleibt etwas auf Abstand stehen und fragt, wohin ich reise. Wann der nächste Zug gehe. Tritt einen Schritt näher. Augen und Hände verraten, dass er aufgeregt, nervös, fast schon ängstlich ist. Ich frage nach dem Ziel seiner Reise. Er will nach A. Das liegt genau auf meiner Strecke. Doch er sei in F. den falschen Zug gestiegen. Er habe auf dem Bahnsteig einen Anruf bekommen. Er habe telefoniert. Wieder blitzt Angst ...

Gesichter des Islam

Viele meiner Freunde und Bekannten sind Muslime und ich verstehe mich prächtig mit ihnen. Manchmal ist es sogar einfacher und viel intressanter, sich mit ihnen über Gott und Glauben zu unterhalten als mit Namenschristen, die zwar glauben, sie seien Christen, aber in Sachen Religion keine Ahnung von gar nichts haben. Manchmal gehe ich in eine Moschee, setze mich in die letzte Reihe, beobachte das Treiben und freue mich auf die ganzen intressanten Gespräche, die ich später haben werde. Und dennoch - westliche Namenschristen machen es sich viel zu leicht damit, alle Religionen als "gleich" und "friedlich" zu bezeichnen. Wer das behauptet, offenbart sofort, in sehr tiefer Unwissenheit zu stecken. Natürlich sind nicht alle Muslime gefährlich. Doch ein riesengroßer Unterschied zwischen Christentum und Islam ist, dass Terror, Verfolgung und Tötung von Andersgläubigen zu 100% koranischen Lehren entspricht und damit offizieller Bestandteil dieser Religion ist. Ich mö...