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Posts mit dem Label "Veränderung" werden angezeigt.

Du sollst den Sabbat heiligen

Oder: Der Fluch unserer Geschäftigkeit Hier beginnt noch eine Antwort auf die gestrige Frage : "Warum?" Am Sonntag schuf Gott das Universum, die Erde und das Licht. Am Montag schuf Gott die Atmosphäre um die Erde. Am Dienstag schuf Gott Kontinente und Ozeane sowie die gesamte Flora; eine Vegetation, die durch Früchte und Samen fortpflanzungsfähig ist. Am Mittwoch schuf Gott den Rest unseres Sonnensystems und das Zusammenspiel aus Tag und Nacht. Am Donnerstag schuf Gott die Vielfalt aller Fische und Vögel, die alle auf ihre Art fortpflanzungsfähig sind. Am Freitag schuf Gott erst die Tiere: Insekten, Echsen, Säugetiere, alle auf ihre Art fortpflanzungsfähig. Abschließend schuf er ein Wesen, das ihn selbst widerspiegeln sollte: Den Mensch, in der Lage, eine enorme Vielfalt an Persönlichkeiten, Kulturen, Ideen und Farben zu zeugen, und Gott gab ihm den Auftrag, zu schaffen und sich um die Erde zu kümmern, wie er es selbst tun würde. Am Samstag schuf Gott...

Leben wir in der Endzeit?!

Vor ungefähr einem halben Jahrhundert war es so populär, das Ende der Welt herbeizupredigen, dass eine ganz neue Gattung Redner entstand: Der Endzeitprophet, eine Nische der Gattung Evangelist, der mit eloquenter Rhetorik versucht, Menschen zur Umkehr zu Jesus zu bewegen. Endzeitpropheten waren Spezialisten für biblische Bücher wie Daniel oder die Offenbarung, deren schwere Bildersprache sie in ihrer durcheinander gebrachten Welt wiedererkannten und deshalb mit einem nahen Ende rechneten. Ein guter Prophet will, dass alle vorbereitet sind. Doch die Zeit verging, das nächste Jahrtausend brach an, die Welt drehte sich immer weiter, und Jesus ist bis jetzt nicht wiedergekommen. Es wurde stiller um die Endzeitprophetie. Das mag jene freuen, die sich immer noch lebhaft an das Phänomen donnernder Feuer-und-Schwefel-Predigten erinnern. Auch wenn der Endzeitprophet heute nur noch in Witzen vorkommt (oder manchmal sogar als Schimpfwort für Klimaaktivisten Verwendung findet), so war deren ...

Muss dieser Blog umziehen?!

Au Backe! Vielleicht darf ich bald 1531 Koffer packen mit dem Inhalt von 1531 Blogposts, die auf new-reformation.blogspot.com gehostet sind. Alle Bits und Bytes samt Fotos, Links und Videos brauchen vielleicht bald schon eine neue Bleibe... Hach! Der Grund: Der Bund freier evangelischer Gemeinden scheint ab und zu Schwierigkeiten mit seinen Spam-Einstellungen am Server zu haben - sämtliche blogspot.com Adressen wurden neulich über einen Kamm geschoren und alle kurzerhand als Spam zensiert: " Blogspot URLs are used to spam ", siehe unten. So würde die Versendung eines unserer Gebetsbriefe ziemlich schwierig, weil eine Reihe Empfänger eine @feg.de-Adresse haben und unsere Mails immer schon mindestens einen Link enthalten haben, der zum Blog führt. Oje... Jetzt weiß ich also, wofür ich vielleicht in den nächsten Wochen meine Zeit verbringen darf. Es braucht neben einer Domain auch einen Platz bei einem Webhotel, der odendrein in der Lage sein muss, den bisherigen Blog zu im...

Pflanzt mehr Hoffnung in diese Welt!

Wer heute noch optimistisch ist, hat wohl nicht richtig aufgepasst. Hingegen gibt es gewichtige Gründe für existenzielle Hoffnung. Gemeinden fällt in unserer Zeit besondere Verantwortung zu. Doch dazu müssen viele Christen lernen, aus kleinen, frommen Blasen herauszukriechen. Meine Predigt über Lukas 12,49 am 5. Mai 2019 in Ingolstadt kratzt eigentlich nur an der Oberfläche riesiger Chancen und Möglichkeiten im 21. Jahrhundert.

Frischwasser

Frisches Wasser lässt Farben wachsen. Das erste Mal ist immer besonders. Egal, ob himmelhoch jauchzend oder vielleicht doch eher enttäuschend, für den Rest des Lebens erinnert man sich ganz besonders an die ersten Male, die die Seele berührten. Selbst, wer die 50 passiert hat, ist nicht zu alt, noch so manches zum ersten Mal zu erfahren. Es war keine kleine Angelegenheit für mich, zum ersten Mal echte, professionelle Seelsorge in Anspruch zu nehmen. Das Ausmaß der diesjährigen Winterdepression war mir Warnsignal genug. Es war ziemlich offensichtlich, dass mehr dahinterstecken musste als nur Dunkelheit und Vitamin-D-Mangel. Doch wer in aller Welt könnte mir ein guter Seelsorger sein? Wer ist ausgebildeter Profi und kennt gleichzeitig die Höhen und Tiefen des Missionslebens, weiß um Himmel und Hölle interkultureller Gemeinschaften, kann meinen großen Frust über die jüngsten Entwicklungen der Organisation verstehen, kennt mich und meine Familie und hat obendrein mein volles Vertrau...

Let's Dance!

Oder: Auch Alte können Tango tanzen  "Du bist aber nicht gerade der typische Veganer!" sagte die attraktive 22-jährige völlig verwundert zu mir, nachdem sie erst die Cashew-Gryta auf meinem Teller sah und daraufhin ein anderer Herr am Tische sie väterlich aufklärte: "Marcus ist ein..., ein Veganer." Der herzerwärmende Charakter dieser kurzen Unterhaltung musste mir ins Gesicht geschrieben stehen, denn mein erfreutes "Ach nein? Warum nicht?" beantwortete sie mit entwaffnend großer Offenheit: "Naja, erstens bist du ein Mann. Zweitens ein Christ. Und drittens alt." Bingo. Ich bedankte mich dreimal. Schießlich hatte sie meine Männlichkeit, meinen Glauben und mein Alter vor allen Anwesenden respektiert. Das sind Momente, die vergisst man nicht. Und sollte sie danach noch auf die Idee kommen und fragen, warum ich denn vegan sei, dann wäre das gerade so, als böte mir jemand einen schottischen Single-Malt und einen guten Zigarillo auf der Somme...

Zeit zum Aufhören

Dieses schöne Bildchen war Teil des Future Church Symposiums. Interessant, dass im Deutschen das Wort aufhören mit hören zusammenhängt. Das muss man einem Ausländer, der sich ohnehin völlig verzweifelt durch die deutsche Sprache samt Grammatik gräbt, auch erstmal erklären! Warum sind aufhören und aufhorchen zwei völlig verschiedene Begriffe?! Andererseits war ich versucht, hier ein Foto unserer Jagdhündin zu posten. Ich hab's aber nicht gemacht, weil ihre wunderschöne Nase ja erst im Januar zu sehen war . (Nicht, dass sie auf ihre alten Tage noch eingebildet wird.) Denn wenn Zera, so heißt sie, etwas wittert, vernimmt oder eben hört , dann hört sie buchstäblich auf , stellt die Ohren spitz, den neigt Körper in erwartungsvoller Spannung leicht vor, bereit, jederzeit loszusprinten; doch bevor es soweit ist, muss sie sich erst Orientierung verschaffen, muss genau wissen, in welche Richtung es gehen wird, und das Aufhorchen zwingt zum Aufhören mit allem, was sie gerade eben ...

Der Preis des Optimismus

Hast du dich schon mal gefragt, warum es zu wenig Bekehrungen gibt, um die Gemeinde im Westen wieder wachsen zu lassen? Neue Erkenntnisse geben eine plausible Erklärung.

Fisch im Toten Meer!

Sonnenaufgang über dem Toten Meer bei En Gedi Stockholm, Freitag, 21:00 Uhr. Tagesabschluss und Abendandacht. Die Teilnehmer des aktuellen Forgekurses*, die sich ein ganzes Wochenende dem Thema "Evangelisation" widmen, blicken erwartungsvoll auf mich. Was ist heute überhaupt Evangelium? Wie kann ich diese zukünftigen, motivierten Gemeindegünder vor mir animieren, wirklich Gute Nachricht zu sein? Gute Nachricht zu leben? Und zwar in einer Zeit, wo Menschen von globalen Ängsten getrieben werden und " Jesus starb für deine Sünden! " eher wie ein altes Kaugummi auf der Straße und weniger als wohltuende Nachricht wirkt? Solche Kaugummis will sich gewiss keiner mehr in den Mund stecken. Zunächst erkläre ich, warum ich letztes Mal nicht dabei sein konnte. Während des letzten Stockholmer Kurswochenendes im November war ich nämlich gerade am Toten Meer. Genau gesagt, bei einer Oase namens En Gedi . Dort habe ich gelernt, dass das ohnehin schon Tote Meer gerade nochmal...

Der Teufel im Detail

Vorgestern legte ich mein Abendbrot auf genau die Zeit, um die Brexit-Abstimmung des britischen Unterhauses per Livestream mitverfolgen zu können. Ach, welch unterhaltsames, fast schon amüsantes Schauspiel sind die streitenden Abgeordneten an der Themse doch immer! Man könnte laut loslachen - wüsste man nicht, dass das Schicksal eines ganzen Landes von diesem Theater abhängt. 66 Millionen Briten plus ungezählte weitere Betroffene - EU-Bürger in GB, Briten in der EU, Handelsbeziehungen und was nicht alles. Dagegen steht Trumps Shutdown, der ja nur wenigen Millionen Kopfschmerzen macht, fast schon richtig bescheiden da. Doch das Prinzip ist dasselbe. Erst neulich analysierte die New York Times, dass die USA und Großbritannien noch nie so synchron in ihren Problemen waren wie jetzt. Und wenn die NYT die Berichte ihrer schwedischen Kollegen lesen, werden sie dort auch nichts Gutes entdecken. Der Versuch einer Regierungsbildung seit der letzten Reichstagswahl anno dazumal ist ein einzi...

Warum gute Vorsätze (k)ein Blödsinn sind

Solche Todesanzeigen machten die Runde. Ich fand diese auf gott-in-berlin.blogspot.com . Weniger essen, mehr Sport. Weniger Stress, mehr Ruhe. Mehr beten, weniger sorgen. Die Lister aller 2017 geborenen Vorsätze scheint unendlich zu sein. Die Liste der Todesopfer? Nur unwesentlich kürzer. Wenn's hoch kommt, überlebt nur ein 1% den Frühling. Gute Vorsätze enthüllen zweierlei. Erstens, unsere tiefe Sehnsucht nach Veränderung. Im tiefsten Herzen werden sie gezeugt und zu Silvester geboren. Wer nämlich gar nichts Verbesserungswürdiges an seinem Leben findet, macht auch keine Vorsätze. Zweitens, unsere gefühlte Machtlosigkeit, die ersehnte Veränderung auch wahr werden zu lassen. Gute Vorsätze sind Leckerlis für Schweinehund, den inneren. Manche nehmen's mit Humor. Andere geben auf und halten gute Vorsätze fortan für völligen Blödsinn. Ich gehör wohl zur zweiten Kategorie. Habe schon vor vielen, vielen Silvestern aufgehört, gute Vorsätze zu fassen. Oder sollte ich besser sage...

Die Gabe der Veränderung

Wir hatten es knapp geschafft. Hechelnd, aber glücklich warteten wir in der Schlange zur Eingangstür des Flughafenbusses, der uns eine gute Stunde lang zum Ziel unserer 14-stündigen Reise fahren sollte. Das Gepäck war verladen, und wir freuten uns, bald anzukommen. Doch diesem Wunsch kamen wir nur sehr nahe. Der Bruchteil eines Millimeters trennte uns von seiner Erfüllung. Genau gesagt, die Dicke eines 50-Euro-Scheins. Wer kein Bargeld hat, darf nicht mit. Bitte aussteigen. Nur Bares ist Wahres. Natürlich war es nervig, noch eine weitere Stunde an einem Flughafen herumzuhängen, nachdem man erst neun Stunden auf einem anderen herumgehangen hatte, weil wir uns die preisexorbitanten Tickets eines Direktflugs verweigert hatten. Natürlich fragte ich mich, warum ich eigentlich nie Bargeld in der Tasche habe, und warum das von allen Airports der Welt, die ich so sehe, nur in der Hauptstadt Bayerns zum Problem wird. Natürlich fragte ich mich auch, ob es an meinem Ziel Ingolstadt denn wi...

Wer will noch 'ne Reformation?

Es ist wieder soweit. Heute wird sie schon 501 Jahre alt, die Reformation. DIE Reformation. Vielleicht sollte ich heute, an diesem geschichtsträchtigen Tag, auf diesem geschichtsträchtigen Blog, der sich schließlich neue Reformation nennt, zu deutsch new reformation , ein paar neue Gedanken dazu niederschreiben?! Nicht die alten Kamellen, wie toll Luther war, wie mutig, wie wichtig. Das haben wir oft genug gehört. Was neues eben. Doch der einzig neue Gedanke, der mir heute zum Thema Reformation kommt, also Re-Formation, ist auch nicht new. Es ist derselbe, wie vor einem Jahr : Wer die Reformation heute am Lautesten feiert, wäre vor 500 Jahren ihr erbitterter Gegner gewesen.  Yo. Reformation ist nämlich kein Zuckerschlecken. Reformation stellt in Frage, und zwar uns, kratzt am Ego, spiegelt uns die Blässe wider, die Speckringe, verunsichert. Sagt: "Hier sollte mal was re-formiert werden!" Reformation sägt an selbstgezimmerten Thronen, bringt unsere Sicherheit so sch...

Die Zukunft verpasst?

Die blutrot-faszinierende Fassade des Petersen Automotive Museum in Los Angeles, fotografiert im Vorbeifahren bei Nacht Die jetzige Diesel- oder Emissionsdebatte erinnert an die Kirche. Oder umgekehrt. Kirche und Verbrennungsmotor . Begriffe, die vielleicht mehr gemeinsam haben, als man sieht. Stärke. Dominanz. Beide haben viele Menschen bewegt. Und beide teilen eine gemeinsame Zukunft - nämlich eine recht düstere. Warum? Kirche leitet sich von kyriakon ab , das heißt "dem Herrn gehörend". Es kommt von den alten heidnischen Tempeln, die im Zuge der politischen Christianisierung fortan "zum Herrn gehörten" und damit kyriakon , eine Kirche wurden. Künftig verrichteten nämlich keine heidnischen, sondern christliche Priester die Zeremonien innerhalb der Tempelmauern. Kirche wurde damit der Begriff, der das europäische Christentum in vielen Sprachen auf den Punkt bringen sollte. Noch heute denken Europäer bei Kirche vor allem an Gebäude , in denen heilige Profi...

Die Entscheidung liegt bei dir...

Heute vor einer Woche wurde der neue Weltklimabericht veröffentlicht. Ein grellender Alarm, der uns aus jedem Schlummer reißen muss. Trotz düsterer Prognosen betonen die Klimatologen, dass eine Rettung noch zu schaffen sei, aber nur mit aller Kraft. "Wir unterschätzen die Macht des Individuums" meint Ole, Vertreter der nächsten Generation, in diesem Gastbeitrag.  Von Ole Fritsch  Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Doch beim Universum bin ich mir noch nicht sicher.   - Albert Einstein Als ich letzte Woche den links verlinkten Artikel des BBC las, wurde mir ziemlich übel. Wie kann es nur sein, dass wir uns ohne jedes Nachdenken blindlings in den Abgrund stürzen, doch nicht nur das, wir reißen auch noch alle unsere Nächsten mit?! Wann wurde mein Kindheitstraum, einmal selbst Kinder großzuziehen zu einem Alptraum voller Furcht, meine Kinder auf einen Todesstern zu setzen? Ist es Dummheit? Ist es Egoismus? Ich frage mich, was...

Gebt Europa eine Seele!

Heute darf ich Euch stolz-demütig meinen eigenen CommuniTED-Talk unserer vergangenen Sommerkonferenz vorstellen. Macht bitte alle mit am Ende!

Schlechterwisser XIV: Vorteile

Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass ein Leben nach dem kött * so interessant sein könnte. Es ist billiger, damit geht es schon mal los. Langeweile beim Essen, ja, ich geb's zu, das hatte ich befürchtet. Ein fleischloses Leben muss fad sein, meinte ich mir sicher zu sein. Doch heute muss ich ausgerechnet einem Metzger Recht geben: Metzger Schorsch Boggnsagg mit seiner viel beachteten und tiefsinnigen Frage "Wo is'n 's Hirn?!" ** Ungewürztes Fleisch ist nämlich ziemlich geschmacklos, dass wissen nicht nur die Boggnsaggs. Was den Geschmack am Fleische macht, sind die Gewürze, und die sind, nun ja, die sind nunmal höchst vegan. Richtig gute Geschmäcke kann man völlig fleischfrei zaubern. Lina und anderen sei Dank, wir entdecken ständig neue Zutaten und Kompositionen. Es ist eine wahre Freude! Die eigene Zunge gewöhnt und verändert sich überraschend schnell. Nach nur wenigen Wochen stellt man eine spürbare Veränderung ein. Heute schmecken mir Avocados. Schm...

Schlechterwisser XIII.: Reaktionen

"Linas Matkasse", zu deutsch "Linas Einkaufstüte" beliefert uns regelmäßig zu Haus mit vier brandneuen vegetarischen Rezepten samt allen Zutaten. Mittlerweile haben wir schon ein ganzes Kochbuch mit neuen Geschmäckern, unbekannten Zutaten und leckeren Rezepten zusammengesammelt. Mein Aufruf und Vorbild, kein fleischliches Leben mehr zu führen, sorgt für sehr unterschiedliche Reaktionen. Beeindruckt sind Nichtkirchengänger, die es offenbar überrascht, dass Christen doch up-to-date sein können und sogar bereit sind, dafür ihr Leben zu ändern. Christen sind scheinbar nicht gerade für ihre Flexibilität berühmt. Vereinzelt werde ich konkret um mehr Auskunft gebeten, weil man selber gerade in Erwägung ziehe, vegetarisch oder gar vegan zu werden. Junge Christen, wie z.B. viele meiner ALT-Studenten, fragen genau nach, wieso, weshalb, warum. Dann beobachten sehr genau, was denn nun auf meinem Teller liegt und man merkt, wie die Thematik in ihnen arbeitet. G...

Schlechterwisser XII.: Nach Furz kommt Festland

Jeder kennt die sagenumwobene Flatulenz der Rinder. Obwohl nur ein kleiner Teil der Verdauungsgase ausgepupst und der Großteil über die Atemwege abgegeben wird, bleibt ein Faktum bestehen: Die durchschnittliche Milchkuh produziert mindenstens 100kg Methan pro Jahr. Methan in unsere heutige Atmosphäre zu geben ist genauso weise wie Windpocken durch exzessives Kratzen zu behandeln, Lungenkrebs mit Rauchen zu therapieren, Kopfschmerzen mit Holzhämmern zu kurieren. Der Treibhauseffekt von Methan verhält sich relativ komplex im Vergleich zu Kohlendioxyd, doch vereinfacht kann man sagen, dass Methan 72x schlimmer ist als CO2, in Worten: zweiundsiebzig mal. Am Beispiel meines obigen Instagram-Posts vereinfacht ausgedrückt: Mein Platz in den Fliegern auf der letzten Dienstreise nach Madrid hat eine gute halbe Tonne CO2 in die Atmosphäre gepustet, und das ist ziemlich viel, finde ich, doch der Treibhauseffekt dieser Menge entspricht nur 7,5kg Methan - das entspricht einem knappen Monat i...