Direkt zum Hauptbereich

Der nie-versagende Gott

„Denn Er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.“ Hebr 13,4

In welcher Richtung gehen meine Gedanken? Wenden sie sich dem zu, was Gott sagt, oder dem, was ich befürchte? Habe ich gelernt, das, was Gott spricht, nicht selbst zu sagen, sondern erst dann etwas vorzubringen, nachdem ich auf das gehört habe, was Er sagt? „Denn Er hat gesagt, ich will dich nicht verlassen noch versäumen; also dürfen wir sagen: der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was sollte mir ein Mensch tun?“
„Ich will dich nimmermehr verlassen“ – trotz all meiner Sünde und Selbstsucht und Hartnäckigkeit und Verkehrtheit. Habe ich mir wirklich von Gott sagen lassen, das Er mich nie verlassen wird? Wenn ich diese Zusicherung Gottes vernommen habe, dann lass mich von neuem lauschen.
„Noch will Ich dich versäumen.“ Oft ist es nicht die Not, die mich auf den Gedanken bringt, Gott wolle mich im Stich lassen, sondern die mühselige Plackerei des Alltagslebens. Es ist keine erhabene Tat zu vollbringen, es ist kein grossartiger Augenblick da, nichts Schönes oder Wunderbares, nur das gewohnte Tagwerk tagein, tagaus – gelingt es mir, den Glauben an die Zusicherung Gottes in diese Dinge hineinzutragen?
Wir meinen, dass Gott etwas Besonderes mit uns vorhabe, dass Er uns nach und nach für etwas Ungewöhnliches vorbereite und ausrüste, indem wir aber fortschreiten in der Gnade, sehen wir, dass Sott Sich hier und jetzt verherrlicht, in der gegenwärtigen Minute. Wenn wir Gottes Zusicherung im Rücken haben, erhalten wir eine erstaunliche Kraft und lernen singen auf unseren alltäglichen Wegen und Stegen.


(from: Oswald Chambers, My Utmost for His Highest, 4 June)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Urban Expressions Sweden

Urban Expressions ist ein von Stuart Murray in Großbritannien gegründetes Netzwerk von Gemeinden und Gemeindegründungen, die wie wir bei H2O neue Wege wagen wollen. Murray hat einige sehr wertvolle Bücher zum Thema Gemeindegründung verfasst. Sein Buch " Post-Christendom " las ich 2005 und hat mir extrem geholfen, all die Änderungen zu verstehen, die unseren Alltag verändern und auf die auch Gemeinden massiv beeinflussen. In den kommenden Jahrzehnten wird das erst so richtig sichtbar werden. Deshalb sind wir ganz besonders froh, dass Urban Expressions nun nach Schweden kommt. Und das Schöne ist, dass hier nichts von England nach Schweden exportiert sind, sondern dass eine Handvoll schwedischer Christen, teilweise schon betagt und weise, die große Notwendigkeit neuer Gemeinden mit Sicht für die heutige Welt sehen und aktiv wurden. Durch persönliche Kontakte mit Murray wurde zunächst sein Buch "The Naked Anabaptist" ("Der nackte Täufer") unter dem Titel ...

Jesus Dünnbrettbohrer

Für die nächste Teilmenge derer, die weder von Jesus noch Kirche angetan sind, ist "Jesus" ein Synonym für "Weichei". Jesus, dieser außerordentlich nette Erdengast, dieses Vorbild für die Menschheit, immer taktvoll, immer artig, stets korrekt. Und natürlich erwartet er von seinen willigen Jüngern, dass auch sie jederzeit ebenso entgegenkommend, galant, höflich und sittsam sind. Jesus, ein Löwe? Wenn, dann bestenfalls ein zahnloser. Eher ein zahmer Gentleman. Jesus, ein ungefährlicher, hodenloser Kastrat, ein weißbleicher Ministrant mit der typischen Frisur mit Mittelscheitel, der nur gedämpft spricht und Konfrontation aus dem Wege geht.* Am Ende wird er vor lauter Nettigkeit und Unterwürfigkeit totgenagelt. Jesus, der sandalentragende Versager. Wer will einem solchen Jesus nachfolgen? Ich auch nicht. ____ * vgl. John Eldrege, Der ungezähmte Mann , 51.  

Sex in der Bibel

Zu viel Sex in Game of Thrones? Die Bibel macht GoT echte Konkurrenz. (Hier geht's zum Beginn der spritzigen Reihe) Impuls Nummer vier: Sexualität biblisch betrachtet Nun wäre es also an der Zeit, ans Eingemachte zu gehen. Ich möchte nochmal hervorstreichen, dass dies keine formelle Haltung einer Organisation oder Gemeinde ist, sondern meine ganz persönliche Sexualtheologie, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Es ist weder offiziell noch fertig, und vor allem ist es nur der Versuch einer Zusammenfassung. Biblische Unverblümtheit vs. fromme Maskerade Gleich zu Beginn möchte ich enthüllen, dass ich zu dem Schluss kommen musste, auf welch extrem winzigen Füßen unsere evangelikale Sexualethik steht. Dabei ist es nicht so, dass sie auf einer Seite vom Pferd fiele - sie kommt erst gar nicht auf's Pferd hinauf. Sie ist weder in der Lage, die rauhe Wirklichkeit des echten Lebens noch die unerfüllbaren Sex-Maßstäbe Gottes zu beschreiben. Der Bibel hingegen gelingt...