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Posts mit dem Label "Wasser" werden angezeigt.

Frischwasser

Frisches Wasser lässt Farben wachsen. Das erste Mal ist immer besonders. Egal, ob himmelhoch jauchzend oder vielleicht doch eher enttäuschend, für den Rest des Lebens erinnert man sich ganz besonders an die ersten Male, die die Seele berührten. Selbst, wer die 50 passiert hat, ist nicht zu alt, noch so manches zum ersten Mal zu erfahren. Es war keine kleine Angelegenheit für mich, zum ersten Mal echte, professionelle Seelsorge in Anspruch zu nehmen. Das Ausmaß der diesjährigen Winterdepression war mir Warnsignal genug. Es war ziemlich offensichtlich, dass mehr dahinterstecken musste als nur Dunkelheit und Vitamin-D-Mangel. Doch wer in aller Welt könnte mir ein guter Seelsorger sein? Wer ist ausgebildeter Profi und kennt gleichzeitig die Höhen und Tiefen des Missionslebens, weiß um Himmel und Hölle interkultureller Gemeinschaften, kann meinen großen Frust über die jüngsten Entwicklungen der Organisation verstehen, kennt mich und meine Familie und hat obendrein mein volles Vertrau...

Schlechterwisser VI.: Lebendiges Wasser

Symbol unserer Zeit: Der Aralsee - oder was davon übrig ist (Foto: NASA) Doch selbst Glaubwürdigkeit verändert sich. Als zum Beispiel vor rund 150 Jahren mein Gastland Schweden mehr oder weniger kollektiv besoffen war, war die Heilung von Alkoholmissbrauch und die folgende Alkoholabstinenz ein Zeichen christlicher Glaubwürdigkeit. Heute ist das nicht mehr so, weil das frühere, gigantische Gesellschaftsproblem Alkohol im Jahre 2018 nicht mehr so riesig ist. Dafür hat die Welt heute noch viel größere und mehr lebensbedrohende Probleme als Alkoholmissbrauch. Steigende Salzwasserspiegel und sinkende Süßwasserspiegel zum Beispiel. Extremere und gefährlichere Wetterlagen. Eine stark zunehmende globalpolitische Unsicherheit. In absoluten Zahlen bedrohen solche Dinge mehr Familien und Menschenleben als Alkohol je in der Lage war. Da stellen sich Fragen wie: Was macht christliche Glaubwürdigkeit heute und in Zukunft aus? Welche Abstinenzen oder Lebensgewohnheiten machen uns in ...

"Nicht wachsende Gemeinden sind doch gar keine Gemeinden!"

Der junge Mann war empört. Ich hatte einen einführenden Vortrag über die missionale Gemeinde gehalten. Das geht immer am einfachsten, wenn man die Kirchengeschichte Europas auszoomt und als Ganzes betrachtet, von der Urgemeinde bis heute. Man erkennt gut, wo wir sind und warum. Anhand der Ballistik einiger Trends kann man sogar voraussagen, wo wir in ein paar Jahren landen werden - inklusive Möglichkeiten und Schwierigkeiten. Der junge Mann meinte, dass das Missionale doch nur zur Verwässerung der Gemeinde führt. Dies sei eindeutig zu sehen. So weit, so gut. Diesen Einwand kann ich voll und ganz gelten lassen, denn wo Gemeinden nur darauf aus sind, cooler, hipper oder trendier zu werden, da mag man zwar wachsende Gemeinden vorfinden, aber auch einen wachsenden Showfaktor, und damit die Gefahr zur Oberflächlichkeit. Ich selber stehe den stylischen Hochglanzgemeinden eher skeptisch gegenüber, selbst wenn längst nicht alles schlecht klingt, was ich von diesen Gemeinden mitkriege. Doch H...