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Posts mit dem Label "Amerika" werden angezeigt.

Der Anti-Trumpf

Nun hat Donald Trump also tatsächich das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt (schon am 8. dieses Monats). Für mich ist das nur ein weiteres Vorbeben der zu erwartenden globalen Veränderungen. Der Westen, so wie wir ihn kennen, wird aufhören, zu existieren. "America first!" reißt sich mit aller Gewalt aus Staatenverbünden und Verpflichtungen, zeigt der Welt, dass Absprachen und Versprechen nichts wert sind. Wie sich dieses Vorbild langfristig in unseren Gesellschaften auszahlen wird, kann noch keiner sagen. Wir wissen nur, dass auf Amerika, lange der Garant für europäische Sicherheit, absolut kein Verlass mehr ist. Trump trampelt alles kurz und klein. Mit dem politisch äußerst bedauernswerten Bruch der transatlantischen Zusammenarbeit des Westens macht Trump all jenen versteckten Dämonen ein Geschenk, die in ihren Höhlen schon jahrelang nach Macht und Gewalt geifern und die Zersplitterung des Westens erhofften. Europa wird im Kampf gegen Terrorismus und um seine weltwirt...

Fromm à la Amerika?

Vor 18 Jahren begann mein Theologiestudium als Folge einer langen Serie unerwarteter Ereignisse. Plötzlich war ich als 33-jähriger dreifacher Familienvater und bayerischer Dorfbewohner offiziell Student einer US-amerikanischen Universität geworden. Spannend für einen, der Kontraste mag. Auch wenn ich in meinem ersten Kurs wohl eher Englisch als Ethik lernte, genoss ich die Andersartigkeit. Allein die Bibel auf Englisch zu lesen fühlte sich an, als hörte ich die Geschichten zum allerersten Mal. Man sieht, wächst, versteht, fragt, wundert sich. Seit 18 Jahren lerne und arbeite ich mit vielen Amerikanern. Ist mein dadurch heute etwas amerikanisch gefärbter Glaube nun volljährig geworden? Ich sehe nach wie vor viele Stärken der amerikanischen Kultur. Der unternehmerische Optimismus, die Leichtigkeit, über Spiritualität zu reden, der Spaßfaktor oder allein das Wort commitment sind nur einige positive Beispiele, die uns in Europa eher abgehen. Deswegen halte ich das internationale Zu...

Coaching

Ähem..., das war wohl ein Missverständnis. Wir meinten eigentlich nicht diese Art von Coach! Seit ich in meine Rolle als Regionalleiter Europa gekommen bin, versuche ich, Strukturen für Gemeindegründer zu schaffen, wo Kreativität gefördert wird, missional gedacht und gehandelt und gute Theologie nicht vernachlässigt wird. Als eine Art Aorta strebe ich ein gutes Coachingkonzept an, das internen wie externen Mitarbeitern ein gutes Wir-Gefühl vermittelt. Doch dann stellt sich immer wieder heraus, wie viel unsere Organisation in punkto kulturelle Vielfalt noch zu lernen hat. Unsere meisten Strukturen traditionell nordamerikanisch geprägt, und da ist viel Gutes dran, und dennoch passt es nicht wirklich in den europäischen Kontext. Außerdem ist die Annahme, dass sich Amerikaner und Europäer sich recht ähnlich sind, ein verflixtes Ding. Denn amerikanische und europäische Kultur ähneln sich nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten und dritten ist's vorbei mit der Ähnlichkeit. Und d...