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Posts mit dem Label "Ewigkeit" werden angezeigt.

Die Lehre der Leere (2): Die Natur der Schätze

Eine Tasse. Sollte sich mein Verdacht bestätigen, war dies in zweifacher Hinsicht kritisch. Erstens gehört weder gelb noch rot noch tassenrund zu den Empfehlungen meiner persönlichen Farb- und Formberaterin, übrigens auch nicht zu meinen Lieblingsfarben, und zweitens war ich seit fünfundzwanzig Jahren mit einer Jägerin und Sammlerin verheiratet, die keinen Handwerkermarkt, kein Töpferstudio beutelos verlassen konnte, und deswegen gehörte ich zur Spezies der wenigen Privilegierten des Globus, die mit Fug und Recht von sich behaupten konnten, sogar mehr als alle Tassen im Schrank zu haben. Doch jene Ehre war untrennbar an eine große Not gekoppelt: Platznot in allen Schränken und Vitrinen, auf sämtlichen Regalbrettern und freien Flächen, weswegen jede neue Tasse, ob groß, ob klein, ob hübsch, ob hässlich nur mit Gefühlen entgegengenommen werden konnte, die sich wortlos durch leichte Kopfschräglage, ungewöhnlich breites Grinsen, zusammengebissene Schneidezähne und aufgerissene Augen...

Wenn die Bomben näher fliegen

Manchester Gestern Abend ging wieder eine Bombe hoch. Dieses Mal traf es Manchester in England. Wahrscheinlich war es eine Nagelbombe, die 22 Menschen in den Tod riss und über 60 verletzte. Diese Bombennachricht fühlt sich anders an als andere zuvor: Unser Sohn lebt in Manchester. Er war nicht auf dem Konzert. Ariana Grande ist weder sein Musikstil, noch hatte er am Abend vor wichtigen Examen die Zeit dazu. Doch wir sehen die Einschläge näher kommen: Das erste Attentat in einer Stadt, in der Familie ersten Grades lebt. Wir sehen ein: Theoretisch kann es jeden von uns treffen. Ich persönlich empfinde deswegen nicht mehr Angst oder Unruhe. Denn ich weiß spätestens, seit ich in einer Unfallklinik gearbeitet habe, dass man von Bullen aufgespießt, Müllwagen zequetscht oder von Feuerwehrleuten mit der Schippe umgehauen werden kann. Es kann jeden jederzeit treffen. Und so wie es wahrscheinlicher ist, vom Blitz getroffen zu werden als mit dem Flugzeug abzustürzen, so wird man eher v...

Die Entdeckung der Langsamkeit

Meine Frau spielt schon lange keine Strategiespiele mehr mit mir. Anfangs fand sie es immer lustig, weil sie jedes Spiel gewann. Vor allem neue Spiele. Doch nach ein paar Spielen, Tagen oder Wochen, wenn ich es dann endlich auch begriffen hatte und beginne, eigene Taktiken zu entwickeln, wird der Spieß umgedreht. Nach einigen Ehejahren entdeckte sie dieses Muster und fand es fortan langweilig, gegen mich immer nur noch zu verlieren. So geht es mir oft. Mittlerweile weiß ich es: Wenn mir neue Leute ein neues Spiel beibringen wollen, fühle ich mich grundsätzlich wie ein dummer Schuljunge, der gar nichts rafft, während alle anderen sofort kapieren, was abgeht. Aus diesem Grunde habe ich wohl auch nie Skat gelernt, trotz vieler Versuche, es mir beizubringen. Das Gefühl, dumm zu sein und andere mit meiner Dummheit zu nerven, war wahrscheinlich immer die größte Erfolgsbremse. Die Abseitsregel habe ich auch erst bei der WM 2010 in Südafrika gerafft. Nicht, weil sie mir da jemand erklären...

Er ist wirklich auferstanden!

In Zeiten wie diesen kann das Leben beschwerlich wirken. Terror, Flugzeugentführungen, Unglücke oder Flüchtlingsdramen, und all das gepaart mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn wie Stress in der Arbeit, der Ehe, der Familie, mit Krankheiten, you name it. Da kann es schon mal sein, dass der Seele mehr Kraft entwrungen wird als nachgetröpfelt kommt. Ich weiß genau, wovon ich rede. Und ich weiß, welche Strategien es gibt, um sich selbst das Gefühl zu geben, nicht völlig vor die Hunde zu gehen. Augen zu und durch, lautet eine. Das Herz zum Flummi werden lassen, an dem alles abprallt und nichts hängen bleiben darf, ganz besonders keine Gefühle. Kopf in den Sand stecken ist auch sehr beliebt. So tun, als wäre alles bestens und die Scheuklappen immer schön so ausrichten, dass man nur den eigenen Blumentopf sieht. Alkohol und Drogen stehen ebenfalls hoch im Kurs. Berauscht vergessen können und ein bisschen Glück spüren. Manche werden aggressiv. Weil Angriff als die beste Verteidigu...

Wen kümmert schon die Ewigkeit? (3)

Der dritte Vortrag auf den Impulstagen für Gemeindegründung 2016 in Hannover dauert ca. 46 Minuten und handelt u.a. von:  Unbewusste Bremsklötze: Warum sich "Glauben teilen" so leicht so künstlich und gewollt anfühlt Was ist das Endziel deiner Glaubensreise? Warum sollten andere auch genau dorthin wollen? Keine Angst vor Religionen! Mission mal etwas anders definiert...

Von Richtern und Henkern: Gute Nachricht heute (2)

Warum fühlt sich christlicher Glaube heute so mittelalterlich an? Können wir etwas dagegen tun und wenn ja, was? Was ist Okkultur und wie können wir eine Sprache finden, mit der biblische Geschichten auch heute noch als "gefühlte gute Nachricht" empfunden werden? (Zweiter Vortrag auf den Impulstagen für Gemeindegründung 2016, Hannover. Ca 43 min)

Sie spinnen, die Christen! (1)

Wie lebt man heutzutage als überzeugter Christ, ohne seinen Glauben zu verstecken und insgeheim als "Spinner" angesehen zu werden? Kann man in nachchristlichen Zeiten noch über Dinge wie "Hölle" sprechen? Und überhaupt, warum treiben wir eigentlich den ganzen Aufwand mit "Mission" oder "Evangelisation"? Außerdem stellt sich heraus, dass "spinnen" gar nicht so schlecht und sogar erwünscht ist... (Erster Vortrag auf den Impulstagen für Gemeindegründung 2016, Hannover. Ca 48 min)

Gottes "Morgen"

Über das Morgen sagt Gott zu uns, seinen Kindern und Nachfolgern, vor allem eins: Macht euch keine Sorgen. Morgen mögen viele Dinge geschehen, über die du dir heute noch keinen Kopf zerbrechen brauchst. Es ist schlimm genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Das Gewicht des heutigen Tages ist gerade schwer genug, um es heute zu tragen, der morgige Tag wird nicht leichter, wenn du ihn schon vor seiner Zeit auf deine Schultern laden wirst. Auch morgen wirst du wieder Manna oder Wachteln sammeln dürfen. Du darfst natürlich gerne Pläne machen, träumen, vorbereiten und gestalten, denn das ist Meine kreative Natur, die Ich in dich als Mein Ebenbild gelegt habe. Doch lass dich nicht von deinen Plänen diktieren, sondern bleibe stets flexibel. Wenn Ich will, wirst du leben und dies oder das tun. Kümmere dich vor allem um das, was dir gerade jetzt vor die Füße und in die Hände gelegt wird. Übe dich darin, Mir heute nachzufolgen, jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen in Dankba...

Gottes "Heute"

Gott steht über der Zeit, tausend Jahre sind wie ein Tag für ihn - und umgekehrt. Bei uns Menschen ist das anders. Wir wurden vom Zeitlosen bewusst in die vierte Dimension hineingeschaffen. Zeit ist nichts sündiges und auch keine Folge des Sündenfalles, es ist also kaum damit zu rechnen, dass Gott die Zeit abstellen wird, wenn wir nach diesem Leben zu Ihm kommen werden. Die Ewigkeit werden wir buchstäblich als eine solche empfinden, als eine endlose Reihe von Stunden, Tagen, Monaten, Jahren. Das Schöne wird sein, dass es für die Geretteten kein Leid oder Langeweile geben wird, es wird nichts mehr geben, was "endlich" einmal aufhören möge. Anders als in diesem Leben. Hier gibt es viel, das uns zusetzt, das gelindert gehört, wir uns wegwünschen. Manche erleben so viel davon, dass sie ihrem Leben sogar freiwillig ein Ende setzen, die Endlichkeit scheint für sie die vermeintlich letzte Hoffnung zu sein. Diese Dinge sind allerdings in der Tat eine Folge des Sündenfalls. Und ...