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Erste "Jahresversammlung"

Mit der H2O Vereinsbildung kommen auch gewisse Pflichten. Zum Beispiel eine "Jahresversammlung", wie es hier heißt. Was in meinen Ohren wie eine hallenfüllende Großveranstaltung klingt, sind bei H2O nur ein paar Hanserl. Wir halten die offiziellen Mitgliederzahlen zumindest jetzt am Anfang so klein wie möglich, auch aus dem Grund, um den administrativen Aufwand so winzig wie eben möglich zu halten. Außerdem möchten wir uns erst klar darüber werden, wie wir "Gemeinde" organisieren wollen. Über die Frage, ob Gemeinde wie ein Verein oder eine Firma oder ganz anders geführt und organisiert sein muss, mache ich mir schon sehr lange Gedanken (siehe z.B. hier) . Nun, wo H2O in die vierte Phase des Missional-Action-Planes* eindringt, wird die praktische Umsetzung aktuell. Wir haben einige Modelle als Ideen entwickelt, müssen diese aber noch weiter bearbeiten, schleifen, evt. kombinieren. Diese Aufgabe steht für uns als Leitung nun an: Was haben wir aus Erfahrung gelernt und...

M vier

M 4 ist der Name eines neuen, norwegischen Mentoringprogramms für Gemeindegründungsteams, und es steht für die vier M-Worte Meister (Jesus), Mission, Multiplikation, Movement (Bewegung). Unsere schwedische Partnerdenomination EFK möchte (zusammen mit zwei weiteren Denominationen) mit Hilfe dieses Programms wieder neu in die Gründung neuer Gemeinden investieren und hat das ganze Material ins schwedische übersetzt. Dabei hat man mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, Mentor für ein oder zwei Projekte zu werden, sofern sich welche finden. Da man mir sogar eine geringe Entlohnung dafür anbot und der Eurokurs immer noch sehr, sehr schlecht ist, nahm ich das Angebot an. Bislang bestand meine Aufgabe nur darin, das ganze Material durchzusehen und an zwei Trainingstagen teilzunehmen. Der zweite war vergangene Woche. Hier lerne ich nicht nur etwas norwegisch (der Leiter ist Norweger) sondern auch einige neue Menschen kennen, die meisten irgendwelche überregionalen Leiter und Entscheidungstr...

Gottes "Morgen"

Über das Morgen sagt Gott zu uns, seinen Kindern und Nachfolgern, vor allem eins: Macht euch keine Sorgen. Morgen mögen viele Dinge geschehen, über die du dir heute noch keinen Kopf zerbrechen brauchst. Es ist schlimm genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Das Gewicht des heutigen Tages ist gerade schwer genug, um es heute zu tragen, der morgige Tag wird nicht leichter, wenn du ihn schon vor seiner Zeit auf deine Schultern laden wirst. Auch morgen wirst du wieder Manna oder Wachteln sammeln dürfen. Du darfst natürlich gerne Pläne machen, träumen, vorbereiten und gestalten, denn das ist Meine kreative Natur, die Ich in dich als Mein Ebenbild gelegt habe. Doch lass dich nicht von deinen Plänen diktieren, sondern bleibe stets flexibel. Wenn Ich will, wirst du leben und dies oder das tun. Kümmere dich vor allem um das, was dir gerade jetzt vor die Füße und in die Hände gelegt wird. Übe dich darin, Mir heute nachzufolgen, jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen in Dankba...

Gottes "Heute"

Gott steht über der Zeit, tausend Jahre sind wie ein Tag für ihn - und umgekehrt. Bei uns Menschen ist das anders. Wir wurden vom Zeitlosen bewusst in die vierte Dimension hineingeschaffen. Zeit ist nichts sündiges und auch keine Folge des Sündenfalles, es ist also kaum damit zu rechnen, dass Gott die Zeit abstellen wird, wenn wir nach diesem Leben zu Ihm kommen werden. Die Ewigkeit werden wir buchstäblich als eine solche empfinden, als eine endlose Reihe von Stunden, Tagen, Monaten, Jahren. Das Schöne wird sein, dass es für die Geretteten kein Leid oder Langeweile geben wird, es wird nichts mehr geben, was "endlich" einmal aufhören möge. Anders als in diesem Leben. Hier gibt es viel, das uns zusetzt, das gelindert gehört, wir uns wegwünschen. Manche erleben so viel davon, dass sie ihrem Leben sogar freiwillig ein Ende setzen, die Endlichkeit scheint für sie die vermeintlich letzte Hoffnung zu sein. Diese Dinge sind allerdings in der Tat eine Folge des Sündenfalls. Und ...

Nur nicht vom Kurs abkommen!

(Grafik: ECB) Als wir vor über drei Jahren unseren letzten Budgetplan erstellten, gingen wir von einem Wecheslkurs von knapp 10,5 aus, d.h für z.B. 1000EUR sollten rund 10500 Kronen auf unserem schwedischen Konto ankommen. Alle wissen, dass es dem Euro gerade nicht so gut geht, und in diesem Monat werden wir für denselben Betrag kaum mehr als 8000 Kronen bekommen. Es wäre zwar für uns zur Zeit extrem billig, in Euros einzukaufen, allerdings nicht, wenn man gerade vorher über 20% des Einkommens einfach so mir nix dir dix abgezogen bekommen hat. Natürlich müssen wir uns zwar Gedanken machen, wie wir das als Familie langfristig lösen können, denn die Schmerzgrenze ist bei sonst steigenden Lebenskosten und gestrichenem Kindergeld für Ole schon längst überschritten - aber bis jetzt können wir zwei Dinge mit Fug und Recht behaupten: Erstens, Gott ist gut und zweitens, Er hat uns bisher trotzdem versorgt. Aus irgendwelchen Gründen haben wir seit Monaten die Gnade erhalten, die Eurokrise r...

Start ohne Nachbrenner

(Foto: Wikipedia) Manche Menschen sind wie Düsenjäger. Kraftvoll, agil, dominant, stets einsatzbereit. Manche Berufschristen auch. Immer auf dem richtigen Kurs, donnernde Predigten, auf Friedenseinsätzen in Konfliktzonen. Viele Profichristen wünschen sich genau so zu sein. Die Tanks mit Heiligem Geist gefüllt, damit jederzeit der Schub nach vorne aufgedreht werden kann und es mit übernatürlicher Energie voll abgeht. Nach dem vergangenen Sommer kann ich das von mir allerdings nicht behaupten. Mein Start in die neue Saison sah eher so aus: (Foto: Wikipedia) Ich kann nicht sagen, ob mein Tank voll oder leer ist - ist weiß grad gar nicht, ob ich überhaupt einen habe... Stattdessen hänge ich mich lieber an und folge nach, wohin ich gezogen werde. " Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden ."  Auf diese Weise kann man auch ganz schön weit kommen...

Erstlingsfrucht!!!

(Foto: istock) Sie war gerade dabei, einen Karton mit lauter Sachen auszupacken, die im Second-Hand-Laden verkauft werden sollten, als sie plötzlich eine Bibel in der Hand hielt. Betroffen sagte Karens Kollegin vor sich hin, dass sie auch glauben wolle, "aber so wie ihr!" Keine Stunde später hatte sie in einem längeren Gespräch unter Tränen entschieden, nun Jesus nachzufolgen und seine Vergebung anzunehmen. Leider war es gerade Juli, und H2O befand sich schon in der Sommerpause. Doch zu unserem neuen Saisonstart kam sie und freut sich, nun immer dabeisein zu können. Ich habe mich riesig gefreut, denn nun weiß ich, dass sie es wirklich so meint. Betet umso mehr mit uns, wenn wir uns in diesem Herbst auf das Thema Jüngerschaft konzentrieren - nun wird es sehr konkret für uns!

H2O on the taxiway...

(Foto: NASA) Der "Taxiway" ist der Teil eines Flughafens, auf dem die Flieger immer so schön präzise diesen geschwungenen Linien auf dem Teer folgen, bis sie dann auf der Startbahn angekommen sind und zum Start alle Triebwerke donnern lassen. So ungefähr kann man sich H2O gerade auch vorstellen: Im "Teamcockpit" werden soeben alle Vorbereitungen für die nächste anstehende Reise getroffen: Unser Dienstjahr 2012-2013 unter dem Motto Gemeindebildung und Jüngerschaft. Währenddessen rollen wir schon langsam voran, programmieren GPS, gehen Checklisten durch, prüfen den Wetterbericht noch einmal. Am Sonntag werden wir uns dann am Anfang der Startbahn befinden und den Schub zum Start voll aufdrehen, wenn wir um 18:00Uhr "Starterlaubnis" haben und nach der Sommerpause wieder mit unseren "Impressions", unseren zweiwöchigen Gottesdiensten beginnen. Wir freuen uns auf die Reise - und weit wir das richtig sehen, sind bislang weder Gegenwind noch Turbolen...

Lehre uns bedenken...

...dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Ps 90,12). Ein Vers, der oft Friedhofsstimmung verbreitet und nur selten außerhalb der Trauergottesdienste öffentlich zitiert wird. Vor wenigen Wochen wurde unsere Familie unverhofft wieder einmal daran erinnert , wie schnell es gehen kann, dass jemand abtreten muss. Die Endlichkeit des Lebens ist ein heute gerne vermiedenes Thema, fast schon ein richtiges Tabu. Kommt man in einem Gespräch dann doch auf den Tod zu sprechen, erhält man nicht selten diese unbeholfene, drückende Stimmung, diese Wortverlegenheit und das Verlangen, möglichst bald wieder Thema wechseln zu können. Ich denke, wir alle kennen das recht gut. Es sei wie es sei, mir wurde jedenfalls in diesem Sommer wieder einmal die ungeheure Wichtigkeit der Hoffnung deutlich, die wir in der Auferstehung haben: Die Aufersthung Christi als Resultat einer gigantischen Rettungsaktion Gottes, die Auferstehung Christi gleichzeitig als winziger Sproß und Vorbote einer gigantischen T...

Doch jetzt...

ist erstmal Urlaub! Wir wünschen Euch allen tolle Erholung! Nur nicht vom Herrn, der soll schießlich mit Euch in den Urlaub. Bis bald! Ach ja, diese Postkarte hatten wir allen H2O'lern ausgegeben. Ihr sollt auch eine haben!

Jüngerschaft

zum Vergrößern klicken Hier kommen wir also zur nächsten Folie unserer kleinen Presentation, die ich vor einigen Wochen in der Gemeindeleitung unserer Partnergemeinde Saron gehalten habe. Und wie letztens schon angekündigt, wenn um Gemeinde geht, dann geht es in Zukunft vor allem anderen um Jüngerschaft. Nicht um Programme, nicht um coole Shows, sondern um Nachfolge. Und wie sieht die in unserem Jahrhundert aus? Sie ist genauso schwer und herausfordernd wie sie es zu allen Zeiten war, nur eben anders. Anders dahingehend, dass die Menschen anders ticken, andere Gewohnheiten und Schwierigkeiten haben. Gesunde Jüngerschaft ist im Grunde Kontextualisierung pur. Evangelium im kulturellen Hochkonzentrat. Das wollen wir irgendwie hinkriegen. Unser H2O-Labor beginnt jetzt bald, die frommen Erlenmeyerkolben vorzubereiten, einen Vorrat an heiligen Reagenzgläsern anzulegen und die geistlichen Bunsenbrenner zu zünden. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Eure Gebete als Katalysatoren wirkten.

"Gehet hin!" Gehet hin?!

Gehet hin. So lautet der sogennante Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums. Beim guten alten Luther steht es so: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." In diesem Satz sind vier Imperative, und in der Regel wird das "Geht!" sehr betont. "Wir müssen gehen! Rausgehen!", heißt es. Und das ist ja auch gut so. Komisch ist nur, dass das gehen im Griechischen Original gar nicht so betont wird. Das wird da eher als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Der Imperativ im Griechischen lautet: Macht Jünger! Das ist die Essenz des Satzes. Macht Jünger, während ihr geht und tauft und lehrt und so weiter. Macht Jünger! Macht Jünger! Ich oute mich hier mal und sage etwas, was vielleicht nicht alle Leser von mir erwartet hätten. Aber ehrlich gesagt halte ich heutzutage von Straßenevangelisation, wo Leute dazu gebracht...

"Gemeinde"

Serie: Missional Action Plan, Phase vier  Dieses Bild war eines der ersten Bilder, die bei meiner Google-Bildersuche zum Begriff "church" angezeigt wurde. Ja. Genau. Ein antikes Gebäude mit einer Architektur, die heute wohl niemand mehr bauen würde. So etwas ähnliches ist wohl auch bei den allermeisten Menschen das erste, was ihnen zum Theme Kirche einfällt. Beim Missional Action Plan kommt "church", Kirche erst in Phase vier. Und das ist etwas ganz entscheidendes. Bei sehr vielen Gemeindegründungen kommt Kirche spätestens in Phase zwei. Fragt man Gemeindegründer, was sie im Wiederholungsfalle anders machen würden, sagen durch die Bank (fast) alle: Wir würden länger warten mit dem öffentlichen Auftreten als Gemeinde. Das hat so viele Resourcen geschluckt, dass nur noch wenig für das Eigentliche übrig war. Bingo. "Das Eigentliche" sollte erstmal so lange eingeübt werden, bis man gar nicht mehr anders kann. Und dann kann man auch als Gemeinde öffent...

sich versammeln

Serie: Missional Action Plan, Phase drei Sich versammeln, auf neudeutsch " gather ", ist die nächste, die dritte Phase einer CA-Gemeindegründung. Mann, was haben wir hier geochst! Immer und immer wieder mussten wir das als höchste Priorität setzen, Menschen zusammenzubringen. Es hat unsere ganze Kreativität gebraucht. Der Gedanke des Missional Actionplanes ist es eigentlich, die Leute zu finden und zu versammeln, bei denen man etwas "ausgelöst" hat (Phase 2), nämlich Interesse und Neugierde. Mit denen sollte man dann weitergehen auf der geistlichen Reise, zum Beispiel in einer Kleingruppe oder einem Alphakurs. Das ist auch gut amerikanisch gedacht. Dort ist es nämlich überhaupt kein Problem, Leute zu irgendeinem Stelldichein kommen zu lassen. " Gather " ist jenseits des Atlantiks überhaupt gar kein Problem. Bei der neuen Version des Missional Actionplanes gibt es " gather " schon gar nicht mehr, man es gleich mit " practice "=einü...

Bewirken. Entfachen. Hervorrufen. Evozieren.

Serie: Missional Action Plan, Phase zwei  Das sind einige Synomyme für die zweite Phase unseres sogenannten Missional Action Plans, genannt Auslösen (initiate) . Was ist denn das? Nun, niemand glaubt heute noch, dass der Pfarrer den Menschen wirklich zu sagen hat, wie man was zu tun oder zu lassen hat. Eigentlich möchte sich heute überhaupt niemand noch was sagen lassen, solange man nicht ausdrücklich gefragt hat. Entsprechend ist auch niemand mehr scharf auf Predigten. Predigt, das klingt wie Standpauke. Epistel. Ermahnung. Wie Schelte und Zurechtweisung. Niemand* will sich also noch bepredigen lassen. Man geht entweder auf Konfrontation oder stellt die Ohren auf Durchzug. Das, was jahrhundertelang das Zentrum der kirchlichen Kommunikation war, die Predigt, stirbt aus. Stirbt aus? Ganz und gar? Keine Predigten mehr in Zukunft? Nein, so ist es auch wieder nicht. Römer 10,17 sagt ganz klar, dass der Glaube aus der Predigt kommt, und damit wird die Predigt immer eine entsche...

Pläne, Ziele und Verhältnisse...

Serie: Missional Action Plan, Phase eins zum Vergrößern klicken Das Planen ist ja immer so eine Sache . Aber ganz ohne Plan geht es eben auch nicht. Ein Lehrer auf einem Fahrsicherheitsträning drückte das mal so aus: Man fährt immer dahin, wo man hinschaut. Wer ganz fasziniert auf das sich nähernde Stauende starrt, wird mit anhaltender Faszination draufbrettern, dass die Fetzen fliegen. Wer mit seinen Augen die Lücken findet, kommt vorbei. So ist das mit allem. Wer mit seinem Leben ein Ziel hat, wird ihm immer irgendwie näherkommen. Wer keine Ziele hat, dümpelt nur und fragt sich, was das alles eigentlich soll. Und so ist es auch in der Gemeindegründung. Wer weiß, wo er hinwill, wird diesem Ziel auch irgendwie näher kommen. Für uns ist dieses Ziel eine selbstlaufende Bewegung aus neuen Jesusnachfolgern, die von Angered ausgehend Verantwortungen für den Bau des Himmelreiches vor Ort, im ganzen Land und der Welt übernimmt. Das soll H2O einmal werden. Ein Multiplikator für Gemei...

Forschung nötig!

zum Vergrößern klicken In Mölndal, gleich an der südlichen Stadtgrenze Göteborgs, gibt es eine große Firma namens Astra Zeneca. Höchstwahrscheinlich haben alle von Euch schon Produkte von Astra Zeneca zu Hause gehabt, wahrscheinlich ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Firma stellt nämlich Medizin her. Jede Pille, jeder Tropfen der hier verkauft wird, ist das Ergebnis langer Forschungs- und Versuchsarbeit. Wir wissen nicht, was sich in diesem Firmenkomplex alles abspielt, aber die Medizin aus der Apotheke ist ein eindeutiges Resultat. Nun, so ähnlich kann man sich H2O vorstellen. Unsere Resultate sollen keine neuen Arzneien, sondern neue Jesusnachfolger sein. Vor allem wollen wir herausfinden, wie man morgen neue Jesusnachfolger macht. Dazu muss man in der Kultur von morgen leben. Gott hat uns dazu erst einmal aus unserem eigenen Land geholt. Nicht, dass es in Deutschland keine Menschen von morgen gäbe. Sondern eher deshalb, dass wir selbst, die Forschenden, dazu gebracht werde...

Große Herausforderungen erwarten uns

zum Vergrößern klicken Alles verändert sich. Heutzutage ist die Geschwindigkeit, mit der sich alles verändert, so hoch wie noch nie zuvor. Konnte man für tausende von Jahren noch davon ausgehen, dass die Welt, in der ich lebe, zum Zeitpunkt meines Todes noch annähernd so war wie zur Zeit meiner Kindheit, so ist es heute fast schon dumm, so etwas zu glauben. Das ganze menschliche Zusammenleben ändert sich enorm und schafft große Herausforderungen. Als Gemeinden stehen wir in der Spannung, einerseits mit und für einen Gott zu leben, der unveränderlich ist. Andererseits leben wir in dieser Welt und sind selbst Teil dieser großen Veränderungen. Das macht uns Mühe. Deswegen ist es leicht, vom Pferd zu fallen. Entweder auf der einen Seite, indem wir uns weltfremd in die fromme Blase zurückziehen wo wir uns wohl und sicher fühlen. Oder auf der anderen Seite, wo wir uns der Welt so sehr anpassen, dass niemand mehr merkt, aus welchem Stall wir kommen. Oder, und das ist heute eine immer beli...

Glad midsommar!

Heute ist Mittsommer und überall wird getanzt werden... Wir werden bei uns in der Nachbarschaft auf einer Wiese feiern, anschließend zusammen mit Freunden bei uns zu Hause das typisch schwedische Mittsommerbuffet genießen und abends dann zusammen das Viertelfinale ansehen. Wir wünschen allen deutschprechenden und Google-Translate gebrauchenden Bloglesern "glad midsommar!"

H2O Vorstellung

zum Vergrößern auf's Bild klicken Gestern war es soweit, dass ich den nächsten Schritt für H2O in der Gemeindeleitung unserer Partnergemeinde Saron vorgestellt habe. Saron ist eine der größten freien Gemeinden Schwedens, und die Gemeindeleitung ist natürlich nicht mit allem up-to-date was H2O angeht. Aus diesem Grund hatte ich eine kleine Präsentation vorbereitet und ich denke, diese Präsentation passt auch hier sehr gut. Deshalb werde ich die zehn Folien Schritt für Schritt übersetzen und einige Worte dazu schreiben. zum Vergrößern auf's Bild klicken Als erstes muss man sich unserer Position im Laufe der Kirchengeschichte bewusst sein. In diesem stark vereinfachten Bild kann man sehen, dass die Freikirchen eigentlich nichts anderes als eine geistlich angepasste Variante der evangelischen Kirche sind (entstanden u.a. durch die Täufer, Pietismus usw.), die evangelische Kirche ist wiederum eine geistlich angepasste Variante der katholischen Kirche (entstanden durch ...

Taufe!

H2O feierte den ersten Taufgottesdienst! An einer öffentlichen Badestelle im Angereder Stadtteil Lövgärdet, nur wenige Kilometer vom H2O-Center entfernt, haben Svea Nadia und Emma Molgaard vor allen Anwesenden und Vorbeikommenden öffentlich bezeugt, dass sie mit ihrem Leben Jesus nachfolgen wollen. Ein wichtiger Schritt in jeder Hinsicht! Für die Täuflinge sowieso, aber auch für uns als H2O-Gemeinschaft war das ein bedeutungsvolles Ereignis. Im Prinzip wurde damit das nächste Kapitel der H2O-Geschichte eingeläutet. Ab der nächsten Saison werden wir nämlich alles daran setzen, aus dem H2O- Missionsprojekt eine Gemeinde werden zu lassen. Unser Auftrag bleibt dabei gleich, nämlich herauszufinden, wie Gemeinde in Zukunft aussehen muss. Wir wollen keine bestehenden Gemeinden kopieren, sondern unsere bisherige Erfahrung einsetzen, neue Schwerpunkte zu setzen. Dazu gehören eine Menge Gedanken, eine Menge Gebet und eine Menge Vorbereitungen. Ich werde Euch in den kommenden Wochen auf dem Lau...

H2O Sommerfest: Hawaiiparty

...womit wir unsere sogenannten "Expressions" für diese Saison abschließen.    Nach dem Sommer geht's weiter mit Herbstexpressions! ("Expressions" ist unsere monatliche kreative H2O-Feier.)

Herzlichen Glückwunsch, H2O! Oder: Einige Gedanken zum Sinn und Zwecke H2Os

Am vergangenen Mittwoch, den 06. Juni war wieder einmal schwedischer Nationaltag. Und damit H2O's Geburtstag! Vor vier Jahren ging H2O zum ersten Mal als H2O in die Öffentlichkeit! Es war ein Kinderfest auf dem Parkplatz unseres Partners Reningsborg , direkt vor unserem heutigen H2O-Center - damals wussten wir davon natürlich noch rein gar nichts! H2O ist kein "herkömmliches" Gemeindegründungsprojekt. In einer "normalen" Gemeindegründung hätte man vor der Geburt sicher alle Vorbereitungen zu einem ersten öffentlichen Gottesdienst getroffen, man hätte Gäste dazu eingeladen und im Gottesdienst offiziell bekannt gegeben, dass hier nun eine neue Gemeinde gestartet wurde. H2O hingegen ist ein "Gemeindegründungsforschungslabor". Unser Auftrag ist nicht nur, neue Gemeinden zu starten. Unser Auftrag ist vor allem, herauszufinden, wie im 21. Jahrhundert neue Jesusnachfolger gemacht werden können. Wie können Menschen Jesus begegnen, die freiwillig nie und ni...

Thank you, Meisels!

Nach fünf Jahren Dienst mit H2O haben wir am vergangenen Sonntag während unseres zweiwöchigen Gottesdienstes "Impressions" Familie Meisel offiziell aus dem Missionsdienst verabschiedet. Meisels zogen im Juli 2007  nach Schweden, um bei H2O mitzuarbeiten (was damals allerdings noch gar nicht H2O hieß). Wir danken Meisels für ihre Hilfe bei der H2O-Grundsteinlegung und den Weichenstellungen im missionalen Gemeindebau. Für Eure Zukunft wünschen wir Euch alles erdenklich Gute, Luke, Kirsten, Jonathan, Lilia, Owen und Oliver! Meisels, die aus den US-Staaten Washington bzw. Minnesota stammen, möchten bis auf weiteres in Schweden bleiben und in ihrem Beruf als Lehrer weiterarbeiten. Wir freuen uns also, dass sie uns in Schweden noch erhalten bleiben. Wer mehr über diese nicht ganz unbedeutende Veränderung im Leben der Familie Meisel erfahren möchte, mag Lukes Maipost auf deren Blog lesen.

In Verwahrung

Seit acht Jahren lebt er in Göteborg. In meinem Post über Ausländer hatte ich ihn schon einmal kurz erwähnt, unseren Freund aus Afghanistan. Wir haben versucht, was wir konnten, um ihm zu helfen. Er kam immer wieder zu unseren H2O-Impressions. Manchmal sogar in unsere Partnergemeinde. Wir nahmen zusammen an Alpha teil und entdeckten, dass ein Alphakurs nur auf Westler zugeschnitten ist und viele Fragen für Muslime völlig irrelevant sind. Die Fragen, die sie haben, beantwortet kein Alphakurs. Wir verglichen Bibel und Koran. Das westliche Essen schmecke so fad wie Krankenhauskost, fand er. Erst vor drei Wochen war er und sein Freund bei uns zu Hause, um in unserer Küche traditionelles Essen aus seiner Heimat vorzubereiten. Eine große Ehre für uns als Familie. Letzte Woche Donnerstag war er zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Polizei war auf der Suche nach irgendwas und dabei wurde auch sein Ausweis kontrolliert. "Ach, sie mal an! Deine Aufenthaltsgenehmigung ist ja kürzlich au...

Und noch'a moil: SALT-Vertretung

Im April bat mich der neue Studienleiter der ALT-Ausbildung (vormals SALT) noch einmal, ab ersten Mai bis zur Sommerpause vertretungsweise für meinen Göteborger Kollegen einzuspringen, der zur Zeit nur eingegrenzt zur Verfügung stehen kann. Was sich nach einem Haufen Extraarbeit und vielen Überstunden anhört (und nicht nur anhört...), zahlt sich für mich zu weiten Teilen als unerwarteter Segen aus. In vielen Studiengruppen, die ich nun zu leiten oder zu moderieren hatte, wurden Themen diskutiert, die gerade jetzt vor H2Os Schritt " Church " (gemäß unseres sog. " Missional Action Plans "*) an der Reihe sind. So manche Frage konnte ich so formulieren, dass sie nicht nur für die Studenten, sondern auch für mich und H2O relevant wurde. Die allermeisten Studenten kommen aus traditionellen Gemeinden aller Denominationen einschließlich schwedischer Kirche, sehen die Probleme, mit denen die Kirche zu kämpfen hat, spüren den großen Veränderungsbedarf und lesen Literatur, d...

Der Mai...

... ist hier immer ein etwas eigenartiger Monat. Vielleicht liegt es daran, dass sich hier innerhalb kürzester Zeit die nordische Metamorphose vom Winter zum Sommer vollzieht. Während am 30. April kaum ein Blatt an den Bäumen hing und das Gras noch braun und platt auf dem Boden lag, so ist jetzt Hochsommer angesagt. Nachts wird es nicht mehr stockfinster, wo man neulich erst mit Eisskatern unterwegs war, ist jetzt baden angesagt. Das bewegt die nordischen Gemüter, und niemand will auch nur einen Sonnenstrahl verpassen. Die Veranstaltungskalender sind gefüllt bis zum Platzen. Der Körper erwacht dank der ungewöhnlich hohen und langen Lichtduschen ebenfalls aus seinem Winterschlaf, und alle sind aktiv. Vor drei Jahren haben wir aus diesem Grund unser TjänaStan in den Mai gelegt, eben weil dies der Monats des Erwachens ist. Nach unseren bisherigen Erfahrungen merken wir aber auch, dass im Mai fast zu viel los ist. Deshalb ist es vielleicht gescheiter, mehrere kleine TjänaStan-...

Herzlichen Glückwunsch, Gemeinde!

Heute ist Pfingsten und damit der eigentliche Geburtstag der Gemeinde. Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes, dem dritten Teil der göttlichen Dreieinigkeit, begann die Existenz der Kirche. Denkt man heute an "Kirche" so fällt den allerwenigsten als erstes der Heilige Geist ein. Nun, dazu gäbe es sehr, sehr, sehr viel zu sagen, aber ich will mich heute nur auf einen kurzen Glückwunsch beschränken. Ich freue mich sehr darüber, dass Gott sich entschlossen hat, ein Abbild seiner neue Schöpfung schon hier und jetzt zu schaffen (wie zuverlässig die Kirche diese Aufgabe erfüllt und erfüllt hat, ist wiederum eine ganz andere Sache). Immerhin, das Potenzial ist gegeben, und das liegt im Heiligen Geist. Und den feiern wir heute. Herzlichen Glückwunsch, Gemeinde!