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Posts

Doch jetzt...

ist erstmal Urlaub! Wir wünschen Euch allen tolle Erholung! Nur nicht vom Herrn, der soll schießlich mit Euch in den Urlaub. Bis bald! Ach ja, diese Postkarte hatten wir allen H2O'lern ausgegeben. Ihr sollt auch eine haben!

Jüngerschaft

zum Vergrößern klicken Hier kommen wir also zur nächsten Folie unserer kleinen Presentation, die ich vor einigen Wochen in der Gemeindeleitung unserer Partnergemeinde Saron gehalten habe. Und wie letztens schon angekündigt, wenn um Gemeinde geht, dann geht es in Zukunft vor allem anderen um Jüngerschaft. Nicht um Programme, nicht um coole Shows, sondern um Nachfolge. Und wie sieht die in unserem Jahrhundert aus? Sie ist genauso schwer und herausfordernd wie sie es zu allen Zeiten war, nur eben anders. Anders dahingehend, dass die Menschen anders ticken, andere Gewohnheiten und Schwierigkeiten haben. Gesunde Jüngerschaft ist im Grunde Kontextualisierung pur. Evangelium im kulturellen Hochkonzentrat. Das wollen wir irgendwie hinkriegen. Unser H2O-Labor beginnt jetzt bald, die frommen Erlenmeyerkolben vorzubereiten, einen Vorrat an heiligen Reagenzgläsern anzulegen und die geistlichen Bunsenbrenner zu zünden. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Eure Gebete als Katalysatoren wirkten.

"Gehet hin!" Gehet hin?!

Gehet hin. So lautet der sogennante Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums. Beim guten alten Luther steht es so: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." In diesem Satz sind vier Imperative, und in der Regel wird das "Geht!" sehr betont. "Wir müssen gehen! Rausgehen!", heißt es. Und das ist ja auch gut so. Komisch ist nur, dass das gehen im Griechischen Original gar nicht so betont wird. Das wird da eher als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Der Imperativ im Griechischen lautet: Macht Jünger! Das ist die Essenz des Satzes. Macht Jünger, während ihr geht und tauft und lehrt und so weiter. Macht Jünger! Macht Jünger! Ich oute mich hier mal und sage etwas, was vielleicht nicht alle Leser von mir erwartet hätten. Aber ehrlich gesagt halte ich heutzutage von Straßenevangelisation, wo Leute dazu gebracht...

"Gemeinde"

Serie: Missional Action Plan, Phase vier  Dieses Bild war eines der ersten Bilder, die bei meiner Google-Bildersuche zum Begriff "church" angezeigt wurde. Ja. Genau. Ein antikes Gebäude mit einer Architektur, die heute wohl niemand mehr bauen würde. So etwas ähnliches ist wohl auch bei den allermeisten Menschen das erste, was ihnen zum Theme Kirche einfällt. Beim Missional Action Plan kommt "church", Kirche erst in Phase vier. Und das ist etwas ganz entscheidendes. Bei sehr vielen Gemeindegründungen kommt Kirche spätestens in Phase zwei. Fragt man Gemeindegründer, was sie im Wiederholungsfalle anders machen würden, sagen durch die Bank (fast) alle: Wir würden länger warten mit dem öffentlichen Auftreten als Gemeinde. Das hat so viele Resourcen geschluckt, dass nur noch wenig für das Eigentliche übrig war. Bingo. "Das Eigentliche" sollte erstmal so lange eingeübt werden, bis man gar nicht mehr anders kann. Und dann kann man auch als Gemeinde öffent...

sich versammeln

Serie: Missional Action Plan, Phase drei Sich versammeln, auf neudeutsch " gather ", ist die nächste, die dritte Phase einer CA-Gemeindegründung. Mann, was haben wir hier geochst! Immer und immer wieder mussten wir das als höchste Priorität setzen, Menschen zusammenzubringen. Es hat unsere ganze Kreativität gebraucht. Der Gedanke des Missional Actionplanes ist es eigentlich, die Leute zu finden und zu versammeln, bei denen man etwas "ausgelöst" hat (Phase 2), nämlich Interesse und Neugierde. Mit denen sollte man dann weitergehen auf der geistlichen Reise, zum Beispiel in einer Kleingruppe oder einem Alphakurs. Das ist auch gut amerikanisch gedacht. Dort ist es nämlich überhaupt kein Problem, Leute zu irgendeinem Stelldichein kommen zu lassen. " Gather " ist jenseits des Atlantiks überhaupt gar kein Problem. Bei der neuen Version des Missional Actionplanes gibt es " gather " schon gar nicht mehr, man es gleich mit " practice "=einü...

Bewirken. Entfachen. Hervorrufen. Evozieren.

Serie: Missional Action Plan, Phase zwei  Das sind einige Synomyme für die zweite Phase unseres sogenannten Missional Action Plans, genannt Auslösen (initiate) . Was ist denn das? Nun, niemand glaubt heute noch, dass der Pfarrer den Menschen wirklich zu sagen hat, wie man was zu tun oder zu lassen hat. Eigentlich möchte sich heute überhaupt niemand noch was sagen lassen, solange man nicht ausdrücklich gefragt hat. Entsprechend ist auch niemand mehr scharf auf Predigten. Predigt, das klingt wie Standpauke. Epistel. Ermahnung. Wie Schelte und Zurechtweisung. Niemand* will sich also noch bepredigen lassen. Man geht entweder auf Konfrontation oder stellt die Ohren auf Durchzug. Das, was jahrhundertelang das Zentrum der kirchlichen Kommunikation war, die Predigt, stirbt aus. Stirbt aus? Ganz und gar? Keine Predigten mehr in Zukunft? Nein, so ist es auch wieder nicht. Römer 10,17 sagt ganz klar, dass der Glaube aus der Predigt kommt, und damit wird die Predigt immer eine entsche...

Pläne, Ziele und Verhältnisse...

Serie: Missional Action Plan, Phase eins zum Vergrößern klicken Das Planen ist ja immer so eine Sache . Aber ganz ohne Plan geht es eben auch nicht. Ein Lehrer auf einem Fahrsicherheitsträning drückte das mal so aus: Man fährt immer dahin, wo man hinschaut. Wer ganz fasziniert auf das sich nähernde Stauende starrt, wird mit anhaltender Faszination draufbrettern, dass die Fetzen fliegen. Wer mit seinen Augen die Lücken findet, kommt vorbei. So ist das mit allem. Wer mit seinem Leben ein Ziel hat, wird ihm immer irgendwie näherkommen. Wer keine Ziele hat, dümpelt nur und fragt sich, was das alles eigentlich soll. Und so ist es auch in der Gemeindegründung. Wer weiß, wo er hinwill, wird diesem Ziel auch irgendwie näher kommen. Für uns ist dieses Ziel eine selbstlaufende Bewegung aus neuen Jesusnachfolgern, die von Angered ausgehend Verantwortungen für den Bau des Himmelreiches vor Ort, im ganzen Land und der Welt übernimmt. Das soll H2O einmal werden. Ein Multiplikator für Gemei...

Forschung nötig!

zum Vergrößern klicken In Mölndal, gleich an der südlichen Stadtgrenze Göteborgs, gibt es eine große Firma namens Astra Zeneca. Höchstwahrscheinlich haben alle von Euch schon Produkte von Astra Zeneca zu Hause gehabt, wahrscheinlich ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Firma stellt nämlich Medizin her. Jede Pille, jeder Tropfen der hier verkauft wird, ist das Ergebnis langer Forschungs- und Versuchsarbeit. Wir wissen nicht, was sich in diesem Firmenkomplex alles abspielt, aber die Medizin aus der Apotheke ist ein eindeutiges Resultat. Nun, so ähnlich kann man sich H2O vorstellen. Unsere Resultate sollen keine neuen Arzneien, sondern neue Jesusnachfolger sein. Vor allem wollen wir herausfinden, wie man morgen neue Jesusnachfolger macht. Dazu muss man in der Kultur von morgen leben. Gott hat uns dazu erst einmal aus unserem eigenen Land geholt. Nicht, dass es in Deutschland keine Menschen von morgen gäbe. Sondern eher deshalb, dass wir selbst, die Forschenden, dazu gebracht werde...

Große Herausforderungen erwarten uns

zum Vergrößern klicken Alles verändert sich. Heutzutage ist die Geschwindigkeit, mit der sich alles verändert, so hoch wie noch nie zuvor. Konnte man für tausende von Jahren noch davon ausgehen, dass die Welt, in der ich lebe, zum Zeitpunkt meines Todes noch annähernd so war wie zur Zeit meiner Kindheit, so ist es heute fast schon dumm, so etwas zu glauben. Das ganze menschliche Zusammenleben ändert sich enorm und schafft große Herausforderungen. Als Gemeinden stehen wir in der Spannung, einerseits mit und für einen Gott zu leben, der unveränderlich ist. Andererseits leben wir in dieser Welt und sind selbst Teil dieser großen Veränderungen. Das macht uns Mühe. Deswegen ist es leicht, vom Pferd zu fallen. Entweder auf der einen Seite, indem wir uns weltfremd in die fromme Blase zurückziehen wo wir uns wohl und sicher fühlen. Oder auf der anderen Seite, wo wir uns der Welt so sehr anpassen, dass niemand mehr merkt, aus welchem Stall wir kommen. Oder, und das ist heute eine immer beli...

Glad midsommar!

Heute ist Mittsommer und überall wird getanzt werden... Wir werden bei uns in der Nachbarschaft auf einer Wiese feiern, anschließend zusammen mit Freunden bei uns zu Hause das typisch schwedische Mittsommerbuffet genießen und abends dann zusammen das Viertelfinale ansehen. Wir wünschen allen deutschprechenden und Google-Translate gebrauchenden Bloglesern "glad midsommar!"

H2O Vorstellung

zum Vergrößern auf's Bild klicken Gestern war es soweit, dass ich den nächsten Schritt für H2O in der Gemeindeleitung unserer Partnergemeinde Saron vorgestellt habe. Saron ist eine der größten freien Gemeinden Schwedens, und die Gemeindeleitung ist natürlich nicht mit allem up-to-date was H2O angeht. Aus diesem Grund hatte ich eine kleine Präsentation vorbereitet und ich denke, diese Präsentation passt auch hier sehr gut. Deshalb werde ich die zehn Folien Schritt für Schritt übersetzen und einige Worte dazu schreiben. zum Vergrößern auf's Bild klicken Als erstes muss man sich unserer Position im Laufe der Kirchengeschichte bewusst sein. In diesem stark vereinfachten Bild kann man sehen, dass die Freikirchen eigentlich nichts anderes als eine geistlich angepasste Variante der evangelischen Kirche sind (entstanden u.a. durch die Täufer, Pietismus usw.), die evangelische Kirche ist wiederum eine geistlich angepasste Variante der katholischen Kirche (entstanden durch ...

Taufe!

H2O feierte den ersten Taufgottesdienst! An einer öffentlichen Badestelle im Angereder Stadtteil Lövgärdet, nur wenige Kilometer vom H2O-Center entfernt, haben Svea Nadia und Emma Molgaard vor allen Anwesenden und Vorbeikommenden öffentlich bezeugt, dass sie mit ihrem Leben Jesus nachfolgen wollen. Ein wichtiger Schritt in jeder Hinsicht! Für die Täuflinge sowieso, aber auch für uns als H2O-Gemeinschaft war das ein bedeutungsvolles Ereignis. Im Prinzip wurde damit das nächste Kapitel der H2O-Geschichte eingeläutet. Ab der nächsten Saison werden wir nämlich alles daran setzen, aus dem H2O- Missionsprojekt eine Gemeinde werden zu lassen. Unser Auftrag bleibt dabei gleich, nämlich herauszufinden, wie Gemeinde in Zukunft aussehen muss. Wir wollen keine bestehenden Gemeinden kopieren, sondern unsere bisherige Erfahrung einsetzen, neue Schwerpunkte zu setzen. Dazu gehören eine Menge Gedanken, eine Menge Gebet und eine Menge Vorbereitungen. Ich werde Euch in den kommenden Wochen auf dem Lau...

H2O Sommerfest: Hawaiiparty

...womit wir unsere sogenannten "Expressions" für diese Saison abschließen.    Nach dem Sommer geht's weiter mit Herbstexpressions! ("Expressions" ist unsere monatliche kreative H2O-Feier.)

Herzlichen Glückwunsch, H2O! Oder: Einige Gedanken zum Sinn und Zwecke H2Os

Am vergangenen Mittwoch, den 06. Juni war wieder einmal schwedischer Nationaltag. Und damit H2O's Geburtstag! Vor vier Jahren ging H2O zum ersten Mal als H2O in die Öffentlichkeit! Es war ein Kinderfest auf dem Parkplatz unseres Partners Reningsborg , direkt vor unserem heutigen H2O-Center - damals wussten wir davon natürlich noch rein gar nichts! H2O ist kein "herkömmliches" Gemeindegründungsprojekt. In einer "normalen" Gemeindegründung hätte man vor der Geburt sicher alle Vorbereitungen zu einem ersten öffentlichen Gottesdienst getroffen, man hätte Gäste dazu eingeladen und im Gottesdienst offiziell bekannt gegeben, dass hier nun eine neue Gemeinde gestartet wurde. H2O hingegen ist ein "Gemeindegründungsforschungslabor". Unser Auftrag ist nicht nur, neue Gemeinden zu starten. Unser Auftrag ist vor allem, herauszufinden, wie im 21. Jahrhundert neue Jesusnachfolger gemacht werden können. Wie können Menschen Jesus begegnen, die freiwillig nie und ni...

Thank you, Meisels!

Nach fünf Jahren Dienst mit H2O haben wir am vergangenen Sonntag während unseres zweiwöchigen Gottesdienstes "Impressions" Familie Meisel offiziell aus dem Missionsdienst verabschiedet. Meisels zogen im Juli 2007  nach Schweden, um bei H2O mitzuarbeiten (was damals allerdings noch gar nicht H2O hieß). Wir danken Meisels für ihre Hilfe bei der H2O-Grundsteinlegung und den Weichenstellungen im missionalen Gemeindebau. Für Eure Zukunft wünschen wir Euch alles erdenklich Gute, Luke, Kirsten, Jonathan, Lilia, Owen und Oliver! Meisels, die aus den US-Staaten Washington bzw. Minnesota stammen, möchten bis auf weiteres in Schweden bleiben und in ihrem Beruf als Lehrer weiterarbeiten. Wir freuen uns also, dass sie uns in Schweden noch erhalten bleiben. Wer mehr über diese nicht ganz unbedeutende Veränderung im Leben der Familie Meisel erfahren möchte, mag Lukes Maipost auf deren Blog lesen.

In Verwahrung

Seit acht Jahren lebt er in Göteborg. In meinem Post über Ausländer hatte ich ihn schon einmal kurz erwähnt, unseren Freund aus Afghanistan. Wir haben versucht, was wir konnten, um ihm zu helfen. Er kam immer wieder zu unseren H2O-Impressions. Manchmal sogar in unsere Partnergemeinde. Wir nahmen zusammen an Alpha teil und entdeckten, dass ein Alphakurs nur auf Westler zugeschnitten ist und viele Fragen für Muslime völlig irrelevant sind. Die Fragen, die sie haben, beantwortet kein Alphakurs. Wir verglichen Bibel und Koran. Das westliche Essen schmecke so fad wie Krankenhauskost, fand er. Erst vor drei Wochen war er und sein Freund bei uns zu Hause, um in unserer Küche traditionelles Essen aus seiner Heimat vorzubereiten. Eine große Ehre für uns als Familie. Letzte Woche Donnerstag war er zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Polizei war auf der Suche nach irgendwas und dabei wurde auch sein Ausweis kontrolliert. "Ach, sie mal an! Deine Aufenthaltsgenehmigung ist ja kürzlich au...

Und noch'a moil: SALT-Vertretung

Im April bat mich der neue Studienleiter der ALT-Ausbildung (vormals SALT) noch einmal, ab ersten Mai bis zur Sommerpause vertretungsweise für meinen Göteborger Kollegen einzuspringen, der zur Zeit nur eingegrenzt zur Verfügung stehen kann. Was sich nach einem Haufen Extraarbeit und vielen Überstunden anhört (und nicht nur anhört...), zahlt sich für mich zu weiten Teilen als unerwarteter Segen aus. In vielen Studiengruppen, die ich nun zu leiten oder zu moderieren hatte, wurden Themen diskutiert, die gerade jetzt vor H2Os Schritt " Church " (gemäß unseres sog. " Missional Action Plans "*) an der Reihe sind. So manche Frage konnte ich so formulieren, dass sie nicht nur für die Studenten, sondern auch für mich und H2O relevant wurde. Die allermeisten Studenten kommen aus traditionellen Gemeinden aller Denominationen einschließlich schwedischer Kirche, sehen die Probleme, mit denen die Kirche zu kämpfen hat, spüren den großen Veränderungsbedarf und lesen Literatur, d...

Der Mai...

... ist hier immer ein etwas eigenartiger Monat. Vielleicht liegt es daran, dass sich hier innerhalb kürzester Zeit die nordische Metamorphose vom Winter zum Sommer vollzieht. Während am 30. April kaum ein Blatt an den Bäumen hing und das Gras noch braun und platt auf dem Boden lag, so ist jetzt Hochsommer angesagt. Nachts wird es nicht mehr stockfinster, wo man neulich erst mit Eisskatern unterwegs war, ist jetzt baden angesagt. Das bewegt die nordischen Gemüter, und niemand will auch nur einen Sonnenstrahl verpassen. Die Veranstaltungskalender sind gefüllt bis zum Platzen. Der Körper erwacht dank der ungewöhnlich hohen und langen Lichtduschen ebenfalls aus seinem Winterschlaf, und alle sind aktiv. Vor drei Jahren haben wir aus diesem Grund unser TjänaStan in den Mai gelegt, eben weil dies der Monats des Erwachens ist. Nach unseren bisherigen Erfahrungen merken wir aber auch, dass im Mai fast zu viel los ist. Deshalb ist es vielleicht gescheiter, mehrere kleine TjänaStan-...

Herzlichen Glückwunsch, Gemeinde!

Heute ist Pfingsten und damit der eigentliche Geburtstag der Gemeinde. Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes, dem dritten Teil der göttlichen Dreieinigkeit, begann die Existenz der Kirche. Denkt man heute an "Kirche" so fällt den allerwenigsten als erstes der Heilige Geist ein. Nun, dazu gäbe es sehr, sehr, sehr viel zu sagen, aber ich will mich heute nur auf einen kurzen Glückwunsch beschränken. Ich freue mich sehr darüber, dass Gott sich entschlossen hat, ein Abbild seiner neue Schöpfung schon hier und jetzt zu schaffen (wie zuverlässig die Kirche diese Aufgabe erfüllt und erfüllt hat, ist wiederum eine ganz andere Sache). Immerhin, das Potenzial ist gegeben, und das liegt im Heiligen Geist. Und den feiern wir heute. Herzlichen Glückwunsch, Gemeinde!

Und schließlich: Die Schlussfolgerung folgert Schluss.

Das war ein kleiner Einblick in eine beliebige Woche. Die nächste sieht ganz anders aus, und die Woche vorher war wiederum ganz anders. Wenn man wirklich wissen will, wofür man als Gemeindegründer, Pastor usw. seine Zeit so einsetzt, muss man über längere Zeit eine Art persönlichen Stundenbericht führen und dann den Durchschnitt für die einzelnen Kategorien herausfinden. Ich empfehle meinem Team, vor allem aber meinen Studenten einen solchen Bericht zu ihrem eigenen Vorteil zu führen. Ohne eine solche Übersicht kann es leicht frustrierend werden, sich zu investieren ohne konkrete Resultate zu sehen und zu wissen, was man eigentlich gemacht hat. Es ist noch besser, sich sogar im Vorfeld zu überlegen, in was man wieviel Zeit investieren möchte. Das hilft, konzentriert zu bleiben und sich nicht zu verzetteln. Mein grundsätzlicher Wochenplan für dieses Frühjahr sieht so aus: Einen solchen Plan präsentiere ich meinem Team und bitte gleichzeitig um deren Zeitplanung. Auf diese Weise hä...

Die Kreissäge sägt Kreis. Ein Gemeindegründer...? Der typisch untypische Samstag.

Heute bin ich dran, bei Reningsborg ein "Medvandrare" zu sein. Reningsborg ist einer der größten Second-Hand "Läden" in Schweden, wenn nicht der größte. Verkauf ist nur Samstag vormittags. Medvandrare zu sein, heißt, während des Verkaufs im Café der zwei riesigen Verkaufshallen mit über 2000m2 Verkaufsfläche anwesend zu sein, und vor allem mit Leuten ins Gespräch zu kommen oder ganz einfach zu helfen, wo es nötig ist. Wir merken, dass diese Woche Gehaltsauszahlung war, die Menschenschlange vor der Eingangstür beginnt schon über eine Stunde vor Öffnung zu wachsen und erreicht heute eine Länge von rund 100 Metern. Der Laden wird rappelvoll. Viele kommen zu uns und wollen einfach nur eine Auskunft. Manchmal soll man eine Sackkarre organisieren oder beim Tragen helfen. Oder man braucht Besen und Schaufel, weil irgendjemand einen Teller fallen lässt. Heute ist ein typischer Tag. Typisch ist auch, dass ich wieder eine Ansage über die Lautsprecheranlage mache, bitte nur...

Der Lückenbüßer büßt Lücken. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Freitag.

Der Tag beginnt, wie fast jeder, mit einer Andacht noch vor dem Aufstehen. Heute ist Gal 2,19 dran: Ich bin mit Christus gekreuzigt! Na, passt doch wunderbar zum Thema letzten Sonntag. Möglichst keinen Tag das Bett verlassen, bevor die Wahrheit Gottes nicht das Herz erreicht hat. Heute verdient der Freitag ausnahmsweise mal seinen Namen. Ich habe frei! Mit Auschlafen ist zwar nix, weil die Kinder ja losmüssen, aber danach... Ich brauche eine ganz bestimmte Schraube mit Zollgewinde und passender Mutter und dazu muss ich ausnahmsweise das Auto benutzen (sonst machen wir hier alles mit den Öffentlichen), doch das Gesuchte finde ich nicht. Auf dem Weg löst sich der Auspuff - nach sechs Jahren gibt er den Geist auf, Mist. Schließlich muss ich doch tatsächlich noch mit dem Bus in die Stadt fahren zu einem kleinen Eisenwarenhandel - und die haben tatsächlich meine Schraube. Als ich wieder heimkomme ist es zwei Uhr - na, so hatte ich mir den Vormittag eigentlich nicht vorgestellt. Nachmitt...

Ein Brückenpfeiler pfeilt Brücken. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Donnerstag

Es saut und pinkelt da draußen, furchtbares Sauwetter. Die Jungs sind bester Laune beim Frühstück, weil Bayern gestern gegen Barcelona gewonnen hat. Heute ist Kommunikationstag - bloggen und einen neuen Gebetsbrief schreiben. Gebet und regelmäßige Kommunikation mit Unterstützern, Betern und Freunden gehören zu den größten Herausforderungen der Missionare. Ein guter Gebetsbrief kann locker ein bis zwei volle Arbeitstage in Anspruch nehmen, bis er draußen ist, selbst im E-Mail-Zeitalter. Es gibt einige Gebetsanliegen, über die ich unsere Beter informieren möchte, deshalb ist das heute dran. Später am Nachmittag geht es zur Schule. Nils nimmt dieses Jahr an einem Schüleraustausch mit Spanien teil, und heute ist ein Informationsabend für die Eltern. Abends ist unser vor wenigen Wochen neu begonnenes Gebetstreffen bei Familie Berglund in Rannebergen angesetzt. Eineinhalb Stunden treffen sich H2O-Leute um miteinande für die Stadt, für H2O und für uns selbst zu beten. Eine wunderbare Sa...

Der Dauerbrenner brennt dauer. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Mittwoch.

Heute morgen nehme ich den Bus schon um 7.01 nach Angered Centrum. Von dort spaziere ich zum H2O-Center. Reningsborg richtet ein Frühstück für Mitglieder des "Unternehmervereins Angered" aus. Nachdem dies in den H2O-Lokalitäten stattfindet (die ja Reningsborg gehören), war ich also auch eingeladen. Und so kamen sie alle - die Nachbarn von BASF, dem Arbeitsamt, Sicherheitsdiensten und viele mehr. Ein typischer Fall von "Organizational Networking" - dabeisein ist alles, sehen und gesehen werden, Visitenkarten nehmen und austeilen, hören und hören (und dann erst reden). Da sind doch alle Menschen gleich, erst Vitamin B macht den Unterschied. Für ein Pionierprojekt wie H2O ist Netzwerkaufbau entscheidend. In den ersten Jahren habe ich viel daran gearbeitet, ein Netzwerk unter den bestehenden Kirchen und Gemeinden aufzubauen. Nun ist das "weltliche" Netzwerk dran, schließlich wollen wir ja in der Welt Reich Gottes bauen. Nach einem guten Frühstück ist ein...

Die Stichprobe probt stich. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Dienstag.

Dienstag, der Pastorenmontag. Heute ist Personaltreffen angesagt. Alle CA-Mitarbeiter treffen sich von 9 bis max. 11. Heute ist auch Don (der von gestern Abend) zu Gast. Jedes Treffen beginnt mit einer kurzen Andacht und einer Gebetsgemeinschaft (das heißt, dass nicht nur einer betet, sondern jeder ein freies Gebet sprechen kann). In unserem Büro haben wir ein Whiteboard an der Wand hängen mit einem Wochenplan. Jeder schreibt für jeden Tag einen Post-it-Zettel mit den Dingen, die er oder sie für diesen Tag geplant hat. Bevor man seine Zettel für den jeweiligen Tag auf's Whiteboard heftet, nimmt man die Zettel der vergangenen Woche herunter und berichtet allen, wie's gelaufen ist - was hat geklappt oder nicht geklappt, was lief wie geplant, was nicht, was können wir feiern, wo ist Hilfe nötig. Auf diese Weise werden alle im Team auf dem neuesten Stand gehalten und jeder weiß, was gerade so los ist. Diese Woche gibt es noch ein paar organisatorsiche Fragen. Wir stellen d...

Der Zitronenfalter faltet Zitronen. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Montag

Montag. Der "Pastorensonntag". Eigentlich hätten wir heute frei. Eigentlich. Heute aber nicht. Wir haben ein wichtiges Treffen mit Teammitgliedern, das sich nicht anders legen ließ. Für uns als Teamleiter ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit auch, sich um das Team zu kümmern. Hier haben wir in den letzten Jahren extrem viel lernen können, denn unser deutsches Erbe in Sachen Menschenführung wies unglaubliche Lücken auf. Wir sind sehr, sehr froh, bei CA sein zu dürfen, wo wir was das angeht von lauter Vorbildern umgeben sind, von denen wir lernen können, die sich auch um uns kümmern und uns immer wieder Mut machen oder die richtigen Fragen stellen. Den ganzen Vormittag sprechen wir. Es ist ein entscheidendes und gutes Gepräch, welches wir mit einer guten Gebetszeit abschließen. Danach müssen Karen und ich noch eine Zeit miteinander reden. Anschließend kommt ein wichtiger Gast. Der Leiter von "Entwicklung Angered" kommt, um sich die Büroräume unseres Partners ...

Der Feinschmecker schmeckt fein. Ein Gemeindegründer...? Ein typisch untypischer Sonntag.

Leider kein Ausschlafen heute. Muss "Impressions", unseren Gottesdienst, noch vorbereiten. Hab die ganze Woche schon drüber nachgedacht, bin aber nicht dazu gekommen, alles irgendwie zu ordnen und eine Powerpoint zu machen. Hab leider auch vergessen, auf Facebook dazu einzuladen, aber das hat mein Kollege Douglas zum Glück gemacht. Muss nur noch meine Kontakte hinzufügen. Bisschen spät am Sonntag, aber immerhin. Nach dem Familienfrühstück diskutieren wir als Familie den Bibeltext, um den es heute geht: Mt 5, 27-30. Wahrscheinlich der schwerste Text in der ganzen Bergpredigt. Abgehackte Hände, ausgerissene Augen. Ich hab keine Ahnung, wer heute kommt. Wie soll man das unserem Publikum klarmachen? Ole bringt mich auf die zündende Idee. Er sagt, ohne Hand und ohne Augen kann er ja wohl immer noch sündigen. Dann müsse er sich immer wieder und immer weiter so sehr in Scheiben schneiden, bis er irgendwann dann tot ist. Dann könne er auch nicht mehr sündigen. LOGISCH! Das ist ...