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Posts

Das Jesuslabor

Neue Herausforderungen erfordern neues Denken, neues Denken erfordert neues Handeln, neues Handeln stellt uns wiederum vor neue Herausforderungen. Christen scheint das Denken "outside the box" eher schwer zu fallen, glaubt man doch fest an die Unveränderlichkeit Gottes und seines Wortes, der Bibel. Kirchen und Gemeinden scheinen göttliche Beständigkeit leicht mit der Dauerhaftigkeit eigener Traditionen und liebgewordener Gewohnheiten zu verwechseln. Doch das 21. Jahrhundert fordert von uns, manche Gewohnheiten über Bord zu werfen, die sehr gut zu vergangenen Zeiten passten und es verlangt neue Gewohntheiten zu entwickeln, die perfekt in postmoderne Zeiten passen - und nicht weniger biblisch sind. Wir arbeiten mit H2O an genau der Frage: Wie sieht echte Jüngerschaft und Jesusnachfolge im 21. Jahrundert aus? Möchtest Du auf irgendeine Art mitmachen? Meld Dich!

Aktuelles Gebetsanliegen

Dieses Filmchen haben wir am Freitag gedreht mit einem lieben Gruß an unsere sendende Gemeinde, die FeG Ingolstadt . Diese von Craig Ott gegründete Gemeinde ist von Anfang an eine sehr evangelistisch engagierte Gemeinde gewesen, immer um den Bau des Himmelreiches in ihrer Umgebung bemüht mit einer ungewöhnlichen Bereitschaft, dafür auch außergewöhnliche Wege zu gehen. Dafür hat sie erwartungsgemäß auch einige empfindliche Schläge und Tritte des Feindes einstecken müssen, doch niemand hat sie kleinkriegen können. Mit unermüdlichem Eifer geht man weiter, und ein Teil dieses Eifers besteht darin, H2O möglich zu machen. Unsere Gemeinde in IN wird in Zunkunft jeden Monat ein aktuelles Gebetsanliegen per Kurzvideo bekommen - einige davon werde ich hier veröffentlichen, andere bleiben privat. Doch der allererste Film, der gestern schon im Gottesdienst gezeigt wurde, enthält ein Anliegen, für das nicht nur Ingolstädter beten können, sondern ALLE! Merci!

Wir müssen unaufhörlich navigieren...

Wie können wir in dieser Welt einen "Trailer" des Reiches Gottes schneiden, eine Vorschau dessen produzieren, was noch kommt? Wie kann Gottes Liebe hier und jetzt gezeigt und gelebt werden mit allem, was schon jetzt drin ist? Die gute Nachtricht ist: Es geht! Die schlechte: Es gibt keine Patentrezepte. Genau das macht missionale Gemeindearbeit aus: Gottes Liebe ohne Schema X beweisen. Das versuchen auch die beiden Autoren Alan Roxburgh und Scott Boren mit dem folgenden Abschnitt zu sagen, den ich ganz gut fand: Als wir [die Autoren] in der gleichen Gemeinde in Vancouver arbeiteten, kam ein Paar neu in die Gemeinde, die erst kürzlich aus Südafrika eingewandert waren. Ihre Reise war unglaublich. Sie hatten den ganzen Ozean auf einem sechs Meter langen Segelboot bis nach Amerika überquert, wo sie in einem Hafen North Carolinas an Land gingen. Als sie Südafrika verließen, wussten sie zwar genau, wohin sie wollten, aber der Kurs der Reise war alles andere als vorausschauba...

Und er liebt sie doch...

Und Gott liebt sie doch, diese Welt, gefallen, verdorben und verdreht, wie sie seit dem Sündenfall ist. Schade, dass wir nie sehen konnten, wie die Schöpfung ursprünglich einmal ausgesehen hat, vor diesem sagenumwobenen Sündenfall. Es bleibt unseren kühnsten Phantasien überlassen, sich vorzustellen, wie Äcker und Gärten so ganz ohne Unkraut sein würden, wie Arbeit ohne Schweiß und Stress wäre, welch weibliche Anatomie schmerzfreies Kinderkriegen möglich machte, zu welchen Taten ein T-Rex vor dem Fall in der Lage gewesen wäre und was seine Lieblingsspeise war bevor er dieses Monstergebiss hatte. Für uns ist der tödliche Ausgang jeden Lebens Normalzustand. Für Gott nicht. Er weiß, dass der Mensch das Leben im Vorraum der Hölle selbst gewählt hat. Gott liebt die dort vor sich hin leidenden Menschen und hat alles getan, um zu retten, was zu retten ist, bevor ein korrupter, verbrauchter und ausgebeuteter Planet am letzten Ende der ewigen Müllverbrennung zugeführt wird. Wir brauchen ...

Brüll! Bell! Knurr! Kein Glaube ohne Kirchensteuer! Winsel! Jaul!

Bildunterschrift auf sueddeutsche.de : Die Deutsche Bischofskonferenz unter ihrem Vorsitzenden Robert Zollitsch hat ein Dekret zum Kirchenaustritt verabschiedet. (© dpa) Der heute Artikel der Süddeutschen Zeitung passt ja wohl perfekt zu meinen jüngst geäußerten Gedanken (obwohl es diese Nachricht heute sicher nicht nur in der Süddeutschen gibt). Er besagt schwarz auf weiß, dass allein die katholische Kirche seit 1990 weit mehr als zweimillionen Mitglieder verloren hat - und der Trend hält an. Und er besagt ebenso schwarz auf weiß, dass sie sich außerdem in hartnäckiger Unwilligkeit übt, daraus etwas lernen zu wollen. Wie ein schwer verletzter, aber nicht tödlich getroffener Bär schlägt sie patzig um sich, brüllt, versucht Eindruck zu machen, sich wieder Respekt zu verschaffen. Doch die einst so gefährlichen Zähne der Inquisition sind längst verfault. Wenn die Kirche könnte, würde sie sich kaum schämen, auch heute noch damit zuzubeißen um ihre irdische Macht gnadenlo...

Das nachchristliche Mosaik

Zugegeben, die letzten drei Posts sind wirklich nicht mehr als winzige Mosaiksteinchen, obendrein mit einer subjektiven Interpretation. Andererseits: Es sind eben auch nur drei Steinchen. Die Masse macht's. Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich immer und immer und immer wieder erlebt, dass in einer immer größer werdenden Masse der Bevölkerung das persönliche Interesse am Christentum gegen Null geht. Ausnahmen mögen eher kirchlich geprägte Landstriche sein, doch selbst die können den Trend nicht überschminken. Ein Blick auf die europäischen Kirchenstatisktiken der vergangenen Jahrzehnte genügt. Ist der Trend aufzuhalten? Ehrlich gesagt glaube ich: wohl kaum. Er ist bestenfalls zu bremsen. Aber er lässt sich nicht durch hippe Gemeinden mit bühnenreifen Gottesdiensten und coolen Programmen bremsen. Wenn er sich bremsen lässt, dann nur durch Gemeinden, die bereit sind, den schmalen Weg zu gehen. Die mutig wie ihr Haupt sind. Die Jesus folgen, auch wenn es kostet. Solche Gemeind...

Mosaiksteinchen 3: "Nicht immer bloß Weihnachten!"

"Wir wollen die Kinder zu offenen Weltbürgern erziehen!" hieß es am Elterntag zu Beginn des neuen Schuljahres. Das ist wunderbar, und als Eltern sehen wir uns in der außergewöhnlich glücklichen Lage, unsere Kinder auf eine bezahlbare internationale Schule schicken zu können mit einem hervorragenden Konzept und Erfahrungen, die man auf anderen Schulen einfach nicht machen kann. Eine Lehrering erklärt den Eltern, wie sie die oben genannte Aussage in ihrem Unterricht umzusetzen versucht. Unter anderem setzt sie auf die Kompetenz der Eltern, die immer wieder am Unterrichtsgeschehen beteiligt werden können. So habe sie im vergangenen Schuljahr die buddhistischen Eltern einer asiatischen Schülerin eingeladen, ausgiebig von ihrer Kultur und Religion zu erzählen. Auch das ist begrüßenswert, wenn man Informationen aus erster Hand erhält. Etwas stutzig wurde ich erst, als ich hörte mit welch langen Lobeshymnen diese Erfahrung gepriesen wurde, wie eindrücklich, besonders, interessant...

Mosaiksteinchen 2: "Na, du weißt schon, so eine Missionarsfamilie..."

Wieder sitze ich in der Straßenbahn. Bin auf dem Weg zu einem Treffen. Auf dem Sitz hinter mir sitzt eine Frau, Jahre älter als ich, die gut hörbar und offensichtlich mit einer Freundin oder einer guten Kollegin telefoniert. Vor ein paaren Jahren noch hätte ich mir sehnsüchtigst gewünscht, mehr von dem verstehen zu können, was so um mich herum gesprochen wird. Nun kann man teilweise sogar verstehen, was zwischen den Zeilen gesagt wird. Ich vermute, dass diese Dame am Sozialamt oder irgendeiner Beratungsstelle arbeitet, denn die beiden Gesprächspartner tauschen sich vermutlich Geschichten mit ihren Klienten aus. Dann beginnt die Frau hinter mir eine neue Story von "noch so einer", die neulich bei ihr reingeschneit kam. Eine junge Frau, so Anfang zwanzig, ein Sack voller Probleme. Sie kam, wie die Frau erklärte, "naja, du weißt schon, aus so einer Missionarsfamilie. Zwölf Kinder, ständig im Ausland, zuletzt in England", sie konnte gar keine Persönlichkeit entwickel...

Kulturbeobachtungen: Drei Mosaiksteinchen

Christen sollten wissen, woher der Wind weht. Christen in Leitungsfunktionen erst recht. Manchmal muss man sich nur ins Wetter stellen, Finger anfeuchten und hochhalten; schon weiß man, welches Lüftchen weht. Anders gesagt: Manchmal muss man sich nur ins öffentliche Leben begeben und seine Augen und Ohren aufsperren. Hier ist das erste von drei kleinen Mosaiksteinchen, Beobachtungen, die ich innerhalb der letzten Wochen gemacht habe. Ich steige im Zentrum der Stadt aus der Straßenbahn und mir fallen einige Leute auf, die jeder für sich an irgendwelchen Ecken stehen und ein grünes Faltblatt lesen. Etwas später wird mir ebenfalls ein solches Faltblatt angeboten. Neugierig geworden durch die anderen, nehme ich es an. Der Flyer, der sich solchem Interesse erfreut, nennt sich "Einführung in den Islam". Ich packe ihn ein und gehe weiter.  Auf der Brücke über den Kanal fallen mir viele weiße Zettel auf, die auf dem Boden liegen. Auf der anderen Seite der Brücke stehen einige Me...

Willkommen, Juliana! Es lebe TjänaStan!

Herzlich willkommen, Juliana! Wie schon kurz angekündigt, ist Juliana nun hier bei H2O, um uns bei der Weiterentwicklung von TjänaStan zu helfen. Wir sind extrem dankbar dafür! Vor ungefähr zwei Jahren hatten wir angekündigt, dass wir einen Leiter oder eine Leiterin für TjänaStan brauchen, weil das ganze Drumherum zu viel Arbeit für einen Einzelnen erfordert, um es sinnvoll in ein Gemeindegründungsprojekt einzubinden. Wir hatten einige Interessenten für die Aufgabe, doch Juliana hat es gewagt, trotz vieler Ungewissheiten die Herausforderung im Vertrauen auf unseren Herrn Jesus anzunehmen. Wir freuen uns sehr und beten, dass der Herr Julianas Weg und Arbeit segnen wird. TjänaStan wollen wir in Zukunft nicht nur weiter sondern sogar verstärkt durchführen. Es ist Teil der zweiten Ebene unseres Gründungskonzepts, genannt "auslösen" (initiate). Durch TjänaStan wollen wir Gottes Reich proklamieren, uns im Dienen und in der Nächstenliebe üben und dadurch Neugierde und Interesse...

Fastenbrechen

Schon als ich noch in Ingolstadt lebte, bin ich in den letzten Jahren mehr oder weniger regelmäßig in eine Moschee gegangen, um Muslime zu treffen und mehr über den Islam aus erster Hand zu erfahren. Eine Sache, die ich dabei z.B. mitbekam war, dass das Fastenbrechen nach der Fastenzeit ein großes Fest ist, ähnlich dem christlichen Weihnachten. Seither hatte ich mir gewünscht, einmal auf einem solchen Fest dabeisein zu können. Obwohl der Fastenmonat dieses Jahr schon vor ein paar Wochen abgeschlossen wurde, hatte ein lokaler Kulturverein zu diesem Zeitpunkt keine geeigneten Lokalitäten mehr anmieten können. Deshalb holte man es an diesem Wochenende nach - und während Karen und ich am vergangenen Samstag wieder einmal "Medvandrare" bei unserem Partner Reningsborg waren (am Samstag war außerdem 20-jähriges Reningsborg-Jubiläum mit viel Torte und Rabatt und extra vielen Kunden) erhielten wir eine Einladung zum Fastenbrechenfest! Das war eine große Ehre für uns, und für mich ob...

Erste "Jahresversammlung"

Mit der H2O Vereinsbildung kommen auch gewisse Pflichten. Zum Beispiel eine "Jahresversammlung", wie es hier heißt. Was in meinen Ohren wie eine hallenfüllende Großveranstaltung klingt, sind bei H2O nur ein paar Hanserl. Wir halten die offiziellen Mitgliederzahlen zumindest jetzt am Anfang so klein wie möglich, auch aus dem Grund, um den administrativen Aufwand so winzig wie eben möglich zu halten. Außerdem möchten wir uns erst klar darüber werden, wie wir "Gemeinde" organisieren wollen. Über die Frage, ob Gemeinde wie ein Verein oder eine Firma oder ganz anders geführt und organisiert sein muss, mache ich mir schon sehr lange Gedanken (siehe z.B. hier) . Nun, wo H2O in die vierte Phase des Missional-Action-Planes* eindringt, wird die praktische Umsetzung aktuell. Wir haben einige Modelle als Ideen entwickelt, müssen diese aber noch weiter bearbeiten, schleifen, evt. kombinieren. Diese Aufgabe steht für uns als Leitung nun an: Was haben wir aus Erfahrung gelernt und...

M vier

M 4 ist der Name eines neuen, norwegischen Mentoringprogramms für Gemeindegründungsteams, und es steht für die vier M-Worte Meister (Jesus), Mission, Multiplikation, Movement (Bewegung). Unsere schwedische Partnerdenomination EFK möchte (zusammen mit zwei weiteren Denominationen) mit Hilfe dieses Programms wieder neu in die Gründung neuer Gemeinden investieren und hat das ganze Material ins schwedische übersetzt. Dabei hat man mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, Mentor für ein oder zwei Projekte zu werden, sofern sich welche finden. Da man mir sogar eine geringe Entlohnung dafür anbot und der Eurokurs immer noch sehr, sehr schlecht ist, nahm ich das Angebot an. Bislang bestand meine Aufgabe nur darin, das ganze Material durchzusehen und an zwei Trainingstagen teilzunehmen. Der zweite war vergangene Woche. Hier lerne ich nicht nur etwas norwegisch (der Leiter ist Norweger) sondern auch einige neue Menschen kennen, die meisten irgendwelche überregionalen Leiter und Entscheidungstr...

Gottes "Morgen"

Über das Morgen sagt Gott zu uns, seinen Kindern und Nachfolgern, vor allem eins: Macht euch keine Sorgen. Morgen mögen viele Dinge geschehen, über die du dir heute noch keinen Kopf zerbrechen brauchst. Es ist schlimm genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Das Gewicht des heutigen Tages ist gerade schwer genug, um es heute zu tragen, der morgige Tag wird nicht leichter, wenn du ihn schon vor seiner Zeit auf deine Schultern laden wirst. Auch morgen wirst du wieder Manna oder Wachteln sammeln dürfen. Du darfst natürlich gerne Pläne machen, träumen, vorbereiten und gestalten, denn das ist Meine kreative Natur, die Ich in dich als Mein Ebenbild gelegt habe. Doch lass dich nicht von deinen Plänen diktieren, sondern bleibe stets flexibel. Wenn Ich will, wirst du leben und dies oder das tun. Kümmere dich vor allem um das, was dir gerade jetzt vor die Füße und in die Hände gelegt wird. Übe dich darin, Mir heute nachzufolgen, jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen in Dankba...

Gottes "Heute"

Gott steht über der Zeit, tausend Jahre sind wie ein Tag für ihn - und umgekehrt. Bei uns Menschen ist das anders. Wir wurden vom Zeitlosen bewusst in die vierte Dimension hineingeschaffen. Zeit ist nichts sündiges und auch keine Folge des Sündenfalles, es ist also kaum damit zu rechnen, dass Gott die Zeit abstellen wird, wenn wir nach diesem Leben zu Ihm kommen werden. Die Ewigkeit werden wir buchstäblich als eine solche empfinden, als eine endlose Reihe von Stunden, Tagen, Monaten, Jahren. Das Schöne wird sein, dass es für die Geretteten kein Leid oder Langeweile geben wird, es wird nichts mehr geben, was "endlich" einmal aufhören möge. Anders als in diesem Leben. Hier gibt es viel, das uns zusetzt, das gelindert gehört, wir uns wegwünschen. Manche erleben so viel davon, dass sie ihrem Leben sogar freiwillig ein Ende setzen, die Endlichkeit scheint für sie die vermeintlich letzte Hoffnung zu sein. Diese Dinge sind allerdings in der Tat eine Folge des Sündenfalls. Und ...

Nur nicht vom Kurs abkommen!

(Grafik: ECB) Als wir vor über drei Jahren unseren letzten Budgetplan erstellten, gingen wir von einem Wecheslkurs von knapp 10,5 aus, d.h für z.B. 1000EUR sollten rund 10500 Kronen auf unserem schwedischen Konto ankommen. Alle wissen, dass es dem Euro gerade nicht so gut geht, und in diesem Monat werden wir für denselben Betrag kaum mehr als 8000 Kronen bekommen. Es wäre zwar für uns zur Zeit extrem billig, in Euros einzukaufen, allerdings nicht, wenn man gerade vorher über 20% des Einkommens einfach so mir nix dir dix abgezogen bekommen hat. Natürlich müssen wir uns zwar Gedanken machen, wie wir das als Familie langfristig lösen können, denn die Schmerzgrenze ist bei sonst steigenden Lebenskosten und gestrichenem Kindergeld für Ole schon längst überschritten - aber bis jetzt können wir zwei Dinge mit Fug und Recht behaupten: Erstens, Gott ist gut und zweitens, Er hat uns bisher trotzdem versorgt. Aus irgendwelchen Gründen haben wir seit Monaten die Gnade erhalten, die Eurokrise r...

Start ohne Nachbrenner

(Foto: Wikipedia) Manche Menschen sind wie Düsenjäger. Kraftvoll, agil, dominant, stets einsatzbereit. Manche Berufschristen auch. Immer auf dem richtigen Kurs, donnernde Predigten, auf Friedenseinsätzen in Konfliktzonen. Viele Profichristen wünschen sich genau so zu sein. Die Tanks mit Heiligem Geist gefüllt, damit jederzeit der Schub nach vorne aufgedreht werden kann und es mit übernatürlicher Energie voll abgeht. Nach dem vergangenen Sommer kann ich das von mir allerdings nicht behaupten. Mein Start in die neue Saison sah eher so aus: (Foto: Wikipedia) Ich kann nicht sagen, ob mein Tank voll oder leer ist - ist weiß grad gar nicht, ob ich überhaupt einen habe... Stattdessen hänge ich mich lieber an und folge nach, wohin ich gezogen werde. " Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden ."  Auf diese Weise kann man auch ganz schön weit kommen...

Erstlingsfrucht!!!

(Foto: istock) Sie war gerade dabei, einen Karton mit lauter Sachen auszupacken, die im Second-Hand-Laden verkauft werden sollten, als sie plötzlich eine Bibel in der Hand hielt. Betroffen sagte Karens Kollegin vor sich hin, dass sie auch glauben wolle, "aber so wie ihr!" Keine Stunde später hatte sie in einem längeren Gespräch unter Tränen entschieden, nun Jesus nachzufolgen und seine Vergebung anzunehmen. Leider war es gerade Juli, und H2O befand sich schon in der Sommerpause. Doch zu unserem neuen Saisonstart kam sie und freut sich, nun immer dabeisein zu können. Ich habe mich riesig gefreut, denn nun weiß ich, dass sie es wirklich so meint. Betet umso mehr mit uns, wenn wir uns in diesem Herbst auf das Thema Jüngerschaft konzentrieren - nun wird es sehr konkret für uns!

H2O on the taxiway...

(Foto: NASA) Der "Taxiway" ist der Teil eines Flughafens, auf dem die Flieger immer so schön präzise diesen geschwungenen Linien auf dem Teer folgen, bis sie dann auf der Startbahn angekommen sind und zum Start alle Triebwerke donnern lassen. So ungefähr kann man sich H2O gerade auch vorstellen: Im "Teamcockpit" werden soeben alle Vorbereitungen für die nächste anstehende Reise getroffen: Unser Dienstjahr 2012-2013 unter dem Motto Gemeindebildung und Jüngerschaft. Währenddessen rollen wir schon langsam voran, programmieren GPS, gehen Checklisten durch, prüfen den Wetterbericht noch einmal. Am Sonntag werden wir uns dann am Anfang der Startbahn befinden und den Schub zum Start voll aufdrehen, wenn wir um 18:00Uhr "Starterlaubnis" haben und nach der Sommerpause wieder mit unseren "Impressions", unseren zweiwöchigen Gottesdiensten beginnen. Wir freuen uns auf die Reise - und weit wir das richtig sehen, sind bislang weder Gegenwind noch Turbolen...

Lehre uns bedenken...

...dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Ps 90,12). Ein Vers, der oft Friedhofsstimmung verbreitet und nur selten außerhalb der Trauergottesdienste öffentlich zitiert wird. Vor wenigen Wochen wurde unsere Familie unverhofft wieder einmal daran erinnert , wie schnell es gehen kann, dass jemand abtreten muss. Die Endlichkeit des Lebens ist ein heute gerne vermiedenes Thema, fast schon ein richtiges Tabu. Kommt man in einem Gespräch dann doch auf den Tod zu sprechen, erhält man nicht selten diese unbeholfene, drückende Stimmung, diese Wortverlegenheit und das Verlangen, möglichst bald wieder Thema wechseln zu können. Ich denke, wir alle kennen das recht gut. Es sei wie es sei, mir wurde jedenfalls in diesem Sommer wieder einmal die ungeheure Wichtigkeit der Hoffnung deutlich, die wir in der Auferstehung haben: Die Aufersthung Christi als Resultat einer gigantischen Rettungsaktion Gottes, die Auferstehung Christi gleichzeitig als winziger Sproß und Vorbote einer gigantischen T...

Doch jetzt...

ist erstmal Urlaub! Wir wünschen Euch allen tolle Erholung! Nur nicht vom Herrn, der soll schießlich mit Euch in den Urlaub. Bis bald! Ach ja, diese Postkarte hatten wir allen H2O'lern ausgegeben. Ihr sollt auch eine haben!

Jüngerschaft

zum Vergrößern klicken Hier kommen wir also zur nächsten Folie unserer kleinen Presentation, die ich vor einigen Wochen in der Gemeindeleitung unserer Partnergemeinde Saron gehalten habe. Und wie letztens schon angekündigt, wenn um Gemeinde geht, dann geht es in Zukunft vor allem anderen um Jüngerschaft. Nicht um Programme, nicht um coole Shows, sondern um Nachfolge. Und wie sieht die in unserem Jahrhundert aus? Sie ist genauso schwer und herausfordernd wie sie es zu allen Zeiten war, nur eben anders. Anders dahingehend, dass die Menschen anders ticken, andere Gewohnheiten und Schwierigkeiten haben. Gesunde Jüngerschaft ist im Grunde Kontextualisierung pur. Evangelium im kulturellen Hochkonzentrat. Das wollen wir irgendwie hinkriegen. Unser H2O-Labor beginnt jetzt bald, die frommen Erlenmeyerkolben vorzubereiten, einen Vorrat an heiligen Reagenzgläsern anzulegen und die geistlichen Bunsenbrenner zu zünden. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Eure Gebete als Katalysatoren wirkten.

"Gehet hin!" Gehet hin?!

Gehet hin. So lautet der sogennante Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums. Beim guten alten Luther steht es so: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." In diesem Satz sind vier Imperative, und in der Regel wird das "Geht!" sehr betont. "Wir müssen gehen! Rausgehen!", heißt es. Und das ist ja auch gut so. Komisch ist nur, dass das gehen im Griechischen Original gar nicht so betont wird. Das wird da eher als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Der Imperativ im Griechischen lautet: Macht Jünger! Das ist die Essenz des Satzes. Macht Jünger, während ihr geht und tauft und lehrt und so weiter. Macht Jünger! Macht Jünger! Ich oute mich hier mal und sage etwas, was vielleicht nicht alle Leser von mir erwartet hätten. Aber ehrlich gesagt halte ich heutzutage von Straßenevangelisation, wo Leute dazu gebracht...

"Gemeinde"

Serie: Missional Action Plan, Phase vier  Dieses Bild war eines der ersten Bilder, die bei meiner Google-Bildersuche zum Begriff "church" angezeigt wurde. Ja. Genau. Ein antikes Gebäude mit einer Architektur, die heute wohl niemand mehr bauen würde. So etwas ähnliches ist wohl auch bei den allermeisten Menschen das erste, was ihnen zum Theme Kirche einfällt. Beim Missional Action Plan kommt "church", Kirche erst in Phase vier. Und das ist etwas ganz entscheidendes. Bei sehr vielen Gemeindegründungen kommt Kirche spätestens in Phase zwei. Fragt man Gemeindegründer, was sie im Wiederholungsfalle anders machen würden, sagen durch die Bank (fast) alle: Wir würden länger warten mit dem öffentlichen Auftreten als Gemeinde. Das hat so viele Resourcen geschluckt, dass nur noch wenig für das Eigentliche übrig war. Bingo. "Das Eigentliche" sollte erstmal so lange eingeübt werden, bis man gar nicht mehr anders kann. Und dann kann man auch als Gemeinde öffent...

sich versammeln

Serie: Missional Action Plan, Phase drei Sich versammeln, auf neudeutsch " gather ", ist die nächste, die dritte Phase einer CA-Gemeindegründung. Mann, was haben wir hier geochst! Immer und immer wieder mussten wir das als höchste Priorität setzen, Menschen zusammenzubringen. Es hat unsere ganze Kreativität gebraucht. Der Gedanke des Missional Actionplanes ist es eigentlich, die Leute zu finden und zu versammeln, bei denen man etwas "ausgelöst" hat (Phase 2), nämlich Interesse und Neugierde. Mit denen sollte man dann weitergehen auf der geistlichen Reise, zum Beispiel in einer Kleingruppe oder einem Alphakurs. Das ist auch gut amerikanisch gedacht. Dort ist es nämlich überhaupt kein Problem, Leute zu irgendeinem Stelldichein kommen zu lassen. " Gather " ist jenseits des Atlantiks überhaupt gar kein Problem. Bei der neuen Version des Missional Actionplanes gibt es " gather " schon gar nicht mehr, man es gleich mit " practice "=einü...

Bewirken. Entfachen. Hervorrufen. Evozieren.

Serie: Missional Action Plan, Phase zwei  Das sind einige Synomyme für die zweite Phase unseres sogenannten Missional Action Plans, genannt Auslösen (initiate) . Was ist denn das? Nun, niemand glaubt heute noch, dass der Pfarrer den Menschen wirklich zu sagen hat, wie man was zu tun oder zu lassen hat. Eigentlich möchte sich heute überhaupt niemand noch was sagen lassen, solange man nicht ausdrücklich gefragt hat. Entsprechend ist auch niemand mehr scharf auf Predigten. Predigt, das klingt wie Standpauke. Epistel. Ermahnung. Wie Schelte und Zurechtweisung. Niemand* will sich also noch bepredigen lassen. Man geht entweder auf Konfrontation oder stellt die Ohren auf Durchzug. Das, was jahrhundertelang das Zentrum der kirchlichen Kommunikation war, die Predigt, stirbt aus. Stirbt aus? Ganz und gar? Keine Predigten mehr in Zukunft? Nein, so ist es auch wieder nicht. Römer 10,17 sagt ganz klar, dass der Glaube aus der Predigt kommt, und damit wird die Predigt immer eine entsche...

Pläne, Ziele und Verhältnisse...

Serie: Missional Action Plan, Phase eins zum Vergrößern klicken Das Planen ist ja immer so eine Sache . Aber ganz ohne Plan geht es eben auch nicht. Ein Lehrer auf einem Fahrsicherheitsträning drückte das mal so aus: Man fährt immer dahin, wo man hinschaut. Wer ganz fasziniert auf das sich nähernde Stauende starrt, wird mit anhaltender Faszination draufbrettern, dass die Fetzen fliegen. Wer mit seinen Augen die Lücken findet, kommt vorbei. So ist das mit allem. Wer mit seinem Leben ein Ziel hat, wird ihm immer irgendwie näherkommen. Wer keine Ziele hat, dümpelt nur und fragt sich, was das alles eigentlich soll. Und so ist es auch in der Gemeindegründung. Wer weiß, wo er hinwill, wird diesem Ziel auch irgendwie näher kommen. Für uns ist dieses Ziel eine selbstlaufende Bewegung aus neuen Jesusnachfolgern, die von Angered ausgehend Verantwortungen für den Bau des Himmelreiches vor Ort, im ganzen Land und der Welt übernimmt. Das soll H2O einmal werden. Ein Multiplikator für Gemei...