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Das nachchristliche Mosaik


Zugegeben, die letzten drei Posts sind wirklich nicht mehr als winzige Mosaiksteinchen, obendrein mit einer subjektiven Interpretation. Andererseits: Es sind eben auch nur drei Steinchen. Die Masse macht's. Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich immer und immer und immer wieder erlebt, dass in einer immer größer werdenden Masse der Bevölkerung das persönliche Interesse am Christentum gegen Null geht. Ausnahmen mögen eher kirchlich geprägte Landstriche sein, doch selbst die können den Trend nicht überschminken. Ein Blick auf die europäischen Kirchenstatisktiken der vergangenen Jahrzehnte genügt.

Ist der Trend aufzuhalten? Ehrlich gesagt glaube ich: wohl kaum. Er ist bestenfalls zu bremsen. Aber er lässt sich nicht durch hippe Gemeinden mit bühnenreifen Gottesdiensten und coolen Programmen bremsen. Wenn er sich bremsen lässt, dann nur durch Gemeinden, die bereit sind, den schmalen Weg zu gehen. Die mutig wie ihr Haupt sind. Die Jesus folgen, auch wenn es kostet. Solche Gemeinden brauchen freilich nicht perfekt zu sein, schließlich ist niemand von uns perfekt. Das menschliche macht sympathisch, ganz wie Petrus uns doch auch sehr sympathisch ist. Doch ebenfalls wie Petrus sollten sie den Wunsch haben, mit Jesus überall hinzugehen, und ihm folgen bis ans Kohlefeuer mitten in der Höhle des Löwen, wenn alle anderen ihren Herrn schon längst im Stich gelassen haben. Gemeinden, die hören und gehen, wenn Er ruft. Gemeinden, die keine Exegesen über das Gehen auf dem Wasser predigen, sondern die bereit sind, nass zu werden. Solche Gemeinden könnten den Trend unter Umständen langfristig bremsen. 

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Gemeindegründungskurs

Übermorgen (Mittwoch) werde ich nachmittags zum zweiten Mal eine dreistündige Vorlesung zum Thema Gemeindegründung halten. Studenten aus ganz Schweden werden online zugeschaltet sein. Für mich persönlich ist dies eine wirklich große und wichtige Sache. Während der ersten Vorlesung ging es um die Theologie der Gemeindegründung. Am Mittwoch wird es um die Praxis gehen. Wir werden zu weiten Teilen über den von CA entwickelten "Missional Actions Plan" reden (MAP). CA unterstützt dieses Projekt mit einem eigens für diesen Kurs professionell produziertem Video. Euch würde ich herzlich bitten, für diesen Kurs, die Stundenten, Mittwochnachmittag und vor allem die langfristige Frucht des Kurses zu beten. Danke!

Der Lohn der Sünde

Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

„The Sound of Music“

Nun haben wir es also angeboten und selbst eingenommen, unser erstes Antiherbstdepressivum, in Form eines lustigen Filmnachmittages in unserer Gillestuga mit gemeinsamen Essen. Schön war’s! Und wir sahen ein höchst interessantes Werk: „The Sound of Music“, ein amerikanisches Musical als Heimatfilm aus dem Jahre 1965, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Salzburg spielt. Alle Schweden kennen es so gut, dass es hier darauf Parodien und Anspielungen in der Werbung gibt. Unser Holländer in Team sagte, in Holland wachse man mit diesem Film auf, er konnte alle Dialoge mitsprechen. Und unsere Amerikaner konnten sämtliche Lieder des Musicals auswendig mitsingen. Nur Karen und ich blamierten uns mit unserer Bildungslücke. Wir haben bis jetzt aber auch noch keinen anderen Deutschen gesprochen, der den Film je gesehen hat ( Gibt’s einen? Bitte sofort unten einen Kommentar hinterlassen!!! ) Man sagte uns, in Amerika gehe man davon aus, dass in Österreich jeder in das (englische) Lied „Edelwei...