Direkt zum Hauptbereich

Das nachchristliche Mosaik


Zugegeben, die letzten drei Posts sind wirklich nicht mehr als winzige Mosaiksteinchen, obendrein mit einer subjektiven Interpretation. Andererseits: Es sind eben auch nur drei Steinchen. Die Masse macht's. Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich immer und immer und immer wieder erlebt, dass in einer immer größer werdenden Masse der Bevölkerung das persönliche Interesse am Christentum gegen Null geht. Ausnahmen mögen eher kirchlich geprägte Landstriche sein, doch selbst die können den Trend nicht überschminken. Ein Blick auf die europäischen Kirchenstatisktiken der vergangenen Jahrzehnte genügt.

Ist der Trend aufzuhalten? Ehrlich gesagt glaube ich: wohl kaum. Er ist bestenfalls zu bremsen. Aber er lässt sich nicht durch hippe Gemeinden mit bühnenreifen Gottesdiensten und coolen Programmen bremsen. Wenn er sich bremsen lässt, dann nur durch Gemeinden, die bereit sind, den schmalen Weg zu gehen. Die mutig wie ihr Haupt sind. Die Jesus folgen, auch wenn es kostet. Solche Gemeinden brauchen freilich nicht perfekt zu sein, schließlich ist niemand von uns perfekt. Das menschliche macht sympathisch, ganz wie Petrus uns doch auch sehr sympathisch ist. Doch ebenfalls wie Petrus sollten sie den Wunsch haben, mit Jesus überall hinzugehen, und ihm folgen bis ans Kohlefeuer mitten in der Höhle des Löwen, wenn alle anderen ihren Herrn schon längst im Stich gelassen haben. Gemeinden, die hören und gehen, wenn Er ruft. Gemeinden, die keine Exegesen über das Gehen auf dem Wasser predigen, sondern die bereit sind, nass zu werden. Solche Gemeinden könnten den Trend unter Umständen langfristig bremsen. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel  Eines der tiefgründigsten und eindeutigsten Gebote Gottes findet sich im fünften Buch Mose: Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore. (5Mos 6,4-9) Diese Worte wurden vor tausenden von Jahren gegeben, doch ihre Botschaft ist immer noch sonnenklar: Tu, was du kannst, um nie von Gottes Geboten abgelenkt zu werden. Simpel, oder? Bei uns im Westen finden ...

Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend H2O ist nach wie vor eine sehr kleine Gemeinde. Eine Brücke zu bauen, die sich über einen so großen Abgrund erstreckt, ist ohne Hilfe unmöglich. Sich sowohl in der Bibel als auch in der heutigen Kultur zu verankern, wird uns spannen wie eine Streckbank. Wir brauchen eine Stütze in der Mitte, etwas, wo man Gewicht ablegen kann. Für uns ist diese Stütze die Gemeinde generell, der Leib Christi, die weltweite Kirche, wie auch immer man es benennen mag. Wir sehen uns verbunden mit unseren Glaubensgeschwistern der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Tatsache, dass die Kirche nie perfekt war, sondern im Gegenteil stets mit Flecken und Fehlern behaftet war und ist, macht es für uns eigentlich nur noch interessanter. Denn wir erleben uns selbst auch nicht als perfekt und damit passen wir doch ganz gut zusammen. Außerdem können wir von allen Fehlern der Vergangenheit am meisten ler...

Forge Europa

Dunkel war's und kalt die Nacht: Forge möchte ganz normale Christen ausbilden, wie man im geistlichen Winter Europas kleine Feuer anzündet. Wer sich intensiver mit "missional" beschäftigt hat, ist nicht an Namen wie Alan Hirsch oder Michael Frost vorbeigekommen. Sie gehörten zu den ersten, die die missionale Gemeinde nachvollziehbar beschrieben haben. Aus ihren Erfahrungen in Australien gründeten sie Forge als Trainingsbasis für mehr missionale Leiter und Pastoren. Forge hat sich darauf vor allem in den USA durchgesetzt, und dort wurde 2014 eine offizielle Partnerschaft zwischen Forge und CA geschmiedet. Vor allem weil Forge eben nur Training anbietet, CA aber die Theorie in die Praxis umsetzt. Nun ist Forge auch nach Europa gekommen. Gemeinsam mit meinem schottischen Kollegen Alan, Forges Europadirektor, und vielen anderen Herlfern haben wir das erste Forge Training in Europa angefangen. Welche Stadt eignet sich besser dafür als Brüssel? In vier Schulungswochene...