Direkt zum Hauptbereich

Posts

Gebetsanliegen des Monats

Sexualität: Zehn Schlussfolgerungen

© Sakkmesterke | Dreamstime.com Vor den Schlussfolgerungen bitte die ganze Serie lesen: Hier geht's zum Anfang.  Zum Abschluss nenne ich zehn Schlussfolgerungen, die immer wieder beim Nachdenken auftauchen. Abgesehen von der ersten Schlussfolgerung ist der Rest ungeordnet und ohne Rangordnung. Erstens: Gnade hat Vorfahrt Noch einmal: Es geht um Gottes Standards und Gottes Gnade. Die Betonung muss auf der Gnade liegen, denn so macht Gott es auch mit uns. Doch ist Gnade ohne Urteil keine Gnade, sondern wertloses Geschwafel. Das Urteil lautet: Wir sind alle Sünder. Das gilt auch bei sexualethischen Fragen. Zu glauben, manche seien in Gottes Augen "moralischer" als andere, ist eine fromme, selbstgefällige Seifenblase. Jeder braucht Gnade. Gott erwartet, dass wir allen Andersdenkenden und -lebenden mit derselben Herzenzhaltung begegnen, wie Er uns. Zweitens: Die Ehe ist mehr als nur ein Versprechen Sollte es so sein, wie ich vorschlug, dass nämlich Ehe, wie w...

Güte, Gunst, Barmherzigkeit

Impuls Nummer fünf: Die Amnestie des Höchsten (Zum besseren Verständnis ist es gut, die Serien vorne anzufangen. Dazu bitte hier klicken.) Viel besungen, bedacht, beachtet: Drei Eigenschaften Gottes, die nicht wegzudenken sind aus christlicher Theologie: Güte, Gunst, Barmherzigkeit. Sie alle haben ihre Wurzeln in einem noch viel größeren Element des Wesens Gottes: Seine Gnade. Gnade ist Thema Nummer eins der ganzen heiligen Schrift. Leider verkümmert sie viel zu sehr in unseren Gemeinden. Selbst in Freikirchen kann Gnade zu einem trockenen theologischen Konzept verdorren, welches es nur rechtgläubig abzunicken gilt. Deswegen ist es immer wieder nötig, sich zu fragen, wo und wann die offiziell geglaubte Gnade denn auch ihre Auswirkung im wahren Leben zeigt. Wo beweisen wir Gunst? Wie leben wir Güte? Wem sind wir barmherzig? Wir haben festgestellt, dass Gottes Maßstäbe extrem hoch hängen und obendrein unverhandelbar sind. Gnade hingegen ist verhandelbar. Das Maß der Gnade än...

Sex in der Bibel

Zu viel Sex in Game of Thrones? Die Bibel macht GoT echte Konkurrenz. (Hier geht's zum Beginn der spritzigen Reihe) Impuls Nummer vier: Sexualität biblisch betrachtet Nun wäre es also an der Zeit, ans Eingemachte zu gehen. Ich möchte nochmal hervorstreichen, dass dies keine formelle Haltung einer Organisation oder Gemeinde ist, sondern meine ganz persönliche Sexualtheologie, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Es ist weder offiziell noch fertig, und vor allem ist es nur der Versuch einer Zusammenfassung. Biblische Unverblümtheit vs. fromme Maskerade Gleich zu Beginn möchte ich enthüllen, dass ich zu dem Schluss kommen musste, auf welch extrem winzigen Füßen unsere evangelikale Sexualethik steht. Dabei ist es nicht so, dass sie auf einer Seite vom Pferd fiele - sie kommt erst gar nicht auf's Pferd hinauf. Sie ist weder in der Lage, die rauhe Wirklichkeit des echten Lebens noch die unerfüllbaren Sex-Maßstäbe Gottes zu beschreiben. Der Bibel hingegen gelingt...

Sola Gratia

Schschschau mal, ist das hoch zum Drüberspringen... Impuls Nummer drei: Gottes Maßstäbe gelten lassen (Hier geht's zum Anfang dieser lustvollen Serie) Ich möchte uns an eine alte, biblische Weisheit erinnern, von der wir heute nicht mehr so viel hören: Gottes Standards für den Menschen sind extrem hoch. Dieses Prinzip finden wir durchgehend in der ganzen Bibel, im Alten wie im Neuen Testament. Man lese nur einmal das Gesetz der Thora oder, wem das zu alttestamentlich erscheint, der darf sich gerne der Bergpredigt hingeben und ihrem Standard folgen. Viel Erfolg dabei. Zweitens sollten wir uns daran erinnern, dass Gottes Standards nicht verhandelbar sind. Gott hängt die Messlatte auf, wo ER sie haben will und dann hängt sie da. Punkt. Daran gibt es nichts zu rütteln. Keinen Millimeter weicht Gott davon ab. Das gefällt uns Menschen nicht. Wir möchten gerne glänzen, als gut und richtig dastehen. Doch der Hauptzweck dieser hohen Messlatte ist es ja gerade, unsere menschlich...

Lust. Auf Hermeneutik.

Heiliger Höhepunkt: Berninis "Verzückung der heiligen Theresa" in der Santa Maria della Vittoria-Kirche in Rom. Impuls Nummer zwei: Hermeneutische Hausaufgaben (hier geht's zurück zum Impuls Nummer eins) Alle modernen und postmodernen Phänomene, die nicht explizit in Bibel erwähnt sind, erfordern gründliche und genaue hermeneutische Arbeit. Hermeneutik bedeutet, die zeitlosen Prinzipien zu identifizieren, welche uns dann im Grunde in jedem Kontext durch alle Situationen, jeden Fall leiten können. Ein einfaches Beispiel zur Erklärung wäre, dass die Bibel nirgendwo Bier erwähnt. Nun könnte man die Bibel entweder so auslegen, dass man gar kein Bier trinken soll - schließlich ist es nirgendwo erlaubt, oder man darf so viel saufen, wie man reingeschüttet kriegt - schließlich ist es ja nicht verboten. Die Bibel spricht hingegen über Wein. Wie sie über Wein spricht, kann uns ein zeitloses Prinzip offenbaren: Wein wird in beiden Testamenten immer wieder genossen, all...

Liebesspiele

Was liegt näher, als im Wonnemonat Mai über Sex zu reden? Erst recht, wo wir uns doch vor ein paar Wochen intensiv mit gesunder Sexualität beschäftigt haben. Wenn's um Sex geht, werden sofort alle Ohren gespitzt und Menschen allen Alters (jenseits der Pubertät) scheinen plötzlich wieder zu Teenagern zu werden, nicht wahr?! Entsprechend wurde ich auch schon mehrfach nach einer Zusammenfassung unserer theologischen Tage gefragt - es interessiert uns halt brennend. Allerdings ist dieses Thema, wie Ihr bald einsehen werdet, derart komplex, dass Zusammenfassungen einfach nicht möglich sind. Was ich aber kann und will, ist eine "Zusammenfassung" meines eigenen, persönlichen Beitrages zu unseren "Thinklings" zu geben, der schon eine Menge aussagt und viel positiven Zuspruch fand. Die "Zusammenfassung" wird sich aber auf mehere Blogposts verteilen - eben weil das Thema so komplex ist. Ihr werdet alle Posts aufmerksam lesen wollen, wenn ihr eigene Rückschlüsse ...

Gebetsclip im April

Fromme Schöpferkraft

Selig sind die Füße! Solange sie nicht abbrechen vom Freudenboten. Jahrhundertelang waren Christen in Sachen Kunst und Einfallsreichtum ihrer Zeit meilenweit voraus. Denken wir nur mal an die bildende Kunst. Denken wir überhaupt mal an das ganze akademische Bildungssystem. Denken wir an die unterschiedlichen Alphabete. An das musikalische Notensystem, an die Sozial- und Gesundheitssysteme westlicher Gesellschaften. Alles von Christen erfunden, alles aus biblischen Werten erwachsen. Da müssen überheblich säkulare Besserwisser mal ganz kleinlaut ihre große Klappe halten. Aber dann. Dann müssen entweder Gott oder uns die Ideen ausgegangen sein. Wir haben mit unserem Schöpfergeist das Beste der Staaten Europas gesucht, doch seit der Aufklärung ist uns wohl immer mehr die Phantasie eingetrocknet. Wo sind sie bloß, all die wegweisenden Erfindungen der Christen der vergangenen 150 Jahre? Es ist die Welt und nicht die Gemeinde, welche heute für ihre Originalität und Phantasie bekannt is...

Eurochurch Conference

"Wahrlich, ich sage euch!" Alan Hirsch als einer der Redner auf der Eurochurch-Konferenz. Da sitze ich also in der Pfingstgemeinde Lörrach inmitten einer Gruppe aus 80 europäischen Gemeindeleitern. Wir hören Vorträge unterschiedlicher Redner über Mission und Gemeindegründung, wir diskutieren, reden. Genau mein Thema. Doch Magen und Herz melden mir mitunter gemischte Gefühle. Einerseits freut es mich riesig, dass es immer mehr gibt, die einsehen, dass sich etwas ändern muss, sonst ist’s düster bestellt um die Gemeinde Europas. Schön also, dass die Zahl der Leiter wächst, welche sich mit der Problematik auseinandersetzen. Andererseits bin ich entmutigt, wenn ich immer wieder erleben muss, dass selbst auf Pionierkonferenzen, die vor frommer Schaffenskraft, heiliger Innovation und göttlicher Kreativität überkochen sollten, in Wahrheit dann doch bloß die altbekannte Sau noch ein bisschen weiter facegeliftet wird. Wo sind all die freien Geister? Wo ist die Freiheit, zu der Chr...

Be the Gospel (3): Identität

"Welches Schweinderl hätten's denn gern?" Robert Lembke ist out, seine Frage "Was bin ich?" oder vielmehr "Wer bin ich?" ist hingegen inner denn je... "Alles geht!" ist die Devise. Die Freiheit, tun und lassen zu können, was man möchte, ist ein extrem hoher Wert in unserer heutigen und den kommenden Gesellschaften. Vorbei die Zeiten, wo man verheiratet wurde, in einen gewissen Stand hineingeboren wurde, wo die groben Bahnen des Lebens schon zur Geburt feststanden. Deine Umstände zur Geburt sagen heute gar nichts mehr. Alle Türen stehen offen und was du daraus machst, ist dein eigenes Geschick. Heute gilt es sogar zunehmend als politisch inkorrekt, einen Menschen nach seinem Ursprungsland zu fragen, weil allein diese Frage schon diskriminierend sei. Ob all das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Eins steht aber in jedem Fall fest: Diese Freiheit setzt uns Menschen einer neuen Unsicherheit aus: Wer oder was bin ich überhaupt?! Dies...

Sie trauen sich!

Ja, sie trauen sich! Juliana, unsere ehemalige TjänaStan-Mitarbeiterin und ihr Liebster Markus gaben sich am Samstag das Jawort für's Leben. Karen und ich hatten die Ehre, ganz vorne dabei sein zu dürfen. Wir gratulieren auf diesem Wege nochmals herzlich im Namen von ganz H2O und CA! Tatort: Chemnitz, Zwickauer Straße Ehrenvolle Führungsrolle: Das Brautpaar zu den Plätzen begleiten Geschafft: Verliebt, verlobt, verheiratet!

Sprachentwicklung

Dass Sprache nie stehenbleibt, ist nichts Neues. Sie geht treu mit uns durchs Dick und Dünn des Lebens. Damit wird sie zum Spiegel der Kultur. Anthropolgen lehren uns, dass die Art, wie ein Volk verbal kommuniziert, 10% der ganzen Kultur ausmacht. In vielen westlichen Ländern gibt es offizielle Stellen, die ihre jeweiligen Sprachen mit Argusaugen beobachten. In Deutschland ist eine solche Stelle als "Duden" bekannt. Was dort der Duden, ist hier die SAOL, die Wortliste der schwedischen Akademie. Und heute wird nach vielen Jahren die neue Auflage offiziell vorgestellt. Ein ganze Menge Wörter wurden wegen Veralterung oder politischer Unkorrektheit aus der Liste genommen. Es gibt nun keine schokoladig-süßen Negerküsse mehr. Und was Saul nicht tat, gelang SAOL, nämlich die Amalekiter vollständig zu eliminieren - zumindest im Wörterbuch. Auch wurden einige hierarchische oder Machtbegriffe wie zum Beispiel das Partizip "allbeherrschend" aus dem offiziellen Sprachgebra...

Ungerecht.

Wenn ich wie vorgestern über Leid schreibe, dann denke ich über Ostern besonders an die unschuldig hingerichteten christlichen Studenten in Kenia. Die kursierenden Fotos der herumliegenden Leichen möchte ich euch ersparen. Doch wo bleiben die Proteste? Die Massensammlungen gegen Gewalt? Die prominenten Polikerstimmen? Der Unterschied liegt vermutlich darin, dass im Januar in Paris zwar deutlich weniger erschossen wurden, doch dort handelte es sich um Europäer. Wichtiger noch, es waren nicht irgendwelche, es waren Medienleute. Noch wichtiger, es waren Propheten des Säkularismus, die stolz darauf waren, null Respekt vor Religionen zu haben. Es waren Menschen, die wagten zu zeichnen und zu sagen, was alle Europäer irgendwo doch sowieso denken, nicht wahr? Wenn solche Menschen unschuldig erschossen werden, dann weckt das starke Gefühle. Kenia? Das waren doch bloß Afrikaner. Und vor allem, es waren bloß Christen. Es lässt ein politisches korrektes Kopfschütteln machen, doch wenn es übe...

Osterhoffnung!

Dr. Isaiah Daau (Foto: twicworld.com) Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende einen kurzen Vortrag von Bischof Isaiah Daau aus dem Südsudan posten, der vergangenen Donnerstag hier in Schweden zu allen ALT-Studenten gesprochen hatte. Obwohl ich Erlaubnis hatte, den Vortrag hier zu veröffentlichen, gelang es mir in der Kürze der Zeit nicht, die Aufnahme entsprechend vorzubereiten und mit Untertiteln zu versehen. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt. Isaiah ist Pfingstbischof und hat zum Thema Leid doktoriert. Seine afrikansiche Sicht der Dinge ist eine gute Erinnerung und Herausforderung an uns Westler, die wir doch manchmal geneigt sind zu glauben, das Leben sei ein einziger großer Werbespot in einer bunten Barbiewelt. Was nicht perfekt ist, frustriert. Das Osterwochenende erinnert mich jedes Mal ganz besonders an den zerbrochenen Zustand der Schöpfung, der für uns alle ja seit Geburt Normalzustand ist. Wenn die Süddeutsche Zeitung wie neulich erwähnt, nur in besonderen Ausn...

(Wie lange noch) auf Tour

Netzwerktreffen des UK-Leitungsteams mit anderen Leitern des Himmlischen Könisgreichs im Britischen Königreich. CA-mäßig im Pub. 12x12+x - zwölf Tage lang mindestens zwölf Stunden - meine Tour geht heute zu Ende und ich darf wieder heim. Hoffentlich - denn mein Schnitt liegt zuverlässig bei 1 ausgefallenen Flug oder verpassten Anschlussflug pro CA-Reise. Bis ging alles ungewohnt glatt. Doch es kam, wie es kommen musste: Heute wurde mein KLM-Flug nach Göteborg annulliert. Meine Umbuchung auf Britisch Airways ist dafür so verspätet, dass ich meinen Anschlussflug in London verpassen könnte. Nun, wir werden sehen.Vielleicht sollte ich mir während des Wartens ein Pind von meinen letzten Pfund gönnen. Ob ich mir das verdient habe?!

Thinklings-Abschluss

Hören, reden, lesen, lernen: Thinklings zum Thema "Gesunde Sexualität" Ein herzliches Dankeschön an alle, die unser Theologiewochenende "Gesunde Sexualität" im Gebet mitgetragen haben! Selten habe ich so gute, offene, tiefe Gespräche in einer Atmosphäre des gegenseitigen, tiefen Vertrauens erlebt und das zu einem Thema, das sonst gern Frust und Zwietracht sät. Wir sind im Laufe der Tage durch sämtliche Texte der Bibel gegangen, die in dieses Thema hineinsprechen, haben Analysen zu Begriffen und Redewendungen in den Ursprachen Hebräisch und Griechisch durchgeführt, haben Auslegungen der verschiedenen Epochen der Geschichte verglichen, haben gebetet und diskutiert. An jedem Tag haben zwei oder drei von uns ihre persönlichen Geschichten und Reflektionen zum Thema Sexualität gegeben, was zu einer wunderbaren Atmosphäre der Offenheit, der eigenen Verletzlichkeit und des gegenseitigen Vertrauens führte. Nicht zuletzt hatten wir für ein paar Stunden zwei Gäste bei uns:...

Let's Sex

oder: Auf Tour, Etappe III Heute beginnt der nächste und vorletzte Teil meiner Reise. Wieder in Glasgow wird sich eine Gruppe CA-Theologen treffen, um über Sex zu sprechen - ein Thema, welches in Zukunft nicht nur CA, sondern alle Gemeinden zunehmend beschäftigen wird, sofern man nicht gerade hinterm Mond seine Adresse hat (und wer weiß schon, was dort alles passiert?). Ihr ahnt oder kennt schon alle die vielfältigen Sex-Kulturen, denen man im westlichen Großstadtmilieu immer häufiger begegnet. Zu alledem werden jährlich neue Ideen und Ansichten in die Diskussionen geworfen, deren öffentliche Erwähnung vor wenigen Jahrzehnten noch völlig undenkbar gewesen wären. Es nützt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, wir müssen lernen, eine Sprache zu finden, die unseren Leuten draußen hilft. CA ist eine der wenigen missionalen Missionsgemeinschaften, die viel Wert auf Theologie, Exegese, Bibel und Hermeneutik legt. Deshalb nimmt sich nun eine Gruppe von zehn Leitern ganze drei Tage...

Beileid

Foto von meinem letzten Flug am Montag. In wenigen Stunden werde ich wieder an Bord einer solchen Boeing 737-800 sitzen. Die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Flugzeugtyp sein Leben zu verlieren, liegt bei 1:28Millionen. Die Wahrscheinlichkeit, an Bord eines Airbus 320 sein Leben zu verlieren, liegt bei 1:800 Millionen. Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, liegt bei 1:10 Milionen. Die Wahrscheinlichkeit, auf einem Fahrrad sein Leben zu verlieren, ist vergleichsweise riesig: 1:340.000. Ich fliege nun relativ viel und leidenschaftlich gerne. Mehrmals bin ich von Spanien nach Deutschland geflogen, habe die Alpen von oben gesehen. Alle unsere drei Kinder waren in Spanien zum Schüleraustausch. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man zum Flughafen fährt, um seinen Sohn oder seine Tochter von einer spannenden Reise abzuholen. Ich nehme an, ich kann nur schwach erahnen, wie es sein muss zu erfahren, dass die Maschine niemals mehr landen wird. Ich fühle und trauere mit...

Auf Tour Etappe II

Zimmer mit Aussicht Der Fahrer wollte mich nicht rauslassen: "Das ist doch kein Hotel! Kommen Sie, ich bringe Sie zu einer vernünftigen Unterkunft!" Dann kam einer der Arbeiter, die auf dem großen Parkplatz vor dieser Fabrik riesige Sattelschlepper ent- und beluden, auf uns zu. "Ihr sucht das Hotel, was. Um die Ecke." Doch da war nur ein Tor zur Verladung von Kühlgut. Erst nachdem ich die Nummer auf meiner Buchungsbestätigung angerufen hatte, öffnete sich eine kleine, unbeschriftete Metalltür, welche ich für einen Notausgang gehalten hatte. Eine Treppe hoch, und ich war in einem für mich gemachten sauberen, kleinen Zimmer, wenn auch ohne Mahlzeiten und mit Klo und Bad auf dem Flur. Eine kleine Nebengeschichte einer typischen Budgetreise. Gestern war ich vom Leitungstreffen in Glasgow nach Moss in Norwegen geflogen. Dort werde ich heute Mittag von einem ALT-Bus aufgesammelt werden. Denn sämtliche ALT-Studenten Schwedens samt Personal sind jetzt gerade auf dem W...

Gebetsclip im März

Auf Tour

Pflicht aus, Gurt an: Flugreisen können soo entspannend sein. Am heutigen Freitag beginnt für mich eine längere und außergewöhnliche Tour, für die ich Eure Gebete sehr begrüßen würde. Die erste Etappe führt mich bis Montag zum EAT-Treffen in Glasgow. Das EAT ist das European Advancement Team oder unser Leitungsteam für Europa, dessen Leiter ich bin. Es besteht aus acht Leuten, die in sieben verschiedenen Ländern leben. Wir treffen uns regelmäßig per Skype und dreimal jährlich persönlich, davon einmal auf unserer Jahreskonferenz CONNECT. Das letzte Mal trafen wir uns im Dezember in Frankreich . Persönliche Treffen in Fleisch und Blut sind unersetzlich, erst recht bei CA, wo Beziehungen das A und O sind. Für dieses Treffen haben wir einige kreative und spannende Übungen vorbereitet, die uns helfen sollen, ein gemeinsames und tieferes Verständnis für die Veränderungen bei CA der letzten paar Jahre zu bekommen. Der Wunsch des ganzen Teams ist es, besser und zielgerichteter Schneisen...

CA bekommt Zuwachs in Schweden

Treffen in Jönköping: Rob, David und ich (v.r.) David hörte mich auf mehreren Vorträgen, die ich in Schweden gehalten hatte, und begann CA näher zu erforschen. Die Art, wie wir Reich Gottes und Gemeindegründung denken, faszinierte ihn. Er bewarb sich, war im Oktober auf ENGAGE in Madrid dabei und ist nun offiziell " CA-Associate Staff " - früher hätte man das "Zeltmacher"* genannt. Er fühlt sich in einen ganz bestimmten Teil seiner Stadt Jönköping berufen, um dort Gemeinde zu gründen. Um CA noch besser kennenzulernen, hat unser ENGAGE-Team ihm empfohlen, sich erstmal für ein paar Monate nahe an H2O zu halten. Seit Januar ist er deshalb weitestgehend Teil des H2O-Teams. Letzte Woche war angesagt, dass wir ihn auf seinem eigenen Boden treffen. Einen ganzen Tag nahmen Rob und ich uns Zeit, nach Jönköping zu reisen, die Stadt, sein Leben und vor allem den besagten Stadtteil und seine Gedanken dazu kennenzulernen und zu diskutieren, miteinander zu beten. Im Mai we...

Be the Gospel (2): Schlaf

"Der Schlaf erwies sich in der Tat als Problem. Ransom kam es vor, als habe er lange verkrampft, müde und bald auch hungrig und durstig in der Dunkelheit gesessen." "Die Frau schlief mit einem Arm unter dem Kopf und leicht geöffneten Lippen. Sie schlief ganz ohne Zweifel, denn ihre Augen waren geschlossen, und ihr Atem ging gleichmäßig, doch sie sah nicht aus wie Schläfer auf unserer Welt, denn ihr Gesicht wirkte ausdrucksvoll und intelligent, und ihre Glieder schienen bereit, jeden Augenblick aufzuspringen; alles in allem hatte man den Eindruck, der Schlaf sei nicht etwas, das über sie kam, sondern eine Tat, die sie vollbrachte."  C.S. Lewis, Perelandra Perelandra? Nachtruhe unter klarem Sternenhimmel mit Planet In meinem Post Be the Gospel: Mission als Lebensstil habe ich ansatzweise erklärt, warum klassische Evangelisation heutzutage nicht mehr funktioniert: Ein schwer begreifbares Evangelium des unverständlichen Kreuzestod eines außergewöhnlichen J...