Direkt zum Hauptbereich

Beileid

Foto von meinem letzten Flug am Montag. In wenigen Stunden werde ich wieder an Bord einer solchen Boeing 737-800 sitzen.
Die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Flugzeugtyp sein Leben zu verlieren, liegt bei 1:28Millionen.
Die Wahrscheinlichkeit, an Bord eines Airbus 320 sein Leben zu verlieren, liegt bei 1:800 Millionen.
Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, liegt bei 1:10 Milionen.
Die Wahrscheinlichkeit, auf einem Fahrrad sein Leben zu verlieren, ist vergleichsweise riesig: 1:340.000.

Ich fliege nun relativ viel und leidenschaftlich gerne. Mehrmals bin ich von Spanien nach Deutschland geflogen, habe die Alpen von oben gesehen. Alle unsere drei Kinder waren in Spanien zum Schüleraustausch. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man zum Flughafen fährt, um seinen Sohn oder seine Tochter von einer spannenden Reise abzuholen. Ich nehme an, ich kann nur schwach erahnen, wie es sein muss zu erfahren, dass die Maschine niemals mehr landen wird.

Ich fühle und trauere mit allen Angehörigen, die einen Lieben in diesem unerkärlichen Unglück verloren haben und möchte auf diesem Wege mein tiefstes Beileid ausdrücken. Ich bete um Hoffnung, Kraft, Licht und tragende Gemeinschaften für alle Betroffenen. Möge Gott sich mitten im tiefsten Leid zeigen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeinde - ein Verein oder eine Firma?

Bald ist wieder GLS-Zeit in Schweden. GLS heißt Global Leadership Summit und ist nichts anderes als Willow-Creeks jährliche Leiterkonferenz. In Schweden wird GLS in den Großstädten angeboten als eine halb Live, halb aufgezeichnete Veranstaltung. Unser Partner Saron ist Treffpunkt für alle Gemeindeleiter im Göteborger Raum. Natürlich werde auch ich wieder da sein, nicht zuletzt, um andere Gemeinden zu treffen und um getroffen zu werden. Nun habe ich selbst meine Leiterausbildung in den USA absolviert und weiß, dass die Amis hier sehr viel Gutes zu sagen haben. Ich weiß auch, dass die Deutschen in Sachen Menschenführung und Leitung deutlich mehr Nachholbedarf haben als die Schweden. Und so begeistert ich von vielen Dingen auch immer noch sein mag, ein paar Fragen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf: Muss Gemeinde wie eine Firma geführt und strukturiert werden? Muss Gemeinde wie ein Verein geführt und strukturiert werden? Und wenn die Antwort auf beide Fragen auch Nein lauten kann, wie mu...

Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend H2O ist nach wie vor eine sehr kleine Gemeinde. Eine Brücke zu bauen, die sich über einen so großen Abgrund erstreckt, ist ohne Hilfe unmöglich. Sich sowohl in der Bibel als auch in der heutigen Kultur zu verankern, wird uns spannen wie eine Streckbank. Wir brauchen eine Stütze in der Mitte, etwas, wo man Gewicht ablegen kann. Für uns ist diese Stütze die Gemeinde generell, der Leib Christi, die weltweite Kirche, wie auch immer man es benennen mag. Wir sehen uns verbunden mit unseren Glaubensgeschwistern der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Tatsache, dass die Kirche nie perfekt war, sondern im Gegenteil stets mit Flecken und Fehlern behaftet war und ist, macht es für uns eigentlich nur noch interessanter. Denn wir erleben uns selbst auch nicht als perfekt und damit passen wir doch ganz gut zusammen. Außerdem können wir von allen Fehlern der Vergangenheit am meisten ler...

„The Sound of Music“

Nun haben wir es also angeboten und selbst eingenommen, unser erstes Antiherbstdepressivum, in Form eines lustigen Filmnachmittages in unserer Gillestuga mit gemeinsamen Essen. Schön war’s! Und wir sahen ein höchst interessantes Werk: „The Sound of Music“, ein amerikanisches Musical als Heimatfilm aus dem Jahre 1965, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Salzburg spielt. Alle Schweden kennen es so gut, dass es hier darauf Parodien und Anspielungen in der Werbung gibt. Unser Holländer in Team sagte, in Holland wachse man mit diesem Film auf, er konnte alle Dialoge mitsprechen. Und unsere Amerikaner konnten sämtliche Lieder des Musicals auswendig mitsingen. Nur Karen und ich blamierten uns mit unserer Bildungslücke. Wir haben bis jetzt aber auch noch keinen anderen Deutschen gesprochen, der den Film je gesehen hat ( Gibt’s einen? Bitte sofort unten einen Kommentar hinterlassen!!! ) Man sagte uns, in Amerika gehe man davon aus, dass in Österreich jeder in das (englische) Lied „Edelwei...