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Posts

Dieser irreale Augenblick...

... wo du nicht weißt, ob das jetzt echt ist, ob du verwirrt bist oder nicht. Ich war auf der Heimreise vom internationalen M4-Treffen für Gemeindegründer, zu dem ich die Ehre hatte, nach Tallinn eingeladen worden zu sein und dort u.a. Dietrich Schindler zu treffen. Am Stockholmer Flughafen Arlanda begann jedoch das Chaos, weil ein Unfall auf der Zugstrecke passiert war und nun alle Reisenden mit Bus und Taxi in die Stadt mussten. Ein chaotischer Ameisenhaufen aus ewig langen Menschenschlangen, fluchend, verzweifelt, geduldig, alle darauf wartend, endlich mitgenommen zu werden. In allerletzer Minute erreichte ich schließlich den allerletzten Zug nach Göteborg, sonst hätte ich wohl eine Nacht als Obdachloser auf dem Bahnhof verbringen müssen. Erschöpft legte ich mein Gepäck erstmal ins Gepäcknetz, ließ ich mich auf meinen Gangplatz fallen und dachte: "Wenn ich gleich meinen Sitznachbar wieder reinlassen muss, stelle ich meinen Rucksack zwischen die Beine, hol das Buch raus und le...

Misserfolg höchstwahrscheinlich

"Erfolg ist die Fähigkeit, von Misserfolg zu Misserfolg zu gehen, ohne die Begeisterung zu verlieren" soll Winston Churchill angeblich gesagt haben. Das passt voll zum heute in der SZ veröffentlichten Interview mit Technikhistoriker Bauer . "80-90% aller Innovationsversuche scheitern" sagt der Stuttarter Professor und fügt hinzu, dass es ohne solche vermeintlichen Misserfolge überhaupt gar keine Innovation gäbe. Eine kluge Einsicht und gleichzeitig eine Ermutigung zum fröhlichen Experimentieren und Ausprobieren. Gemeinden sollten sich das meiner Meinung auch mal hinter die Ohren schreiben. Misserfolg ist der Weg zum Erfolg, und scheitern ist keine Schande. Wer viel macht, macht auch viel falsch - wer aber nichts macht, macht alles falsch.

Der Glaube aus der Predigt

Vor etwa 20 Jahren erfand die Süddeutsche Zeitung ihr wöchentliches Jugendmagazin "jetzt". Der Verlag wollte vor allem junge Leser an das Lesen längerer Texte gewöhnen. Man nahm sich also seiner potentiellen Kunden der Zukunft an, an denen man feststellte, dass langes Lesen für sie nicht mehr selbstverstänflich ist. Diese Beobachtung ist nur eines der Millionen Veränderungsmosaiksteinchen unserer Zeit. Kirchen und Gemeinden sollten das auch mal bedenken. Immerhin sind jetzt schon wieder 20 Jahre nach dem "jetzt"-Start ins Land geflossen. Doch die Veränderungen gehen weiter, fordern "Friss oder stirb!" und machen gnadenlos vor nichts und niemand halt. Nicht nur die Zeitungsbranche schlittert mittlerweile in eine ernste Krise. Wenn man von der Bibel und Gemeindebriefen mal absieht, kommunizieren Kirchen heute weniger durch gedruckte Medien. Unser Hauptmedium ist die orale Verkündigung, schließlich sagt Paulus, dass Glaube aus der Predigt komme. Unsere Go...

Berlintermin

Menschen, Menschen, Menschen: Der Berliner Mauerpark Es war sicher nicht meine erste Handlung aber ganz sicher doch die erste etwas größere Aktion in meiner neuer Rolle als CA-Europadirektor: Ein Besuch der deutschen Hauptstadt. Auf dem Programm standen neben vielen Gesprächen mit unserem dortigen CA-Team auch ein Treffen mit dem deutschen Netzwerker Harald Sommerfeld, ein Besuch des Berlinprojekts und ein Treffen mit deren Leitern. Ganz entspannt: Teamleader William beim "Brunch mit Wort zum Sonntag" Was Berlin angeht wünsche mir zwei Dinge besonders. Dass unser CA-Projekt in der Hauptstadt die Vision CAs wiederspiegelt, Menschen zu erreichen, die in niemals in eine normale Gemeinde gehen würden - und davon gibt es in Deutschland sehr, sehr viele. Und zweitens, dass Gemeinden mit ähnlichen Visionen und Hoffnngen sich gegenseitig kennen und befruchten. Kirche ist immer Gemeinschaft, keiner hat alles aber alle haben etwas. Müde, aber glücklich und inspiriert kam ich h...

Zukunft gestalten

Eine Sache, welche sich auch in meiner neuen Rolle nicht ändern wird, ist die Leitung der nun 15-köpfigen Studentengruppe in Göteborg, welche sich im dritten und vierten Jahr an der schwedenweiten Akademie für Leitung und Theologie (ALT) zu Leitern und Pastoren ausbilden lassen. Während diese Leute in den jeweiligen Kursen akademisch ausgebildet werden, ist es meine Aufgabe, sie auf das eigene Leben als Leiter, Pastor, Missionar oder Seelsorger vorzubereiten. Eine große Aufgabe, die mir sehr wichtig ist, denn hier wird mehr als auf jeder großen Konferenz die Zukunft ganz konkret gestaltet. ALT-Semesterauftakt: Anfang jeden Septembers treffen sich alle über 150 Studenten in der Nähe Jönköpings, um dort das neue Semester zu beginnen. Ich werde im Herbst zu einigen Gelegenheiten über Mission, Theologie und Kultur unterrichten.

Film zur E-Mail

Hier ist der im Brief verlinkte Film:

Gebetsclip August

Eben war's doch noch da...

Ein sicheres Zeichen für das definitive Ende des Sommers in Göteborg ist, wenn man das große H2O-Partyzelt (für die geplante Grillfeier morgen Nachmittag) durchs Fenster im Garten stehen sieht und es beim nächsten Schluck aus der Kaffeetasse plötzlich entrückt ist. Der erste, leicht unlogische Gedanke meines Hirns war: Warum liegen denn da plötzlich Lampen und Möbel auf dem Gras? Unmittelbare Nachforschungen ergaben: Weil's Zelt verbogen und zerfetzt beim Nachbarn in der Hecke hängt. Leinen hat's zerrissen, Gestänge verbogen, Ösen zerfetzt, Erdnägel aus dem Boden gezogen. So geschehen gestern Vormittag unmittelbar vor unserem Teamtreffen. Glücklicherweise war's ein bei uns zu Haus geplantes Teamtreffen, so dass alle gleich fleißig beim Einsammeln und Aufräumen anpacken konnten. Und was wird jetzt aus dem Grillfest? Die in der Garage aufgetürmten Reste des Sommerzeltes. Frustrierend? Der für die nächsten acht Monate zu erwartende Ausblick aus unserer Haustür.

Bye bye, Juliana!

Zwei Jahre leitete sie H2Os TjänaStan, hat entwickelt, Projekte organisiert und durchgeführt, war in all unseren H2O-Veranstaltungen und Teamtreffen dabei und hat genau beobachtet, wie wir ticken und arbeiten: Juliana. Nun sind die zwei Jahre um und Juliana wird wieder zurück nach Deutschland ziehen, wo sie bald sogar heiratet. Gestern war es leider an der Zeit, Lebwohl zu sagen. Als Geschenk bekommt Juliana von H2O passenderweise eine schwedische... ... Eva Solo Wasserkaraffe. Denn schließlich ist unsere TjänaStan-Leiterin in 24 Monaten so sehr mit H2O aufgefüllt worden, dass sie es woanders hintragen muss, zu den Durstigen eben. Und wie sie selber mal sagte, wird sie es in normalen 08-15 Gemeinden fortan wohl schwer haben, allein schon wegen unserer einzigartigen H2O-Grundwertekombination Beziehungen, Spiritualität, Erneuerung, Kreativität und Spaß. Gemeinden mit solchen Werten findet man sich nicht wie Sand am Meer. Deshalb wird Juliana zur ersten, offizielle...

Denn alles, was ihr in meinem Namen bittet...

Gebet ist im Bau des Gottesreiches so wichtig wie Kondition im Fußball. Ein keuchender Fußballer, der kaum die Treppe hochschafft, wird nie Weltmeister. In Gemeinden sind wir aber nicht selten solch keuchende, konditionslose Spieler und haben uns perfekt dran gewöhnt. Es ist aber auch komisch: Eigentlich wissen wir alle, wie wichtig Gebet ist - trotzdem gibt's immer 'n Grund, warum wir's dann doch nicht tun. Gebet ist Antrieb und Nachbrenner gleichzeitig allen unseres Wirkens. Gebet ist eine geistliche Übung. Dachten wir uns bei H2O und planten deshalb für heute einen ganzen Gebets(sonn)tag ein. Ab Frühstück in Berglunds Küche, mit Croissants, Geschichten, gefalteten Händen...  ... geplanten sowie spontanen Textlesungen. Wir sammeln Anliegen und...  ... nehmen sie mit auf...  ... einen den gemeinsamen Gebetsmarsch durch Angered... ... zum regnerischen Aussichtsbplatz in Rannebergen, von wo man fast ganz Angered sehen kann und der sich deshalb hervorragend ...

Gesichter des Islam

Viele meiner Freunde und Bekannten sind Muslime und ich verstehe mich prächtig mit ihnen. Manchmal ist es sogar einfacher und viel intressanter, sich mit ihnen über Gott und Glauben zu unterhalten als mit Namenschristen, die zwar glauben, sie seien Christen, aber in Sachen Religion keine Ahnung von gar nichts haben. Manchmal gehe ich in eine Moschee, setze mich in die letzte Reihe, beobachte das Treiben und freue mich auf die ganzen intressanten Gespräche, die ich später haben werde. Und dennoch - westliche Namenschristen machen es sich viel zu leicht damit, alle Religionen als "gleich" und "friedlich" zu bezeichnen. Wer das behauptet, offenbart sofort, in sehr tiefer Unwissenheit zu stecken. Natürlich sind nicht alle Muslime gefährlich. Doch ein riesengroßer Unterschied zwischen Christentum und Islam ist, dass Terror, Verfolgung und Tötung von Andersgläubigen zu 100% koranischen Lehren entspricht und damit offizieller Bestandteil dieser Religion ist. Ich mö...

Christenverfolgung und Säkularismus

Irakische Häuser wurden mit diesem arabischen N für Nazarener gekennzeichnet, worauf sie entweder zum Islam konvertieren, bezahlen oder sterben sollten. Ich bin überrascht, wie viele deutsch- und englischsprachige Zeitungen und Magazine offen über die Christenverfolgung im Irak berichten. Das ist sehr gut. Vor knapp zwei Jahren erst hatte Kanzlerin Merkel ganz ordentlich Kritik abbekommen, weil sie es gewagt hatte, Christen als die am meisten verfolgte Religion zu bezeichnen. Scheinbar gehen Merkels Kritikern jetzt gerade die Argumente aus. "Die Welt" berichtete jüngst sogar über Christenverfolgung in Deutschland, welche vor allem in den Asylheimen stattfindet, wo verfolgte und geflohene Christen plötzlich wieder gezwungen werden, mit massiv drangsalierenden Moslems unter einem Dach leben zu müssen und dabei ernsthaft bedroht oder zumindest als "Dreck" oder "unrein" bezeichnet werden, welche es verdienten, von Allah getötet zu werden. Arme Flüchtlinge...

H2O startet nach Sommerpause

Sommerpausen sind ganz normal in schwedischen Gemeinden. Warum Gottesdienste anbieten, wenn keiner kommt, Pastor inklusive? Aber jetzt trudeln so langsam alle wieder ein. Gestern war unser erstes Treffen. Kleine Besatzung, aber eine innige Gemeinschaft. Ein intressantes Gefühl war es für mich, weil ich im Laufe der kommenden Woche die Leitung H2Os abgeben werde. Ihr dürft gerne für einen glatten Übergang beten, der noch gar nicht so im Einzelnen geplant ist. Morgen im Teamtreffen werden wir erstmals ganz konkret darüber reden.

Theologisch UND kreativ

Eine einzigartige Eigenschaft Christian Associates' ist die Kombination von evangelikaler Theologie und innovativen Ansätzen. Das findet man nicht oft. Manchmal zeigt sich unsere Kreativität in kleinen, aber beindruckenden Dingen. Zum Beispiel neulich auf Connect . Dort entstand während unserer zweimal täglichen Lobpreiszeiten ein Gemälde zum Thema "Die Kraft des UND". Wer nicht gleich wusste, worauf dieses Kunstwerk hinauslief, sollte am Ende schwer beeindruckt werden. Ja - UND...?! verzehrendes Feuer und lebendiges Wasser Alpha und Omega Jeder CA'ler durfte Schnipsel mit Eigenschaften Gottes beschreiben, welche in das Werk eingearbeitet wurden. Barbara im Dienst während einer unserer Lobpreiszeiten. "Der Löwe und das Lamm" - ein beeindruckendes Kunstwerk. Das Original wurde unserer Mitarbeiterin Amy Swacina geschenkt welche es mit nach Valencia, Spanien, nehmen wird, wo sie in Kürze ein neues Pionierprojekt startet....

Die Kraft des "UND"

" The Power of AND " - die Kraft des UND - war Thema des diesjährigen Connects. Mit Ausgangspunkt in der Apostelgeschichte ging es darum, dass Mission alles andere als einfältig und höchst komplex ist. Mission kommt von Gott und ist wie Gott. Wer glaubt, Gott sei simpel und einfach zu erklären, kennt ihn nicht. Sechs Vorträge von vier verschiedenen Rednern halfen dem europäischen CA-Volk, ihren Auftrag besser zu verstehen. * * * Andrew: Groß genug & Klein genug: Die Geschichten der Apostelgeschichte & die Mission der Gemeinde "Lukas' Anlass zur Apostelgeschichte ist weniger die Vergebung der Sünden durch Christi Sühnetod als vielmehr die Bekanntmachung des Königs von Israel als Herrscher der Nationen" (Alle Fotos mit Texteinlage: Rogier Bos) Jesus & ich: Die Beziehung am Herz der Mission "'Das Evangelium' ist keine private Botschaft über die persönliche Errettung. Es ist eine öffentliche Botschaft welche die Systeme, Mächt...

Danke, FeG Ingolstadt!

Leider gibt's kein Bild von diesem bewegenden Augenblick, als die ganze Gemeinde im Gottesdienst um unsere Familie herumstand und uns mit sprühender Freude und erhobenen Händen ein Segenslied zusang um uns in die neue Aufgabe zu entsenden. Ein wirklich außergewöhnlicher Abschluss des Gottesdienstes, der uns alle sehr bewegt und ermutigt hat. Die FeG Ingolstadt und insbesondere die Gemeindeleitung war bereits seit Mai in den Prozess einbezogen mit der Bitte, uns bei der Wahrnehmung zu helfen, ob es sich bei dieser neuen Aufgabe wirklich um eine Berufung Gottes handeln könnte. Erst nachdem ich grünes Licht sowohl von der Gemeindeleitung als auch dem H2O-Team plus einigen persönlichen Freunden bekommen hatte, reichte ich meine Bewerbung ein. Deshalb durfte die Gemeinde die frischgebackene Neuigkeit auch im Gottesdienst am 27. Juli als erstes erfahren, als wir dort zu Gast waren. Nochmals DANKE für die Mithilfe!

Ein neues Kapitel

Es war keine Absicht, dass hier fünf Wochen lang nix gepostet wurde. Das ist einfach so passiert. Trotzdem kann man es symblisch deuten. Nicht als Pause, sondern als Umbruch. Juli 2014 war Übergang vom Einen zum Anderen. Wer den Gebetsclip im Mai gesehen hat, war ja schon vorbereitet. Nun ist es offziell: Auf der vergangenen CA Jahreskonferenz "Connect" wurde bekanntgegeben, dass ich die Rolle des neuen Christian Associates Westeuropadirektors übernehmen werde. Bekanntgabe durch Kevin Johnson (Fotos: Rogier Bos) Heißt das, dass H2O nun passé ist? Nein, tut es nicht. Wir werden weiterhin in Göteborg bleiben und diesen Dienst von hier aus tun. Ein Grund ist, dass wir weiter bei H2O bleiben können, wenn auch nicht in leitender Rolle. Außerdem möchten wir das lange und mühsam aufgebaute Kontaktnetzt nicht einfach so wieder verlassen. Und nicht zuletzt halten wir es für destruktiv, unsere Familie in dieser Phase zu entwurzeln. Bald mehr dazu, was das sonst noch alles so bede...

Sommer!

Freude im Garten beim "Kubb": Simon hat soeben einen gegnerischen Klotz umgenietet Der Juli ist nur noch wenige Stunden entfernt. Im Juli ist in Schweden Schicht im Schacht. Da reisen alle in ihre Sommerhäuser und alles macht dicht. Auch bei H2O ist Sommerpause. Gestern gab's den letzten "Expressions" der Saison - mit großem Grillfest, Indiaca und Kubb.

Theologie für jeden Tag

Unter "Alltagstheologie" versteht man offenbar vor allem den Alltag der Theologen wie Pfarrer oder Pastoren. Nur selten wird eine Autopanne, die entlaufene Katze, Entzündung, Büroformulare oder eine WM mit "Theologie" in Verbindung gebracht. Genau hier liegt ein Problem. Theologie ist weltfremd geworden. Vergangenen Sonntag machten wir ein Experiment. In Gruppen aufgeteilt, sollte jede H2O-Gruppe ein jeweils gerade aktuelles Alltagsereignis oder Problem identifizieren. Hatte man sich auf eine Sache geeinigt, ging es daran, den eigentlichen Kern der Sache zu finden: Wo liegt die Wurzel des Übels oder des Ereignis? War das gefunden, stellte sich die Frage, ob es in der Schrift (d.h. Bibel) vielleicht irgendwo das gleiche Problem oder ähnliche Vorkommnisse gibt. Welche? Wo finden sie sich? Gibt es vielleicht andere Texte, Psalmen oder Geschichten, die einem passenderweise in den Sinn kommen? Welche? Danach ging es darum herauszufinden, ob in der Kirchengeschic...

Alltagstheologen

So sehr man die Kirche auch kritisieren kann, sie hat der westlichen Gesellschaft unbezahlbare Dienste erwiesen. Nehmen wir allein unser Ausbildungssystem. Heute als selbstverständlich hingenommen und als "mein Recht" erwartet, so waren es einst vor allem Christen, die sich für die Einrichtung qualifizierter Ausbildungen eingesetzt haben. Oder nehmen wir den Dorfpfarrer. Er spielte auch deswegen eine besondere Rolle in der Dorfgemeinschaft, weil er als hochgebildeter und doch volksnaher Mitbürger den Menschen jeden Sonntag das Leben verständlich machte - jenen, denen Ausbildung versagt war. Was einst ein Segen war, ist für heutige Gemeinden ein Problem. Heute, wo jeder mindestens mal einen Hauptschulaubschluss hat und allein dieser unendlich besser ist als gar keine Bildung; heute, wo unser Hirn Dinge bearbeitet, die selbst unsere gebildeten Vorväter noch für pure Zauberei gehalten hätten, heute also, im 21. Jahrhundert, überlassen Christen die Theologie nach wie vor dem...

Gebetsclip im Juni

Und wieder ist's Mittsommer

Mittsommer auf der großen Wiese gleich um die Ecke Im Norden ist man dem Wechsel der Jahreszeiten viel extremer ausgesetzt als in milden Gefilden - logisch also, dass hier Lucia als dunkelste Zeit des Jahres und Mittsommer als hellste ganz besonders gefeiert werden. Als offizieller Feiertag im Kalender ist Mittsommer immer am ersten Samstag nach Sommeranfang; die eigentliche Feier mit Tanz um die berühmte Mittsommerstange ( majstång ) findet aber schon am Freitagnachmittag statt, wo grundsätzlich auch alle Geschäfte und Firmen geschlossen haben. Blumen im Haar dürfen nicht fehlen In unserem Wohngebiet hat sich seit ein paar Jahren ein eigenes, kleines aber feines Mittsommerfest etbaliert. Von zwei ansässigen christlichen Familien initiiert trifft sich nun halb Linnarhult zu den klassischen Liedern und Tänzen mit Kaffee und Kuchen. Zwei ebenfalls weit verbreitete und ausgesprochen klassische, schwedische Mittsommertraditionen gab es auf unserem kleinen Fest gestern allerding...