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Posts

(D)amit (M)an (G)edeiht

Ok, das ist nicht die offizielle Bedeutung des Kürzels jener altbekannten und etablierten, deutschen Missionsgemeinschaft namens DMG. Der Zweck meines jüngsten Besuches auf dem Buchenauer Hof dort könnte aber durchaus so betitelt werden. Denn der Leib Christi wird in den kommenden Jahrzehnten auf europäischem Boden an lebensgefährlichem Muskelschwund leiden. Ich will aber nicht, dass Gottes Reich geht, ich bete " Dein Reich komme ". Deshalb werden alle, die nicht nur dieses Gebet aus tiefstem Herzen mitbeten, sondern auch die zu erwartenden Hindernisse angreifen wollen, miteinander mehr und mehr an einem Strang ziehen müssen. Schließlich wollen wir nicht eingehen; wir wollen miteinander gedeihen. Die DMG setzt nun auch zunehmend auf Europa. Aus nachvollziehbaren Gründen: Heutzutage ziehen immer mehr Missionare in die andere Richtung - Brasilianer fühlen sich nach Schweden berufen, Afrikaner nach Deutschland, die Liste geht weiter. Mission geschieht heute kreuz und quer....

(CA in) Deutschland

Fünf ganze Tage lang besuchte ich das geografische Zentrum Westeuropas. Ich hatte eine Mission. In meinem Heimatland Deutschland galt es nämlich dringend herauszufinden, wie wir weiterverfahren mit unserem deutschen Zweig CA Germany . Im Leben des bisherigen Leiters hatte sich so viel verändert, dass er die Verantwortung abgegeben hat. Vorläufig habe ich die Leitung CA Germanys übernommen, doch ich möchte sie so schnell wie möglich wieder abgeben und andere, geeignete Personen vor Ort finden. Für geeignete Leute braucht man aber die richtige Vision. Daher ist es gerade extrem wichtig, ein Gespür für die Entwicklung der geistlichen Kultur Germanias zu entwickeln. Die gute Nachricht ist, dass ich weiß, wie man ein solches Gespür entwickelt. Die schlechte ist, dass das nicht über Nacht geht. Angefangen habe ich deshalb mit fünf Tagen, an denen ich mich mit völlig unterschiedlichen Menschen getroffen habe - seien sie kirchlichen oder charismatischen Bewegungen angeschlossenen. Einige ha...

Gebetsclip Januar

Wegweiser

Zwei Kennzeichen haben die Wegweiser Gottes. Erstens, wir sehen sie nur, wenn wir uns unsicher fühlen. Nicht, dass sie sonst unsichtbar wären, selbstsichere Menschen ignorieren sie einfach. Zweitens, sie tauchen immer erst in letzter Sekunde auf. Oder einen Moment danach. Gottes Wegweiser sagen nie: In 5km rechts abbiegen . Sie sagen: HIER rechts abbiegen . Oder: UMKEHREN. Da hinten hättest du rechts abbiegen müssen . Gott nachzufolgen hat mehr mit indianischer Spurensuche als einer GPS-ausgestatteten Autoreise zu tun. Welches dazu führt, dass man erstens langsam reist und zweitens nie sicher ist, wie viele Abbiegungen man schon verpasst hat. Aber das ist, wie gesagt, ja auch Sinn und Zweck: Nur, wer sich unsicher fühlt, sucht nach Gottes Wegweisern. Wem das zu diffus ist, erlebt in Gottes Augen den Normalzustand der Nachfolge. Nur dann schafft man es, auf dem Wasser zu gehen. Selbst Paulus, in unseren Augen ein selbstsicherer Kleriker, irrte auf der Spurensuche nach göt...

Jesus is Charis

Ich konnte mir nicht helfen - jedesmal, wenn ich den populären Slogan aufgrund der pariser Ereignisse sah, las ich etwas ganz anderes. Kurzentschlossen hab' ich das Plakat also umdesigned - auch wenn ich kein Grafikdesigner bin. Trotzdem - so gefällt's mir besser. Gleichzeitig kann ich auf meine Weise mein Beileid und meinen Kummer ausdrücken. Doch ich sage auch die Botschaft, die es nun am meisten braucht: Jesus ist Gnade. Jesus ist Versöhnung. Doch Er kehrt nichts unter den Teppich. Man hört Ihn niemals "Ist nicht so schlimm." oder "Kann jedem passieren." sagen. Jesus nimmt Sünde ernst, auch die allerkleinste und erst recht, wenn Menschen ihr Leben lassen mussten. Doch Er schießt nicht zurück. Im Gegensatz zu anderen, bekannten Religionsgründern zieht Er nicht in den Krieg. Stattdessen gibt es bei Ihm einen Neuanfang. Jede einzelne Sünde wird zwar aufgerechnet, doch nur, um sie dann zu vergeben. Das ist erstaunlich, und es gibt Trost. Verständnis. ...

Weihnachten, Teil II bis XI

In meinem Kotelettpost philosofierte ich über Fleisch. Weihnachten hat auch viel mit Fleisch zu tun. Weniger wegen der vielen an Braten überfressenen Bäuche, sondern vor allem, weil Weihnachten die Fleischwerdung Gottes ist. Auch Inkarnation genannt, falls einem "Fleischwerdung" zu sehr nach Kuhzüchter- oder Metzgersprache klingt. Die Inkarnation ist Voraussetzung zur Rettung der ganzen Schöpfung - des zur Verwesung verdammten Fleisches sozusagen. Ohne Inkarnation keine Kreuzigung, ohne Kreuzigung keine Auferstehung, ohne Auferstehung keine neue Schöpfung, ohne neue Schöpfung keine Hoffnung, ohne Hoffnung kein Evangelium. Aber Inkarnation ist nicht nur unser beliebtes Lichter- und Geschenkefest im Dezember. Von Januar bis November ist auch Fleischwerdung angesagt, die Fortsetzung Weihnachtens sozusagen, nämlich die Inkarnation des Evangeliums im täglichen Leben. In neutheologischer Sprache nennt sich das inkarnationales Leben . Jesus wurde nämlich nicht nur Mensch au...

Gedanken zur Jahreslosung

Konflikt an sich ist etwas Gutes. Konflikt hilft, uns selbst und andere besser zu verstehen. Damit ist er konstruktive Zutat des Zements jeder Gemeinschaft. Destruktiv hingegen ist sowohl unsere Unfähigkeit, mit Konflikten gut umzugehen als auch das, was oft nach dem Konflikt kommt: Unversöhnlichkeit . Unversöhnlichkeit scheint die schlimmste aller Sünden zu sein. Viel, viel schlimmer, als alle anderen "schlimmen" Sünden. Es gibt Texte im Neuen Testament, die man so auslegen könnte, dass uns unsere eigene Rettung doch nicht vorbehaltlos gegeben wurde, sondern an die Bedingung geknüpft ist, dass wir selbst gnädig und versöhnlich leben sollen. Tun wir das nicht, wird uns das volle Gewicht der eigenen Schuld vor Gott gnadenlos wiedergegeben (vgl. z.B. Mt 18,21-35) - und dann wäre es wahrlich schlecht bestellt um alle trotzig nachtragenden Haarspalter. Unversöhnlichkeit. Ungnade. Besserwisserei. Es ist leider solche Worte, die mir als erstes einfallen und mich traurig stim...

GOD JUL!

Wir wünschen allen unseren Freunden und Verwandten, Mitbetern, -kämpfern und -trägern, unseren Bloglesern - bekannt oder unbekannt - ein wunderschönes, harmonisches und ruhiges Weihnachtsfest sowie ein gesundes und bedeutungsvolles neues Jahr 2015! Und nie vergessen: Jesus is the reason for the season! 

Weihnachten på H2O

Mit freundlichen Grüßen von der H2O Weihnachtsfeier!

Ich liebe den Herrn

Ich liebe meinen Herrn. Ich liebe ihn wirklich. Er hat mein Leben auf eine Weise geführt und gestaltet, wie ich es zu Beginn meiner Reise mit ihm nicht zu träumen gewagt hätte. Deshalb stört es mich dieses Jahr auch mehr als sonst, wenn " Joy to the world, the Lord has come " aus allen Kaufhauslautsprechern tönt. Wenn er vermarktet wird und Kassen klingeln lassen soll. Wenn das Unbegreifliche der Menschwerdung vor den Konsumkarren gespannt wird. Vielleicht will deshalb dieses Jahr auch keine typische Weihnachtsstimmung in mir aufkommen. Weil mir so viel an Weihnachten verdreht vorkommt in einer Welt, die Jesus aggressiv verleugnet außer zur Weihnachtszeit, wo er gut genug ist zur Steigerung des Umsatzes. Und nur dazu. Gefühlsduselige Weihnacht zum Doping des Kunden. Wir Christen sind nicht völlig unschuldig daran. Wir haben die Gefühlsduslei erfunden, wenn auch aus gutem Grund. Doch vieles haben wir unnötig verduselt. Zum Beispiel durch unser romantisches Krippenbild. Ein B...

Verdammt in alle Einsamkeit

"Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen - woher kommt mir Hilfe?" Ein uraltes, brandaktuelles Gebet aus Psalm 121. Manchmal hat man Offenbarungsaugenblicke. Wo Schuppen aus den Augen fallen und plötzlich alles klar wird, was man schon lange zu wissen dachte. Heute vor einer Woche war mir ein solches Erlebnis vergönnt. Vor Beginn unseres Teamtreffens hatte ich eins unserer CA-Projekte in Frankreich besucht; eine Arbeit, die sich auf das Zentrum einer mittelgroßen Stadt konzentriert, welches stark von nordafrikanischen Einwanderern bevölkert ist. Wir sprachen über die orientalische Hochzeit, die eine Woche vorher gefeiert wurde. Über Kulturen und Kulturunterschiede. Mit am Tisch saß eine Person von der anderen Seite des Mittelmeeres, welche nun zu Jesus gefunden hat. Alle waren auch sehr neugierig, wie es in Schweden ist, wie man Gemeinde ganz dort oben im Norden baut. Ich erzählte von der Schönheit des Landes, aber auch von der Geduld, die man braucht, um Beziehungen zu...

...fertig, LOS!

Dienstage sind immer gelb, Überschriften immer blau. Von zwanzig nach dreißig geht's die Treppe runter, von dreißig bis Hundert einen Hügel rauf. E-Gitarrenklänge sind wie Eiszapfen, Flötentöne fliegende Untertassen. Ich denke in Farben und Formen und kann nicht anders. Entspechend wurde diese Woche auch das Zimmer tapeziert, in dem sich das Leitungsteam von Dienstag bis Freitag traf: Farben, Formen, Post-it-Zettel. Nix, keine Idee, kein Gedanke darf verloren gehen. Casper, das freundliche Gespenst? Paintballschneemann? Die Diskussion über meine "Kunst" wurde zum meistkommentierten Facebook-Post in der CA-Geschichte... Natürlich ging auch diese Reise nicht ohne Probleme. Diesmal fielen gleich zwei Flugzeuge aus, was mich erst mit enormer Verspätung ankommen ließ. (Derzeit liegt mein Durchschnitt bei einem defekten Flugzeug pro Reise für CA.) Vor dem Teamtreffen besuchte ich eines unserer Projekte in der Nähe, und auf der Rückfahrt wurde ich auf der Autobahn von zwe...

Gebetsclip November

Thanksgiving 2014

Der Trend geht weiter: Thanksgiving ist und bleibt H2Os beliebteste Veranstaltung. Schon letztes Jahr konnte man nur nach verbindlicher Anmeldung teilnehmen, weil die Anzahl Plätze auf 50 begrenzt werden musste. Dieses Jahr konnten wir auf 55 erhöhen, doch wir hätten locker doppelt so viele Anmeldungen entgegennehmen können, wenn Logistik und Vorbereitungen es nur zuließen. Ein traditionelles Thanksgiving mit allen klassischen Gerichten aus Originalzutaten bereitet man nämlich nicht mal eben mit links vor. Das H2O-Team arbeitet viele, viele Stunden in ihren Küchen. Meine Söhne und ich hatten einige Schwierigkeiten, die Festtafel so zu möblieren, dass alle locker Platz, das Buffet und die nötigen Ausgänge finden. Vier ganze Truthähne haben wir verspeist samt ihrer separat zubereiteten, besonderen Füllung, sowie weitere Beilagen wie z.B. Süßkartoffeln, Maissoße oder den klassischen Pumkin-Pie als Nachspeise. Als besonderer Höhepunkt wird aber von allen Gästen die Danksagungsrunde erlebt....

Zurück aus dem ̶w̶̶i̶̶l̶̶d̶̶e̶̶n̶ kalten Westen

Bedeutungsvolle Begegnungen scheinen bei mir oft mit Hindernissen zu beginnen. 2005 zum Beispiel, auf dem Weg zu meinem allerersten Vorstellungsgespräch bei CA ging z.B. die Lok des Zuges kaputt - 20 Meter bevor ich am Bahnsteig in Eitensheim einsteigen konnte. Der Herr hat mich anderweitig ans Ziel gebracht. Vergangenen Donnerstag wurde ich in Amsterdam während des Boardings zum Delta-Flug aus der Warteschlange gerufen - man lasse mich nicht mitfliegen und habe bereits veranlasst, mein Gepäck wieder zu entladen. Ich habe nämlich kein gültiges Visum für die Vereinigten Staaten. Dank Gottes Gnade kam ich dennoch am selben Tag an meinem Ziel an, wenn auch verspätet und mit Umwegen - und ohne Gepäck. Für mich sind solche Dinge mittlerweile Hinweise, dass das Bevorstehene irgendwie bedeutungsvoll sein muss. Work in progress: Mission auf vier Erdteilen War es auch. Ein ganzes langes Wochenende traf sich das Global Advancement Team im klirrend kalten Minnesota. Ein großzügiger CA-Unter...

Vier Gründe, warum die Bibel hilft, das Leben in Balance zu halten

Auf dem letzten Halbmarathon, den ich laufen konnte, kamen in regelmäßigen Abständen beschilderte Stationen mit folgender großen Aufschrift: " Gib auf. Hier. Wir fahren dich kostenlos zum Ziel. " Das waren Taxiunternehmen, welche Absprachen mit dem Marathonveranstalter hatten, dass alle Läufer, die nicht mehr können oder wollen, kostenlos zurückgefahren werden. Das Leben ist auch ein Marathon, der Training und Disziplin erfordert. Oft genug kommen wir an Stationen vorbei, an denen man aufgeben möchte. Doch sitzt man erst mal im Taxi, geht es einem selten besser - wäre es nicht viel schöner gewesen, das Ziel auf eigenen Beinen zu erreichen? Die letzten Monate waren eine beachtliche Steigung auf meinem Lebensmarathon. Viele Menschen, viele Eindrücke, viele Reisen, viel Information, viel Organisatorisches, viele Erwartungen, viele Herausforderungen, viel Unterschiedliches. Manchmal ist es mehr, als mein Hirn eigentlich verarbeiten kann. Luther sagte: "Wer viel arbeitet, m...

Team Fortschritt

Jede größere Firma, die mit der Zeit mithalten will, braucht Entwickler - Leute, die Neues entwickeln und Bestehendes weiterentwickeln. Wer stehen bleibt, geht rückwärts. Bei CA haben wir pro Kontinent, auf dem CA aktiv ist, eine "Entwicklungsabteilung"; meine offizielle Rollenbezeichnung ist zum Beispiel " European Advancement Team Leader " - frei übersetzt Entwicklungsleiter Europa. Das finde ich persönlich sehr gut, denn es drückt aus, dass der Schwerpunnkt eher auf der Entwicklung in die Zukunft als auf die Verwaltung des Bestehenden liegt (welche natürlich auch wichtig ist), doch mit strategisch-prophetischer Vorausplanung bin ich mehr in meinem Element. In dieser Rolle bin ich außerdem zusammen mit den Leitern anderer Kontinente automatisch Teil des Global Advancement Teams . Und als solches treffen wir uns soeben. Wir werden uns dieses Wochenende über Erfahrungen in unseren Regionen austauschen und überlegen, wie wir CA weiterentwickeln können. Dazu brauchen ...

Jammert nicht. Betet Gott an, nicht den Menschen

Mein gestriger, etwas physkalisch anmutender Beschreibungsversuch der Größe Gottes kann helfen, unseren Blick auf die Bibel zu kalibrieren und in vielen Texten das zu sehen, worauf es wirklich ankommt. Zum Beispiel Epheser 1.   " Gelobt sei Gott , der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund geleg t war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade , mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus...

So groß ist der Herr

Foto: NASA Unsere Zeit ist das perfekte Milieu zum Egoismuszüchten. Er wächst und gedeiht prima in allen Ritzen des Lebens. Spiritualität ist keine Ausnahme, ist nicht auch Glaubensleben dazu da, dem Ich-Mir-Mein-Mich zu dienen? Gott dient uns - so wahr das auch ist, es ist nur die halbe Wahrheit. Unsere zeitgenössische Blindheit für die ganze Wahrheit schließe ich aus einem Sammelsorium aus Beobachtungen, Berichten und Gesprächen. Da sind zum Beispiel Menschen, die nicht (mehr) an Gott glauben wollen, weil ihnen das Leben nicht perfekt genug ist. Oder Christen, die an ihrem Glauben verzweifeln, weil Gott ihnen gewisse Bitten nicht erfüllt. Und nicht zuletzt gibt es Aufgeklärte, die sich für unschlagbar gut im Argumentieren halten, wenn sie die "Hölle" zum mittelalterlichen Märchen degradieren und hinzufügen, sie würden Gott, sollten sie ihm wider Erwarten denn doch einmal begegnen, gehörig den Marsch blasen angesichts der Hölle, die er hier schon auf Erden zulässt. ...

In der Ruhe liegt die Kraft

Busfahrten, Flugzeiten, Hundespaziergänge - ich brauche diese Zeiten zum Nachdenken All die Eindrücke und Gesprächsthemen wollen verarbeitet werden. Viele gute Leiter sind introvertierte Menschen, sagt Susan Cain, Autorin des Buches "Quiet". Ich muss die leise Stimme in mir hören können, und das geht nur in der Stille der Abgeschiedenheit. Aus diesem Grunde habe ich mein Facebook-App vom Handy geschmissen, um nicht mit noch mehr völlig überflüssiger Information zugemüllt zu werden. Es macht großen Spaß, all die neuen Leute und all die alten Bekannten nicht nur online, sondern in Fleisch und Blut (wieder) zu treffen, deren Lebenswelten sehen, riechen schmecken; persönliche Erfahrungen austauschen, ausloten, wo man sich einig ist und wo nicht. Man hört, sieht, fühlt und lernt. Jede Begegnung ein Puzzelsteinchen. Jedes einzelne will in die Hand genommen, angesehen, gedreht und gewendet werden um herausfinden zu können, ob es einen Beitrag zur Antwort auf die große Frage leiste...

På resande fot...

... was soviel heiß wie "reisenden Fußes" - was mein derzeitiges Leben recht gut beschreibt. Gestern Abend erst von einer sehr kurzen Bayerntournee zurückgekehrt, die mich nach München, Garmisch-Partenkirchen, Murnau und Fürstenfeldbruck geführt hat, so sitze ich heute schon wieder im Zug nach Örebro, wo die ALT-Jahrgänge 3 und 4 einige gemeinsame Tage haben und ich an der Reihe bin, sie dort etwas zu betreuen. Soll das heißen, dass ich mich erst Freitag wieder meiner "normalen" Arbeit widmen kann? Nein. Alle unnormalen Arbeitszeiten sind ziemlich normal für mich im Moment. Jetzt gerade schreibe ich zum Beispiel einen Blogeintrag aus dem Zug - in Schweden gehört nämlich freies WiFi in die Eisenbahn. Übrigens, in Estland wird landesweites freies WiFi als so etwas wie ein Menschenrecht angesehen, wie ich neulich lernte. Schön für mich - so kann jede öffentliche Sitzgruppe zum Büro für mich werden. Außer in gewissen zentraleuropäischen Ländern. Die hinken doch noch etw...

Gebetsclip Oktober

Danke für jedes Gebet!

Madrid

Madrid ist wichtig für CA. Hier startete 2002 unsere erste Gemeindegründung namens Mountain View, eine englischprachige, internationale, eher klassisch-traditionelle Gemeinde. 2006 gründete Mountain View ihre Tochtergemeinde Oasis direkt am Plaza del Sol, dem Zentrum der iberischen Halbinsel. 2009 wuchs aus Oasis ein neues Gründungsprojekt im Stadtteil Malasaña, eine rein spanische Hausgemeinde namens Decoupage. Vergangenen Dienstag hatte ich das Vorrecht, bei einer historischen Decoupageversammlung dabei sein zu dürfen: Der letzte Abend als eine Gruppe, man ist aus den Räumen herausgewachsen und fortan gibt es zwei Decoupagegruppen. Das Maß ist voll: Auf dem Bild ist kaum zu sehen, dass der Raum aus allen Nähten platzte Genauso stellen wir uns Gemeindegründung vor: Gemeinden gründen, die Gemeinden gründen welche Gemeinden gründen. Dabei gibt es kein fertiges Modell, wie die Gemeinden auszusehen haben. Der Unterschied zwischen Mountain View als internationale, eher konservativ...

Dem Herrn geweiht

Ich habe eine ungewöhnliche Angewohnheit. Jedes Mal, wenn mir etwas Wertvolles zu Eigen wird, möchte ich zum Ausdruck bringen, dass mein ganzes Leben allein Jesus gehört - und damit auch alles, was ich "besitze". Bevor ich etwas regelmäßig beginne zu benutzen, suche ich förmlich nach simplen, kreativen Wegen, wie dieser Gegenstand symbolisch "dem Herrn geweiht" werden kann. So kann es sein, dass die erste Fahrt mit einem neuen Auto ein Kartontransport für einen Freund wird, der gerade umzieht. Oder ein Psalm, welcher die erste Seite aus einem neuen Drucker ziert. Diese Angewohnheit war mir umso wichtiger, als der Herr begonnen hat, mir auf wundersame Weise die wichtigsten Teile meiner verlorenen Ausrüstung zu ersetzen.Wie schon erwähnt, zwei Objektive und ein neuer Rucksack - gleiches Modell wie das geklaute. Vom Ersparten war außerdem ein neuer Laptop drin. Und von einem Rest auf dem Angered Media Konto sowie einer Anleihe war es nun sogar möglich, die erste Kame...

Wieder online

Nach fast drei Wochen ohne geeigneten Computer war ich nun mehr oder weniger gezwungen, einen neuen zu kaufen, denn die Aufgaben häufen sich nur so an. Nächste Woche zum Beispiel ist CA's Kandidatenkurs namens ENGAGE - eine ganze Gruppe neuer Bewerber aus aller Welt wird CA persönlich kennenlernen und wir sie - hinterher werden wir entscheiden, ob wir wohl zusammenpassen. Zum ersten Mal wird auch ein Schwede dabeisein, der mich irgendwann mal auf einem Vortrag gehört hat und sich daraufhin kurzerhand bei CA beworben hat. Obwohl ich selbst mit dem Auswahlverfahren direkt nichts zu tun habe, werde ich doch dabei sein, zwei Lehreinheiten über Missionstheologie halten, CA repräsentieren und mir selbst einen Eindruck machen. Wird in jedem Fall sehr interessant werden! Eina andere Aufgabe, die sich ohne Skype nur schwer lösen lässt, ist die Bildung eines Europaleitungsteams, welches mit mir zusammenarbeiten wird. Wenn der Herr will, werden wir leben und Anfang Dezember ein erstes persö...

Des Teufels Horror

Theoretisch-theologisch wissen wir alle, dass Satan eine rücksichtslose Niederlage erlitt, als Christus nach seiner unschuldigen Hinrichtung gesund, siegreich und quicklebendig wieder aus dem Grab spazierte. Wir wissen auch, dass die Tage des Widersachers gezählt sind, bis ihm eines Tages endlich und endgültig das Handwerk gelegt werden wird. Rein praktisch ist es aber doch immer wieder erstaunlich mitzubekommen, dass nicht wir es sind, denen es bei möglichen Begegnungen mit dem Reich des Düstren gruselt. Im Gegenteil. Den Teufel packt das schiere Entsetzen allein beim Gedanken an uns, die Gemeinde. Warum? Weil wir die derzeit einzige irdische Verkörperung seines Todfeindes sind, dem er chancenlos und schmachvoll unterlegen ist. Jeder geistreiche Schachzug der Gemeinde wird zu einem Andenken seiner Schlappe, zum schmerzhaften Stich in der unheilbaren, tödlichen Wunde, die Jesus ihm damals geschlagen hat und die seither brennend vor sich hin eitert. Nicht uns, den Teufel schaudert...

Gebetsclip September