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Monday, Monday…

Neulich sagte mir jemand: „Wann wird dieser ewige Montag namens Januar endlich enden?!“ Da ist was dran. Jemand anderes sagte zu uns: „In dieser Jahreszeit kann ich zehn Stunden schlafen und fühle mich trotzdem den ganzen Tag müde.“ Darin kann ich mich auch wiederfinden. Es passiert mir nur im Januar, dass ich im Bus einnicke und fast die Haltestelle verpasse, oder dass ich mich abends um neun mit einem Buch hinsetze und noch vor dem ersten Umblättern fest eingeschlafen bin. Diese Woche zum Beispiel weckte mich meine Frau abends nach einer ganzen Stunde mit meinem Buch auf dem Bauch stehend. Ich war so verwirrt, dass ich meinte, das Buch auf meinem Bauch sei eine Bibel (war es nicht), meine Hände seien hinter dem Buch so gefaltet weil ich aufgebahrt sei (war ich nicht) und ich sei rechtzeitig vor dem Einsargen gerade noch wieder wachgeworden (so war es auch nicht). Das durch diesen Weckvorgang ausgelöste leicht konfuse Gefühl hinderte mich dann eine weitere Stunde daran, meine gewünsch...

Alphakonferenz

Karen und ich waren einen ganzen Samstag in Lidköping am Vänernsee, um bei Alpha Sverige an einer Alphakonferenz und Schulung teilzunehmen. Grund dafür ist der Wunsch, den schon seit langem geplanten Ehekurs  2011 in die Praxis umzusetzen. Nach unseren Erfahrungen mit den  fünf Sprachen der Liebe  scheint dies neben der Faith Factory eine weitere, gute Möglichkeit zu sein, Familien zu dienen und gleichzeitig Reich Gottes zu bauen. Wir haben außerdem das Material zum sogenannten Ehevorbereitungskurs mitgebracht, weil wir einige Paare kennen, die irgendwann heiraten wollen. Die Ehe- und Vorbereitungskurse haben in Schweden eine etwas andere Aufmachung als im Original, weil hier etwas mehr Wert auf Gemeinschaft auch unter den Paaren gelegt wird. Wir hoffen auf großes Interesse und viele Teilnehmer.

Kürslein wechsel dich

Der Euro ist im tollkühnen Sturzflug. Die schwedische Krone schwebt hingegen in glücklichen Aufwinden. In den vergangenen 12 Monaten ging der Wechselkurs ständig bergab und war diesen Januar so tief wie seit 10 Jahren nicht mehr. Das freut die Schweden. Uns weniger. Denn wir spüren jeden Monat einen deutlichen Unterschied auf unserem Konto. Es ist eben nicht dasselbe, ob man 1000 Euro mit ca 10,3 oder 8,8 multipliziert, um Kronen zu erhalten. Ändern können wir daran natürlich nichts. Wir wissen aber, dass der Welten Herr auch alle Börsen fest im Auge hat. Und als wollte Er es uns nur nochmal beweisen hat Er veranlasst, dass wir einige unerwartete Sonderspenden erhalten haben, mit denen wir den Verlust für eine Zeit erstmal ausgleichen können. Danke, Herr, und ein öffentlches Dankeschön an die Geber! Und wer weiß, vielleicht hat der Kurs des Wechselkurses bis dahin auch schon wieder gewechselt.

Neue Netzwerkmöglichkeiten

" To network " - ein Verb, welches es im Deutschen nicht gibt. Schade eigentlich, denn es beschreibt einen großen Teil meiner Arbeit. Diese Woche zum Beispiel, da war ich die meiste Zeit in Malmö in Südschweden. Dort war Examenswoche und Semesterabschluss aller SALT-Studenten. Man hatte mich gebeten, dieses Mal dabei zu sein, und weil ich ja sonst nur eine sehr kleine Minirolle bei SALT spiele, war sehr vieles sehr neu und ungewohnt für mich. Ein Grund aber, warum ich dabei war, ist die schöne Tatsache, dass ich im Frühjahr 2011 selbst einen Kurs zum Thema Gemeindegründung unterrichten werde. Das ist nicht nur eine unerhört gute Möglichkeit für mich selber, zu wachsen und zu lernen, denn in den vergangenen Wochen und Monaten habe ich die Kursliteratur ausgewählt und selbst durchgearbeitet. CA wird das Projekt mit einigen Videoclips unterstützen, die in den Kurs eingebunden werden. Es ist auch ein große Chance, Studenten auszubilden und neugierig auf alternative Ansätze und En...

Faith Factory

Die "Faith Factory" wird 2011 ein weiterer und neuer Ansatz in unserem H2O-Center sein, um Menschen zu dienen und gleichzeitig Reich Gottes zu bauen. Entstanden ist es aus der Frage: Was in aller Welt kann man bloß tun, um Menschen zusammenzubringen? Wenn, wie unsere bisherige Erfahrung zeigt, viele Erwachsene zu vorsichtig oder scheu sind, andere zu treffen, dann sollte man doch lieber mit solchen was machen, denen diese Scheu naturgemäß fremd ist: Den Kindern. Die Faith Factory gehört den Kindern. Eigentlich ist die Faith Factory eine Erfindung unseres Freundes Douglas , und es war eine Fügung Gottes, dass Douglas sein Büro 2010 direkt neben dem H2O-Büro mietete. Ich habe sehr viel ihm ausgetauscht, über alternative Gemeindeansätze nachgedacht, verschiedene Literatur diskutiert, wir beteten, das Team kennt ihn, er kam regelmäßig zu unseren Impressions usw. Und so kam der Gedanke auf: Warum nicht was neues mit und für Kinder wagen? Die Faith Factory ist eigentlich nichts a...

Der Alchimist

Die Alchemie befasste sich bekanntlich mit der Goldherstellung aus anderen Materialien. Das war eine ganz schön schwere Aufgabe und erforderte viel Geduld und Experimentierfreude. In einem Telefongespräch sagte ich gestern ganz spontan, dass ich mich manchmal ebenfalls wie ein echter Alchimist fühle, der versucht, aus ganz verschiedenen Zutaten  etwas ganz Neues zu schaffen. Das größte Problem ist aber nicht, dass kein Gold entsteht, sondern dass viele unserer Zutaten gar nicht in den Topf wollen, oder, wenn sie drin sind, einfach wieder rausspringen. Ob der Topf zu klein ist? Oder zu groß? Oder zu mittelgroß? Ob die Temperatur zu heiß ist? Oder zu kalt? Oder zu lau? Immer wieder setzen wir uns zusammen, bisherige Erfahrungen zu diskutieren, lesen, überlegen, tauschen mit anderen "Alchimisten" aus. Für 2011 haben wir ein weiteres Rezept entwickelt. Morgen werde ich mehr darüber berichten.

"Lass dich nicht vom Bösen überwinden,

sondern überwinde das Böse mit Gutem." (Röm 12:21) Seit vielen, vielen Jahren gibt es eine "Jahreslosung". Röm 12:21 steht also nun als eine Art Motto über dem Jahr 2011: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Normalerweise will man ja nichts mit "dem Bösen" zu tun haben, "das Böse" klingt nach "Nebel des Grauens" oder "Terrorismus". Nichts für uns. Wir sind keine Zombies und keine Attentäter. Wir quälen noch nicht einmal Millionen Menschen mit unseren schiefen Stimmern bei Idol oder DSDS. Wir sind also gut. Und wenn das Böse kommen sollte, uns zu überwinden, schalten wir einfach den Fernseher ab. Es gibt da nur so ein Problem. Wir wissen nämlich gar nicht, wie eine "böslose" - oder sagen wir der Einfachheit halber doch besser eine "gute" Welt überhaupt aussieht. Wir alle nämlich, ausnahmslos alle, vom verdorbensten Sauhund bis zum heiligsten Gutmenschen wurd...

Frohe Weihnachten!

Einen lieben Gruß und ein großes Dankeschön an alle, die uns 2010 auf ganz unterschiedliche Art begleitet haben! Wir wünschen Euch ein wunderbares Geburtstagsfest für Jesus und eine gesundes, friedliches Jahr 2011. Wir werden heute Nachmittag eine Weihnachtsfeier bei und mit H2O feiern, zu der wir alle eingeladen haben, die sonst niemanden zum Feiern haben oder kennen. Wir werden zusammen essen, Kalle Anka anschauen (Donald Duck, eine urschwedische Heiligabend-Tradition), spielen, Weihnachtslieder singen, die Weihnachtsgeschichte anhören und den neugeborenen König ehren. Wir freuen uns auf ein ganz besonderes Weihnachtsfest. Treffen wir uns 2011 wieder?

Voll das Jahr, ey!

Unsere Kinder erzählen von 2010 Ole In diesem Jahr hatte ich viele tolle Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnisse.      Zunächst lud Familie Schoklitsch unsere ganze Familie im Februar nach Thailand ein. Es war wirklich großzügig von ihnen, uns für ca. 2 Wochen einzuladen und uns bei ihnen wohnen lassen. Für mich war es eine der besten Erfahrungen die ich bisher in meinem Leben hatte. Es war auch eine große Chance, dem kalten, grauen Winter in Schweden zu entkommen und stattdessen in der Sonne zu liegen, im Pool zu chillen und tropische Drinks, Obst und anderen Malzeiten zu genießen.        Etwa drei Monate später feierte mein Opa seinen 75. Geburtstag und lud die ganze Großfamilie in den Jagdhof Glashütte, einem wunderschönen Hotel im Sauerland ein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle von uns mehr als nur eine tolle Zeit hatten. Das ganze Hotel war fast komplett für uns alleine zur Verfügung. Das heißt Swimmingpool, Sauna, Garten...

Let's Glögg!

Glögg ist die schwedische Version des Glühweins, und es gibt drei beliebte Versionen: Alkoholfrei, Leichtglögg mit 2,2% und "richtigen" Glögg. Letzten Freitag war ich doch tatsächlich mal in der Systembolaget einkaufen (dem einzigen Geschäft Schwedens, wo man alkoholhaltige Getränke über 3,5% kaufen kann) um ein paar Flaschen richtigen Glühwein zu kaufen. Nicht, weil ich es so nötig hätte, sondern weil wir zum Samstag sämtliche Nachbarn, genauer gesagt die ganze Straße mit allen ihren 21 Hausnummern zu uns in die Nummer 10 zum "offenen Haus mit Glögg" eingeladen haben. Wir boten das ganze schwedische Glöggbuffet an; zum Beispiel alle drei Glöggversionen, Rosinen und Mandeln, die man sich hier in den Wein streut, Eiskonfekt, Pfefferkuchenkekse mit Schimmelkäse,  Julmust  für die Kinder und vieles mehr. Die ersten Gäste, die kamen, meinten schon gleich in der Haustür, dass es sowas ja seit 35 Jahren hier nicht gegeben habe (vor 35 Jahren wurde die Siedlung gebaut). Ni...

36 Kisten...

...voller Lebensmitteln aller Art sammelten die fleißigen TjänaStan-Helfer ein. Sie werden nun an die  Stellen weitergeleitet, die es am meisten benötigen. "Handla för andra" ist ein echtes win-win-win-win-Projekt. Die TjänaStan-Helfer sind glücklich, aktiv bei so etwas einfachem und sinnvollem dabeizusein. Die Kunden sind glücklich, weil sie auf einfachste Art etwas sinnvolles beisteuern können und selber wählen können, wieviel sie investieren möchten. Die Geschäfte sind glücklich, weil sie glückliche Helfer und Kunden haben und obendrein auch noch den Umsatz steigern. Die Bedüftigen sind glücklich, weil sie etwas bekommen, was sie sonst logischerweise nicht bekämen. Und wir als H2O sind glücklich, weil Gottes Liebe und Fürsorge ein kleines bisschen sichtbar werden und TjänaStan etwas Werbung für Gottes Reich gemacht hat und hoffentlich Neugierde hervorrief. Deshalb überlegen wir, ob Handla för andra nicht ein ständig laufendes Projekt in einigen Geschäften werden sollte.

Weihnachtsdeko

Auch unser H2O-Center muss weihnachtlich aussehen. Schließlich wollen wir dort ja Heiligabend verbringen.   Wir laden also ein, um Baumschmuck zu basteln.  Keine Papierengel und auch keine Strohsterne, nein, wir arbeiten mit Glitzer und Glas.  Hier bekommt Svea gerade Unterstützung von unserem Freund Nick.  Aber alleine kriegt sie das auch schon ganz gut hin, was? Und so sieht dann am Ende einer unserer beiden Weihnachtsbäume aus.

Morgen: TjänaStan "Handla för andra"

Morgen, am Samstag den 11. Dezember werden Akzente im Weihnachtskaufrausch gesetzt: Während konsumbesessene Massen in die Geschäfte strömen, werden TjänaStan Freiwillige auch an die Menschen erinnern, die sich vielleicht noch nicht mal eine neue Zahnbürste leisten können. An fünf verschiedenen Großgeschäften in Göteborg und Partille werden die Helfer in roten T-Shirts Kunden am Eingang eine Einkaufsliste austeilen und sie bitten, doch ein oder mehrere Teile von dieser Liste extra zu kaufen und nach der Kasse bei anderen Freiwilligen abzugeben, die dort mit vielen leeren Kartons auf sie warten. Das schwedische Wort "handla" hat die schöne Doppelbedeutung "handeln" (= aktiv sein) und "einkaufen". Damit wird "Handla för andra" zu "Handeln und einkaufen für andere". In der Regel ist dies ein Projekt, bei dem alle beteiligten Parteien glücklich sind. Wir gehen davon aus, dass wir die vielen leeren Kartons füllen können mit allgemeinen, unver...

"Ku-Klux-Klan ja, Wikileaks nein" (sueddeutsche.de)

Man kan ja von Wikileaks halten, was man will und ich werde hier auch keine Kommentare dazu abgeben. Dass sich allerdings Finanzkonzerne wie Visa und Master dazu erdreisten, selber zu entscheiden, wer Spenden entgegen nehmen darf und wer nicht, halte ich für höchst bedenklich (vgl. Kommentar auf sueddeutsche.de ). Ich bin kein Endzeitprophet und will auch keiner werden, doch hier bahnen sich Entwicklungen an, deren Ende sich niemand vorzustellen wünscht: Wer ins System passt, ist geduldet, wer unbequem ist, wird gedörrt. Vielleicht liegt es an der Geschichte meines Heimatlandes, dass bei solchen Aktionen gleich meine Alarme zur erhöhten Wachsamkeit ausgelöst werden. * * * One might think of Wikileaks as he or she sees fit. I won't comment on that. But the fact that credit card companies like Visa or Master dare to freeze or block donations to Wikileak - but not to other organizations like the KKK freaks me out. I am no doomsday prophet and will never be, but here I see problemat...

Advents-"Impressions"

In einer Bilderbuch-Weihnachtslandschaft feierten wir gestern Abend unsere Adventsimpressions. Allerdings führten beständige Schneefälle, Kälte und Erkältungen und anderweitige Adventstermine dazu, dass die Gruppe nur sehr klein ausfiel. Trotzdem haben wir wie immer gegessen, diesmal im Kerzenschein, und dann über's Warten gesprochen. Gibt es vielleicht ähnliche Gedanken beim Warten auf Jesus und beim Warten auf den Bus an einer tief verschneiten Haltestelle? Und wie immer haben wir mit Abendmahl abgeschlossen, diesmal als eine Versicherung, dass wir "den Bus nicht verpasst" haben. Die Kinder hatten in der Zwischenzeit jedenfalls jede Menge Spaß auf dem riesigen, fast leeren und tief verschneiten Parkplatz bei Reningsborg.

Probleme mit E-Mailadressen

Aus unbekanntem Grund können zur Zeit offenbar keine E-Mails an unsere Adressen m@rcus.info und k@ren-online.info gesendet werden. Die E-Mails kommen mit einer Fehlermeldung zurück. Wir wissen noch nicht, woran das liegt. Bis auf weiteres kann daher auch unsere Adresse h2oteamet@gmail.com oder Facebook verwendet werden. * * * Problems with email our private addresses For some reason neither Karen nor I can receive emails on our addresses k@ren-online.info and m@rcus.info. All emails bounce back with an error code. If you need to reach us you might send it to h2oteamet@gmail.com or use Facebook (Facebook isn't checked as regularly). 

"Sehr relevant!"

Vergangenen Samstag hatten wir unseren ersten Trainingsnachmittag zum Thema "Die fünf Sprachen der Liebe". Dies war der Auftakt eines neuen Versuches, als Gemeinden da anzusetzen, wo es heutzutage am meisten gebraucht wird. Wie ein erschreckend deutliches Muster ziehen sich nämlich zerbrechende Beziehungen, Trennungen und Scheidungen durch unsere Erfahrungen der vergangenen Jahre, und hier sehen wir einen übergroßen Bedarf an Hilfe und Prävention. Mit einigen Paaren und vielen Helfern aus unserer Partnergemeinde Saron haben wir zunächst die fünf Liebessprachen erklärt, auf denen wir Menschen gerne Liebe kommunizieren (und die Missverständnisse, zu denen es kommen kann, wenn zwei Menschen unterschiedliche Liebessprachen sprechen). Jedes Paar konnte sich darauf an einen eigenen Tisch in unserem H2O-Center zurückziehen, um miteinander zu sprechen. Wir haben gegenseitige Erfahrungen und Ansichten ausgetauscht und einen kurzen Vortrag zum Thema "Selbstständigkeit und Abhängin...

Thanksgiving

Heute ist ein ganz wichtiger Feiertag in Amerika: Thanksgiving. Das ganze lange Wochenende werden dort viele Familien zusammen verbringen und Thanksgiving feiern. Heute Abend ist das obligatorische Truthahnessen mit vielen anderen traditionellen Beilagen. Und weil Thanksgiving in Amerika so wichtig ist und weil bei CA so viele Amerikaner sind und weil Thanksgiving im Kern sehr christlich ist nutzt man dieses Fest innerhalb CAs sehr gerne für eine schöne Feier mit seinen lieben Freunden. Auch die Meisels werden heute Abend Thanksgiving mit Kirstens Eltern, dem Team und ihren Nachbarn feiern. Karen wird sich heute darin üben, die eigens aus den USA eingeflogenen Lebensmittel nach originalamerikanischen Rezepten zu hoffentlich originalschmeckenden Salaten und Beilagen zu verarbeitet. Wir freuen uns schon auf den Truthahn!

Danke, Ingolstadt!

Nach zehn Tagen hat mich sowohl meine Familie als auch der schwedische Winter wieder zurück. Danke für wunderbare Tage in Bayern! Die Zeit war gefüllt mit lieben Menschen, Gemeindegeschwistern, Freunden, alten Nachbarn oder Kollegen. Ich hatte noch eine ganze Liste mit Namen, die ich auch noch gerne gesehen hätte, doch dafür waren selbst 10 Tage zu kurz. Es hat mir großen Spaß gemacht, einfach mal wieder in meiner Muttersprache kommunizieren zu können. Gerade bei den "offiziellen" Gelegenheiten wie Predigten, oder Bibelstunden war es schön zu merken dass ein Teil des Hirnes nicht ständig mit der Suche nach richtigen Wortfolgen, Präpositionen oder Sprichwörtern beschäftigt ist. Ich freue mich über eine lebendige FeG Ingolstadt, die auch ohne Pastor zur Zeit recht dynamisch und obenauf wirkt. Möge der Herr Euch weiter segnen!

Gruß aus Deutschland

Nach buchstäblich stürmischer Reise bin ich seit Freitag in Ingolstadt. Bis zum 22. werde ich am Weißwurstäquator verweilen. Gleichzeitig schön und ungewohnt ist es, Deutschland zu erleben. Vertraut und fremd, zum Beispiel nach vielen Jahren mal wieder mit der S-Bahn vom Flughafen Franz-Josef-Strauß zum Münchener Hbf zu fahren, um dort in eine Regionalbahn umzusteigen. Die alltäglichsten Dinge werden plötzlich zu Erlebnissen. Interessant zu erleben, dass man nun wieder jeden Gesprächsfetzen versteht, der auf den Nachbarsitzen gequasselt wird, selbst dann, wenn man gar nicht mehr zuhören sondern nur noch aus dem Fenster sehen will. Viel Gemotze hab ich da gehört wegen den vielen Verspätungen. Naja, ich war auch einige Stunden zu spät dran, hab aber nur da gesessen und einfach nur genüsslich beobachtet. Da stellt sich die Frage: Bin ich eigentlich noch Deutschland?

Strammzedunn

(= viel zu tun) Nur mal ein kleines Lebenszeichen zwischendurch. Grad im Moment geht ein Tag mit seinem Werk sozusagen nahtlos in den nächsten über. Die stillen Tage im Kloster waren geradezu Gold wert. Am vergangenen Wochenende bis heute Morgen hatten wir Besuch von unserem neuen CA-Mentor, Kevin Johnson aus Minnesota. Wir sind dabei, unser H2O-Vorgehen für die kommenden 1 1/2 Jahre zu planen. Es ergeben sich außerdem immer wieder Treffen mit Leuten hier in Göteborg, die aber nicht immer einfach sind und uns manchmal an die Grenzen unserer seelsorgerlichen Kompetenz führen (schließlich ist Seelsorge auch nicht meine allergrößte Begabung). Bald werde ich nach Ingolstadt reisen und eine gute Woche in Bayern verweilen. Am kommenden Sonntag werde ich in der FeG Ingolstadt predigen. Würde mich sehr freuen, ganz ganz viele von Euch treffen zu können!!!

Sucht den Herrn selbst

... und nicht bloß Seinen Segen. So ähnlich sprach Dietrich Schindler vor knapp zwei Wochen. Gott persönlich zu begegnen und ihm persönlich nachzufolgen ist unendlich viel wichtiger als viele gute Sachen zu tun und bloß Gottes Segen für alle unsere tollen Sachen zu erbitten. Letztes Jahr bin ich aus diesem Grund ein paar Tage schweigend ins Kloster gegangen , um selber weniger zu reden und Gott mehr zu Wort kommen zu lassen. In der Tat: Gott redet. Klar und deutlich. Deshalb geht es heute wieder dahin. Mit einer Gruppe aus ca. 15 Männern werden wir von Göteborg in die Nähe Linköpings fahren um uns dort einem klösterlichen Tagesablauf schweigend anzupassen und viel Zeit für Gebet und Bibellektüre zu haben. Ich bin gespannt, was der Herr dieses Mal zu sagen hat. * * * Silent retreat As last year I'll travel to a kind of a monastery today in order to stay silent for some days and letting God speak more into my life. Each time I did something like that it was a great experience to ...

English speakers: We need some help!

This is a call into the English speaking world of my blog followers. We are looking for the book " This is the world we all want " by Tim Chester. We are considering translating the book into Swedish and making it a faith indroducing course that is more suitable for people far away from church and faith. We need a tool that it less aggressive and less systematically structured than alpha. Unfortunatey, the book seems to be out of print. The few copies that are left are offered for very, very unchristian prices we're not willing to pay. Does anybody of you have a copy of the book you are willing to share with us? Does anybody know about a shop you can still buy it for the regular price? Ant other resources? Ideas? Thank you very much!!!

Sieben Jahre oder mehr

Die Konferenz am vergangenen Wochenende bot unter anderem auch verschiedene Workshops und Kleinseminare an. Eines davon stellte eine Studie über "Wachsende Gemeinden in Schweden" vor, die vom NGE-Institut (Natürliche Gemeindeentwicklung) untersucht wurden. Wenn man die Leute fragt, die neu zu Gemeinden gekommen sind und vorher keine Gemeindeanbindung durch Eltern, Familie oder sonstiges hatten, so gibt der Löwenanteil der Befragten an, ausschließlich aufgrund eines Freundes oder einer Freudin begonnen zu haben, sich für den Glauben zu interessieren. Immerhin sagten 15%, dass ihr Interesse durch irgendeine Art übernatürliches Erlebnis in eine Gemeinde gebracht wurden. Fast niemand gab das Internet oder irgendwelche Werbung an. Auf die Frage, wie lange ihre geistliche Reise in eine Gemeinde denn gedauert habe, setzten rund 45% ihr Kreuzchen unter: "Sieben Jahre oder mehr". Das ist also die Kultur, in der wir arbeiten, und es passt perfekt mit unseren eigenen Erfahrung...

Danke, Dietrich!

Es war ja schon erstaunlich: Da kommt der Leiter der Inlandmission der FeG nach Schweden um Vorträge über Gemeindegründung zu halten und erklärt fast bis ins Detail genau unseren H2O-Ansatz! Ohne natürlich H2O zu nennen, denn er kannte es ja gar nicht. Mich freut diese Offenheit der FeG natürlich ganz ungemein und ich hoffe und wünsche mir sehr, dass es bald auch in Deutschland mehr solche Gemeindeprojekte geben wird.